Dakota-Pipeline-Aufruf: Geldhahn zudrehen!

Aufruf von Magali Paulus, Justin Turpel, Jean-Sébastian Zippert, Martina Holbach, Nathalie Oberweis, Carole Reckinger, Michel Decker, Jean Feyder, Véronique Faber, Christine Dahm, Thierry Defense und Gilles Dacheux.

Der Luxemburger Staat und der öffentliche Pensionsfonds sollen jede finanzielle Unterstützung der Dakota Access Pipeline aufgeben, fordern die InitiatorInnen dieses Aufrufs.

(Foto: Fibonacci Blue/flickr)

Die knapp 1.900 Kilometer lange Dakota Access Pipeline führt durch Land, das der indigene Stamm der Standing Rock Sioux in North Dakota als heilig ansieht. Sie bedroht die Wasserversorgung von Millionen Menschen und würde das Klima massiv schädigen. Anfang Dezember wurde der Weiterbau nach monatelangen Protesten des Stamms und seiner Unterstützer aus aller Welt von der Obama-Administration gestoppt; die Protestbewegung hatte intensivere Umweltprüfungen durchgesetzt. Der neue US-Präsident Trump hat die verantwortlichen Behörden jedoch am 24. Januar angewiesen, den Bau der Dakota Access Pipeline, ebenso wie den der Ölpipeline Keystone XL, wieder aufzunehmen und zu beschleunigen. Das Projekt steht symbolisch für Donald Trumps verantwortungslose Klimapolitik und widerspricht fundamental dem Gedanken der Nachhaltigkeit.

Weltweit werden die Banken, die das Dakota Access Pipeline-Projekt finanzieren, aufgefordert, ihre Beteiligung zu überdenken und zurückzuziehen. Insgesamt 35 Finanzinstitute sind an der Finanzierung der Dakota Access Pipeline beteiligt oder stellen Kredite für dieses Projekt, das nicht nur der Umwelt schadet, sondern auch Menschenrechte und Rechte indigener Völker verletzt. Viele dieser Banken haben sich dem Prinzip der Nachhaltigkeit und dem Respekt der Menschenrechte verschrieben – ein Prinzip, das beim Bau der Dakota Access Pipeline massiv verletzt wird.

Unverantwortlich, unvereinbar

Zu den Banken, die das Projekt direkt finanzieren, gehört auch die BNP Paribas, an der der Luxemburger Staat beteiligt ist. Auch der öffentliche Pensionsfonds Luxemburgs unterstützt die Bau- und Betreiberfirmen der Dakota Access Pipeline durch Obligationen in Millionenhöhe. Darüber hinaus investiert der öffentliche Pensionsfonds Luxemburgs ebenfalls massiv Geld in zahlreiche Banken, die am Projekt beteiligt sind. Wir fordern die Luxemburger Regierung, die BNP Paribas und den öffentlichen Pensionsfonds auf: Beendet jegliche Unterstützung für die Dakota Access Pipeline! (…)

Die Anleihen, die der öffentliche Pensionsfonds Luxemburgs an den Bau- und Betreiberfirmen der Dakota Access Pipeline hält, sind keineswegs mit einer nachhaltigen und verantwortlichen Investitionspolitik vereinbar. Der öffentliche Luxemburger Pensionsfonds sollte nur Unternehmen unterstützen, die sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind, nachhaltig wirtschaften sowie Menschenrechte und internationale Abkommen respektieren; die finanzielle Unterstützung von Banken, die an der Dakota Access Pipeline beteiligt sind, ist ebenfalls damit unvereinbar. Wir laden alle Bürger und Bürgerinnen sowie Organisationen der Zivilgesellschaft ein, diesen Aufruf – unter www.nodapl.lu – zu unterstützen.


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