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ein Preis für die woxx

Unsere Kollegin Christiane Walerich hat es geschafft beim „EU-Journalistenpreis - Gemeinsam gegen Diskriminierung!“ mit ihrem Artikel über die Sexualität der behinderten Menschen (woxx 1122) den „Prix Coup de Coeur“ zu gewinnen.

Den Gewinner-Artikel finden Sie hier.

Die Preisverleihung findet am 24. Februar statt.

woxx table ronde 06.03.2012

Table ronde de l’hebdomadaire woxx
en coopération avec RTL Radio Lëtzebuerg
Fir d’Liewe léieren?
La réforme scolaire sous le feu des critiques

Loin des détails techniques, nous voulons jeter un regard sur les questions de société qui se posent dans le contexte de la réforme. Participant-e-s :
Mady Delvaux-Stehres, ministre de l’Education nationale
Marc Fischbach, ancien ministre de l’Education nationale
Guy Foetz
, vice-président SEW, professeur du secondaire
Michel Pauly, professeur d’histoire à l’Université du Luxembourg
Exit 07, Carré Rotondes,
mardi 6 mars à 19h

Débat en luxembourgeois, traduction orale directe en français.

carte blanche
kommentar
Eng carte blanche vum woxx-Journalist Richard Graf zum Thema Tram op RTL Radio.
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woxx | 2010-02-11 | Nr 1045
Archive | Expo 
 
MALEREI/FOTOGRAFIE
Postindustrielle Wahrnehmung
Jörg Ahrens

Im Centre de Documentation sur les Migrations Humaines werden im Rahmen der Ausstellung "Living Today!" Arbeiten des Malers Sascha Di Giambattista und des Fotografen Mike Zenari gezeigt. Trotz der Unterschiede in der Ausdrucksform, ist die Ausstellung vom Thema her homogen gestaltet. Was die beiden Künstler eint, ist ihr Umgang mit der Realität. Ihre Arbeiten zeigen das Leben der "Nachkommen von Einwanderern in einer postindustriellen Region". In der Ausstellung hängt zwischen den Fotografien Zenaris eine Arbeit Di Giambattistas wie ein Fremdkörper. Zwei Personen, jeder in seinem Sessel, sitzen sich gelangweilt gegenüber, der eine mit dem Rücken zum Betrachter. In seiner Hand hält er einen ganz realen Faden, an dem in vier Metern Höhe ein roter Luftballon schwebt, aus dem schon etwas die Luft raus ist.

Dabei erscheint bei Di Giambattista und Zenari die viel beschworene Hoffnungslosigkeit der Kinder aus Einwandererfamilien höchstens hintergründig. Sie erfasst wohl eher den Betrachter, der glaubt seine Chance verpasst zu haben, seine Jugend in vollen Zügen genießen zu können. Bei Di Giambattista (Jahrgang 1981), zeigt sich dies bei der Auswahl seiner Untergründe und Motive. Und auch wenn er verneint auf Skateboards fixiert zu sein, sind es eben oft diese Bretter, die er für seine Malerei nutzt. Und auch in seiner Maltechnik orientiert er sich stark an den szenetypischen Graffiti, verbunden allerdings mit der feinen Linienführung des Grafikers. Dass Selbstzerstörung nicht Teil des Spaßes sein soll, zeigt daneben seine Darstellung eines abgemagerten Rauchers, der roh auf Holzplanken gepinselt einen Brief verfasst ? vielleicht sein Testament.

Auch für Mike Zenari (Jahrgang 1982) ist dies keine Option. So nimmt er den oft beschworenen "Respekt" der "heutigen Jugend" und das damit verbundene Gangsterimage satirisch aufs Korn und weckt damit Erinnerungen an Johnny Chicago, und auch bei anderen Gelegenheiten zeigt er reichlich Humor. Hauptsächlich aber macht Zenari Event-Fotografie, Momentaufnahmen von Partys und Konzerten, sei es von einer Band oder dem ausgelassen tobenden Publikum und fängt daneben aber auch spontan ruhigere Szenen ein. Gestochen scharf oder leicht verschwommen zeigen sie eine Authentizität, die den Betrachter integriert.

Die Ausstellung "Living Today!" ist noch bis zum 28. Februar im CDMH zu sehen.