Iran
: Stabiles Gleichgewicht

Die jüngsten Unruhen in Iran richtig einzuordnen, fällt dem Westen mit seinem vorherrschenden binären Denken schwer. Waren ökonomische oder politische Gründe der Auslöser? Sind die Demonstranten für oder gegen das Regime? Protestiert oder revoltiert man in der ländlichen Provinz und den Kleinstädten ernsthaft, oder ist man nur außerstande, den Gürtel noch enger zu schnallen?

Auf dem Hauptplatz von Isfahan während des persischen Neujahrsfestes. (Foto: Ekkehart Schmidt)

Stolz erklärt der Unidozent für Informatik, wie er Colaflaschen durch ein winziges Loch entleert, dann mit selbstgemachtem Rotwein füllt und so viel Kohlensäure hinzufügt, bis die Flasche wieder so prall ist, dass sie bei keiner Kontrolle auf dem Weg zu einer Party auffallen würde. Den Wein angebaut hat sein Vater, ein pensionierter Bankdirektor. Seine Schwester hat ein paar Tage danach einen Auftritt in einem Konzert mit klassischer Musik, das halb öffentlich in einem Kindergarten stattfindet. Unter ihrem lockeren Mantel trägt sie Jeans und Turnschuhe. Der Besucher kommt aus dem Staunen nicht heraus.

Neben dem Atomkonflikt haben westliche Medien in sehr einseitiger Fixierung vor allem über Menschenrechtsverletzungen berichtet. Es ging fast nur um die Unterdrückung von Frauen oder die nach westlichem Maßstab beurteilten Einschränkungen der Freiheits-, Gleichheits-, Teilhabe-, Meinungs-, Versammlungs- und Persönlichkeitsgrundrechte. Wie es sich für Frau und Mann tatsächlich mit diesen lebt, wurde kaum angesprochen. Es ist aber in Iran sehr wichtig, das Kulturelle vom Politischen zu unterscheiden. Und die reale Praxis hinter der formalen Norm.

Bei gelebter Homosexualität oder Drogenhandel droht noch immer der Strang. Ebenfalls verboten, heute aber fast schon toleriert, sind Alkohol, Glücksspiel, Popmusik und öffentlicher Tanz. Im öffentlichen Raum herrscht die Geschlechtertrennung mit einem Berührungsverbot von Mann und Frau sowie die islamische Kleiderordnung. Es gibt aber noch den privaten Raum: In diesen greift das Regime seit über einem Jahrzehnt kaum noch ein.

Als halbprivate Räume haben sich seit etwa einem Jahrzehnt zudem interessante Neugründungen von Cafés etabliert, die zu Refugien der oberen Mittelschicht geworden sind. Seitdem sind die Millionenstädte des Landes in Sachen Begegnungsmöglichkeiten keine Einöde mehr. Es entstehen immer mehr nette Orte des ungezwungenen und halbwegs freien Austauschs bei einem Tee oder Espresso, zwischen Freunden, Mann und Frau, oder auch unter Fremden im Alter zwischen 20 und 40. Cafés nach europäischem Vorbild, in denen die junge Generation, Intellektuelle und Künstler verkehren. Aber man muss wissen, wo man sie sucht.

Diskretes Café

Das Café Tamandouni neben dem Theaterplatz in Teheran findet man höchstens per Zufall. Der Schriftzug „Café“ ist nur erkennbar, wenn man die Hauptstraße verlässt und direkt davor steht. Zwei Frauen, die gerade im Weggehen begriffen waren, rufen dem westlichen Besucher trotzdem fröhlich und fast zu einladend „Hello!“ zu. Drinnen trifft dieser auf drei Kellner, bekommt einen Espresso mit Schokostückchen und merkt, dass er der einzige Gast ist. Schnell will man alles – oder jedenfalls das Wesentliche – voneinander wissen. „Tamandouni“ heißt „Zivilisation“, wird dem Gast erklärt. Das klingt frech in Zeiten der Islamischen Republik, umso mehr, als hier verpönte westliche Musik läuft.

„Man“ (also „sie“) hätten den Laden deshalb schon öfters geschlossen, erzählt einer der Kellner, der durch riesige Koteletten auffällt. Aber dann habe man einfach ein paar Wochen gewartet und wieder aufgemacht. Er kennt die erstaunlichsten Bands. Als Deutscher wird der Besucher nach „Eloy“ gefragt, offenbar Krautrock der frühen 1970er-Jahre. Er spielt etwas vom Laptop vor. 1979, als alle Kunstorganisationen aufgelöst wurden, auch Orchester und Musikschulen, war er noch nicht geboren. Viele Musiker emigrierten, ihre Musik kann man heute überall downloaden. Pop- und leichte Rockmusik ist seit einer gewissen Liberalisierung in den 1990er-Jahren wieder erlaubt. Hard Rock und Heavy Metal bleiben aber tabu. Die Texte dürfen auch keine anstößigen Inhalte haben. Konzerte werden unter bestimmten Bedingungen zugelassen, wenn auch oft kurzfristig abgesagt. So ist eine beachtlich große Untergrund-Rockszene entstanden.

Anderswo beschreibt ein junger Musikinstrumentenhändler die Alternativen, die er hat: fatalistisches Erdulden oder Gehen. Fast alle gebildeten jungen Leute würden am liebsten in den Westen auswandern. Zumindest hätten sie schon darüber nachgedacht. Seine Brüder seien nach China und Rumänien gegangen. Sein Englisch sei jedoch nicht gut genug gewesen, vor allem aber habe seine Frau die Familie nicht verlassen wollen. So blieb er notgedrungen und führt den seit 20 Jahren bestehenden Laden weiter: Man hat hart zu arbeiten und bekommt vergleichsweise wenig dafür. Das Geschäft läuft nicht so gut: Er darf nur die Handtrommel Tombak, die mandolinenartige Sitar oder Violinen verkaufen. Für diese Instrumente gibt es zwar eine Nachfrage, aber keine, die mit der nach E-Gitarren oder Synthesizern zu vergleichen wäre, die er nicht bedienen darf. Wie er erläutert, gibt es etwa seit zehn, fünfzehn Jahren eine schrittweise Liberalisierung: erst durfte man wieder zuhause musizieren, dann auch öffentlich, aber zunächst nur Männer. Seit etwa fünf Jahren ist es auch Frauen erlaubt, öffentlich zu musizieren. Texte singen dürfen aber weiterhin nur Männer, Frauen dürfen zur Begleitung höchstens summen. Ähnliches gilt für das Tanzverbot: Öffentlich dürfen nur Männer tanzen, etwa auf Hochzeiten, aber man kann Tango- oder auch Zumba-Fitness-Kurse in Privatwohnungen besuchen.

Die Hardliner unter den religiösen Führern befürchten eine „samtene Unterwanderung durch Kultur“, wie es bei ihnen heißt. Musik sehen sie als ein Mittel des Westens, einen Regimewechsel herbeizuführen. Der derzeitige Präsident Hasan Ruhani, Vertreter einer moderaten Haltung, verkündete Anfang 2017 dagegen die an sie gerichtete Aufforderung: „Mischt euch nicht in das Leben der Leute ein, man kann sie nicht mit Gewalt und Peitschenhieben zum Paradies führen“. Der Grad der Strenge der Zensur von Musik, Literatur und Kino ist ein Indikator für den aktuellen Stand des jahrzehntealten Machtkampfs zwischen Konservativen und Reformern.

Kultur ist ein weiter Begriff. Er umfasst auch das Alltagsverhalten: Wie passt man sich in einer Diktatur an, wie richtet man sich sein Leben ein? „Es ist falsch zu glauben, dass Säkulare oder Areligiöse automatisch gegen und Gläubige automatisch für das Regime sind. Es ist viel normaler, als man von außen denkt, dass die Leute nicht-religiös sind. Aber sie leben konform zu den Vorgaben des Regimes“, sagt die österreichische Anthropologin Ariane Sadjed, die in ihrem Buch „Shopping for Freedom“ 2012 das Konsumverhalten der Ober- und Mittelschicht untersucht hat. „Ich wollte zeigen, dass es tatsächlich so etwas wie eine ausgeprägte Konsumkultur in Iran gibt und die Menschen einen Alltag haben, der nicht nur von Religiösität und Schreckensherrschaft geprägt ist“, sagte sie vergangenen Samstag bei einem Telefoninterview. Festgemacht am Konsumverhalten sei von westlichen Medien ein neues Stereotyp aufgebaut worden: „Eine Widerständigkeit mit heimlichen Partys oder dem Kauf bestimmter Waren werde automatisch als säkularer, hedonistischer und westlicher Lebensstil interpretiert“. Das sei viel zu simpel gedacht.

„Das Spezielle an Iran ist, dass das äußere Auftreten unheimlich wichtig ist“, erklärt sie weiter. Man kaufe bestimmte Artikel wegen des Prestiges, das man dadurch erlangt. Die anderen sollen sehen, dass man sich das leisten kann. Teure deutsche Wagen, riesige Flachbildschirme, Davidoff- oder Dunhill-Zigaretten und Pflaster von Nasen-Operationen sind Statussymbole, die in Iran auffallen. Die iranische Gesellschaft sei nach wie vor sehr hierarchisch geprägt, erklärt sie. Reich zu sein und dennoch die religiösen Pflichten zu erfüllen, sei kein Widerspruch.

Während die Ausweitung der Konsummöglichkeiten in den westlichen Ländern die sozialen Grenzen verwischt habe, sei sie in Iran nicht der breiten Masse zugutegekommen, sondern habe die Kluft zwischen den sozialen Schichten vertieft. Diese Elitenbildung wollte die Islamische Revolution beseitigen, scheiterte aber an dem Vorhaben. Heute gibt es neue Eliten, die vermögend sind, politischen Einfluss haben und die Ideale der Islamischen Republik zumindest nach außen hin repräsentieren. Sie kaufen nicht in modernen Shopping-Zentren ein, bevorzugen nationale Güter und verbringen ihre Zeit an Orten, wo nicht konsumiert werden muss. Im Gegensatz dazu gibt es ein etwas weniger wohlhabendes Segment der Mittelschicht, das ziemlich hedonistisch orientiert ist. Konsum, Vergnügen und materielle Werte nehmen also einen großen Raum ein, ohne dass man deshalb in Gegnerschaft zum Regime steht.

Der Alltag hinter der Politik

Weite Teile der Ober- und Mittelschicht des Landes vergöttern den „american way of life“ und hassen das Regime ihres eigenen Landes abgrundtief. In subversiver Lebenskunst werden Partys gefeiert, oder man bucht Busreisen, die gar nicht die plakatierten touristischen Bedürfnisse, sondern die der Begegnung zwischen den Geschlechtern bedienen. Frauen kleiden sich zuhause fast wie Luxemburgerinnen. Überall in den Seitenstraßen gibt es Beauty-Salons. Und auch die Schönheitschirurgie boomt im Land der großen Nasen. Zugleich studieren an den Universitäten mehr Frauen als Männer. Sie dominieren Berufszweige wie die der Rechtsanwälte und haben in den meisten Familien „die Hosen an“.

Selbst in Provinzstädten sieht man Schaufensterauslagen mit T-Shirts für Mädchen und Frauen, die nicht dem persischen Dresscode entsprechen. Jedenfalls nicht dem für den Aufenthalt in der Öffentlichkeit. Aber es gibt Ausnahmen – nicht nur die dick geschminkten Frauen im reichen Norden von Teheran. Eine junge Frau in Kerman trug 2016 auf ihrem Rücken ein mutiges, berührendes Statement, während sie vorne „korrekt“ gekleidet war: „Add me to your heart“. Dieses Kleid war durchaus für draußen gedacht. Sittenwächter, die es in den letzten Jahren kaum noch gibt, jedenfalls keine mehr, die Angst verbreiten, würden durch so etwas Unvorhergesehenes jedoch sicherlich „entwaffnet“, hätten keine Gegenargumente. Falls sie denn Englisch verstünden. Einen gewissen Anteil Ernst hinter der Aufforderung darf man vermuten.

Die Tochter des Weinbauern, eine Uni-Absolventin von Ende 20, geht dagegen kaum aus und wenn, dann so gut wie nie alleine und nie abends. Sie ist kreativ sehr tätig und musiziert viel, hat auch Auftritte, findet aber wie ein Viertel aller jungen Leute keine Arbeit und steht auch bei der Partnersuche vor großen Schwierigkeiten. Es gibt keinen zentral organisierten Arbeitsmarkt, keine Agentur. So bleiben ihr mangels Beziehungen für das eine nur Kontakte und Initiativbewerbungen, und für das andere die Hoffnung auf eine glückliche Zufallsbegegnung, die sie allerdings nicht forcieren kann – etwa durch Besuche von Cafés. In diesen beiden so wichtigen Angelegenheiten ist sie bis heute erfolglos geblieben.

Die Religion, die das Regime in einer heuchlerisch auf puren Machterhalt einer Herrscherclique zielenden Interpretation dem Volk aufoktroyiert, hat im Alltag keinerlei Bedeutung, wird höchstens im Gespräch sarkastisch erwähnt. So gut wie niemand geht in die Moschee. Diese Islam-Ablehnung hat eine uralte Tradition: Es seien damals vor über einem Jahrtausend die barbarischen Araber gekommen und hätten mit dem Islam die persische Hochkultur zerstört. Deren Religion, der Zarathustrismus, erlebt daher seit vielen Jahren eine Renaissance – im Privaten. Kurz: In der iranischen Gesellschaft ist nichts so wie es scheint, und sie selbst ist vor allem überhaupt nicht so strukturiert, wie es von außen erscheint.

Da ist der eingangs genannte Informatikdozent, der mehrmals unmissverständlich bezüglich der Protagonisten des Regimes sagt „Ich hasse sie!“. Er ist stolz auf seine Alkoholproduktion: Das überall erhältliche alkoholfreie Bier bringt er zum Gären. Sein Vater pflanzt in einem ummauerten Garten Weintrauben an und hat sich zu einem passionierten Winzer entwickelt. Der Sohn wirkt schon etwas fixiert auf seine Tricks, verschiedenste Arten von Alkohol getarnt zu Partys zu transportieren, ist aber weit vom Konsum harter Drogen entfernt, der in Iran ein so großes Problem ist. Dennoch sagt er in aller Klarheit: „Drogen sind hier billiger als Alkohol. Das ist ein Mittel, um die Leute dumm zu halten. Religion ist Opium für das Volk? Dieses Volk braucht Opium, um vor der Religion zu flüchten!“

Mit dem Stichwort „Islam“ assoziiert ein Mittelschicht-Iraner: Regierung, korrupte Heuchler, eine importierte Beduinen-Religion. In Wohnungen der Mittelschicht finden sich kaum Symbole des Islam, während sie in Restaurants und Hotels zwecks Absicherung gegen Vorwürfe mangelnder Regimetreue omnipräsent sind. Stattdessen fast immer – und gar nicht einmal versteckt – Symbole aus zarathustrischer Zeit. Die Theokratie scheint mit ihrer Strenge den letzten Rest Glauben zerstört zu haben.

In Iran sind sogar die Silhouetten von Minaretten ein seltener Anblick geblieben. Es werden – anders als in der Türkei, Marokko oder Ägypten – ausgerechnet in der einzigen islamischen Theokratie der Region kaum neue Moscheen gebaut. Auffällig ist die Hinwendung der Mittelschicht zum mystischen Sufismus, weil sie mit der staatlich verordneten Form der Religion nichts anfangen kann. Auch dies ist eine Form der inneren Emigration. Ariane Sadjed zufolge wird in der Wissenschaft sogar die These diskutiert, dass das Land durch die Revolution säkularer geworden sei: „Weil der Staat aufdrückt, wie es zu sein hat, gab es eine Reaktion der Abkehr, und man hat eigene Formen der Religiosität entwickelt“.

Die Psychoanalytikerin Gohar Homayounpour sagt, viele Menschen führten ein Leben wie Gefangene, die ihre Wünsche und Vorstellungen nicht authentisch leben können. Die Zukunft sei zerstört, man habe sein Leben nicht wirklich in der Hand und sei als Regimegegner quasi eingesperrt in einer glorifizierten Vergangenheit. Den bei Festen wie Aschura intensiv gelebten Schiismus wertet sie 2012 in ihrer Publikation „Doing Psychoanalysis in Teheran“ als eine melancholische Antwort darauf.

Kleine Freiheiten

Die Besuchsquote von Moscheen ähnelt der von Kirchen in Mitteleuropa. Vorherrschend ist der totale Rückzug aus dem öffentlichen Leben, der vor allem bei Frauen schon fast sozialphobische Züge annehmen kann: Rückhalt und private Erfüllung bietet die Wohnung, die Großfamilie, das Kochen, die Gartenarbeit auf dem Lande, die Beschäftigung mit klassisch-persischer Musik oder der Konsum moderner Medien. Mangels unabhängiger Medien im Land schauen die meisten so gut wie ausschließlich Exiliraner-Sendungen aus Kalifornien. Parabol-Antennen zum Satellitenempfang sind verboten, stehen aber auf jedem Dach. Die Nutzung von Smartphones und dem Internet war hier schon vor Jahren deutlich stärker als in Mitteleuropa. Es gibt viele Tricks, um auf inkriminierte Seiten zu gelangen.

Das Regime hatte sich bis zum Beginn der Unruhen zurückgezogen, war fast unsichtbar geworden. Im Wissen um die eigene Macht ließ man die Leute gewähren, sich ihre geheimen kleinen Freiheiten nehmen. „Reformiert“ wurden nur Details innerhalb des Systems. Die meisten Regeln bleiben freilich unberechenbar und können sich unversehens ändern. Die Zügel wurden periodisch oft so weit gelockert, dass all diese juristischen Einschränkungen im Alltag gar keine Relevanz mehr hatten.

Das erscheint paradox, war aber wohl kalkuliert, nahm man so doch dem Widerstand den Wind aus den Segeln. So richteten die Menschen ihr Privatleben in fast schon schizophren zu nennender Weise völlig im Kreis der Familie ein, waren zivilgesellschaftlich passiv und ohne Hoffnung auf Veränderung. Stattdessen investierten sie sehr materialistisch alle Energie ins Geldverdienen. Keine Seite konnte sich wirklich durchsetzen: man lebte – bis jetzt – in einem stabilen Gleichgewicht.

Ariane Sadjed bestätigt, dass die Mittelschicht diesmal kaum beteiligt ist: „Sie hat durchaus etwas zu verlieren, es geht ihr ganz gut. Sie profitiert teilweise vom System und hat nicht solch eine Wut. Es wäre ein zu großes Risiko, sich zu beteiligen. Da müsste schon sehr viel mehr Unzufriedenheit sein. Sie versucht es über andere Kanäle und setzt nach den oft traumatischen Erfahrungen der Revolten von 1999 und 2009, aber auch des arabischen Frühlings, nicht mehr auf eine abrupte Revolution, sondern eine stetige Evolution.“ Wie Präsident Ruhani.


Innenansichten

Der Autor ist im Iran der Schahzeit aufgewachsen, hat das Land oft bereist, zuletzt 2016 als Partner einer iranischstämmigen Frau, mit zwei Kindern und einer Liste für Besuche bei einem Dutzend Tanten und Onkel. In deren Wohnzimmern verstand er dann, warum weder Ober- noch Mittelschicht ernsthaft revoltieren. Und dass sich Frauen und Männer mit dem Islam so arrangiert haben, dass er de facto freier gelebt wird, als in der arabischen Welt. Und es das Regime gerne hätte.


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