Januar 2018: Zweitwärmster in Luxemburg

Der Winter 2017/2018 war in Luxemburg vergleichsweise warm. Zudem wurde überdurchschnittlich viel Niederschlag gemessen.

Winter in Luxemburg. (Foto: CC-BY Tristan Schmurr)

Auch wenn die Kältewelle Ende Februar noch vielen in den Knochen steckt – der vergangene Winter war im Durchschnitt wärmer und nasser als die meisten, für die es vergleichbare Daten gibt. Das berichtet das List (Luxembourg Insitute of Technolgy), das Daten der Wetterstationen von Meteolux und Asta (Administration des services techniques de l‘agriculture) ausgewertet hat.

Die gemessenen Temperaturen lagen zum größten Teil über jenen der Vergleichsperiode von 2001 bis 2010. In Oberkorn gab es die geringste Abweichung, dort war es im Durchschnitt sogar 0,3 Grad kälter, in Ettelbrück hingegen 0,8 Grad wärmer – dies war die höchste gemessene Abweichung. Am Findel, wo schon seit 1947 Temperaturdaten aufgezeichnet werden, war der Januar 2018 der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen.

Der Winter – der für die Meteorologie übrigens schon seit dem 1. März vorbei ist – war auch nasser als im Durchschnitt. So wurden zwischen 18 (Reuler) und 76 (Oberkorn) Prozent mehr Niederschlag gemessen. Vor allem im Dezember und Januar war es sehr nass, während der Februar durch eine Trockenperiode gekennzeichnet wurde.

Der wärmste Tag des Winters war der 31. Dezember 2017 – 13,8 Grad wurden am Findel gemessen, während der kälteste Tag der 28. Februar mit -15,6 Grad in Schimpach war. Dass die durchschnittlichen Temperaturen beinahe alle über den Mittelwerten der Vergleichsperiode lagen, ist ein Indiz dafür, dass der Klimawandel auch in Luxemburg zu spüren ist. Dass es sich tatsächlich um eine signifikante Veränderung handelt, lässt sich jedoch nur durch höhere Temperaturen über mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg belegen.

PDF: Meteorologisches Bulletin List Winter 2016/2017

PDF: Bilanz für den Winter 2017/18 (Meteolux)


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