Sprachen: Ortstafelstreit, 
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Schilder am Ortseingang sind eigentlich eine sehr banale Sache. Dennoch sind sie immer wieder Gegenstand politischer Diskussionen – nun auch in Luxemburg.

Bereits vor der Staatsgrenze mit Luxemburgisch in Kontakt kommen: Was wie der Traum von ADR-Politiker*innen klingt, ist in Hettange bereits Realität. (Foto: CC-BY-SA Cornischong/Wikimedia)

Die Szene an sich ist schon etwas absurd: Auf der Braderie in Mondorf laufen die Kandidat*innen der rechtspopulistischen ADR/Wee2050-Koalition mit einem gelben Ortseingangsschild herum. Darauf sind die drei Namen einer anderen Ortschaft zu lesen: Ëlwen, Troisvierges, Ulflingen. Es ist eins der plakativsten Beispiele für die teilweise sehr unterschiedlichen Ortsnamen im Großherzogtum. Die ADR-Truppe will damit ihre Forderung nach dreisprachigen Ortstafeln, auf denen der luxemburgische Ortsname in großer Schrift steht, illustrieren. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #015

Wéi all Woch bitt d’Wochenzeitung woxx iech an hirem Podcast Am Bistro mat der woxx ee Wocheréckbléck an een Abléck an déi aktuell Woch. De Joël Adami an de Raymond Klein schwätzen iwwert Mikroplastik, den Auditoire vun der Villa Louvigny an d’Lag vun der Europäescher Unioun.

D’Luxembourg Space Agency ass eist d’Thema vun der Woch. Dës Woch gouf d’LSA am Mudam presentéiert, d’Schafung vun dëser Agence stellt déi lëtzebuergesch Spacemining-Pläng op eege Féiss, well d’Agence bësse méi onofhängeg vum Wirtschaftsministère soll sinn. Mir ware bei der Virstellung an erzielen, wéi dat esou war, wat fir Gadgeten ausgedeelt goufen a wéi d’Stëmmung am lëtzebuergesche Weltraumsecteur esou momentan esou ass. mehr lesen / lire plus

E Sonndeg, 16 September: Presseclub mat der woxx

D’Walcampagne huet hir éischt Woch hannert sech. Wéi et sech bis elo zougedroen huet a virun allem wat mer nach kënnen erwaarde bis de 14. Oktober, doriwwer gëtt dëse Sonnden ab 11 Auer am RTL-Presseclub geschwat. Mir wäerten ënner anerem och iwwer d’Ënnerscheeder tëscht de verschiddene Parteie beliichten anprobéieren eng Äntwert op d’Fro: „Kann d’Koalitioun dat nach eng Kéier maachen?“ ze fannen. Mat dobäi sinn: D’Dani Schumacher vum Wort, de Peter Feist vum Lëtzebuerger Land, de Lucien Montebrusco vum Tageblatt an de Luc Caregari vun der woxx.

Lauschtert also eran, dëse Sonndeg vun 11 bis 12 Auer. mehr lesen / lire plus

Hambacher Forst: Symbol gegen Braunkohleabbau soll verschwinden

Seit 40 Jahren wird der 12.000-jährige Wald des Hambacher Forsts abgeholzt, weil sich unter den uralten Bäumen Braunkohle befindet. In den nächsten drei Jahren soll der komplette Restwald, rund 200 ha, verschwinden. Seit fünf Jahren besetzen Aktivist*innen den Wald. Am Donnerstag startete die Polizei die Räumung des Gebietes.

Foto: EPA-EFE/Friedemann Vogel

Der Hambacher Forst ist ein Wald in Nordrhein-Westfalen, von welchem nur noch ein kleiner Teil erhalten ist. 1978 kaufte der Energiekonzern RWE (damals Rheinbraun) den Wald von den umliegenden Gemeinden. Damals hieß er noch Bürgewald. Seitdem werden jährlich bis zu 70 ha Wald gerodet, um Braunkohle abzubauen. Von dem einst 4.100 ha großen Wald sind schon 3.900 ha verschwunden. mehr lesen / lire plus

Nicolas Mathieu : Leurs enfants après eux

La jeunesse en Lorraine dans les années 1990 : entre désœuvrement et désindustrialisation, Nicolas Mathieu raconte avec beaucoup de finesse et d’empathie les destins croisés des habitant-e-s d’une vallée perdue, totalement dans l’Est.

Quand on met ensemble les deux notions de « roman français » et « région », on pense plutôt aux côtes bretonnes, à la douceur provençale ou encore à la chaleur méditerranéenne – mais pas forcément à la Lorraine. Et pourtant, avec « Leurs enfants après eux », Nicolas Mathieu réussit le tour de force d’écrire une ode au Rust Belt français. Et cela sans s’apitoyer sur le sort de ses personnages et sans taper sur le système nerveux du lecteur avec la nostalgie du bon temps de l’industrie. mehr lesen / lire plus

Mobilitätswoche: Alle Jahre wieder?

So richtig zu begeistern vermag sie nicht, die europäische Mobilitätswoche, die am Sonntag startet.

Gleich vorweg: Die Idee einer europäischen Mobilitätswoche ist gut und einzelne, im Rahmen dieser Kampagne realisierte Vorhaben sind wichtig und durchaus lobenswert. Aber irgendwie scheint – insbesondere bei den Anhänger*innen eines nicht mehr ausschließlich dem Auto zugewandten Mobilitätsmodells – keine richtige Begeisterung mehr aufzukommen. Der große Hype, etwa ein im ganzen Land befolgter autofreier Tag, der zumindest große Teile der täglich von den Blechlawinen beanspruchten innerstädtischen Flächen eine kurze Zeit lang für die „sanfte Mobilität“ zurückerobert hätte, bleibt auch diesmal aus.

Und: eigentlich gäbe es ja etwas Großartiges zu feiern in der Woche nach dem 16. mehr lesen / lire plus

Winterzeit, Sommerzeit, soziale Zeit

Wie dramatisch sind die Auswirkungen der Zeitumstellungen? Wäre „ewige Sommerzeit“ besser? Wissenschaftler*innen winken ab, für sie ist die soziale Zeit das größte Problem. Und auf Luxemburg kommen neue Schwierigkeiten zu.

Hypothetische Zeitzonen, wenn die „natürliche“ Zeitzone benutzt würde, in der der Hauptteil des Landes liegt.
(Wikimedia / Rob984 / CC BY-SA 4.0)

„Wie Juncker uns krank machen will“, so würde der Titel für diesen Artikel lauten, wenn die woxx ein Boulevardblatt wäre. Nachdem der Kommissionspräsident gefeiert wurde, weil er sich zum Fürsprecher des „gesunden Menschenverstands“ machte, kommt jetzt der Backlash. Laut einem auf dem Technikportal heise.de veröffentlichten DPA-Beitrag warnen Wissenschaftler*innen vor „ewiger Sommerzeit“. mehr lesen / lire plus

Migrationspolitik
: Im Herbst der Souveränität


In seiner Rede zur Lage der Europäischen Union stellte Jean-Claude Juncker die Stärkung des EU-Grenzschutzes in Aussicht. Eine migrationspolitische Vision, die über solche Maßnahmen hinausreicht, präsentierte der Kommissionspräsident nicht.

Wenig Hoffnung in Sicht: Jean-Claude Juncker plädierte am Mittwoch bei seiner Grundsatzrede in Straßburg einmal mehr für ein „starkes und geeintes Europa“. (Foto: © European Union, 2018 / Source: EC – Audiovisual Service / Photo: Mauro Bottaro)

Unaufgeräumt und unausgeschlafen – so haben Journalisten im Live-Blog des Nachrichtenportals „politico“ Jean-Claude Juncker während seiner letzten Rede zur Lage der Union beschrieben, die er als Kommissionspräsident der EU am vergangenen Mittwoch im Europaparlament in Straßburg gehalten hatte; anders als die geschliffenen Vorträge vergangener Jahre erlebten sie die Rede auch inhaltlich unverbunden, „disjointed“. mehr lesen / lire plus

Luxembourg Space Agency: En route vers Mercure

Au Luxembourg, les activités spatiales ne sont pas orientées vers la science, mais vers les entreprises privées – donc sous le signe de Mercure, dieu du commerce. L’arbitrage entre ingénierie financière et ingénierie industrielle reste à faire.

Hasard du calendrier : alors qu’Étienne Schneider présente la Space Agency au Mudam, c’est l’exposition « Spaceship » qui y est à l’affiche, rassemblant des œuvres de Susumu Shingu (jusqu’au 6 janvier 2019, critique dans le woxx 1477). (Photos : RK)

Oubliez Rifkin, l’idée de sauver le monde, et tout le reste ! L’heure est à la conquête de l’espace. C’est ce que semble signaler Étienne Schneider quelques semaines avant les élections. mehr lesen / lire plus

Think tank : Dans un monde Idea(l)

La fondation Idea – le think tank de la Chambre de commerce (CLC) – vient de présenter ses idées politiques pour les élections. On y trouve un mélange de macronisme vaporeux et de revendications qui font sens.

(Photo : woxx)

Dire que la fondation Idea n’est pas un club de gauchistes est un euphémisme. Un simple regard sur les listes de membres du conseil d’administration et du conseil scientifique – un vrai trombinoscope du pouvoir économique, financier et politique – suffit pour s’en rendre compte. Bref, inutile de cacher les liens avec la CLC et de chercher des revendications sociales dans les « 33 initiatives IDEA(les) pour le Luxembourg » qui ont été présentées à la presse ce mercredi. mehr lesen / lire plus

Literatur
: „Lëtzebuerg ass verbonne mat engem Imperativ“

E Familljebesuch zu Lëtzebuerg, um Bauch liesen am Gank an e Brudder dee sech selwer opësst: „The Hook“ ass der Florence Sunnen hir éischt Novell.

Fillt sech an England méi erwuessen: d’Florence Sunnen, 31, 
zu Coventry an de Midlands.
 (Fotos: Privat)

woxx: Wann een „The Hook“ liest, stellt een eng gewëss Tendenz zum Grotesken hi fest. Géifs du soen, datt dat eng Charakteristik vun dengem Schreiwen ass? Wa jo, wou mengs du datt déi hierkënnt?


Florence Sunnen: Ech schreiwe vill iwwer de Kierper, besonnesch de Kierper als Manifestatioun vun enger mentaler Verännerung. Ech mengen allerdéngs net, datt ech mech besonnesch mat dem physesch Groteske befaassen; et geet mir éischter ëm dat, wat un de Relatiounen tëschent de Leit, besonnesch un hire Reaktiounen zoueneen, grotesk ass. mehr lesen / lire plus

Meisch bedankt sich beim SEW

Am Dienstag veröffentlichte das Bildungsministerium die Zahlen zum Schulbeginn 2018/2019. Aus denen lässt sich der kontinuierliche Erfolg der internationalen Klassen an öffentlichen Schulen herauslesen: so gab es dieses Jahr 2.206 internationale Einschreibungen in den Grund- und Sekundarschulen, während es im Jahr seines Amtsantritts nur 385 gab. Anlässlich einer Pressekonferenz zum Schulbeginn am Donnerstag ging Bildungsminister Claude Meisch (DP) dann auf weitere Änderungen für dieses Schuljahr ein. Der „Lycée Edward Steichen“ in Clerf und die „École internationale“ in Mondorf werden ein erstes Mal ihre Tore aufmachen. Dazu kommen verschiedene Kompetenzzentren für Kinder mit Lern- und Verhaltensschwierigkeiten oder einer intellektuellen Frühreife. Zuvor hatte das Syndikat für Erziehung und Wissenschaften des OGBL (SEW) eine eigene Bilanz gezogen. mehr lesen / lire plus

Das Fahrrad in aller Munde

Nicht nur die öffentlichen Veranstaltungen während der Mobilitätswoche vom 16. bis zum 22. September, werden das Fahrrad als alltägliches Transportmittel wieder etwas mehr in den Vordergrund rücken Am kommenden Dienstag wird Transportminister Bausch zusätzlich mit Vertreter*innen der Pro-Sud-Gemeinden auch eine Studie des belgisch-niederländischen Beratungsbüros für sanfte Mobilität Tridée zur „cyclabilité“ der Region vorstellen. Etwas kontroverser dürfte der Dienstagabend verlaufen: Ab 19 Uhr lädt die Lëtzebuerger Vëlos-Initiativ zu einer Debatte im Pafendaller Oekozenter ein. Vertreter*innen von acht an den Chamberwahlen teilnehmenden Parteien werden dann unter anderem über so unterschiedliche Themen wie Mobilität, Landesplanung, Straßenraumgestaltung, Fiskalität und Tourismus in Zusammenhang mit dem Radfahren debattieren. mehr lesen / lire plus

Indé/electro : De beaux déchets

Même après presque un quart de siècle au compteur, Garbage reste un groupe remarquable et fidèle à lui-même.

Garbage, toujours d’aussi bonne humeur après 23 ans de carrière.

Vers 1994, Seattle, mais aussi le monde entier était en mode grunge : les cheveux devaient être sales, les t-shirts troués et les chemises à carreaux. Kurt Cobain venait d’accéder au fameux « Club 27 » en redécorant sa bibliothèque avec sa cervelle et avait accédé au stade de demi-dieu. La musique était ancrée sur les guitares saturées, les basses rapides et lourdes et les cris gutturaux des chanteurs/euses qui se plaignaient du vide abyssal de leurs existences de toute façon absurdes. mehr lesen / lire plus

Rentrée détendue et salle comble

C’est dans une Philharmonie pleine à craquer que l’OPL a inauguré mercredi la nouvelle saison symphonique, avec un « lunch concert » à la saveur très romantique. L’occasion de préparer le grand rendez-vous de ce vendredi et de montrer sa motivation.

(Photo : Alfonso Salgueiro)

Pour une fois, les musiciennes et musiciens, avec leur tenue décontractée, ne font pas preuve de plus d’élégance vestimentaire que la moyenne du public. Celui-ci – composé en grande partie de fonctionnaires de l’Union européenne ou d’employé-e-s de grandes sociétés du Kirchberg – est venu en nombre, alléché par la perspective de grappiller quelques instants avec la Cinquième Symphonie de Tchaïkovski en guise de pause déjeuner. mehr lesen / lire plus