Chantal Mouffe : L’illusion du consensus

Nous avions longuement parlé de Chantal Mouffe dans la première partie de notre article sur le populisme de gauche (woxx 1418). Ensemble avec son mari défunt, Ernesto Laclau, la philosophe belge, souvent qualifiée de « post-marxiste » compte parmi les théoriciens d’un tel populisme. « L’illusion du consensus » est la traduction française, parue en 2016, de « On the Political », paru il y a dix ans déjà en anglais. La thèse principale du livre de Mouffe est que le consensus – ou l’illusion d’un consensus – néolibéral qui s’est installé à la suite de l’effondrement du bloc soviétique représente un grave danger pour la démocratie. mehr lesen / lire plus

Populisme de gauche (2/2)
 : Les « gens » et 
l’« oligarchie »

Partout en Europe, des courants de la gauche radicale se revendiquent du « populisme de gauche » – pour certains avec succès. Un tel populisme est-il possible au Luxembourg ?

Déi Lénk, parti populiste de gauche ? 
Pas vraiment… ou pas encore. (Photo  : Déi Lénk)

Un spectre hante l’Europe : c’est le spectre du populisme. Employé à tort et à travers, le mot « populisme » désigne vaguement une approche politique faisant appel au « peuple » et se caractérisant, selon de nombreuses définitions, par le fait de livrer des « réponses simples » à des « questions complexes ». mehr lesen / lire plus

Türkei
: „Die Türkei ist der AKP ausgeliefert“

Murat Sevinç ist Staatsrechtler und lehrte bis Anfang 2017 an der Universität von Ankara. Per Notstandsdekret wurde er im Februar 2017 entlassen, 2.585 Menschen verloren allein im Bildungsbereich ihren Arbeitsplatz. Mit der woxx sprach Sevinç über das kommende Referendum, die Ziele der AKP und den Widerstand der „Nein“-Kampagne.

Akademische Unfreiheit: Die Entlassung des Verfassungsrechtlers 
Murat Sevinç (links) wurde von der regimetreuen Universitätsleitung selbst vorbereitet. (Foto: Internet)

woxx: Anfang des Jahres hat das türkische Abgeordnetenhaus die umstrittene Verfassungsreform gebilligt, über die mit einem Referendum am kommenden Wochenende abgestimmt wird. Wie kam es dazu?


Murat Sevinç: Der Entwurf wurde im Parlament von den Abgeordneten der AKP mit Unterstützung der MHP angenommen. mehr lesen / lire plus

Annes Weltreise (3/6): Stell dir vor, es gibt 
eine Hauptstadt und 
keiner geht hin

Anne Schaaf hat den März in Myanmar verbracht, jenem Staat, der seit seiner Öffnung im Jahr 2011 nicht nur verstärkt Reisende, sondern auch Investoren anzieht. Reiseportale und Agenturen locken mit Bildern von traumhaft schönen Landschaften, unberührten Heiligtümern und scheinbar wunschlos glücklichen Menschen. Unsere Reiseautorin hat versucht, sich der überzogenen Romantisierung des Landes zu widersetzen.

Eine von François Bauschs Inspirationen für die A3? 
Leere Autobahnen und Pagoden prägen Myanmar. (Foto: Anne Schaaf)

Schon als Kind mochte ich Hütten und mysteriöse, verlassene Orte. So war schnell klar, dass ich Naypyidaw, Myanmars vielbeschriebene Geisterstadt, die seit 2005 als neue Hauptstadt fungiert, unbedingt erkunden musste. mehr lesen / lire plus

Öffentliches Rundtischgespräch: Land, Brout, Fridden?

Nichts Geringeres als die Russische Revolution wird Ende April in der Abtei Neumünster zur Debatte stehen: In einem von radio 100,7, IPW und woxx organisierten Rundtischgespräch werden fünf Gäste darüber diskutieren, welchen Einfluss die Ereignisse in Russland von 1917 auf Luxemburg hatten.

Der Hunger trieb die Menschen auf die Straße, doch es ging um mehr als um Brot: Als in Russland Bäckereien gestürmt wurden, die kleinen Leute ihre Arbeit niederlegten und die Armee dem Zar den Gehorsam verweigerte, war das Ziel auch, dem abgewirtschafteten absolutistischen Regime ein Ende zu setzen. Doch während die einen noch demokratische Reformen durchführen wollten, hatte für die anderen schon die Stunde des Proletariats geschlagen: Russland war das erste Land, das das kapitalistische System radikal abschaffte und einen völlig neuen Weg ging. mehr lesen / lire plus

Universität Luxemburg
: Historiker-streit


Droht der Luxemburger Geschichtsforschung und -lehre 
das Aus? Ein Hilferuf von Universitätsverantwortlichen lässt 
es befürchten.

Aushang im Historischen Institut der Universität Luxemburg (2016). (Foto: woxx)

Bei dem Regierungsbriefing am 30. März gab Premierminister Xavier Bettel sich alle Mühe, die Gemüter zu beruhigen: Die Streitigkeiten rund um das Budget der Universität Luxemburg würden bald beigelegt sein. Er verwies auf die am Folgetag stattfindende Sitzung des Conseil de gouvernance der Universität und die für diese Sitzung geplante, mehr als ein Jahr verspätete, Beratung über die Budgetvorlage 2017. Der Conseil, eine Art Verwaltungsrat, setzte sich tatsächlich über das negative, aber unverbindliche, Votum des Universitätsrats hinweg, der zwei Tage zuvor das Budget abgelehnt hatte (siehe woxx 1418). mehr lesen / lire plus

Ausbau der A3: Symbol für eine falsche Mobilitätspolitik

Der Mouvement Écologique stellt sich gegen den Ausbau der Autobahn A3, weil dieser verkehrspolitisch ein falsches Signal sendet und mittelfristig keine wirkliche Lösung darstellt.

Neue Straßen ziehen neuen Verkehr an und erbringen keine Verbesserung der Mobilitätssituation. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Regierung uns das alte Projekt nun mit leicht abgeänderten Argumenten schmackhaft machen will: Standen früher verkehrspolitische Begründungen im Mittelpunkt, so sind es nun „sicherheitstechnische“. Auch wenn nicht bestritten werden kann, dass an Teilabschnitten der Strecke die Sicherheit verbessert werden muss, so ist doch klar: Mit dem geplanten Ausbau der A3 zwischen der französischen Grenze und dem Gaspericher Kreuz wird wieder ein Teil der verfehlten Mobilitätsplanung der vergangenen Jahre Realität. mehr lesen / lire plus

Alles neu macht der …

… April, nicht der Mai. Denn seit diesem Monat ist es offiziell: Die woxx hat mit Danielle Wilhelmy eine neue „Karin“ gefunden. Also fast: Unsere geliebte Korrektorin, die wir vorletzte Woche in Rente verabschiedet haben, war nebenberuflich auch begeisterte Hundemama, wohingegen Danielle eher auf Katzen setzt. Nun gut, solange es nicht zu tierischen Konflikten in den Redaktionsräumen kommt, wird das woxx-Team auch diese Vorliebe tolerieren, zumal auch andere woxxies eher feline Affinitäten pflegen. Ansonsten freuen wir uns natürlich tierisch über unseren kompetenten Neuzugang – die uns direkt aus den Nationalarchiven zugespielt wurde, wo sie die sogenannten „Chef der Zivilverwaltung“-Archive aufgearbeitet hat. mehr lesen / lire plus

Ressources spatiales : Débris et décomptes

La mission économique sur la West Coast a rencontré une industrie spatiale boostée par du capital privé, affirmant œuvrer pour le bien commun de l’humanité.

Qu’est-ce qu’on va foutre dans l’espace? La question que doivent se poser de nombreux Luxembourgeois, relayée par un journaliste, n’a pas l’air de décontenancer Étienne Schneider. Arrivé lundi soir à San Francisco, le ministre de l’économie a invité la presse à un briefing à 22h30 dans une salle de conférence de l’hôtel W sur la 3rd Street.

Schneider évoque les retombées à court terme pour la recherche et l’imagerie par satellite. À moyen terme, il envisage des activités comme la recharge ou la réparation de satellites qui ne fonctionnent plus. mehr lesen / lire plus

Srel/ADR: Mission Unterwanderung

Ist der Geheimdienst dabei, die Rechtsaußen-Partei zu unterwandern? Die neue „Srel-Affäre“ offenbart eine potenziell gefährliche Annäherung.

Wenn es in Luxemburg einen Preis für die verlogenste Pressemitteilung einer politischen Partei gäbe, dann käme die ADR sicher in die Top Ten. Letzten Freitag erdreistete ihr Pressesprecher sich doch tatsächlich, ihren Abgeordneten Gast Gybérien als Whistleblower hinzustellen und die bösartige Frage zu stellen, wieso die hiesigen Medien Menschen wie Antoine Deltour oder Raphaël Halet abfeiern und gleichzeitig den guten Gast attackieren. Davon abgesehen, dass hier wieder mal gezielt xenophobe Reflexe bedient wurden, ist dieser Vergleich absoluter Unsinn. Ein Whistleblower wartet nämlich nicht, bis der Skandal in den Medien ist, um anschließend zu behaupten er habe die Informationen schon drei Wochen vor der Veröffentlichung gehabt. mehr lesen / lire plus

Théâtre
 : On ne les arrête pas !


De vrais « Moulins à paroles », ces trois femmes qui se dévoilent sur la scène du TOL dans des textes forts d’Alan Bennett. Et pour le spectateur, ces tranches de vie douces-amères resteront bien longtemps en mémoire.

Trois histoires fortes : Catherine Marques, l’employée modèle…

Ce sont au départ deux séries de monologues, sous le nom de « Talking Heads », que le dramaturge britannique Alan Bennett a écrites pour la BBC en 1988 et 1998. Avec un succès tel que le West End s’en est rapidement emparé sur les planches… et que les textes sont désormais au programme du baccalauréat d’outre-Manche. mehr lesen / lire plus

Zeitgenössische Kunst: Wolkenhörapparat

In seiner Expo „Do Clouds Listen?“ hat sich der Designer Serge Ecker mit Bildern und Installationen aufs Kunstparkett gewagt – durchaus mit Erfolg.

Wenn er nicht gerade Luxemburg auf der Architektur-Biennale in Venedig vertritt oder die neue Melusina-Statue im Stadtgrund designt und einweiht, gibt sich Serge Ecker als ausgemachter Scherzkeks. So gehen einige sehr beliebte Internet-Memes, in denen Kulturpolitiker veräppelt werden, auf sein Konto. Und auch sonst ist der Jungunternehmer eher locker im Umgang – wie man bei der Vernissage von „Do Clouds Listen?“ letzte Woche miterleben konnte.

Dabei ist sein Werk gar nicht so lustig – sondern sogar ein bisschen gefährlich. mehr lesen / lire plus

Arnaud des Pallières : Nœud biographique


« Orpheline » se veut peut-être plus compliqué qu’il ne l’est vraiment. N’empêche qu’on ne peut pas sortir de la salle sans être ému par l’histoire qu’il raconte.

L’« Orpheline » au stade d’adolescente.

Pour commencer, Karine Rosinsky, l’héroïne du film, n’est pas orpheline. Mais elle aimerait bien l’être vu la violence que lui inflige son père, ferrailleur de métier. Traumatisée dès l’enfance par la mort de deux de ses meilleurs amis, l’adolescente est d’autant plus fugueuse. Elle rencontre des hommes, plus ou moins louches, qu’elle séduit contre un peu d’air libre. Arrivée à la majorité, elle essaie de monter les échelons sociaux en travaillant en tant que caissière dans un stade de courses hippiques. mehr lesen / lire plus

James Mangold: Logan

Auch für Nicht-Begeisterte der X-Men-Filme lohnt sich der Kino-Besuch: In Logan geht es weniger um Action und fliegende Fäuste, als um die Grenzen des Lebens, an die auch Superhelden zuweilen stoßen. Und wer es nicht mag, dem sei gesagt: Es ist auch das letzte Mal gewesen, dass Wolverine über die Leinwand fetzt.

Bewertung der woxx : X
Alle Uhrzeiten finden Sie hier.

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Nordirland: Jede Menge Trouble

Mit dem Brexit steht Nordirland vor der größten politischen Herausforderung seit dem Friedensabkommen vor knapp 20 Jahren. Ausgerechnet jetzt droht zudem die Regierungsbildung zu scheitern.

Investition in die Zukunft? Noch immer sind protestantische und katholische Wohngebiete in den nordirischen Großstädten, wo nötig, durch Mauern („peace walls“) und nachts verschlossene Stahltore scharf voneinander getrennt. (Foto: Internet)

Als Jean Asselborn Mitte März an der unsichtbaren Grenze zwischen Irland und den zu Großbritannien zählenden nordirischen Grafschaften stand, konnte er einmal mehr auf die EU als Friedensordnung pochen: „Die offene Grenze zu Nordirland fördert nicht bloß den Handel. Sie ist auch der beste Ausdruck des Friedensprozesses, der mit dem Karfreitagsabkommen von 1998 begonnen hat.” Mit dem Brexit könnte dieser Frieden zwischen den sich befehdenden nationalistisch-konfessionellen Gruppen in Nordirland mehr denn je wieder gefährdet sein. mehr lesen / lire plus