Chronik: Virun 100 Joer (1): Die Februar-Revolution 
in der Luxemburger Presse

Der erste Beitrag zur Chronik der Ereignisse von 1917 beschreibt, wie die Ereignisse in Russland in den Luxemburger Zeitungen dargestellt wurden. In der linken Presse wurde Russland damals zum Vorbild für Luxemburg.

Die Abdankung des russischen Zaren markierte den Beginn des grundlegenden Wandels in Russland. Wenn auch mit einer Woche Verspätung war diese Nachricht dem „Escher Tageblatt“ doch einen Aufmacher wert. (Quelle: e-luxemburgensia)

Am Anfang war der Hunger. Als sich in den Februarwochen 1917 die ersten Revolten in Petrograd ausbreiteten und die Menschen begannen, die Bäckereien zu stürmen, ging es um die katastrophalen Zustände in der russischen Lebensmittelversorgung. Die Bäckereien in Petrograd blieben geschlossen, weil sie wegen Mangels an Mehl kein Brot mehr backen konnten. mehr lesen / lire plus

Serie 1917 (1): Die Februar-Revolution in Russland
: Eine Hoffnung für die Luxemburger Arbeiterschaft?

In Russland hatten die Menschen die Arbeit niedergelegt, die Bäckereien gestürmt und den Zar abgesetzt – so konnte man es ab Mitte März 1917 auch in der Luxemburger Presse lesen. Über die „Februar-Revolution“ vor 100 Jahren und ihre Folgen für Luxemburg diskutierten die beiden Historiker Ben Fayot und Henri Wehenkel.

Trug die russische Februar-Revolution zur Radikalisierung der Luxemburger Arbeiterschaft bei? Darüber diskutierten die Historiker Ben Fayot … (Foto: radio 100,7 / Yves Stephany)

woxx: Wie war die Lage der Arbeiterbewegung in den Jahren vor der „Februar”-Revolution, die nach unserem Kalender im März stattfand?


Ben Fayot: Vor dem Ersten Weltkrieg war die Luxemburger Arbeiterbewegung gespalten: Die 1902 gegründete Sozialdemokratische Partei hatte zwei Abgeordnete, Caspar Mathias Spoo und Dr. mehr lesen / lire plus