„Eine Stadt für alle“

Bereits zum siebten Mal finden vom 2. Mai bis 6. Juni die Sensibilisierungswochen für Menschen mit spezifischen Bedürfnissen statt.

„Menschen mit spezifischen Bedürfnissen besser kennenlernen“ – das ist das Motto einer Sensibilisierungskampagne der Stadt Luxemburg und zahlreichen Partnern. Vom 2. bis zum 6. Mai erwarten Interessierte unter anderem Konferenzen, Filmvorführungen und Ausstellungen. Teil des Angebots sind zudem Museums- und Stadtführungen für Seh- und Hörgeschädigte sowie Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung. Ziel der Aktion ist, laut Broschüre, unter anderem, Kontaktängste zwischen Menschen mit spezifischen Bedürfnissen und der Öffentlichkeit abzubauen. Das ganze Programm und weitere Informationen können Sie hier nachlesen. mehr lesen / lire plus

Inklusion auf dem Arbeitsmarkt

Ein neues Gesetz soll demnächst die Begleitung des Inklusionsprozesses auf dem Arbeitsmarkt verbessern.

© gouvernement.lu

21 Prozent der bei der Adem eingeschriebenen Arbeitssuchenden haben entweder eine Behinderung oder sind in einer Reklassierungsprozedur. Ein neues Gesetz soll es diesen Menschen erleichtern, sich langfristig in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. „Viele Arbeitgeber zögern, Menschen mit einer Behinderung einzustellen, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt“, so Familienministerin Corinne Cahen bei der Vorstellung des Entwurfs. „Oft wissen auch Arbeitskollegen nicht, wie sie mit der behinderten Person umgehen sollen und worin genau ihre Beeinträchtigungen liegen.“ Das vorliegende Gesetz, das so schnell wie möglich in den Parlamentsausschuss kommen soll, soll deshalb nicht nur Betroffenen helfen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, sondern auch etwaigen Vorbehalten und Vorurteilen Seitens des Arbeitsumfeldes entgegenwirken. mehr lesen / lire plus

Mehr Inklusion gefordert

Nicht ausreichend auf Inklusion ausgerichtet, in segregierender Sprache verfasst – das Gutachten des „Conseil supérieur des personnes handicapées (CSPH)“ zum Gesetzesentwurf, der die Anliegen der „Élèves à besoins éducatifs particuliers“ regelt, fällt recht negativ aus.

(©Pixabay)

Die Kritik an den geplanten Änderungen in punkto schulischer Inklusion hält sich hartnäckig. Nachdem der CSPH bereits die geplante Änderung bezüglich der Sonderpädagogik im neuen Schulgesetz kritisiert hatte, hat die Organisation nun ein negatives Gutachten zum Gesetz zu den „Élèves à besoins particuliers“ vorgelegt.

Momentan bestehe die Erwartungshaltung, dass Menschen mit besonderem Förderbedarf sich den jeweiligen Strukturen anpassen müssen. Dabei sei das Gegenteil notwendig: „Es müssen Bedingungen geschaffen werden, damit jede*r ein ‘normales’ Leben ohne Einschränkungen führen kann“, heißt es im Avis. mehr lesen / lire plus