Große Zukunft für Luxemburg: Provinz-Visionen

Wie Luxemburg von den technologischen Umbrüchen profitieren könnte, steht in der Rifkin-Studie. Ob wir wohl wirklich dafür bereit sind?

„Let’s make it happen!“, so lautet der im Oktober 2016 vorgestellte Slogan, mit dem die „Marke Luxemburg“ beworben werden soll. Aber was soll eigentlich geschehen? Luxemburg wird, so erfuhr man im Rahmen der Rifkin-Studie einen Monat später, das erste Land sein, das die Dritte industrielle Revolution vollzieht. Warum gerade wir? Weil das Modell Luxemburg auf den Werten Offenheit, Zuverlässigkeit und Dynamik beruht – wie im Rahmen des „Nation Branding“ ebenfalls betont wird.

Eine halbe Million Euro bekam Jeremy Rifkin von der Regierung, um seine globale Zukunftsvision auf Luxemburg herunterzubrechen: Das Modell der „Silicon Valleys“ – Wirtschaftsboom dank Forschung und Hightech – sei passé, so der amerikanische Ökonom. mehr lesen / lire plus

Croissance qualitative : La peur et le mal

Le Luxembourg a besoin du boom économique tout comme il le redoute. La solution à ce dilemme n’est pas celle qu’on nous présente.

Un fantôme hante le Luxembourg : la croissance. La « mauvaise » croissance, bien entendu, celle qui dévore nos prés et forêts, encombre nos routes, fait flamber les prix de la construction et « menace notre identité ». Pas la « bonne », celle qui contribue à financer les dépenses sociales, à assurer un niveau de vie élevé, celle qui fait fructifier les investissements immobiliers et nous donne accès à une grande diversité gastronomique et culturelle. Mais apparemment, personne ne doute que le scénario de 1,1 millions d’habitants en 2060 ait des conséquences néfastes. mehr lesen / lire plus

Rifkin au Luxembourg
 : Vive la Troisième !

Il n’y a pas que du bon dans l’étude stratégique sur la révolution industrielle à venir. Évaluation critique tenant compte de l’urgence climatique, de la nécessaire cohésion sociale et… des écrits de Jeremy Rifkin.

Contrairement aux autres intervenants, Jeremy Rifkin n’a pas parlé depuis la tribune. Une manière de souligner le caractère démocratique de la révolution dont il rêve. (Source : imslux.lu)

Contrairement aux autres intervenants, Jeremy Rifkin n’a pas parlé depuis la tribune. Une manière de souligner le caractère démocratique de la révolution dont il rêve. (Source : www.imslux.lu)

Jeremy Rifkin est un théoricien et auteur très acclamé… et très critiqué. Il est probablement bien plus acclamé et critiqué qu’il n’est écouté ou lu. Quand on étudie sans préjugé les livres de l’expert américain, on se rend compte d’une part que c’est un visionnaire sensible aux valeurs écologiques et sociales ; d’autre part, qu’il puise à de nombreuses sources pour élaborer des analyses solidement ancrées dans la réalité. mehr lesen / lire plus

Wachstum: Nachhaltig, aber wie?

Einfach weiter wie bisher geht nicht, so lautet das Ergebnis eines Podiumsgesprächs zum Wachstum. Die Empfehlungen für die Suche nach Alternativen waren eher widersprüchlich.

Jeremy Rifkin hat viele Fans. Aber auch viele Kritiker. „Seine Konstruktionen sind fantasievoll, blenden aber die materielle Basis aus“, so Harald Welzer. Die Vision, Internet, Sharing Economy und 3D-Drucker würden wie von selbst die Welt zum Besseren verändern, sei „Daniel Düsentrieb“. Der deutsche Publizist war einer der Disputanten bei dem vom Mouvement écologique am Dienstagabend veranstalteten Podiumsgespräch zur Wachstumsdebatte.

Podiumsgespräch in der Coque. Vlnr: Reinhard Loske, Blanche Weber, Harald Welzer.

Podiumsgespräch in der Coque. Vlnr: Reinhard Loske, Blanche Weber, Harald Welzer.

Rifkins Vision sei in der Tat „extrem optimistisch und stark vereinfachend“, pflichtete Welzers Kontrahent, der Ökonom Reinhard Loske bei. mehr lesen / lire plus

Kapitalismuskritik:
 Die Kluft


Problem mit System: Der Starökonom Joseph E. Stiglitz zeigt, dass extrem ungleiche Gesellschaften nicht stabil funktionieren können. Anders als Marktliberale glauben möchten, sind sie daher nicht einmal effizient.

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Mit Keynes den amerikanischen Traum verwirklichen? Der Kapitalismusklempner Stiglitz macht dem Marktliberalismus die Rechnung auf. (Foto: Wikimedia Commons)

Jeremy Rifkin kann es, Paul Krugman kann es – und Joseph E. Stiglitz kann es selbstverständlich auch: International renommierte Wirtschaftswissenschaftler wie sie haben es nicht nur verstanden, ihre akademischen Lorbeeren als Berater von Regierungen und Organisationen zu versilbern, sondern sind auch als Bestsellerautoren weltweit bekannt geworden.

Rifkin wurde mit „Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft“ und „Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft“ bekannt und berät mittlerweile unter anderem die luxemburgische Regierung. mehr lesen / lire plus

Reformen: Von oben und unten

Nachhaltige Steuerreform und Ressourcenschonung – Blau-Rot-Grün hat sich viel vorgenommen, stößt dabei aber gerade die ferventesten Anhänger eines Umbaus unserer Gesellschaft vor den Kopf.

1356editoNoch bis Sonntagabend können sich Interessierte in eine der neun Arbeitsgruppen zur Rifkin-Studie einschreiben und damit ihr Scherflein zur „disruptiven Innovation“ beitragen (woxx 1355). Der Mouvement écologique allerdings wird diesem von den Oberen zur „Revolution von unten“ erklärten Prozess fernbleiben. In einem offenen Brief vom Donnerstag an die Regierung erklärt er, dass „ein reeller und offener Austausch (…) unter den gegebenen Bedingungen nicht möglich“ sei. Neben einem absurden Zeitfenster – die Arbeitsgruppen sollen sich beraten und ihre Ergebnisse bekanntgeben, noch ehe die eigentliche Datenerfassung seitens der Rifkin-Truppe abgeschlossen ist – und der knappen Einschreibefrist ist es vor allem Grundsätzliches, was dem Meco aufstößt. mehr lesen / lire plus

Rifkin-Studie: Disruptive Innovation

Großes Gedränge bei der Vorstellung von „The Third Industrial Revolution Strategy“ am Donnerstag in der Chambre de Commerce.

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(Foto: Méco)

Für Wirtschaftsminister Etienne Schneider ist eine Rechnung bereits aufgegangen: Als er im September 2015 gemeinsam mit Jeremy Rifkin eine Pressekonferenz abhielt, und eine von diesem mitverfasste Studie über die sogenannte „dritte industrielle Revolution“ in Luxemburg in Aussicht stellte, hatte er einen Prozess in Gang gebracht, „der intrigierte und auch polarisierte, aber vor allem auch mobilisierte“, wie er in seiner Eingangsrede feststellte, in der er eben auch seine Freude über das zahlreiche Erscheinen zum Ausdruck bringen konnte.

Etienne Schneider sieht die Studie als Pionierprojekt „das bestehende wirtschaftliche Modell für die kommenden Generationen nachhaltiger und vernetzter zu gestalten, dies insbesondere durch den Rückgriff auf die Konvergenzen von ITC, Energie und Transportwesen innerhalb eines intelligenten Netzwerks.“

In der öffentlichen Veranstaltung wurde dargelegt, auf welchen Säulen dieses Modell einer zukünftigen Wirtschaft im Einzelnen ruht, wobei im Fall Luxemburg zu den drei Säulen des Rifkin‘schen Modells noch weitere Standbeine hinzukommen: Bauen und Wohnen, Lebensmittel, Industrie und natürlich die Finanzen. mehr lesen / lire plus