CO2-Handel – der falsche Weg zum Klimaschutz?

Auf Marktmechanismen zu setzen scheint mittlerweile beim Klimaschutz Konsens zu sein. Die Grassroots Global Justice Alliance hält dagegen.

Für CO2-Emissionen einen angemessenen Preis festlegen, das ist die Lösung für das dringliche Klimaschutz-Problem. Das war die letzten zwei Wochen im Rahmen der COP23-Klimakonferenz in Bonn von PolitikerInnen, WirtschaftslobbyistInnen und KlimaforscherInnen zu hören.

Carbon Pricing Report

Doch es gibt auch Widerspruch, zum Beispiel von Seiten des US-NGO-Netzwerks Grassroots Global Justice Alliance. Diese haben kurz vor Ende der COP23 einen kritischen Bericht zum CO2-Handel vorgelegt. Warum Marktsysteme den Klimawandel nicht aufhalten können, warum sie den verwundbarsten Gemeinschaften nicht weiterhelfen und wie sie es den fossilen Energiekonzernen ermöglichen, sich an Klimaschutzmaßnahmen vorbeiuzudrücken, das legt der Carbon Pricing Report dar. mehr lesen / lire plus

COP23: Alternativen jenseits des offiziellen Klimagipfels

Am 6. November beginnt die UN-Klimakonferenz COP23 in Bonn. Die woxx gibt einen Überblick über Alternativen jenseits der offiziellen Aktivitäten.

(Quelle: www.klima-kohle-demo.de)

Nach Frankreich und Marokko hat dieses Jahr Fidschi den Vorsitz der offiziellen „Conference of Parties“, kurz COP genannt, die am 6. November beginnt. Trotzdem einigte man sich darauf, die Klimakonferenz nicht im Südpazifik, sondern – nach Paris und Marrakesch – in Bonn stattfinden zu lassen. Es ist wohl einfacher, ein solches internationales Ereignis in der ehemaligen Hauptstadt der BRD zu organisieren, die noch dazu Sitz des Sekretariats der Klimarahmenkonvention ist.

Pacific Climate Warriors

Mit der Erklärung der „Pacific Climate Warriors“ zum Klimawandel soll trotzdem ein Zeichen gesetzt werden, denn: „Bei dem Tempo, in dem die Industrieländer fossile Brennstoffe fördern und verbrennen, werden diejenigen, die am wenigsten zu diesen Problemen beigetragen haben, weiterhin in verheerender Weise vom Klimawandel betroffen sein.“ Die Initiative wurde von Basisgruppen, Betroffenen und indigenen Gemeinschaften aus dem gesamten Pazifikraum lanciert. mehr lesen / lire plus

Klimawandel und Aktienwert
: Gewitterwarnung für Unternehmen

Die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels beschränken sich nicht auf die durch Katastrophen verursachten Schäden. Eine Schweizer Firma hilft dabei, die Auswirkungen auf den Unternehmenswert abzuschätzen.

Oliver Marchand hat früher für den Schweizer Wetterdienst gearbeitet. Jetzt untersucht er im Auftrag von Managern und Investoren, für welche Unternehmen morgen die Sonne scheint und bei welchen dunkle Wolken am Horizont aufziehen. (Bildquelle: privat)

Tropische Wirbelstürme entstehen über dem Meer und holen sich ihre Energie aus dem Ozean, dessen Temperatur mindestens 26 Grad Celsius betragen muss. Die entstehenden Windgeschwindigkeiten können über 300 Kilometer pro Stunde erreichen. Tropische Wirbelstürme sind großflächig; ihr Durchmesser kann einige Hundert Kilometer betragen. mehr lesen / lire plus

Life-cycle management: Made in Ökoland


In Luxemburg saßen Wissenschaftler und Manager zusammen, um über die Nachhaltigkeit bei der Produktentwicklung zu diskutieren. Grüne Revolution oder Greenwashing?

Kaffeepause: Angeregte Diskussionen im Foyer des Konferenzzentrums. (Fotos: RK)

Was ist Life-cycle management (LCM)? Der Name einer dreitägigen Konferenz auf Kirchberg, die irgendwas mit Umwelt, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft zu tun hat. Auf Deutsch heißt LCM Produktlebenszyklus-Management und meint das Zusammenstellen aller Daten über ein Produkt, von seinem Entwurf über die Produktion bis hin zu Kundendienst und Entsorgung. Es handelt sich um ein unternehmerisches Konzept, nicht zu verwechseln mit dem Life-cycle assessment, auf Deutsch Lebenszyklusanalyse … oder Ökobilanz.

Grüne Traumprodukte

Kurz gesagt: LCM dient der Optimierung. mehr lesen / lire plus

Space Resources: Schrei im Weltraum

Der Versuch, die Ressourcen des Weltalls zu erschließen, hat etwas Faszinierendes. Das sollte uns nicht von der Aufgabe ablenken, die irdischen Probleme zu lösen.

(NASA / JPL-Caltech / PD)

Am 30. Juni ist Asteroid Day. Ein Tag, an dem unter anderem auf die Gefahren aufmerksam gemacht wird, die von diesen Himmelskörpern ausgehen. Zum Beispiel: Das Ende der Welt. Genau so lautete die Titelzeile auf einem Spiegel-Cover im November, das Donald Trumps Kopf als einen auf die Erde zurasenden Asteroiden zeigte. Der Vergleich erscheint treffender denn je angesichts des Rückzugs der USA aus dem Pariser Klimaabkommen – auch wenn sich der Spiegel für diese Gelegenheit ein neues Covermotiv ausgedacht hat: Diese Woche missbraucht der Präsident die Erde als Golfball. mehr lesen / lire plus

Oekotopten-Entdieselung: Späte Einsicht

Im Vorfeld des Autofestivals 2017 zieht die Beratungsstelle Oekotopten Konsequenzen aus dem Skandal um gefälschte Diesel-Abgaswerte. Ein richtiger Schritt, auch wenn manche Empfehlungen Ratlosigkeit hervorrufen.

Tesla Model S – wirklich umweltverträglich. (Wikimedia / Jeremy / CC BY 2.0)

„Entdieselung für bessere Luft“, so ist das Kommuniqué der Beratungsstelle Oekotopten.lu zum Autofestival 2017 überschrieben. „15 Monate nach den ersten Meldungen des Abgasskandals bei VW reißt die Serie neuer Enthüllungen nicht ab. (…) Die Verunsicherungen bei den Konsumenten bleibt.“ Deshalb hat sich Oekotopten entschlossen, auch ihre nach Fahrzeugtyp unterteilten Listen empfohlener Automodelle zu „entdieseln“.

Endlich, werden die woxx-LeserInnen denken, denn seit vielen Jahren warnen wir vor den Gefahren der Dieselabgase. mehr lesen / lire plus

TRANSITION-BEWEGUNG: Grün gegen Grau

Er zeigt auf, wie man die Welt retten und dabei ein erfülltes Leben haben kann. Der Gründer der Transition-Bewegung Rob Hopkins war für einen Vortrag und ein Treffen mit den hiesigen Initiativen nach Luxemburg gekommen.

Am Anfang war die Tat. Erfahrungen austauschen kann man, nachdem man konkret mit der Transition angefangen hat.

Rob Hopkins zeigt auf die Leinwand, auf der er mit einem Pariser Bürgermeister zu sehen ist. Und witzelt: „Nicht etwa, dass der Herr ein Erinnerungsfoto mit dem Gründer der Transition-Bewegung haben wollte. Er wollte zusammen mit der David-Bowie-Banknote abgelichtet werden.“ In der Tat, der Bürgermeister hält die 10-Pfund-Note der Brixtoner Lokalwährung in der Hand. mehr lesen / lire plus