Roland Meyer: Sex, Drugs und Nation Branding

„Wenn immer alles so einfach wäre“ – Der neue Roman von Roland Meyer sprengt so ziemlich alle Erwartungen.

Kann ein Roman, der mit einem Radiohead-Zitat beginnt, schlecht sein? Eigentlich nicht, und doch wurde Roland Meyers Buch „Wenn immer alles so einfach wäre“ in der hiesigen Rezensionshitparade ein paar Mal nach hinten verschoben: Zu sperrig der Titel, zu hoch die Seitenzahl und zu klein die Zuversicht, dass es sich bei diesem luxemburgischen Roman wirklich um eine Entdeckung handeln könnte. Also eher die Kategorie „Sommerloch-Not-Lückenfüller“.

Durch einen 100,7-Beitrag, der das Buch in den höchsten Tönen lobte, neugierig geworden, dann ein erstes Rumblättern. Nach 10 bis 20 Seiten schwindet langsam das Gefühl, man lese den x-ten Versuch eines hiesigen Grundschullehrers, seinen verstaubten Vorbildern nachzuäffen. mehr lesen / lire plus

Große Zukunft für Luxemburg: Provinz-Visionen

Wie Luxemburg von den technologischen Umbrüchen profitieren könnte, steht in der Rifkin-Studie. Ob wir wohl wirklich dafür bereit sind?

„Let’s make it happen!“, so lautet der im Oktober 2016 vorgestellte Slogan, mit dem die „Marke Luxemburg“ beworben werden soll. Aber was soll eigentlich geschehen? Luxemburg wird, so erfuhr man im Rahmen der Rifkin-Studie einen Monat später, das erste Land sein, das die Dritte industrielle Revolution vollzieht. Warum gerade wir? Weil das Modell Luxemburg auf den Werten Offenheit, Zuverlässigkeit und Dynamik beruht – wie im Rahmen des „Nation Branding“ ebenfalls betont wird.

Eine halbe Million Euro bekam Jeremy Rifkin von der Regierung, um seine globale Zukunftsvision auf Luxemburg herunterzubrechen: Das Modell der „Silicon Valleys“ – Wirtschaftsboom dank Forschung und Hightech – sei passé, so der amerikanische Ökonom. mehr lesen / lire plus