Nachtzug nach Lissabon (2)

Im zweiten Teil der Mini-Serie über Lissabon steht die Ambivalenz des Touristenbooms im Fokus.

Lissabon ist mir nicht fremd, doch diesmal werde ich die Stadt aus einer neuen Perspektive erleben: Ich nutze nämlich für einmal ein bekanntes Wohnungsvermittlungssystem – wie mittlerweile unzählige anderer Gäste der Stadt. Dass sich das Stadtzentrum verändert hat, sieht man auf den ersten Blick. Besonders die früher stark heruntergekommenen, teilweise leerstehenden zentralen Viertel am Flussufer wirken nun belebter, die Häuser sind häufig renoviert, die Fassaden neu gestrichen. Neben kulturell begründeten, oft mit Fördergeldern verwirklichten Investitionen in Transformation und Restauration hat das Vermittlungssystem sicherlich stark zu dieser Aufwertung beigetragen. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #011 (17.8.2018)

All Freide stellt d’Wochenzeitung woxx an der Sendung Bistro vu Radio Ara hiert Thema vun der Woch vir a bitt ee Réckbléck op d’Aktualitéit vun deene leschte siwen Deeg.

Dës Woch schwätzen de Joël Adami an de Frédéric Braun iwwer déi nei Opklärungscampagne vum Gesondheetsministère, d‘Opklärungsaarbecht, déi de Cigale, de Centre d‘information gay et lesbien, mécht, den Aarteschutz am Kontext vun enger Klo vu Bayer géint d’EU-Kommissioun an den UN-Projet Vanishing Treasures an awer och iwwer d’Kiffen an de Virschlag, datt een no enger Legaliséierung misst eng Aart Kiffer-Führerschäin maachen, fir zu Lëtzebuerg Gras dierfen ze kafen.

D’Thema vun der Woch ass dës Kéier d‘Biografie vun der Ruth Troeller. mehr lesen / lire plus

Stage-Gesetz: Unel fordert weitere Nachbesserungen

Die Studierendengewerkschaft Unel hat sich zu den Nachbesserungen des Stage-Gesetzes geäußert. Trotz einiger Verbesserungen sieht sie ihre zentralen Forderungen nicht umgesetzt.

Anfang Juli veröffentlichte die Chambre des Salariés ihr positives Gutachten zu den Nachbesserungen des von Arbeitsminister Nicolas Schmit gemeinsam mit der Acel (Association des cercles d’étudiants luxembourgeois) ausgearbeiteten Stage-Gesetzes. Laut dieser Änderungen sind Praktika nach Abschluss des Studiums nicht erlaubt, für solche Fälle gibt es schon spezifische Kontrakte. Nun wird auch eine Prozedur eingeführt, die eingehalten werden muss, wenn der Vertrag vorzeitig gekündigt wird. Der ursprüngliche Text schloss durch die Art seiner Formulierung Praktika bei Firmen mit weniger als zehn Mitarbeiter*innen gänzlich aus. mehr lesen / lire plus

Catastrophe de Gênes : merci à la privatisation

L’effondrement d’un pont autoroutier à Gênes hier a coûté la vie à quelque 42 personnes (selon le dernier bilan) – les politiques s’attaquent à Autostrade d’Italia, à qui ils veulent retirer la concession… et au Luxembourg.

(© Wikipedia)

 Ce sont des images tout droit sorties d’un film de catastrophe tourné par Roland Emmerich qui nous sont parvenues de la ville de Gênes hier : un pont d’autoroute écroulé comme s’il était en papier mâché. Malheureusement pour les victimes et leurs familles, ce n’est pas un monstre qui a piétiné leurs proches, mais bel et bien une privatisation à outrance.

Malgré des péages très coûteux, la firme à laquelle appartient une grande partie du réseau autoroutier ne semble pas avoir fait ses devoirs. mehr lesen / lire plus

Artenschutz: „Wir sind Teil des Ganzen“

Das UN-Artenschutzprojekt „Vanishing Treasures“ will den Lebensraum dreier emblematischer Tiere erforschen und erhalten. Dazu gehören die Heimat des Königstigers im Himalaya, des Berggorillas in Zentralafrika sowie des Schneeleoparden in Zentralasien. Umweltministerin Carole Dieschbourg (déi gréng) findet das UN-Projekt unterstützenswert und hat veranlasst, dass Luxemburg 9 Millionen Euro bereitstellt, die über vier Jahre in Forschung und Erhaltung investiert werden.

Der Klimawandel bedroht heute die in den Berggebieten lebenden Tiere mehr denn je. Diese müssen sich ständig anpassen und neue Habitate finden. Dabei stoßen sie oftmals auf die Bevölkerung der Gebirgsregionen, ebenfalls Opfer der Erderwärmung und auf ständiger Suche nach neuen Ressourcen, wie Holz, Weideland und Wasser. mehr lesen / lire plus

Bayer porte plainte contre la Commission européenne

« Science for a Better Life », prône Bayer, alors que le géant en agrochimie ignore les mises en garde des scientifiques contre certains de ses produits et porte plainte contre l’interdiction de ces derniers.

Photo : Pixabay

Les deux géants en agrochimie, le groupe allemand Bayer et le groupe suisse Syngenta, ont déposé plainte contre la Commission européenne après l’introduction de restrictions d’utilisation de trois néonicotinoïdes en avril 2018. Alors que de multiples études scientifiques démontrent que ces substances causent la mort de millions d’abeilles, ces deux sociétés estiment cette mesure « injustifiée » et « disproportionnée ». mehr lesen / lire plus

CSV distanziert sich offiziell von Orbán

Nachdem sich die CSV-Mitglieder des Europaparlaments wiederholt gegen die ungarische Fidesz und deren Chef Orbán ausgesprochen haben, legt ihre Partei jetzt ebenfalls eine deutlichere Sprache an den Tag.

EVP-Kongress in Madrid, Oktober 2015. (cc-by-2.0)

Während einer Pressekonferenz zur Vorstellung der CSV-Wahlprogrammpunkte bezüglich Schul-, Landesplanungs- und Europapolitik, wies Parteipräsident Marc Spautz am Montag auf die Unzufriedenheit seiner Partei mit der Flüchtlingspolitik, wie sie „von einigen Vertretern“ der Europäischen Volkspartei (EVP) betrieben werde, hin. Die CSV sei dabei, die notwendige statutarische Mehrheit zusammenzubringen, um anlässlich des EVP-Kongresses im November diese Politik zu diskutieren und beeinflussen zu können. Marc Spautz nannte dabei namentlich den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán und seine Partei Fidesz, die in seinen Augen nicht mehr zu den christlich-sozialen Grundprinzipien stünden, zu denen auch die Menschenrechte gehören. mehr lesen / lire plus

Lecktuch? Fehlanzeige.

Eine aktuelle Kampagne des Gesundheitsministeriums reproduziert Heteronormativität und suggeriert, dass nur Kondome zur Krankheitsverhütung genutzt werden können.

Wie jedes Jahr startet das Gesundheitsministerium auch in diesem Sommer eine Kampagne zur Prävention sexuell übertragbarer Krankheiten. Das Ziel, so heißt es im Presseschreiben, bestehe darin, die Bevölkerung dazu anzuhalten, Kondome zu benutzen und sich regelmäßig testen zu lassen. Auf der Seite safersex.lu wird das Kondom (sowohl das „männliche“ als auch das „weibliche“) sogar als einzige Methode zur Krankheitsverhütung bezeichnet. Was andere Ansteckungsmöglichkeiten betrifft, wird nur darauf hingewiesen, dass ansteckende Körperflüssigkeiten nicht mit Hautverletzungen, oder genitalen, oralen und analen Schleimhäuten in Kontakt kommen dürfen. mehr lesen / lire plus

Nachtzug nach Lissabon (1)

Per Bahn in die portugiesische Hauptstadt – das hat einen ganz besonderen Charme. Eine sommerliche Mini-Serie über den Weg und das Ziel.

In Pascal Merciers Beststeller-Roman von 2004 reist der Held der Geschichte, ein alternder Schweizer Oberschullehrer auf der Suche nach einem portugiesischen Philosophen, mit dem Zug von Paris über Irún nach Lissabon, eine damals schon anachronistisch anmutende Reiseform. [1] Doch 14 Jahre später verkehrt der “Nachtzug nach Lissabon” weiterhin. Es ist einer der letzten Nachtzüge von West- nach Südeuropa, nachdem die italienische Verbindung abgeschafft wurde, und er bedient sowohl Spanien als Portugal. Von Luxemburg nach Lissabon benötigen Reisende einen ganzen Tag – und die Bereitschaft, lange Zugfahrten zu genießen. mehr lesen / lire plus

Podcast: Am Bistro mat der woxx #010 (10.8.2018)

All Freide stellt d’Wochenzeitung woxx an der Sendung Bistro vum Radio Ara hiert Thema vun der Woch vir a bitt ee Réckbléck op d’Aktualitéit vun deene leschte siwen Deeg.

Dës Woch schwätzen de Frédéric Braun an d’Tessie Jakobs iwwert déi jüddesch Geflüchtet Ruth Troeller, déi dëst Joer hieren 100. Gebuertsdag feiert, iwwert d‘Mediepolitik zu Lëtzebuerg, iwwert de Gratis-Transport fir Schüler*innen an den MeYouZik-Festival, deen den 14. a 15. August op der Place d’Armes stattfënnt.

D’Thema vun der Woch ass dës Kéier Sexualerzéiung zu Lëtzebuerg. Mir schwätzen iwwer en Interview, deen d’Tessie Jakobs zu deem Thema mam Isabel Scott vum Cesas gefouert huet.

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Roland Meyer: Sex, Drugs und Nation Branding

„Wenn immer alles so einfach wäre“ – Der neue Roman von Roland Meyer sprengt so ziemlich alle Erwartungen.

Kann ein Roman, der mit einem Radiohead-Zitat beginnt, schlecht sein? Eigentlich nicht, und doch wurde Roland Meyers Buch „Wenn immer alles so einfach wäre“ in der hiesigen Rezensionshitparade ein paar Mal nach hinten verschoben: Zu sperrig der Titel, zu hoch die Seitenzahl und zu klein die Zuversicht, dass es sich bei diesem luxemburgischen Roman wirklich um eine Entdeckung handeln könnte. Also eher die Kategorie „Sommerloch-Not-Lückenfüller“.

Durch einen 100,7-Beitrag, der das Buch in den höchsten Tönen lobte, neugierig geworden, dann ein erstes Rumblättern. Nach 10 bis 20 Seiten schwindet langsam das Gefühl, man lese den x-ten Versuch eines hiesigen Grundschullehrers, seinen verstaubten Vorbildern nachzuäffen. mehr lesen / lire plus

Transparence : La revanche du placard(isé)

La loi « relative à une administration ouverte et transparente » continue de faire des remous – dernier en date : l’ancien haut fonctionnaire Daniel Miltgen qui la dénonce auprès des Nations unies.

(© pxhere)

Placardisé par l’éphémère mais bruyante ex-ministre du Logement (et de la Culture) Maggy Nagel en 2015, l’ancien président du Fonds du logement et conseiller gouvernemental, Daniel Miltgen, ne décolère pas. À croire que sa nouvelle carrière en tant qu’enseignant au lycée technique Josy-Barthel à Mamer lui laisse beaucoup de temps pour s’occuper de ses griefs personnels, car ses missives envoyées à la presse et ses interventions dans les médias sont régulières. mehr lesen / lire plus

Science Camp 2018: Natur spielend erleben

Jahr für Jahr findet im Jugendzentrum Marienthal der Science Club statt. Dieser lädt um die 30 Kinder im Alter von 11 bis 14 Jahren ein, den Naturwissenschaften näher zu kommen.

Neben Teambuilding Workshops, in welchen die Kinder auf gegenseitigem Respekt und Gleichstellung aufmerksam gemacht werden, steht dieses Jahr unter anderem die Fauna der Teiche und dessen Wasserqualität im Fokus. Den Kindern werden bis nächsten Freitag diverse Aktivitäten angeboten; von der Gestaltung eines Herbariums bis hin zu einer Einführung in Geocaching und Paläontologie im Tal der sieben Schlösser, wobei sie von Fachleuten betreut werden. Der Science Club bietet den jungen Naturwissenschaft-Enthusiasten das ganze Jahr über solche Ausflüge an, sodass die Anfrage im Sommer sehr groß ist. mehr lesen / lire plus

Cour de justice de l’Union européenne : Le droit d’auteur prime

Une œuvre photographique publiée sur internet peut-elle être réutilisée sans autorisation préalable de son auteur ? Les juges européens ont tranché.

Source : Pixabay

Dirk Renkhoff est photographe et avait en cette qualité autorisé un site de voyages à illustrer sa page de l’une de ses photographies. L’élève d’un établissement d’enseignement secondaire de Rhénanie-du-Nord-Westphalie a ensuite réutilisé la même photo après téléchargement pour un exposé, publié plus tard sur le site du lycée. Devant les juridictions allemandes, Dirk Renkhoff a donc engagé une action contre l’établissement dans le but d’interdire la réutilisation de l’image sur son site. Il a également réclamé la somme de 400 euros de dommages et intérêts. mehr lesen / lire plus

Secteur cinématographique : Pas de solution en vue

Le secteur de production cinématographique est un fleuron dont les politiques aiment bien se targuer… quand tout va bien. Par contre, en temps de crise, ils sont aux abonnés absents.

(©flickr)

Quand en mars 2014 Laurent Witz et Alexander Espigares remportèrent le premier Oscar luxembourgeois pour leur court métrage « Monsieur Hublot », non seulement le public était aux anges, mais ce moment est devenu aussi une référence pour les politicien-ne-s quand il s’agit d’évoquer la prétendue bonne santé du secteur culturel luxembourgeois – et de faire un peu de nation branding en passant.

Certes, le financement de la production cinématographique, qui passe par le Film Fund Luxembourg, n’est pas directement assuré par le ministère de la Culture (où il ne figure pas au budget) – il est sous la tutelle du ministère d’État. mehr lesen / lire plus