Annes Weltreise (Webexclusive):
 „Make Hummus not walls“

Meine Großmutter hat eine Gehbehinderung; sie wird Betlehem also wohl nie besuchen, geschweige denn dort umherspazieren können. Ich hatte ihr daher versprochen, an ihrer statt hinzufahren und Fotos zu machen.

(Fotos: Anne Schaaf)

Über den Checkpoint „300“ sollte ich in eine andere Welt gelangen. In Betlehem angekommen, machte ich als verwöhnte Europäerin zum ersten Mal die Erfahrung, wie beklemmend es ist, wenn man durch enge, vergitterte Flure schreiten muss, um eine (oder vielleicht mehrere?) Grenzen zu überschreiten. Es gilt dabei hinzuzufügen, dass BesucherInnen aus der Fremde es weitaus leichter haben, das palästinensische Gebiet zu betreten, als jene PalästinenserInnen, die, wenn auch nur für kurze Zeit, auf die andere Seite wollen. mehr lesen / lire plus

Neue Weltraumfirma Kleos: Big Brother or bust

Die Erfolgsgeschichte des Luxemburger „Space Cluster“ geht weiter. Diese Woche ist eine britische Firma hinzugeklommen, die ein hochinteressantes Projekt hat – das aber auch Fragen aufwirft.

Die Besatzung der HMS Kleos, bereit für die Landung in Luxemburg. (Foto: RK)

„Das ist es, was ich mit kurzfristigem Nutzen meine“, freute sich Étienne Schneider über die künftige Zusammenarbeit der neuen Firma Kleos mit dem bereits ansässigen Unternehmen Emtronix. Der Wirtschaftsminister lud am Montagmorgen zu einer Pressekonferenz, um die Ansiedlung eines neues Unternehmens im Bereich „Space Resources“ bekanntzugeben.

Bei Kleos handelt es sich um eine Tochter der auf Technologieentwicklung für Luft- und Raumfahrt spezialisierten britischen Firma Magna Parva. mehr lesen / lire plus

Müll im Meer – aber woher?

Das Plastik, das sich im Meer ansammelt, steht mahnend für die Folgen der Wegwerfkultur. Eine Segelregatta regt dazu an, über den Umgang mit Abfall nachzudenken.

Ein sonniger Tag auf dem müllfreien Boot.
(Foto: Guillaume Gruhlke, Gewinner des Regatta-Medienpreises)

Gibt es im Meer wirklich riesige Inseln aus Plastik? Ja, gibt es – sogar auf Luftaufnahmen sind die gewaltigen Plastikansammlungen zu sehen. Bei der diesjährigen Segelregatta für luxemburgische Schüler war die Besichtigung der „Plastikinseln“ zwar nicht Teil des Programms, Müll und Müllvermeidung waren trotzdem ein Thema.

6,4 Millionen Tonnen. So viel Kunststoff landet jährlich in den Weltmeeren. Laut der „United Nations Clean Seas Campaign“ gibt es heutzutage 51 Trillionen Plastikpartikel im Meer – 500-mal mehr, als es Sterne in unserer Galaxie gibt. mehr lesen / lire plus

L’état d’urgence, un danger pour la démocratie

Amnesty International reproche aux autorités françaises de mettre en danger le droit de manifester et de faciliter les violences policières. En cause : l’état d’urgence, en vigueur depuis novembre 2015.

(© Philippe Leroyer)

L’état d’urgence en vigueur depuis novembre 2015 et un usage disproportionné de la force restreignent fortement le droit de manifester en France : c’est la conclusion que tire Amnesty International d’une enquête qui a duré près d’un an. Une enquête dont les résultats interviennent au moment où le parlement luxembourgeois s’apprête à simplifier le recours à l’état d’urgence à travers une réforme de l’article 32.4 de la Constitution. mehr lesen / lire plus

Chronik: Virun 100 Joer (3): Eine linke Alternative zur Sozialdemokratie?

Wie hältst du’s mit der Revolution? Diese Gretchenfrage stellte sich nach 1917 auch für die Luxemburger Sozialistische Partei.

Luxemburgische Version des Kommunistischen Manifestes, 1983 (übersetzt von Romain Hilgert).

In Deutschland wurde die Frage bereits seit dem 19. Jahrhundert diskutiert: Sollte man auf einen revolutionären Umbruch setzen, der den Sozialismus bringen würde, oder in kleinen Schritten gesellschaftliche Reformen anstreben, die die Lage der Arbeiterschaft verbessern würden? In der Praxis zeigte sich, dass die Sozialdemokratie dort, wo sie auf kommunaler Ebene Wahlen gewinnen konnte, zu einer Reformkraft heranwuchs, die auf konstruktive politische Arbeit setzte statt auf Konfrontation. Dass es in der Sozialdemokratie aber zwei Flügel gab, einen revolutionären und einen reformistischen, wurde spätestens deutlich, als der Erste Weltkrieg ausbrach und in Deutschland die Mehrheit der sozialdemokratischen Abgeordneten für die Kriegskredite stimmte. mehr lesen / lire plus

Türkei: Journalisten im Visier

Der deutsch-türkische Journalist und frühere woxx-Autor Deniz Yücel befindet sich wegen Terrorvorwürfen in Istanbul in Polizeigewahrsam. Der Türkei-Korrespondent der deutschen Tageszeitung „Welt“ war zuvor Redakteur der „taz“ sowie der Wochenzeitung „Jungle World“, mit der die woxx seit langem kooperiert. Außenminister Asselborn beobachtet die Entwicklung mit „großer Sorge“. „Reporter ohne Grenzen“ spricht von einer „neuen Qualität“ der Repression gegen Medienvertreter.

Wegen Terrorverdacht in türkischem Polizeigewahrsam: Der Journalist und Kollege Deniz Yücel. (Quelle: N24)

In keinem Land der Welt befinden sich derzeit so viele Reporter im Gefängnis wie in der Türkei. Mindestens 48 Journalisten sind dort laut „Reporter ohne Grenzen“ in direktem Zusammenhang mit ihrer beruflichen Tätigkeit inhaftiert. mehr lesen / lire plus

Oekotopten-Listen überarbeitet

Im Vorfeld des Autofestival hatten wir die Oekotopten-Empfehlungen kritisch beleuchtet. Mittlerweile wurden die Listen überarbeitet und sind damit für AutokäuferInnen in Luxemburg eine gute Entscheidungshilfe. Manche Daten erscheinen aber erst nach einem Klick auf das Foto des Modells – insbesondere die Herstellerangaben zur Reichweite. Auf die kann man sich zwar nicht verlassen, sie ermöglichen aber eine grobe Einschätzung, ob der Wagen den persönlichen Bedürfnissen entspricht. Ein grünes Häkchen kennzeichnet die Modelle, die von der Regierung gefördert werden: nur reine Elektroautos, keine Plug-in-Hybride. Auch handelt es sich nicht wie in den Jahren zuvor um eine Förderprämie, sondern um einen Steuerabschlag. mehr lesen / lire plus

Conseil d’État: « Vous permettez, messieurs ? »

Une voix féminine sur quelques éléments de la réforme du Conseil d’État.

(Photo: Wikimedia)

Oui, il est bon de réformer de temps à autre de vieilles institutions qui ont fait leurs preuves par le passé, afin qu’elles servent encore mieux le pays et sa population, car c’est cela la mission primordiale du Conseil d’État.

Faut-il pour autant « tuer le père » pour faire du Conseil d’État un simple conseil de juristes au service du gouvernement ? Non ! Il est bon de maintenir un conseil de sages pour qui l’intérêt public prime. La composition actuelle, avec des membres issus de tous les milieux socioprofessionnels et pour beaucoup actifs professionnellement, a largement enrichi les débats et contribué à la qualité des avis émis. mehr lesen / lire plus

March for Freedom: TeilnehmerInnen vor Gericht

Am vergangenen Dienstag sollte vor dem Strafgericht in Luxemburg der Prozess gegen TeilnehmerInnen des „March for Freedom“ beginnen, bei dem vier PolizistInnen Klage gegen sechs DemonstrantInnen führen. Der Prozess wurde auf den 5. und 6. April 2017 verlegt, da die Staatsanwaltschaft es versäumt hatte, Dolmetscher für alle Angeklagten zu organisieren. Der ehemalige Abgeordnete Justin Turpel (déi Lénk) kommt auf die Hintergründe zurück.

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(© Carole Reckinger)

Es gibt sehr viele Gründe, gegen die Politik der EU gegenüber den vor Krieg und Elend in Afrika und im Nahen Osten Flüchtenden zu protestieren. Der Krieg, den die Mächtigen der Welt in diesen Ländern führen, hat zigtausenden Menschen das Leben gekostet, ganze Städte zerstört. mehr lesen / lire plus

Tribune libre: Convention d’Istanbul en attente de ratification depuis 11 mois et 25 jours

Quand le Luxembourg va-t-il enfin ratifier la Convention d’Istanbul en vue de protéger les femmes contre toutes les formes de violence et de prévenir, poursuivre et éliminer la violence à l’égard des femmes et la violence domestique ?

A l’occasion du 25 novembre, Journée internationale contre la violence faite aux femmes, nous, les femmes et les organisations membres de la plateforme d’action JIF (Journée internationale des femmes), constatent que le Luxembourg n’a toujours pas ratifié cette convention. Par conséquent, les femmes victimes de violence sont privées de protection. Pourtant, le gouvernement avait promis la ratification une fois la présidence de l’UE terminé. mehr lesen / lire plus

Wachstum: Nachhaltig, aber wie?

Einfach weiter wie bisher geht nicht, so lautet das Ergebnis eines Podiumsgesprächs zum Wachstum. Die Empfehlungen für die Suche nach Alternativen waren eher widersprüchlich.

Jeremy Rifkin hat viele Fans. Aber auch viele Kritiker. „Seine Konstruktionen sind fantasievoll, blenden aber die materielle Basis aus“, so Harald Welzer. Die Vision, Internet, Sharing Economy und 3D-Drucker würden wie von selbst die Welt zum Besseren verändern, sei „Daniel Düsentrieb“. Der deutsche Publizist war einer der Disputanten bei dem vom Mouvement écologique am Dienstagabend veranstalteten Podiumsgespräch zur Wachstumsdebatte.

Podiumsgespräch in der Coque. Vlnr: Reinhard Loske, Blanche Weber, Harald Welzer.

Podiumsgespräch in der Coque. Vlnr: Reinhard Loske, Blanche Weber, Harald Welzer.

Rifkins Vision sei in der Tat „extrem optimistisch und stark vereinfachend“, pflichtete Welzers Kontrahent, der Ökonom Reinhard Loske bei. mehr lesen / lire plus

Wein-Marketing: Professionalität tut not

Es ist nicht so, dass es kein Marketing für Luxemburger Wein gäbe. Doch welche Zielgruppen werden von ihm angesprochen? Bislang stand vor allem eine einheimische, traditionelle Kundschaft im Fokus. Eine Marketing-Studie von öffentlicher Seite ist schon lange in Arbeit – zu lange, finden viele.

Die Weinprinzessinnen sterben nicht aus – sie vermitteln jedoch nicht das Bild eines modernen Marketing. (Foto: Renée Wagener)

Die Weinprinzessinnen sterben nicht aus – sie vermitteln jedoch nicht das Bild eines modernen Marketing. (Foto: Renée Wagener)

Manche sagen, die Einführung der Appellation „Crémant de Luxembourg“ vor 25 Jahren, zu der Zeit also, als es mit Rivaner und Elbling bergab ging, sei die Rettung der Luxemburger Weinbranche gewesen. Robert Ley, Leiter des Weinbauinstituts, formuliert die „success story“ so: „Der Crémant kam gerade zur rechten Zeit. mehr lesen / lire plus

L’honneur perdu d’Enrico Lunghi

La démission du directeur du Mudam ne sera pas le dernier rebondissement dans ce feuilleton désolant et provincial qui met face à face deux approches de la notion de culture opposées.

983lunghi_itwIls l’auront eu par l’usure. Si l’affaire « Lunghi contre Schram » était la – grosse – goutte qui a fait déborder le vase, celui-ci était déjà bien rempli depuis longtemps. Si on voulait établir le commencement des déboires d’Enrico Lunghi avec certains tenants de la scène culturelle et politique du pays, l’année 2001 pourrait constituer une date charnière. Pour l’exposition conjointe entre le Casino et le musée d’Histoire de la Ville de Luxembourg « Luxembourg, les Luxembourgeois », le Casino décide d’exposer la sculpture « Lady Rosa of Luxembourg », de l’artiste croate Sanja Ivekovic. mehr lesen / lire plus

Calais: l’évacuation a commencé

Le démantèlement de la « jungle » de Calais a débuté lundi matin comme prévu et se poursuit actuellement.

Selon le ministère de l’Intérieur français, 2.318 personnes, dont 400 mineurs, auraient été « mises à l’abri » au cours du premier jour d’évacuation – moins que les 3.000 prévues. Jusqu’ici, l’opération semble se dérouler dans le calme. Notre photographe Julia Druelle est sur place – et nous livre ici quelques impressions. Dans notre édition de vendredi, nous reviendrons sur les événements.

Photos: © Julia Druelle

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Dimanche soir, dans la « jungle », rien ne fait penser à un démantèlement imminent...
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Veto gegen Freihandel!

Eine Protestaktion, die mit einem Teilerfolg endete: „Hop hop hop, CETA stopp“, skandierte man Dienstag früh vor dem Konferenzzentrum; gegen elf Uhr vertagte der Ministerrat die Entscheidung über das Handelsabkommen.

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(Fotos: Raymond Klein)

Die Plakate waren neu, doch die Handzettelchen der Demo vom 8. Oktober fanden bei manchen eine zweite Verwendung. Auch bei der Protestaktion am heutigen Dienstag vor dem Europäischen Konferenzzentrum auf Kirchberg wurde die Hymne aus „Les Misérables“ angestimmt: „Do you hear the people sing, sing the song of angry men?“ Etwa 80 AktivistInnen warteten kurz nach acht Uhr das Eintreffen der Politiker zum Handelsministerrat ab. Rote Luftballons und ein gelbes Riesenplakat, von Greenpeace-Kletterern angebracht, sorgten für Buntheit am grauen Herbstmorgen. mehr lesen / lire plus