MIGRATION: Soziologie der Wahrnehmung

Beim Studientag zur „Wahrnehmung des Anderen in den europäischen Einwanderungsländern“ war auch der Historiker Gérard Noiriel zugegen.

Rassismus funktioniert über Projektionen. Der oder die ?schöne Schwarze‘ ist interessant und eine Bereicherung, bleibt aber dennoch oft das Gegenstück zum als ?weiß‘ gedachten europäischen Kollektiv. Klischees und Rassismus – da waren sich alle ReferentInnen an diesem Studientag selbstverständlich einig – müssen vermieden werden. Warum das Cover der begleitenden Broschüre dennoch mit einem dunkelhäutigen Mann im Stile der Benetton-Kampagnen für die Konferenz warb, kann daher wohl nur die beauftragte Agentur erklären. Oder ist dies ein Beleg für den häufig unbewussten Rassismus?

Früher sprach man von ?den Ausländern‘ oder ?Fremden‘, angeregt durch die Kulturtheorie ist heute vom ?Anderen‘ die Rede, ohne sich über damit verbundene inhaltliche Festlegungen wirklich klar zu werden. mehr lesen / lire plus

Luxembourg by cycle

Pünktlich zum Anfang der Radsaison veröffentlicht die „Lëtzebuerger Velosinitiativ“ in Zusammenarbeit mit dem Tourismusministerium, dem Katasteramt und der Straßenbauverwaltung eine neue Radfahrkarte für Luxemburg im Maßstab 1:100.000. Sie umfasst das nationale Radwegenetz sowie einige ausgeschilderte regionale Radwege. Für die NutzerInnen wird auf den ersten Blick sichtbar, wo Radwege getrennt vom motorisierten Verkehr verlaufen, und an welchen Stellen es zur Tuchfühlung mit der rollenden Blechlawine kommen kann. Um die Fahrzeit von einem zum anderen Ort nicht falsch einzuschätzen, wurden nach Möglichkeit alle Steigungen und ihr Schwierigkeitsgrad auf den einzelnen Radrouten eingezeichnet. Sämtliche Erklärungen sind in Deutsch, Französisch und Englisch abgefasst. Bahnhöfe sind ebenfalls optisch hervorgehoben, was eine bequeme Planung kombinierter Bahn-Radtouren erlaubt. mehr lesen / lire plus

Villa vide

Petit à petit on s’y habitue aux visites officielles dans des musées luxembourgeois… vides. Lundi passé, la villa Vauban a ouvert ses portes à la presse et aux officiels, afin de donner un avant-goût de ce qui attendra les nombreux visiteurs qu’espère attirer la nouvelle institution culturelle. Et si le fait qu’elle ne contienne pas grand-chose n’a rien à voir avec les problèmes que connaît le musée de la forteresse, on peut tout de même s’attendre à ce que l’état provisoire du site dure un peu plus longtemps que le 2 mai – jour de l’ouverture officielle. Jardins en friche, au moins une fuite d’eau dans une salle et aucun tableau accroché : tout ça flaire bon les retards administratifs. mehr lesen / lire plus

Semantische Feinheiten

Einige LeserInnen werden sich in dieser Ausgabe möglicherweise über den unjournalistischen Tonfall und die bisweilen etwas pädagogischen Erklärungen komplexer Sachverhalte wundern. Die Erklärung dafür liegt darin, dass mehrere Hefte diese woxx-Ausgabe aus Anlass der „Semaine de la Presse“ in Schulen verteilt werden. So ist etwa der Artikel zu dem Theaterstück von ASTI und ASTM bewusst in einer Sprache geschrieben, die leicht verständlich ist und unsere jungen LeserInnen an die Probleme von „Illegalen“ in Europa heranführt. Aber auch bei der Themenauswahl haben wir uns bemüht, unsere junge Leserschaft anzusprechen, so beispielsweise mit dem Schwerpunkt zum Thema Jugendarbeitslosigkeit. Doch keine Sorge, treue woxx-LeserInnen werden nicht enttäuscht, denn die bewusste semantische Vereinfachung betrifft bei weitem nicht alle Artikel dieses Hefts. mehr lesen / lire plus