ENERGIESPAREN: Zu Besuch im Holzbau

Die Hausbesichtigungen „von privat zu privat“ stoßen auf zunehmendes Interesse. Die woxx hat an der Visite eines passiven Energie-Plus-Hauses aus Massivholz teilgenommen.

Marco Wohl (Mitte) macht auf die noch sichtbare Holzstruktur an der Decke der Wohnküche aufmerksam.

Zwanzig BesucherInnen drängen in den länglichen Heizungsraum. Nach der schneidenden Kälte bei der Besichtigung des Rohbaus nebenan ist es hier angenehm warm. „Dieser Raum wird nicht mitgeheizt. Dank der Dämmung fällt die Temperatur trotzdem nie unter 15 Grad“, erklärt Nico Wohl, der Hausherr. Lässig mit grauer Wolljacke, Jeanshose und Turnschuhen bekleidet, steht er an dem einen Ende des Raums neben einer mannshohen Anlage, aus der Leitungsrohre ragen. mehr lesen / lire plus

PERFORMANCE/RAP: Laboratoire militaire

Dans le cadre de ses résidences d’artistes, le Casino a invité Francisco Camacho, jeune artiste colombien, qui propose une expérimentation artistique sur le microcosme politique luxembourgeois.

Se plaisent dans les hautes sphères arty : De Läb.

Francisco Camacho est un homme discret. Du moins si on le met dans le contexte de sa dernière ?uvre qu’il est en train de créer au Casino forum d’art contemporain. Se disant inspiré par Beuys pour son essai de création d’un langage politique artistique et par Wagner et Verdi en ce qui concerne leur vision d’ensemble, il propose une ?uvre qui devrait refléter notre microcosme grand-ducal en son ensemble. mehr lesen / lire plus

KUNSTFILM: Heilige oder Hure?

Eine schöne Russin durchbricht die bürgerlichen Ehekonventionen und stellt das starre gesellschaftliche Gefüge einer Mailänder Industriellen-Familie in Frage. Was als seichtes Kitschdrama anmutet, entpuppt sich als feiner Kunstfilm.

Auf einer Wellenlänge: Zumindest Mutter und Tochter teilen ihre Geheimnisse.

Mit „Io sono l’amore“, zu Deutsch „Ich bin die Liebe“ wurden in diesem Jahr die 61. Filmfestspiele in Berlin eingeläutet. 120 Minuten lang führt Luca Guadagnino durch ein graues Mailand, durch ein großbürgerliches Haus in warmen Sepia-Farben und durch ein grün blühendes San Remo. Hinterdem Titel und der reichlich platten Handlung wittert man ein kitschig-kulinarisch angehauchtes Melodram, doch ist die Kameraführung feinsinnig und die Details sind liebevoll gefilmt. mehr lesen / lire plus

FOTOGRAFIE: Insight from outside?

Was kann ein Porträt tatsächlich abbilden? Wie wahr ist unsere Wahrnehmung? Die Foto-Ausstellung „Insight“ bietet einen konkreten Zugang zu abstrakten Fragen.

Wie viel versteckt ein Porträt von einer Person und wie viel fügt es hinzu? Wie viel „innen“ ist „außen“ und was lässt sich davon bildlich festhalten? Fragen, die die drei Künstler Jean Jassins, Tom Lucas und Marc Wilwert in ihrer Fotoporträt-Ausstellung „Insight“ aufgreifen ? das Erfreuliche: ohne dabei in die oft abgegriffene Identitätsdiskussion zu verfallen. Denn sie befragen weniger ihr Motiv als das Genre der Fotografie selbst nach dem Prozess der Identitätskonstruktion.

So setzt die Ausstellung, die aktuell in der Galerie Artgentik zu sehen ist, spürbar Prioritäten: An erster Stelle steht – zumindest für Lucas und Wilwert – die Reflexion über die Subjektivität der Wahrnehmung. mehr lesen / lire plus

GESUNDHEITSREFORM: Kostenwahrheit statt Polemik

Werden, wie vor 10 Jahren, ab Allerheiligen die Arztpraxen geschlossen bleiben? Die AMMD stimmt ihre Mitglieder auf einen Streik ein.

Nachdem Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo ein erstes Mal am 30. September der zuständigen Parlamentskommission seine Gesundheitsreform vorgestellt hatte, fand am gestrigen Donnerstag eine weitere Beratungsrunde statt. Dem Vernehmen nach ging es dabei weit weniger heftig her, als es die große Aufregung draußen im Lande hätte erwarten lassen.

Dass der Gesundheitsminister sich zwischen alle Stühle gesetzt und laut TNS-Ilres sogar einige Prozentpunkte in der RTL-Wort-Politikerhitparade eingebüßt hat, ist sogar bei einigen seiner politischen KonkurrentInnen mit Respekt registriert worden. Dennoch ist das komplexe Vorhaben noch keineswegs unter Dach und Fach. mehr lesen / lire plus

Tatütata – die Feuerwehr ist da

„Die Studie gibt Antworten auf die größten Schwachpunkte des Rettungsdienstes in puncto Kommunikation, Koordination und Kommando“, so die erste Reaktion diese Woche von Aktiven der Notdienste nach der Vorstellung der Expertenanalyse zur Reorganisation der Rettungsdienste. Sowohl die Organisation als auch die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Rettungsdiensten, die zweigleisige Ausbildung Feuerwehr-Zivilschutz als auch der Bereitschaftsdienst der aufgrund mangelnder Freiwilliger an seine Grenzen stößt, wurden unter die Lupe genommen. Vorgeschlagen wurde, eine gemeinsame Struktur für Feuerwehr und  Zivilschutz zu schaffen unter der Form eines „Etablissement public“, um den Ablauf der Einsätze besser zu koodinieren. Grund hierfür sind die großen geografischen Unterschiede in puncto Erreichbarkeit: Während die Feuerwehr 98 Prozent der Landesfläche binnen 15 Minuten erreichen kann, trifft dies für den Zivilschutz und ihre 25 Einsatzzentren lediglich nur für 40 Prozent der Landesfläche zu. mehr lesen / lire plus

Ungleiche Lohnverteilung

Anlässlich des Europäischen Jahres gegen Armut und soziale Ausgrenzung hat der Statec diese Woche eine umfangreiche Studie zum Thema vorgestellt. So soll der Risikofaktor in die Armut zu fallen von 13,4 Prozent im Jahre 2008 auf 14,9 Prozent 2009 gestiegen sein. Auffallend dabei ist, dass vor allem Frauen (16 Prozent gegenüber 13,8 Prozent bei den Männern) 2009 vom relativen Armutsrisiko betroffen waren. Dies habe – laut Statec-Chef Serge Allegrezza – vor allem mit der Tatsache zu tun, dass Frauen öfters Halbtags arbeiten und Alleinerziehende sind. Aber auch in puncto Altersgruppen ist das relative Armutsrisiko vor allem bei den jungen Menschen anzutreffen: So ist bei den Berufsanfängern (18-24 Jahre) das relative Armutsrisiko von 15,5 im Jahre 2008 auf 21,2 im Jahre 2009 gestiegen. mehr lesen / lire plus

FRANKFURTER BUCHMESSE: Zwischen Tango und e-Book

Mit gut 279.000 BesucherInnen verzeichnet die Frankfurter Bücherschau zwar rückläufige Zahlen. Dennoch geben sich die Verlage nach der Krise wieder zuversichtlich.

Beschwingt, leidenschaftlich und dynamisch wurde die argentinische Literatur auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse schon mal mit kleinen Tangoeinlagen beschworen. Rund 7.500 Aussteller aus über 100 Ländern waren in diesem Jahr in Frankfurt zusammengekommen, um sich über Bücher und Branchentrends auszutauschen. Die Wahl Argentiniens als Gastland schien im Gegensatz zu der Chinas im vergangenen Jahr weniger heikel. Trotz des demokratischen Wandlungsprozesses, der in Argentinien in den 80er Jahren einsetzte und eine fruchtbare Wirkung auf die Literatur ausübte, bleibt die Diktatur von 1976 bis 1982 als besonders repressiv in Erinnerung. mehr lesen / lire plus

HUNGER UND ARMUT: Den Profiteuren ins Stammbuch

In „Mordshunger. Wer profitiert vom Elend der armen Länder?“ appelliert Jean Feyder an Europa, den Umgang mit den Ländern des Südens neu zu gestalten.

„Die Welt muss gerechter werden.“ Das sagt kein Geringerer als Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker im Vorwort zu dem 240 Seiten umfassenden Band. Nur auf den ersten Blick ist das ein wohlfeiler Politiker-Spruch. Juncker würdigt mit dem Satz die Grundthese des Luxemburger UNO- und WTO-Botschafters in Genf, der in der Bekämpfung des Hungers in der Welt eine oberste Aufgabe auch des Europäischen Rates sieht – eines Gremiums, dem auch Jean-Claude Juncker angehört.

Für den Verleger dürfte das Zusammenwirken eines hochrangigen UNO-Diplomaten und des dienstältesten Regierungschefs der Union ein Glücksgriff sein: Die Analysen und Thesen von „Mordshunger“ sind nicht unbedingt neu, doch die Aufmerksamkeit einer breiteren Öffentlichkeit und vor allem der Politik, die sie bislang entbehren mussten, dürften ihnen nun gewiss sein. mehr lesen / lire plus

PORTUGAL: Immer der Arbeit nach

Portugal zählt zu jenen Ländern, die von der Wirtschaftskrise besonders schwer betroffen sind. Das bekommen vor allem die Migranten zu spüren: Sie verlieren als erste ihre Jobs, die rassistische Diskriminierung nimmt zu. Zugleich emigrieren auch viele Portugiesen.

Die Darstellung ihres Lebensumfelds bewegt sich zwischen Kitsch und Diskriminierung: Einwohner von Cova de Moura, einem in den Siebzigerjahren von Migranten aus den ehemaligen afrikanischen Kolonien gegründeten Vorort von Lissabon.

Hezbollah steht in einem kleinen Restaurant in Cova da Moura und versucht einen Fernseher zum Laufen zu bringen. Es kommen die Nachrichten, aber der Empfang ist gestört. „Die reden die ganze Zeit von der Krise“, sagt der Rapper und lacht, „bei uns ist schon lange Krise.“ mehr lesen / lire plus

SOZIALE NETZWERKE: Face it!

Zunehmend wird das Web 2.0 benutzt, um menschenverachtende Botschaften auf subtile Weise zu verbreiten. Gegen Diskriminierung und Rassismus hat die Asti nun das Projekt „Tolébook“ gestartet.

„Gegen die Francophonisierung Luxemburgs! – Aktion für wieder mehr Deutsch und Luxemburgisch in Luxemburg!“, „Géint d`Islamiséierung vun Europa“ und „Lëtzebuerg erenner dech un deng Wuerzelen!“ heißt es auf einer Facebook-Seite im Internet, die mit der Luxemburger Nationalfahne Stimmung macht. Und das Erschreckende: Rund 800 so genannte Freunde bekennen sich mittlerweile zu dieser Seite – darunter viele Jugendliche.

„Wir sehen hier Handlungsbedarf“, erklärt Serge Kollwelter der „Association des travailleurs immigrés“ (Asti) diese Woche bei der Vorstellung des Projektes „Tolébook – Pour un Facebook Tolérant“. mehr lesen / lire plus

Grüne Quiz-Show

Nichts für eingefleischte Jauch-Fans, sondern im Gegenteil etwas für kluge, umweltbewusste Köpfe ist die von „Etika – Initiativ fir alternativ Finanzéierung“ organisierte Quiz-Show „Wer wird Visionär?“, die vergangenen Dienstag in eine neue Runde ging. Inspiriert von „Wer wird Millionär“ hat Etika die alternative Quiz-Show rund um Fragen über Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Finanzen letztes Jahr ins Leben gerufen. Star-Gäste an diesem Abend: Paul Delaunois, Präsident von Greenpeace Luxemburg und Claude Frisoni, Direktor des Kulturzentrums Neumünster, der seinen Auftritt vor allem als Selbstdarstellungsplattform nutzte. Konnten die ersten Fragen, etwa danach, wie Luxemburgs Finanzminister heißt oder wofür die Abkürzung OGM steht, meist noch ohne weiteres bewältigt werden, so wurde es bei den letzten Fragen zunehmend schwieriger. mehr lesen / lire plus

Worst Lobbying: Freunde unter Beschuss

Abstimmen ohne zu NestbeschmutzerInnen zu werden, das wird in diesem Jahr bei den „Worst EU Lobbying Awards“ für LuxemburgerInnen schwierig. Der schwarze Peter wird nämlich ausgerechnet in den  beiden Kategorien „Klimaschutz“ und „Regulierung der Finanzmärkte“ vergeben (siehe www.worstlobby.eu). Zwar sind unseres Wissens nach weder Goldman Sachs, noch die Royal Bank of Scotland, noch die Hedge-Funds-Lobbies im Großherzogtum beheimatet. Doch im Interesse des Finanzplatzes sind alle, die gegen eine stärkere Regulierung auf EU-Ebene kämpfen, unsere Freunde. Dem „nationalen Multi“ Arcelor-Mittal wird vorgeworfen, in Sachen CO2-Zertifikate zu tricksen – indiskutabel für jeden Patrioten. Doch auch die Firma „RWE npower“, wegen ihrer Kohlekraftwerke nominiert, ist so etwas wie eine ferne Verwandte der luxemburgischen Enovos. mehr lesen / lire plus

Jeden Cent wert

Aus der woxx-Redaktion kommen diese Woche zwei Nachrichten: eine gute und eine schlechte. Die Schlechte zuerst: Alles wird teurer, auch die woxx. Aber lediglich um 15 Cent, so dass Ihre Lieblingswochenzeitung immer noch für „nur“ 1,90 Euro am Kiosk erhältlich ist. Die Gute: Um den Preisanstieg zu rechtfertigen haben die woxxies sich diese Woche mächtig ins Zeug gelegt: Redakteurin Y hatte nach ihrem Besuch der Frankfurter Buchmesse so viele Ideen im Kopf, dass sie partout nicht unter drei Seiten bleiben wollte. Redakteur X stieg wohl der Smog über Shanghai so zu Kopfe, dass er per Telefon der Redaktion mitteilte, gleich fünf Seiten füllen zu wollen. mehr lesen / lire plus

EXPO SHANGHAI 2010: Et nous, et nous, et nous ?

La participation luxembourgeoise à l’exposition universelle de Shanghai est révélatrice de toutes les difficultés de communication entre Occident et Chine. Pourtant, entre droits de l’Homme et business, le grand-duché a déjà fait son choix.

L’ouvreur de portes national : le grand-duc Henri et le ministre de l’industrie chinois Li Yizhong, lors du lever de drapeau luxembourgeois.

Le 7 octobre 2010, le comité norvégien du prix Nobel de la paix décidait de décerner son prix à Liu Xiaobo, dissident chinois emprisonné depuis 2009 pour avoir fait circuler la « Charte 08 » – qui appelle à réformer la société chinoise de façon pacifique. mehr lesen / lire plus

PRÉVENTION ROUTIÈRE: Sois visible ou meurs !

La campagne pour réduire le nombre de piéton-ne-s victimes d’accidents routiers vise enfin juste. Responsabiliser l’acteur prétendument innocent est une approche qui devrait faire école.

Se décharger de ses responsabilités sur d’autres personnes est une attitude humainement compréhensible, qui ne contribue en rien à résoudre les problèmes et ne sera pas acceptée indéfiniment. Il en est ainsi des piéton-ne-s et de leur façon de prendre les automobilistes comme boucs émissaires. Qu’un-e de ces représentant-e-s de la « mobilité douce » se fasse renverser par une voiture, et voici qu’il ou elle ou sa famille soupçonnent la personne qui conduisait d’avoir roulé trop vite ou d’avoir été soûle. mehr lesen / lire plus