LINKE: „Die Kritik wurde in der Kneipe geübt, nicht in den Gremien der KP“

Demnächst verlässt mit André Hoffmann ein engagierter Politiker die kommunalpolitische und die parlamentarische Bühne. Mit der woxx sprach er über vier Jahrzehnte Kritik am Kapitalismus, über Reform und Revolution, über die Grünen und über linke Realpolitik. Und über die Schwierigkeit, mit der Politik aufzuhören.

Interview: Luc Caregari und Renée Wagener

ZUR PERSON:
Mit Siebzig scheint für den „Déi Lénk“-Politiker André Hoffmann die Zeit gekommen, etwas kürzerzutreten: Demnächst wird er sich sowohl von der nationalen wie der kommunalen Szene zurückziehen. Seit 1970 Mitglied der Kommunistischen Partei, später der Linken, gehört Hoffmann seit 1978 auch dem Escher Gemeinderat an, war von 1984 bis 1990 Schöffe für die KP und von 2000 bis 2005 Schöffe für „Déi Lénk“.

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ARCHITEKTUR: Planen auf dem Reißbrett

„Luxemburg planning – Esquisses pour une ville modèle“ zeigt realisierte Bauprojekte und verworfene urbane Utopien in der Stadt Luxemburg. Anhand von Modellen wird so Baugeschichte lebendig, die Kritik an den Auftraggebern dagegen bleibt auf der Strecke.

Während des Zweiten Weltkriegs, beauftragen die Nationalsozialisten den deutschen Architekten Hubert Ritter damit einen neuen Bebauungsplan der Stadt Luxemburg zu entwerfen, die den Nazis als Westwall dienen sollte. Vorgesehen war ein Ring um das historische Stadtzentrum zu legen und eine Brücke über die Alzette zu bauen, die das Zentrum am Kirchberg anbinden und die Verbindung nach Trier herstellen sollte. Der Plan wurde niemals umgesetzt.

Rund dreißig Jahre später sollte das „Centre 300“ auf Kirchberg gebaut werden. mehr lesen / lire plus

WILL GLUCK: Lässige Freunde

„Friends with Benefits“ gibt sich große Mühe, spritzig und jung zu erscheinen, doch die Hauptdarsteller sind unsympathisch und nervig.

Mein Hemd ist so schmutzig, hat jemand mein Waschbrett gesehen?

Jamie (Mila Kunis) ist eine superlässige Headhunterin in einer New Yorker Personalagentur. Sie hat den Auftrag, den noch superlässigeren Dylan (Justin Timberlake) von seinem aktuellen Job in einer kleinen Internetfirma in Los Angeles abzuwerben und ihn für einen schicken Posten in einem Männermagazin zu begeistern. Sie trifft ihn am Flughafen in New York und beide verstehen sich sofort. So gut sogar, dass sie den eigentlichen Grund ihres Zusammentreffens zu vergessen scheinen und sich über ihre vorherigen Beziehungsreinfälle unterhalten. mehr lesen / lire plus

ARBEITSBEDINGUNGEN: Das Schicksal der Atomnomaden

Profite vor Gesundheitsschutz und Sicherheit: Die Atomindustrie nutzt in vielen Ländern Leiharbeiter, um die Gewinnspannen zu erhöhen und nicht für die Folgekosten von strahlenbedingten Berufskrankheiten zahlen zu müssen, Nicht die hochqualifizierten Kernbelegschaften, sondern ZeitarbeiterInnen bekommen den Großteil der Radioaktivität ab.

Unsere Bilder zeigen Arbeiter am Ort der havarierten Reaktoren in Fukushima:
in den Arbeitspausen streifen einige ihre ohnehin notdürftige Schutzkleidung ab,
andere schlafen darin.

Seit die Atomkraftwerke in Fukushima Daiichi havariert sind, gibt es ein stärkeres Bewusstsein für die Gefahren der Atomenergie. Während Beschäftigte im Auftrag der Betreiberfirma TEPCO, Tokyo Electric Power Company, gegen den schleichenden GAU angehen und versuchen, die schmelzenden Brennstäbe notdürftig zu kühlen und die Umwelt vor der Radioaktivität zu schützen, kamen in einigen Berichten auch die Arbeitsbedingungen zur Sprache, unter denen dies geschieht. mehr lesen / lire plus

SAATGUT: Landwirtschaft als Dienstleister der Industrie

Wer das Saatgut kontrolliert, kontrolliert das Lebensmittelsystem. In der Praxis der Züchtung und in den Eigentumsverhältnissen im Saatzucht-Bereich ist eine Kehrtwende nötig, wenn die Vielfalt der landwirtschaftlichen Pflanzensorten erhalten und die Landwirtschaft umwelt- und menschenverträglich gestaltet werden soll.

In der Saatgutindustrie trägt jedes Pflänzlein seinen Barcode. Die Saatzucht ist aufwendig, eine Pflanze braucht meist rund zehn Jahre beim Züchter bevor ihre Qualität den Kriterien der Saatgutzulassung entspricht.

Basis der Pflanzennutzung ist das Saatgut. BäuernInnen und GärtnerInnen haben Pflanzen und Sorten über Jahrtausende weiterentwickelt. Wurde das Saatgut bis Mitte des 20. Jahrhunderts weitestgehend selbst gewonnen, ausgesät und weitergegeben – so sind seit geraumer Zeit Kräfte am Werk, die diese Gewohnheitsrechte und Traditionen abzuschaffen versuchen. mehr lesen / lire plus

MOBILITE DOUCE: Dépistage en bicyclette

Dans la ville de Luxembourg, le nombre de pistes cyclables
s’est multiplié. Pour le meilleur et pour le pire.

Deux-roues, démerdez-vous ! Descendre l’avenue de la Liberté en direction de la Gare, c’est déjà une aventure. Mais à hauteur de la Poste, la piste s’arrête net.

29 passages dès 7h52 du mat’. La piste du Viaduc est une véritable « véloroute », et les cycles y sont comptés comme un « vrai » moyen de transport.

Après le confort de la piste du Viaduc, les cyclistes qui veulent rejoindre la Ville-Haute doivent traverser la chaussée dans des conditions suboptimales.

Ça déraille !

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OFFRE D’ÉLECTRICITÉ: Certifié vert

De plus en plus verte, l’électricité consommée au Luxembourg ? Six mois après Fukushima, le woxx analyse en profondeur l’offre sur le marché, et notamment les us et les abus de la certification.

Electrons déviés pour former un faisceau circulaire. L’électricité est une entité malléable. Du courant fossile peut être transformé en courant vert grâce à la certification.

Quelle est la couleur de votre courant électrique ? Même si, par le passé, vous n’avez pas opté explicitement pour un des tarifs « verts » des fournisseurs luxembourgeois, le courant que vous recevez est déjà vert clair… En effet, au fil des ans, les fournisseurs ont progressivement augmenté la part des sources d’énergie renouvelables dans le mix qu’ils livrent aux ménages, tendance qui s’est accélérée suite à l’accident nucléaire de Fukushima. mehr lesen / lire plus

LINKE: „Die Kritik wurde in der Kneipe geübt, nicht in den Gremien der KP“

Demnächst verlässt mit André Hoffmann ein engagierter Politiker die kommunalpolitische und die parlamentarische Bühne. Mit der woxx sprach er über vier Jahrzehnte Kritik am Kapitalismus, über Reform und Revolution, über die Grünen und über linke Realpolitik. Und über die Schwierigkeit, mit der Politik aufzuhören.

Interview: Luc Caregari und Renée Wagener

ZUR PERSON:
Mit Siebzig scheint für den „Déi Lénk“-Politiker André Hoffmann die Zeit gekommen, etwas kürzerzutreten: Demnächst wird er sich sowohl von der nationalen wie der kommunalen Szene zurückziehen. Seit 1970 Mitglied der Kommunistischen Partei, später der Linken, gehört Hoffmann seit 1978 auch dem Escher Gemeinderat an, war von 1984 bis 1990 Schöffe für die KP und von 2000 bis 2005 Schöffe für „Déi Lénk“.

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HARDCORE: 4 unlimited

Elle ne s’en lasse pas : en ce mois de septembre la Rockhal invite pour la troisième fois les rockers-ravers de Enter Shikari, en compagnie d’autres fers de lance de la scène hardcore, les Britanniques Your Demise et les Américains de LetLive.

Quelque part entre rock et rave : Enter Shikari.

Enter Shikari c’est un peu un conte de fées moderne, où quatre petits gars de St Albans, dans la banlieue de Londres se lancent dans la musique et en à peine quelques mois réussissent un buzz phénoménal avec leur mélange de métal, de hardcore et de sons électroniques proches de la trance. mehr lesen / lire plus

Congrès : Droit de mourir dans la dignité

Les 16 et 17 septembre 2011 aura lieu, à Mondorf-les-Bains, le congrès 2011 de « Right to Die Europe » (RtdE), organisé par l’Association pour le Droit de Mourir dans la Dignité – Lëtzebuerg (ADMD-L). Cet évènement rassemblera une cinquantaine de représentants de 16 organisations qui s’engagent pour le droit de mourir dans la dignité. A l’occasion de ce congrès, les délégués discuteront de la question de savoir comment promouvoir la lutte en faveur du droit de mourir dans la dignité au niveau européen. Le Luxembourg, tout comme la Belgique et les Pays-Bas jouent un rôle important en raison du fait que l’euthanasie et l’assistance au suicide sont dépénalisées et pratiquées dans ces pays. mehr lesen / lire plus

Festival gegen die große Atom-Müllhalde in Bure

„Großregion als Atom-Müll-Lager?“, das fragen sich die Organisatoren des kleinen Festivals gegen die große Atom-Müllhalde in Bure. Eine gute Möglichkeit den Widerstand und Protest gegen das Projekt für die Endlagerung von Atommüll zu unterstützen bietet das „Internationale Wochenende gegen den nuklearen Wahnsinn“ am 17. und 18. September 2011 in Bonnet bei Bure. Neben dem 100 Einwohnerdorf Bure im strukturschwachen und bevölkerungsarmen Departement Meuse in Lothringen ist ein Atommülllager geplant. Das „Versuchslabor“ wurde gegen Widerstand undemokratisch durchgesetzt. Bevölkerung und Politik wurden mit Millionen Euro und Versprechungen geködert. Statt der gesetzlich vorgeschriebenen drei Vergleichstandorte wird nur noch Bure „untersucht“ – Verwerfungslinien und Geothermie werden ignoriert. mehr lesen / lire plus

Op Kannerféiss duerch d’Welt

Klima-Bündnis Lëtzebuerg und Mouvement Ecologique organisieren dieses Jahr schon zum vierten Mal das Verkehrsprojekt „Op Kannerféiss duerch d’Welt – Vill Gréng Meilen fänken an dobäi un d’Ëmwelt denken!“ für Schulklassen, Kindertagesstätten und Jugendgruppen. Es handelt sich hierbei um eine Aktion, die europaweit in zahlreichen Ländern stattfindet. Bei der Kampagne geht es für die Kinder darum, Alltagswege anders als mit dem Auto zurückzulegen. Dabei sollen sie auf spielerische Art und Weise ihre eigenen Bedürfnisse betreffend Mobilität und öffentlichen Transport entdecken. Über 4.000 Kinder aus mehr als 225 Klassen und Gruppen sind dieses Jahr alleine in Luxemburg angemeldet um so viele „Gréng Meilen“ wie nur möglich zu sammeln. mehr lesen / lire plus

LITTÉRATURE: Miniatures animées

Hervé Le Tellier est un écrivain français quelque peu atypique : bien que membre de l’Oulipo et traduit dans une dizaine de langues, il reste un intellectuel plutôt discret. Le woxx l’a rencontré pour parler de son nouveau roman, « Eléctrico W ».

Aime bien les craquelures de la vie de l’écrivain : Hervé le Tellier.

Comme point de rencontre avec un écrivain français, il n’y a peut-être pas de meilleur – voire pire – cliché que la place des Abbesses à Montmartre. Un lieu de désir romantique et artistique où les touristes se font attirer par hordes entières à la recherche d’un halo quelconque du passé glorieux de ce quartier où jadis vivaient les « grands » artistes et où ils pensent apercevoir Amélie Poulain à chaque coin de rue. mehr lesen / lire plus

RENTRÉE SCOLAIRE: Mondes parallèles

C’est le marronnier indéracinable par excellence : la rentrée scolaire. Lundi et mardi, deux mondes ont présenté à la presse leurs visions de l’école : les syndicats et le ministère de l’éducation nationale.

Deux planètes dans l’espace, l’une peuplée par les syndicats enseignants, l’autre par le ministère. Reste à savoir qui vit sur terre et qui a colonisé Jupiter.

Inconciliables. Deux proses, deux mondes. D’une part, le ministère de l’éducation nationale, qui estime que « Dans un monde qui change vite, les jeunes doivent trouver des repères stables et développer une attitude positive, le marché du travail et la vie en société se montrant de plus en plus exigeants ». mehr lesen / lire plus

BIO-WEINBAU: Reine Kopfsache

Luxemburgs Biowinzer blicken zuversichtlich in die Zukunft. Das liegt nicht nur am voraussichtlich guten Jahrgang 2011.

„Was wurden wir damals belächelt, als wir die ersten paar Reben biologisch anbauten“, erinnert sich Armand Keiser, Präsident von „Bio-Label“. Er bezieht sich dabei auf ein Pionierprojekt, das vor 16 Jahren in Canach auf einem kleinen Areal der Stiftung „Hëllef fir d’Natur“ gestartet wurde. Die meisten Winzer seien der Meinung gewesen, die Trauben würden ohne Pestizide nicht bis zur Ernte überleben. Dass diese Überzeugung falsch war, ist mittlerweile erwiesen: Heute gibt es in Luxemburg insgesamt acht Biowinzer; vier von ihnen verdienen mit dem Weinbau ihren Lebensunterhalt. mehr lesen / lire plus