BETTELN: Opfer der politischen Ausgrenzungspolitik

Drei Wochen vor den Wahlen will der Schöffenrat gegen das Betteln vorgehen – und zwar mittels repressiver Maßnahmen.

Anfang der Woche wurde ein Mann aus Osteuropa, der still um Almosen bettelte, von zwei Polizisten aufgefordert, sich zu entfernen. Aber Bettelei ist seit August 2008 kein Straftatbestand mehr und ist somit erlaubt. Eigentlich sieht das Polizeireglement ein Eingreifen der Ordnungshüter nur für den Fall vor, wenn jemand Passanten belästigt. Die Organisation Chachipe, die sich für die Rechte der Roma einsetzt, kritisiert, dass die Betroffenen letztlich der Polizei ausgeliefert sind, was die Möglichkeit des Missbrauchs eröffnet: So wurden in Luxemburg Betroffene während Stunden in Polizeibüros festgehalten und mussten Ganzkörperuntersuchungen über sich ergehen lassen. mehr lesen / lire plus