GUERRE SCOLAIRE: L’occasion manquée

Beaucoup d’enseignant-e-s progressistes attendaient d’une ministre socialiste une réforme de l’école qui mettrait fin au système élitaire et ségrégationniste. Elle a déçu leurs attentes et se retrouve bien isolée.

Depuis 2004, la ministre de l’éducation s’est attelée à chambouler le système scolaire du bas vers le haut et de gauche à droite. Un système scolaire que beaucoup d’élèves, de parents et d’enseignants s’accordaient, avant 2004, à qualifier de dépassé. Mais les critiques n’étaient jamais unanimes. Les profs les plus progressistes rêvaient d’une refonte globale de l’école vers un système plus égalitaire et plus humaniste. D’autres, plus blasés, ne se posaient pas trop de questions, estimant que si le système avait jusqu’à présent « fonctionné », il n’y aurait aucune raison de le modifier. mehr lesen / lire plus

VISITE AU VIETNAM: Double objectif

La visite officielle du grand-duc Henri aura été intéressante sur deux niveaux : la découverte d’un pays en plein essor, malgré les difficultés et les anachronismes dont il souffre à l’intérieur, ainsi qu’une remise à plat des compétences politiques luxembourgeoises.

Même sous un régime de parti unique communiste,
un monarque peut bien être utile pour ouvrir des portes…

En Occident, l’évocation du Vietnam suggère de nombreuses significations, qui ont toutes en commun qu’elles n’ont probablement plus grand chose à voir avec la situation actuelle du pays. Après s’être libéré de ses propres mains du joug français, puis américain, après avoir envahi son pays voisin, le Cambodge, pour mettre fin au régime sanguinaire de Pol Pot et de ses khmers rouges – tout en commettant lui même plus d’un crime humanitaire au cours de cette invasion – le Vietnam est en plein changement. mehr lesen / lire plus

THEATER: Seelenlose Existenzen

Einen allgemeinen Werteverlust in Zeiten der Finanzkrise beklagt Guy Helminger in seinem neuen Stück „Das Leben hält bis zu-letzt Überraschungen bereit“ – Künstlichkeit und sinnentleerte Existenz sind seine Folgen. Ana Maria Krassnig bringt den Stoff als sterile Barbiepuppenwelt auf die Bühne. Ein Dasein, in dem alles hohl ist und nichts (mehr) Bestand hat ?

Mehr Schein als Sein:
Die blitzblanke Welt der Broker.

Bei einem so ambitionierten Titel kann es ja nur in die Hose gehen, können die Erwartungen nur enttäuscht werden. So wenig Überraschungen wie in Guy Helmingers Bühnenstück „Das Leben hält bis zuletzt Überraschungen bereit“ gibt es jedenfalls selten im Theater. mehr lesen / lire plus

ITALIEN: Bloß keine Wahlen!

Nicht wegen der Skandale, die er produziert hat, musste er weichen: Berlusconi wurde untragbar, weil er keine stabile Mehrheit beschaffen konnte, um die von EU und IWF geforderte Politik umzusetzen. Mit Mario Monti an der Spitze sollen nun die wirtschaftspolitischen Technokraten ans Ruder.

Zu früh gefreut: Schon zweimal war Berlusconi vor seinem
jetzigen Rücktritt weg vom Fenster – ein Ereignis, das 2006 sogar mit einer Filmkomödie gefeiert wurde.
Ob der Vorhang für ihn nun definitiv zum letzten Mal gefallen ist?

Der Ausgang der italienischen Regierungskrise bescheinigt den Bankrott der parlamentarischen Opposition und den Verlust der politischen Handlungsfähigkeit der Linken. Deshalb reagierte die Bevölkerung vergangene Woche nicht überwiegend mit ausgelassener Freude, sondern mit hasserfülltem Ressentiment: Als Silvio Berlusconi bei Staatspräsident Giorgio Napolitano vorfuhr, um seinen Rücktritt einzureichen, wurde er von wütenden Sprechchören begleitet. mehr lesen / lire plus

MUSIKTHEATER: Konzert für Tribun und Blaskapelle

Um Politik und Rhetorik geht es bei der Aufführung auf dem Knuedler, die das Rainy-Days-Festival einläutet. Das zeitgenössische Werk von Mauricio Kagel wurde speziell für Luxemburg neu inszeniert.

Konnte gut mit den Tasten: Mauricio Kagel.

„Mein Volk … Liebes Volk … Volk. Ich habe euch für immer … Nein. Ich werde euch immer in meinem Herzen … einschließen. Ihr seid eine große Nation … Na-zi-on …“ So oder ähnlich wird es am 25. November über die Plëss hallen, wenn dort zum Auftakt des Rainy-Days-Festivals das Stück „Der Tribun“ von Mauricio Kagel aufgeführt wird. Und nein, es handelt sich nicht um politisches Kabarett, sondern um sogenannte zeitgenössische Musik – neben dem Sprecher Steve Karier ist auch die Harmonie municipale aus Düdelingen mit von der Partie. mehr lesen / lire plus

MICHEL HAZANAVICIUS: Sprachlos

„The Artist“ erzählt eine banale Geschichte, die jedoch in derart aussagekräftigen Bildern erzählt wird, dass man darüber erstaunt ist, mit welch einfachen Mitteln bereits emotionale Wirkungen erzielt werden können. Aufwendige Nachbearbeitungen am Computer sind nicht nötig.

Der Fortschritt lässt ihn verstummen : Jean Dujradin in „The Artist“.

Heutzutage, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, wo sowohl die Tontechnik als auch die Bildqualität für das Kino immer neue Höhepunkte erreichen und sich die Filmindustrie stärker der Entwicklung von 3-D-Produktionen zuwendet, wagt sich der französische Regisseur Michel Hazanavicius mit „The Artist“ einen Stummfilm in schwarz-weiß zu produzieren. Und dies mit Erfolg.

Wir schreiben das Jahr 1927, in welchem sich Hollywood allmählich vom Stummfilm zu verabschieden sucht, um sich dem Tonfilm zu widmen. mehr lesen / lire plus

GRUPPENAUSSTELLUNG: Von Fleischköpfen und Schwänzen

Wieder einmal hat der Cercle Artistique de Luxembourg die einheimischen Kunstschaffenden zu seinem Salon ins CarréRotondes geladen. Von den zahlreichen Bewerbern wurden schließlich vierzig Künstlerinnen und Künstler ausgewählt, die ihre insgesamt rund achtzig Arbeiten dort aktuell der Öffentlichkeit auf zwei Stockwerke verteilt präsentieren. Zu sehen sind neben einigen wenigen Fotografien und kleinen Plastiken in erster Linie Gemälde und Drucke, von denen einige derart alltagstauglich und wenig originell sind, dass man sie im Grunde auch in großen Einrichtungshäusern wiederfinden könnte.

Dazu gehört allerdings nicht Rafael Springers sich selbst zerlegende Stadtlandschaft auf Werbeprospekten, und schon gar nicht der Fleischkopf von Jean-Claude Salvi, den er aus Geschnetzeltem zusammen gesetzt hat und der anschließend von Veronique Kolber abgelichtet worden ist. mehr lesen / lire plus

FRANZ JOSEF DEGENHARDT: „Nur Auschwitz, das war ein bisschen zu viel ?“

Zum Tode des deutschen Liedermachers Franz Josef Degenhardt, veröffentlichen wir an dieser Stelle einen Nachruf von einem Liebhaber.

Die alte Bundesrepublik zu Beginn der sechziger Jahre: Das war die Zeit, als das durch den Marshall-Plan angekurbelte „Wirtschaftswunder“ seinen Höhepunkt und die Kultur in deutschen Landen ihren absoluten Tiefpunkt erreicht hatte. Es waren die Jahre der großen Verdrängung und des Vergessens. Grad eben war das Zweite Deutsche Fernsehen auf Sendung gegangen, und eine ganze Nachkriegsgeneration wuchs in der heilen Werbewelt der Mainzelmännchen auf. Dass in Frankfurt zu dieser Zeit die ersten Auschwitzprozesse stattfanden, das wurde zwar von der Weltpresse mit Entsetzen kommentiert, war aber unter dem Wählervolk des frohsinnigen und dicken CDU-Kanzlers Ludwig Erhard kein Thema. mehr lesen / lire plus

RÉFORME SCOLAIRE: Syndicats versus changement ?

Les réformes scolaires du ministère provoquent beaucoup de remous. Y compris au sein du corps professoral et des syndicats le représentant. Le woxx publie un courrier d’une enseignante déçue de son engagement syndical.

Mue par le désir de faire bouger les choses, je me suis engagée pendant de très longues années au sein d’un des syndicats pour enseignant-e-s du pays, le SEW (Syndikat für Erziehung und Wissenschaft) de l’OGB-L. Ce syndicat m’offrait plus qu’un compte d’épargne intéressant et une cotisation annuelle peu onéreuse : la promesse d’une meilleure école. Avec mes collègues, je voulais changer un système qui me paraissait déjà sclérosé et caduc il y a vingt ans. mehr lesen / lire plus

Une St-Nicolas politique

Ce n’est pas le « Kleeschen », mais plutôt le « Housecker », le père Fouettard, qui sera au centre de la conférence-débat « Interdit de séjour : George W. Bush », que le woxx organise le 6 décembre. Ensemble avec la Friddensinitiativ et le Grip (Groupe de recherche et d‘information sur la paix et la sécurité), nous avons invité les deux auteurs du livre « Faut-il juger George Bush ? » : Reed Brody, conseiller juridique et porte-parole de Human Rights Watch (HRW) et Jean-Paul Marthoz, auteur et expert en droits humains. On se souvient qu’au début de la décennie, des foules manifestaient au Luxembourg et à travers le monde contre les interventions américaines en Afghanistan et en Irak menées au nom de la « war on terror ». mehr lesen / lire plus

Wettbewerbsverzerrungen

Aus der zweiten Allokationsperiode des europäischen Emissionshandels (2008-2012) soll ArcelorMittal einer Studie des britischen Thinktanks Sandbag zufolge als größter Gewinner hervorgehen: das Unternehmen verfüge über ungenutzte Zertifikate, die es zur Emission von 139 Millionen Tonnen CO2 berechtigten. Vom Verkauf der ihm gratis zugestellten Zertifikate könnte das Unternehmen über 1 Milliarde Euro einheimsen – 172 Millionen Euro Cash seien bereits kassiert worden. Die „Carbon Fat Cats“-Studie ist bereits im Juni erschienen, sie erhält angesichts der geringen Produktionsauslastung und den Schließungen mehrerer Werke in Europa jedoch neue Würze. Der grüne Europaabgeordnete Claude Turmes vermutet, dass die Schließungen in Luxemburg absichtlich als provisorisch erklärt würden, weil ungenutzte Emissionsrechte in dem Fall zurückerstattet werden müssten. mehr lesen / lire plus

Peste brune à Pétange

L’annonce de la ministre de la famille et de la coopération, Marie-Josée Jacobs, d’enfin soumettre les communes à des quotas afin de garantir un accueil digne de ce nom aux réfugiés a soulevé un tollé dans la commune de Pétange, qui sera une des premières à accueillir un contingent de quelques 62 réfugiés, d’origine serbe en majorité. Et peu importe qu’il s’agisse de familles avec enfants, qu’ils soient sous surveillance permanente, que de toute façon leur séjour ne durera que six mois. Certains Pétangeois sont montés sur leurs grands chevaux pour s’opposer à l’installation de réfugiés près d’une école primaire. Toujours selon l’adage de comptoir bien connu : « Je ne suis pas raciste, mais ces étrangers-là, ils ne sont pas de chez nous ». mehr lesen / lire plus

LANDWIRTSCHAFT: Kooperation im Sinne der Nachhaltigkeit?

Um eine nachhaltige Umgestaltung der Landwirtschaft zu erreichen, muss die Kooperation zwischen Naturschutz, Agrarverwaltung und den Verbänden verbessert werden. Dazu gehören auch die Biobauern.

Die Luxemburger Jungbauern und Jungwinzer haben in den letzten Monaten zusammen mit dem OekoZenter Lëtzebuerg und dem Mouvement écologique ein Projekt ausgearbeitet, in dem neue Handlungsoptionen für eine nachhaltige Landwirtschaft aufgezeigt werden. Das Projekt wurde am letzten Wochenende von Andrea Fink-Kessler, Mitarbeiterin des deutschen Büros für Agrar- und Regionalentwicklung „Die Landforscher“, das mit der Auswertung betraut war, vorgestellt. „Die Meinungen waren nicht immer deckungsgleich, aber wir haben versucht, die Schnittstellen ausfindig zu machen“, so Fink-Kessler.

Der Druck auf die landwirtschaftlichen Betriebe nimmt ständig zu – infolge der stark schwankenden Erlöse, der hohen Pachtgebühren und Bodenpreise und der Abhängigkeit von Direktzahlungen, aber auch wegen der enormen Arbeitsbelastung und der Effekte eines Lohnniveaus, das es quasi unmöglich macht, außer-familiäre Arbeitskräfte zu engagieren. mehr lesen / lire plus

AFFAIRES ÉTRANGÈRES: Deux et deux font quatre

L’attitude de Jean Asselborn en matière de politique étrangère et européenne est raisonnable. A défaut d’être révolutionnaire.

Plaider pour la solidarité même si elle a un coût, rappeler la dépendance du Luxembourg au risque de froisser les patriotes, insister sur des principes idéalistes quand les relations internationales sont de plus en plus marquées par le cynisme, tout cela ne va pas de soi. La déclaration de politique étrangère et européenne de Jean Asselborn avait une orientation clairement progressiste.

« L’Union européenne a comme image de marque la solidarité, donc l’inclusion (…) Le but ne peut pas être d’oeuvrer à exclure certains pays de la zone euro. » Parce que l’exclusion d’un pays risque de provoquer l’effondrement de l’euro, et à son tour celui de l’union politique, Asselborn plaide pour « aller de l’avant et approfondir l’intégration européenne » face à la crise actuelle. mehr lesen / lire plus