AFGHANISTAN: Dulce et decorum est

Les neuf soldats luxembourgeois stationnés à Kaboul seront désormais déployés à Kandahar, en pleine zone de combat. Au Luxembourg, cette nouvelle ne fait qu’amplifier le malaise dans l’armée.

En situation de guerre, l’impossible devient la normalité. Comment expliquer autrement le geste de ce soldat américain qui, dans un accès de folie meurtrière, a abattu 16 civils, dont des femmes et des enfants ? Cela nous ramène au massacre de My Lai au Vietnam par exemple, où la situation était à peu près la même : de jeunes hommes, aveuglés par la soif de gloire, se retrouvent engloutis dans une guerre – en fait une guérilla imposée par l’adversaire – qu’ils ne peuvent gagner et, n’étant pas préparés à cette situation, ils perdent la boule et tirent dans le tas. mehr lesen / lire plus

SCHULE: Auf dem Weg zur Inklusion

Ein inklusives Schulsystem ist möglich – so zumindest die Erfahrung an einer Schule in Lorentzweiler. Wichtig ist jedoch, dass Lehrer und Sonderpädagogen an einem Strang ziehen.

165 ununterbrochene Ballwechsel im Federballspiel, so der Rekord, den Lynn zusammen  mit ihrer Sportlehrerin Barbara Goetschalckx aufgestellt hat. Eine enorme Leistung für ein Mädchen mit Trisomie 21. Aber es hat auch lange gedauert. „Meistens saß sie da und hat beim Gruppenturnen nicht mitgemacht. Das musst du erst eimal aushalten“, so Goetschalckx.
Diese Woche hatte die „Groupe Luxembourgeoise d’Education Nouvelle“ (GLEN) zu dem 15-minütigen Dokumentarfilm von Serge Benassutti mit dem Titel „Lynn? – Firwat net? Inclusion gëtt et!“ eingeladen, mit anschließender Diskussion. mehr lesen / lire plus

FESTIVAL DES MIGRATIONS: La grande rencontre

Il fait partie de l’histoire récente du pays : ce week-end, le Festival des migrations ouvrira ses portes pour la 29e fois. Voici un petit aperçu de cette rencontre plus large mais un peu moins militante qu’à ses débuts.

Dans une interview accordée au mensuel Forum de l’année 2009, à l’occasion du 30e anniversaire de l’Association de soutien aux travailleurs immigrés (Asti), son ancien président, Serge Kollwelter, rapportait cette anecdote à propos du Festival de l’immigration : « Je me rappelle à ce sujet la remarque d’un politicien lors du 2e Festival en 1982 sur la place Guillaume : `Quelle belle fête, dommage qu’il y ait ce caractère politique.‘ Je lui ai répondu que, sans le politique, il n’y aurait pas cette fête. » Exactement 30 ans plus tard, le rendez-vous désormais traditionnel aura à nouveau lieu, comme toujours durant le weekend précédent l’équinoxe de printemps. mehr lesen / lire plus

RELIGIONSUNTERRICHT: Freiheit, die ich glaube

Den Religionsunterricht abschaffen? Das fordern seit Jahrzehnten laizistisch eingestellte Organisationen – und befinden sich damit auf Konfrontationskurs zur katholischen Kirche. An der protestantischen Kirche haben sie dabei allerdings keinen Verbündeten.  

Der Religionsunterricht ist der einzige Bereich, „in dem Kirche und Staat eng zusammenarbeiten“, so Volker Strauß, Pfarrer der protestantischen Gemeinde der Dreifaltigkeitskirche, gegenüber der woxx. In allen anderen Belangen sieht er die Trennung von Kirche und Staat als gegeben an, da das Erbe des napoleonischen Konkordats sämtliche religiöse Gemeinschaften dem Staat unterordnet. Außerdem werde in Luxemburg niemand gezwungen, ein Glaubensbekenntnis abzulegen. Zwar kämen die Gehälter der christlichen Pfarrer vom Staat, doch sei dies kein Exklusivrecht der christlichen Kirchen. 

„Wenn ich etwas bedauere als Protestant, dann ist es die Tatsache, dass wir keinen Zugang zum nationalen Religionsunterricht haben“, führt der Pfarrer aus. mehr lesen / lire plus

RÉFUGIÉ-E-S: Les quotas à la poubelle

Quatre pour mille. Le nombre de réfugiés par rapport à la population résidente avait été annoncée dans une lettre aux communes le 1er février.

2.184 personnes ont demandé une protection internationale au gouvernement luxembourgeois en 2011. Faute d‘infrastructures adéquates, bon nombre d‘entre elles ont dû être logées dans des tentes en partie non chauffées jusqu‘à fin octobre.

Pour une fois le président du Syvicol, Dan Kersch (LSAP), et la ministre de la famille et de l’intégration, Marie-Josée Jacobs (CSV), étaient unanimes : Le système de quotas de répartition des « demandeurs de protection internationale » – donc les réfugié-e-s en phase d’instruction – n’est pas adapté à la situation du Grand-Duché de Luxembourg. mehr lesen / lire plus

100 Tage Rot-Schwarz in Berlin: Die fetten Jahre sind vorbei

Vor 100 Tagen wurde die rot-rote Koalition in Berlin von einem Bündnis aus SPD und CDU abgelöst. Die seit Jahren andauernde politische Apathie in der Stadt ist damit aber nicht überwunden worden.

Die Zeit der billigen Mieten in Berlin ist vorbei. Im Bild das letzte besetzte Haus im ansonsten sehr schnieken Stadtteil Prenzlauer Berg.

Der Ursprung des Namens „Berlin“ liegt im urslawischen Wort „br`lo“, was so viel wie „Sumpf“ oder „Morast“ bedeutet. Politisch machte die Stadt ihrem Ursprungsnamen lange Zeit alle Ehre. Das von der Mauer eingeschlossene Westberlin war eine hochsubventionierte Insel, die politisch von Klüngelwirtschaft und Gefälligkeitsbeziehungen geprägt war. Auch nach dem Mauerfall hat kein echter Mentalitätswechsel stattgefunden. mehr lesen / lire plus

SELBSTFINDUNG: Inselidylle mit Rissen

In ihrem Roman „Sturz der Tage in die Nacht“ liefert Antje Rávic Strubel eine Variation des Ödipus-Themas und verbindet diese mit einer atmosphärisch dichten Naturbeschreibung.

Betörende Sprache: Die Autorin Antje Rávic Strubel.

Antje Rávic Strubels Bücher sind en vogue. Spätestens nach „Tupolew 134“ (2004) und „Kältere Schichten“ (2007) ist die in Potsdam geborene Autorin im Gespräch. Im letzten Jahr gelangte ihr Roman „Sturz der Tage in die Nacht“ auf die Longlist des Deutschen Buchpreises. Ihr Buch spaltet das Feuilleton. Während einigen ihre Geschichte zu konstruiert und überfrachtet scheint, fesselt die anderen Rávic Strubels nüchtern-kunstvolle Sprache. Derzeit ist die Autorin auf Lesereise und gab auch schon ein Stelldichein im Literarischen Salon in Köln, der von Navid Kermani und Guy Helminger moderiert wird. mehr lesen / lire plus

UNI LETZEBUERG: Die Regierung bessert nach

In der Chamberkommission wird derzeit über die Einwände des Staatsrates gegenüber des neuen Uni-Gesetzes debattiert. Der Minister war zu Besuch und ist zu einigen Änderungen bereit.

Wie viel Macht für wen?
Statue von Alexander S. Webb, Präsident des City College of New York von 1869 bis 1903.

Die Änderung der bestehenden Gesetzeslage soll der Uni zu mehr Autonomie verhelfen (siehe woxx Nr. 1110 vom 12 Mai 2011). Der Novelle zufolge wird etwa der externe Conseil de gouvernance die Aktivitäten der Uni ohne ministerielle Aufsicht kontrollieren. Das Ziel einer autonomeren Universität sei begrüßenswert, so der Staatsrat in seiner Stellungnahme vom 17. Januar. mehr lesen / lire plus

DEUTSCHLAND: Wahrheit, verzweifelt gesucht

Noch einmal wird in einem Gerichtsverfahren untersucht, unter welcher Beteiligung Generalbundesanwalt Siegfried Buback 1977 von einem RAF-Kommando erschossen wurde. Doch während bei früheren Prozessen die politische Dimension noch deutlich wurde, sind heute die Perspektiven von Täter und Opfer zentral. Der gesellschaftliche Kontext der Ereignisse kommt nicht mehr in den Blick.

Verblasst, aber nicht vergessen:
Ein Plakat erinnert an
die getöteten Mitglieder der
Roten Armee Fraktion.

Während einer kurzen Prozesspause steht Michael Buback im ersten Stock des Stuttgarter Oberlandesgerichts auf dem Flur. Er versichert seinem Gesprächspartner mit lauter Stimme, es ginge ihm nicht um eine Verurteilung Verena Beckers, bloß „weil sie ein paar Briefmarken abgeleckt haben könnte“. mehr lesen / lire plus

BEATBOX: Dicke Beats, fetter Bass

„Bauchklang“ braucht keine Instrumente. Der Band genügt Stimme, Bauch und Zwerchfell. Die Klang-Virtuosen mit ihrem urbanen A-Capella Stil treten am Wochenende im Atelier auf.

Bringen die Körper zum Klingen: Bauchklang.

„Die Formel unseres Erfolges lautet: Zeit plus Freundschaft plus Energie plus Experimentierfreudigkeit“, heißt es in einem Interview von „Bauchklang“, die Ausgang der Woche das Atelier zum Grooven bringen werden. Und der Bandname beinhaltet denn auch gleich das Besondere an den Vokal-Künstlern aus Niederösterreich: Ob Hip-Hop, Reggae, Techno, Drum’n’Bass oder Ambient – sie erzeugen ihre Musik ganz ohne Instrumente.

Das 1996 gegründete Vocal-Groove-Project um den Frontmann und Leadsänger Andreas Fränzl, das nach einigen Umbesetzungen derzeit aus fünf Mitgliedern besteht, reiht sich somit in die Tradition der seit den 1980er Jahren aufkommenden Human Beatbox-Stiles ein. mehr lesen / lire plus

JOACHIM TRIER: L’âme fondue

Dans « Oslo, 31. august », le jeune réalisateur Joachim Trier réussit à raconter la vie intérieure d’un toxicomane, sans juger mais aussi sans concessions.

Rien ne sert de reposer sa tête, quand le mal est fait.

Anders est un garçon souriant. Ou du moins, il a dû l’être. Avant de tomber dans la déchéance de la polytoxicomanie – dont la plus grave était l’héroïne – c’était lui qui tombait les filles, les unes après les autres. C’était lui le jeune intellectuel qu’on promettait à une belle carrière et c’était lui le fils aimé de ses parents. Après son passage par l’enfer de la désintoxication, il ne reste plus grand-chose de ce gars brillant – il n’est que la carcasse vide de la personne que connaissaient ses amis. mehr lesen / lire plus

FOTOGRAFIE: Hofleben in Farbe

In den Bildern von Yvon Lambert zur Landwirtschaft in Luxemburg, scheint die Zeit still zu stehen. Es sind Schnappschüsse einer verschwindenden Zunft.

Unebene Kuhrücken, braun, ocker, rot und schwarz in einer dunklen Stallbox, das Sonnenlicht, das die Schatten der Stallumzäunung, über die Tierrücken wölbt. Bildwechsel: Ein junges Mädchen im Sommerrock mit verschwitzten Haaren und runden nackten Schultern, das gerade die Stalltür zur Pferdebox schließt.

In der neuen Fotoausstellung des Centre national de l’audiovisuel (CNA) mit dem Titel „Terres fermes“ steht die Landwirtschaft in Luxemburg erneut im Mittelpunkt. Ausgangspunkt für die rund 70 ausgestellten Bilder von Yvon Lambert war eine Fotografiebestellung für das eigene Archiv, die das CNA 2009 an insgesamt vier Fotografen – darunter weiter Julien Becker, Samuel Bollendorff, Pierre Filliquet – erteilte, parallell zu dem vom CNA herausgebrachten Dokumentarfilm „De Baureblues“. mehr lesen / lire plus

Eine Luxemburger Idee: Handel mit Energie-Effizienz

Luxemburgs Klimaschutz-Politik kenne „eklatante Widersprüche“, beklagt der grüne Europa-Abgeordnete Claude Turmes in einem Brief, den er am Donnerstag dem Staatsminister gesandt hat. Mehr noch, Luxemburg sei im EU-Rat zu einem der „gefährlichsten Gegner“ der neuen Energie-Effizienz-Direktive geworden, deren Berichterstatter Turmes ist. Grund dafür ist eine Idee, die das Großherzogtum im Rat aufbrachte: Statt zuhause für mehr Energie-Effizienz zu sorgen, könnten EU-Länder entsprechende Maßnahmen im Ausland finanzieren, um so das in der Direktive vorgeschriebene Effizienz-Ziel zu erreichen. Parallel zum Emissionshandel könnte demnach eine Art „Effizienz-Handel“ entstehen. Luxemburg mache sich derzeit in den Verhandlungen für diese neue Form des Freikaufens stark, so der grüne Parlamentarier. mehr lesen / lire plus

Réforme scolaire : et une position de plus

Et voilà que les enfants s’en mêlent… Ou plutôt, leur représentant institutionnel, c’est-à-dire l’« Ombuds-comité pour les droits de l’Enfant » (ORK), qui vient de publier cette semaine une prise de position au sujet de la réforme scolaire du secondaire. L’ORK constate que si le Luxembourg « est un des pays les plus riches au monde », cela « n’empêche pas qu’une proportion très élevée des jeunes quitte l’école sans diplôme ». Estimant que « l’égalité des chances est illusoire », l’ORK se demande toutefois « si l’école doit renforcer cette inégalité ou, au contraire, oeuvrer afin d’atténuer autant que possible cette évolution en soutenant les enfants moins privilégiés ». Par conséquent, l’ORK salue « le but de la réforme », qui « éviterait au maximum le redoublement des élèves ». mehr lesen / lire plus

A droite toute !

Jubilations dans certains rangs de l’ADR, à l’annonce de la candidature – et sûrement aussi de l’investiture – de Fernand Kartheiser à la présidence du parti lors du congrès du 25 mars. Celui qui incarne l’aile très droitière d’un parti qui n’a jamais été à l’abri des accès de populisme, semble donc avoir gagné la bataille de l’orientation future du parti. N’a-t-il pas proclamé – lors d’un débat télévisé à l’occasion des élections communales – qu’il voulait faire de l’ADR « un parti à droite du CSV » ? En tout cas, les jeunes loups de l’ADR et de l’Adrenalin, avec avant tout l’impayable Joe Thein et ses acolytes Dany Sobral et Timon Müllenheim, doivent être aux anges. mehr lesen / lire plus

APPEL: Sauvons le peuple grec !

La Grèce, une sorte de laboratoire d’un changement social destiné à se généraliser dans toute l’Europe ? « Sauvons le peuple grec de ses sauveurs ! », voilà le message des intellectuels grecs et français à l’origine du présent appel.

Ma pauvre Grèce, comme tu vas mal ! Echapperas-tu à tes sinistres sauveurs ?

Au moment où un jeune Grec sur deux est au chômage, où 25.000 SDF errent dans les rues d’Athènes, où 30 % de la population est tombée sous le seuil de pauvreté, où des milliers de familles sont obligées de placer leurs enfants pour qu’ils ne crèvent pas de faim et de froid, où nouveaux pauvres et réfugiés se disputent les poubelles dans les décharges publiques, les « sauveurs » de la Grèce, sous prétexte que les Grecs « ne font pas assez d’efforts », imposent un nouveau plan d’aide qui double la dose létale administrée. mehr lesen / lire plus