SPANIEN: Ausgedient und abgeschoben

Lange Zeit wurden die Arbeitsmigranten als Motor des spanischen Wirtschaftswachstums gepriesen. Seit Beginn der Krise versucht man sie nun loszuwerden. Abschiebungen wurden erleichtert, weiterer Zuzug erschwert. Bei einer Arbeitslosenrate von über 23 Prozent verdrängen Einheimische die migrantischen Arbeitskräfte aus bisher unattraktiven Jobs.

Migranten sind im Schnitt doppelt so häufig von der Arbeitslosigkeit
in Spanien betroffen:
Unser Bild zeigt
einen aus dem Senegal stammenden Straßenbauarbeiter
in der katalanischen Stadt Balaguer.

Die Provinz Lleida in Katalonien ist eines der wichtigsten Obstanbaugebiete in Nordspanien. Wo die Pyrenäenausläufer in die „Große Ebene von Lleida“ übergehen, erstrecken sich riesige Apfel-, Birnen und Pfirsichfelder. In den höheren Lagen wachsen Mandeln und Oliven. mehr lesen / lire plus

NACHHALTIGE MOBILITÄT: „In der Substanz immer noch ein Autoland“

Nur eine Woche nach der Vorstellung eines neuen Mobilitätskonzeptes scheint Luxemburg zur alten verkehrspolitischen Tagesordnung zurückzukehren

„Da ist mir zu viel Park and Ride“. Für den Verkehrswissenschaftler Heiner Monheim setzt auch MoDu zu sehr auf den privaten Pkw, statt die Leute zu animieren schon ab zu Hause einen, dann gut organisierten, öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen. (Illustration: MDDi)

„Im Gegensatz zu meinen Vorgängern habe ich die Chance, einem Ministerium vorzustehen, das alle Kompetenzen, die in Sachen Verkehrsorganisation zum Tragen kommen, bündelt. Deshalb war es möglich, in unserem globalen Strategiekonzept für eine nachhaltige Mobilität, das wir abgekürzt MoDu nennen, alle Aspekte intern abzustimmen und so ein kohärentes Ganzes zu schaffen, ohne allzuviel Zeit zu verlieren.“ Als Super-Nachhaltigkeitsminister Claude Wiseler am Donnerstag vergangener Woche sein Konzept der Presse vorstellte (siehe auch woxx 1159), klang es fast, als würde nun eine neue Ära anbrechen – nach mehreren Jahrzehnten, in denen die luxemburgischen Planer verkehrstechnisch in jede Falle getappt waren, die sich vor ihnen öffnete. mehr lesen / lire plus

CONGRÈS DÉI LÉNK: Le Petit Soir

Ils l’avaient attendu avec impatience, ce dimanche. Le déroulement du congrès à été à la hauteur des espoirs, le résultat des présidentielles françaises une grande déception.

Déi Lénk, un parti qui monte, qui monte.

« C’est carrément se foutre de la gueule des gens ! » Applaudissements. Tréis Gorza, l’experte de Déi Lénk pour le dossier des retraites, ne mâche pas ses mots. D’une voix rauque, elle résume le discours officiel sur la nécessité de la réforme qui fera baisser les pensions, puis lève le ton : « Ce n’est pas une fatalité. » Elle détaille comment la réforme prévue touchera tout le monde, accompagnant ses explications de petits gestes de la main droite. mehr lesen / lire plus

Honduras: Garantir la contraception d’urgence

L’Action Solidarité Tiers Monde (ASTM), le Cid-femmes et le Collectif « Si je veux » se joignent pour apporter leur solidarité aux femmes et filles du Honduras. Ils demandent aux responsables politiques honduriens de revenir sur leur décision de vouloir interdire l’utilisation de la pilule du lendemain. Cette interdiction criminalise les femmes mais aussi les professionnels du secteur médical et les menace d’une peine de prison pour « avortement ». Les trois associations demandent d’abolir le décret 54 du 2009 et de respecter l’expertise de l’Organisation mondiale de la santé qui indique que la pilule du lendemain n’est nullement à considérer comme abortive. mehr lesen / lire plus

ÉLECTION PRÉSIDENTIELLE: Du grain à moudre

Le score de Marine Le Pen n’est pas uniquement dû à son « populisme ». Mais également à celui de la pensée unique et de ses relais politiques et médiatiques. L’« establishment » est le meilleur allié du Front national.

A force d’invoquer un supposé désintérêt pour la politique de la part du peuple, l’on pourrait presque en conclure qu’il s’agit là davantage d’un souhait que d’un constat. Une certaine élite voudrait en effet que la joute politique se cantonne aux seuls deux candidats des courants dits sérieux. Afin de faciliter la course, mieux vaudrait donc en exclure la plèbe. Mais comme elle a malheureusement encore le droit de voter, mieux vaut lui rappeler tous les jours que la campagne n’est pas intéressante. mehr lesen / lire plus

SPIELSUCHT: Mehr Prävention gefordert

Ein Gesetz, das den Staat zur Spielsuchtprävention verpflichtet, und ein Jugendschutzgesetz, das wünschen sich die „Anonym Glécksspiller“.

Nach Schätzungen gibt es in Luxemburg circa 4.000-5.000 GlücksspielerInnen, deren psychosoziale Versorgung bisher kaum gewährleistet ist. Hinzu kommt eine mindestens ebenso hohe Zahl von Angehörigen, die Unterstützung brauchen. Glücksspiel und PC-Online-Abhängigkeit waren Thema einer Konferenz „Moderne Erkrankungen ? ihre Folgen, Behandlungsnotwendigkeit & Möglichkeiten“, zu der die Anlaufstelle für Spielsucht, die „Anonym Glécksspiller“, zahlreiche Experten geladen hatte.

Vor allem anderen fordert die Beratungsstelle, dass die staatliche Verantwortung für die Prävention von Spielsucht in einem Gesetz festgeschrieben wird. In Deutschland regelt der „Staatsvertrag zum Glücksspielwesen“ die Rahmenbedingungen für die Veranstaltung von Glücksspielen: Der Glücksspielstaatsvertrag, dessen Ziel es ist, die Spielsucht zu bekämpfen, ihre Entstehung zu verhindern und hierbei insbesondere den Jugend- und Spielerschutz zu gewährleisten, folgt dabei der Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts, wonach das staatliche Glücksspielmonopol nur bei einer konsequenten Erfüllung der staatlichen Suchtprävention zu rechtfertigen ist. mehr lesen / lire plus

RIO+20: Green sans deal

Lors du congrès McPlanet, les altermondialistes allemands ont démonté l’idée maîtresse du sommet « Rio + 20 », celle d’une « Green Economy ».

En 1992, la conférence internationale de Rio sur le développement durable avait suscité bien des espoirs. Et beaucoup de déceptions dans les vingt années qui se sont écoulées depuis. Du côté des altermondialistes et de nombre d’ONG, c’est la méfiance qui prévaut aujourd’hui, alors que la conférence « Rio+20 » approche. En effet, pour « relancer la dynamique » – euphémisme d’un constat d’échec total – l’Onu organise un nouveau sommet dans la même ville, du 20 au 22 juin prochain. Les mots d’ordre, « Green New Deal », et surtout « Green Economy », sont la cible de toutes les attaques. mehr lesen / lire plus

GRENZÜBERSCHREITEND STUDIEREN: Der moderne fahrende Student

Seit über fünf Jahren schmieden sechs Universitäten der Großregion am Projekt eines grenzüberschreitenden Hochschulraums, der ein Paradebeispiel der regionalen Kooperation in Europa werden soll. Vergangene Woche wurde Bilanz gezogen.

Eigentlich gehört die Figur des fahrenden Studenten, des sogenannten Scholaren, dem Mittelalter an. Doch die Universität der Großregion (UniGR) entwirft auf ihre ganz eigene Art ein neues Bild des wandernden Akademikers. Während er im Mittelalter zu den „Heimatlosen“ zählte, ist der moderne „Scholar“ überall zu Hause. Leichtfüßig und frei reist er von Stadt zu Stadt ? was aber für das Mittelalter nur eine verklärende Darstellung ist, soll heute zur Normalität werden.

So jedenfalls hat man sich die Lage in etwa vorzustellen, wenn die Universität der Großregion einmal ihr Ziel erreicht haben wird und die Einschreibung an einer der sechs Universitäten (Kaiserslautern, Lothringen, Lüttich, Luxemburg, Saarbrücken, Trier) das gleichzeitige Studieren und Forschen an den jeweiligen fünf Partneruniversitäten möglich macht (woxx 1109 und 1083). mehr lesen / lire plus

STRUKTUR: Part of something big

Eine Beschreibung lebt von den Details. Um sich nicht in diesen Details zu verlieren, ist es hilfreich, das zu beschreibende Objekt durch ein Raster zu fragmentieren. Dabei können immer wiederkehrende Regelmäßigkeiten entstehen, die, je tiefer man in diese Objekte versinkt oder je weiter man aus ihnen heraus steigt, immer wieder die gleichen Strukturen zum Vorschein bringen. Als besondere Beispiele seien hier die fraktalen Apfelmännchen, eigentlich Mandelbrot-Mengen, genannt, die als Teilgebiet der Chaos-Forschung große Bedeutung haben und inzwischen auch von Filmproduzenten und Computerspieleherstellern genutzt werden, um realistisch wirkende Berge, aber auch züngelnde Flammen zu generieren.

Derzeit werden in der Galerie Bernard Ceysson am Fëschmaart Bilder des Luxemburgers Roland Quetsch präsentiert, die sämtlich seiner Serie p.o.s.b. mehr lesen / lire plus

STEVEN SODERBERGH: Guter Nahkampf, schlechte Dialoge

Haywire hat alles was ein Actionfilm braucht: massives Staraufgebot, Zweikämpfe, etliche Verfolgungsjagden und sogar eine echte Martial-Arts Kämpferin in der Hauptrolle. Ein unoriginelles Drehbuch und lahme Dialoge vermasseln jedoch schnell den Spaß.

Mal ein Film,
wo eine Frau durch athletische Kampfchoreografien glänzt.

Die ersten Minuten von Haywire bereiten einen recht gut auf den Film vor. Agentin Mallory Kane (Gina Carano) begibt sich mit hochgezogener Kapuze und gedecktem Blick in ein abgelegenes Diner. Der Soundtrack erschafft zu dem Zeitpunkt eine mysteriöse, spannende Stimmung, obwohl Carano eine ganz Weile nur dasitzt und Tee trinkt. Ihr Kollege Aaron (Channing Tatum) kommt an und setzt sich zu ihr. mehr lesen / lire plus

JAZZ: Impro-Gurus

Die Namensänderung von „Coltrane’s Wig“ in „Medeski, Martin & Wood“ ist die einzige Enttäuschung, die sich das Jazz-Trio in ihrer zwanzigjährigen Karriere geleistet hat.

Erfinden den
Jazz neu: Medeski, Martin & Wood.

Das unkonventionelle Trio, auch kurz MMW genannt, wurde 1991 in Brooklyn gegründet und ist für seine unendlich kreative Spielart des Jazz bekannt, die meist auch Elemente aus anderen Musikstilen wie Funk, Hip Hop, Drum’n’Bass und Elektro enthält. Die Neugier gegenüber anderen Genres führte zu unzähligen Kollaborationen der Band und einzelner Bandmitglieder mit verschiedensten Musikern von DJ Logic über Iggy Pop bis zu Natalie Merchant. So hat sich das Trio in den letzten zwanzig Jahren eine Fangemeinde erarbeitet, die weit über ein „klassisches“ Jazzpublikum hinausgeht. mehr lesen / lire plus

EUROPE – ENVIRONNEMENT: La Pologne fait cavalier seul

Le veto de la Pologne à de nouvelles réductions des émissions de gaz à effet de serre, lors du Conseil européen du 9 mars, est symptomatique d`un gouvernement privilégiant gaz de schiste et nucléaire, au risque de rater le coche de la transition énergétique.

Paysage de la Pologne noire anthracite : pour combien de temps encore ?

Seule contre ses 26 partenaires, la Pologne a mis le frein à main à la feuille de route 2050 de la Commission européenne visant à faire diminuer progressivement les émissions de gaz à effet de serre de 25 % en 2020, 40 % en 2030 et 80 % en 2050 par rapport au taux de 1990. mehr lesen / lire plus

Biosprit-Lobby in der Sackgasse

Wie die Förderung des Biosprits durch die EU sich negativ auf Mensch und Natur auswirkt, darüber hatte die woxx mehrfach berichtet. Erstaunlich war, dass die Generaldirektion Energie sich taub stellte, obwohl die kritischen Studien immer zahlreicher wurden. Die jüngste Veröffentlichung zum Thema Transport und Treibhausgase hält fest, der Rückgriff auf Biosprit sei überteuert und eine Berechnung der Kosteneffektivität angesichts der Nebenwirkungen sinnlos. Ein Festhalten am Ziel eines 10-Prozent-Anteils von Biosprit im Kraftstoffverbrauch erscheint damit unhaltbar. Vor zwei Wochen enthüllte die Online-Zeitschrift Euractiv, wie es überhaupt zu dieser Fehleinschätzung kommen konnte: Bei der Ausarbeitung der Direktive zu erneuerbaren Energien hatten sich die deutsche Automobil-Lobby und die französische Zuckeranbau-Lobby verbündet. mehr lesen / lire plus

Mélenchonite aiguë

Il ne vous aura pas échappé que depuis quelques semaines, un membre de notre rédaction présente les symptômes d’une infection nouvelle venue de France : la mélenchonite aiguë. Lorsqu’il a commencé à se présenter à la rédaction vêtu d’un complet noir et arborant une cravate rouge, nous avons pensé qu’il s’agissait d’une de ses lubies vestimentaires. Mais nous avons commencé à nous poser quelques questions lorsqu’il s’est mis à nous expliquer comment, une fois élu, il mettrait en place les institutions de la 6e république. Au collègue de travail lui demandant alors où étaient passées les cinq républiques d’avant le grand-duché, il asséna un « Tais-toi, larbin ! » peu sympathique. mehr lesen / lire plus