MAROKKO: Terror der Männlichkeit

Mitte März nahm sich die 16jährige Amina Filali in Marokko das Leben, nachdem sie mit ihrem Vergewaltiger zwangsverheiratet worden war. Dem marokkanischen Recht zufolge kann ein Vergewaltiger straffrei davonkommen, wenn er sein minderjähriges Opfer im Einverständnis mit dessen Eltern heiratet. Samira Kinani ist stellvertretende Generalsekretärin der Menschenrechtsorganisation Association Marocaine des Droits Humains (AMDH). Mit ihr sprach die woxx über den Fall Filali und die Befreiung der Frauen in Marokko.

Feministin und Gewerkschaftsaktivistin: Samira Kinani.

woxx: Die öffentliche Aufregung rund um den Fall Filali hat sich gelegt. Was ist seither geschehen?

Samira Kinani: Es gab ein Kolloquium, bei dem die Familienministerin und Vertreter und Vertreterinnen verschiedener Organisationen, darunter die Präsidentin von AMDH, das Geschehene diskutierten. mehr lesen / lire plus

EXPOSITION: A tête reposée

« Waiting for the Revolution », la nouvelle exposition monographique consacrée à Sanja Ivecovic, créatrice de la « scandaleuse » Lady Rosa of Luxembourg, permet d’apprécier la vraie valeur du travail de l’artiste.

Sanja Ivecovic est une artiste déterminée, qui n’a pas peur de s’investir personnellement dans ses créations.

Elle est de retour, enfin. Lady Rosa of Luxembourg trône dans le hall d’entrée du Mudam, comme si l’endroit avait été créé expressément pour elle. Cette sculpture qui déclencha en 2001 une polémique d’une rare violence lors de sa première exposition aux côtés de la « Gëlle Fra », a gardé tout de sa pertinence même onze ans plus tard. mehr lesen / lire plus

Alma

(cw) – Die Wirtschaftskrise ist in den Straßen Portugals nicht mehr zu übersehen, jedes zehnte alte herrschaftliche Bauwerk oder einfache Familienhaus trägt inzwischen das Schild „Zu verkaufen“. Nicht wenige Häuser stehen leer, drohen zu verfallen … Kein Wunder also, dass der traditionelle Fado (Bedeutung: Schicksal), der ursprünglich vor allem in den Städten Lissabon und Coimbra beheimatet war, und der 2011 in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen wurde, erneut Aufschwung erfährt. Thema des Fado ist nicht nur die unglückliche Liebe, es geht auch um soziale Missstände oder um die Sehnsucht nach besseren Zeiten. Aufhorchen lässt zurzeit die junge Sängerin Carmo Rebelo de Andrade alias Carminho, die im März 2012 ihr zweites Album „Alma“ („Seele“) herausgebracht hat und vielen Portugiesen sprichwörtlich aus der Seele singt. mehr lesen / lire plus

The Hawk, The Beak, The Prey

(cw) – Wenn ein Debüt „The Hawk, the Beak, the Prey“ – zu Deutsch: „Der Habicht, der Schnabel, die Beute“ heißt, dann soll das wohl suggerieren, dass nicht lange um den heißen Brei herumgeredet wird, sondern es gleich zur Sache geht. Es ist immer wieder erstaunlich, welch atmosphärische Dichte mit einer zurückgenommen Instrumentierung erzeugt werden kann: Die zehn Stücke von „The Hawk, the Beak, the Prey“ des Berliner Duos „Me And My Drummer“ kommen mit den Grundinstrumenten Klavier, Synthesizer, Schlagzeug und Gesang äußerst minimalistisch daher. Gewiss erinnern Stimme und Intonation der Sängerin Charlotte Brandi nicht selten an die Damen der Popmusik, besonders an Leslie Feist, Victorine Legrand von Beach House oder auch Florence Welch. mehr lesen / lire plus

STRAFANSTALT: Rechtsfreier Raum

Die Stellungnahme der „Ligue des droits de l’homme“ zu den Gesetzesprojekten zum Strafvollzug fällt recht kritisch aus. Weder sei in ihnen eine grundlegende Reflexion der Funktion der Gefängnisstrukturen erkennbar noch sicherten sie den Häftlingen ihre Grundrechte.

„Well, if they freed me from this prison,
If that railroad train was mine,
I bet I‘d move out over a little,
Farther down the line,
Far from Folsom Prison…“,
sang Johnny Cash bei seinem legendären Konzert 1968 vor den Gefangenen des „Folsom State Prison“,
einem Hochsicherheitsgefängnis in Kalifornien, das für seine harte Behandlung der Gefangenen berüchtigt war. Cash selbst kam mehrmals in seinem Leben mit dem Gesetz in Konflikt.

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FONDS DU LOGEMENT: Les grands travaux

Rattrapant un grand retard, le Luxembourg aménage quartiers et anciennes friches industrielles pour y installer logements sociaux et entreprises. Entre projets modèles et dérives de « gentrification », le Fonds du logement a présenté cette semaine au grand-duc ses projets phares.

Derrière un aspect triste et austère se cache un morceau de choix : la parcelle accueillant le bâtiment administratif d’Arcelormittal dans le quartier « Schmelz »
de Dudelange reste dans le giron du géant sidérurgique.

Si le temps avait été de la partie, tout aurait été pour le mieux dans le meilleur des mondes. Car après tout, il s’agissait pour le Fonds du logement (FdL) de réaliser une opération de communication d’envergure. mehr lesen / lire plus

GAUCHE DE GAUCHE: Chiffons rouges

Tandis que le chiffon rouge flottera peut-être bientôt au-dessus de la place Syntagma, les luttes intestines laissent « Die Linke » toute chiffonnée. En France, l’avenir du Front de gauche est incertain.

Commençons par la bonne nouvelle : Les sondages indiquent que Marine Le Pen sera probablement battue au second tour des élections législatives, le 17 juin prochain. Rappelons que la présidente du Front national se présente dans la 11e circonscription du Pas-de-Calais et que Jean-Luc Mélenchon a choisi cette même circonscription, se jetant dans la gueule de la louve. L’audace du leader du Parti de gauche (PG) a été payante : sa campagne a affaibli le FN, et en arrivant devant le candidat socialiste au premier tour, il pourra même demander d’être le candidat commun de la gauche au second tour… en espérant un bon report des voix socialistes. mehr lesen / lire plus

Rentenreform Mod’ 1.0

Kritik an der Rentenreform der Regierung hat man schon viel gehört, dafür aber wenig Gegenvorschläge. Laurent Kneip, Diplom-Kaufmann und seit 17 Jahren politisch aktiv, hat am vergangenen Freitag eine Art Mod’ für die Rentenreform vorgestellt – so nennt man modifizierte Versionen im Computerspiel-Jargon. Seine Kritik am Reformvorhaben ist zum Teil geprägt von liberalen ökonomischen Modellen, wenn er vor der „versteckten Schuld“ warnt und die Kapitaldeckung verteidigt. Die Kritik an der Wachstumshypothese von drei Prozent wurde auch schon von den Grünen vorgetragen, wird von ihm aber detaillierter argumentiert, ohne völlig zu überzeugen. Kneips 46-seitige Studie, online auf der RTL-News-Seite einsehbar, enthält auch viel Detailkritik an „Ungereimtheiten“ und „Schlampereien“. mehr lesen / lire plus

Formation à l’approche interculturelle

Neuf nouveaux formateurs et formatrices à l’approche interculturelle ont reçu leur diplôme mercredi matin lors d’une conférence de presse au ministère de la Famille et de l’Intégration. Dans le cadre du « Plan d’action national d’intégration et de lutte contre les discriminations », le ministère avait demandé au Centre d’étude et de formation interculturelles et sociales de créer un réseau de formateurs et de formatrices basés au Luxembourg. La formation elle-même a été assurée par le Centre bruxellois d’action interculturelle. Les diplômé-e-s peuvent dès lors intervenir dans les trois langues du pays devant des publics variés, en offrant un travail « sur soi, ses préjugés et ses stéréotypes ». mehr lesen / lire plus

JUGEND: Von Ferkeln und Lämmern

„Sinn déi Jonk all verwinnte Schwéngercher, denen et ze gutt geet? Oder hu se sérieux Problemer a sin souguer eng verluere Generatioun?“ Dieser wohl gewollt provokativen Frage ging die Jugendsektion des OGBL am Montagabend im gut gefüllten Carré Rotondes auf den Grund.

Die Jugendbeauftragte des OGBL, Taina Bofferding, hat den Auftrag, der lange totgesagten Jugendsektion ihrer Organisation neues Leben einzuhauchen. Zu diesem Zweck hatte man den Jugendforscher Helmut Willems von der Uni Luxemburg eingeladen, der 2010 Verantwortlicher des 400-seitigen „Nationalen Berichts zur Situation der Jugend in Luxemburg“ war. In ihrem Vortrag gingen er und sein Mitarbeiter auf die Themen Jugendarbeitslosigkeit, Jugend und Demokratie, Bildung und Jobsuche sowie Jugendarmut ein. mehr lesen / lire plus

PEINTURE: Skateur amasseur

Simon Evans est un artiste curieux. Dans ses tableaux et installations il pratique un art de l’inventaire urbain et poétique peu commun. Comme dans son tableau « Everything I Have » où il a découpé des magazines publicitaires, voire des publicités trouvées dans des magazines, pour montrer tout ce qui est en sa possession – du jean délavé en passant par un réveil suranné pour arriver à la bouteille de détergent. En plus, chaque élément est pourvu d’annotations personnelles de l’artiste – des commentaires parfois anecdotiques ou (dé)valorisants.

La dimension esthétique de son travail coïncide ainsi avec un besoin réel de communiquer. Car Simon Evans n’est pas un artiste qui se préoccupe de questions formalistes, il est plutôt un poète dont l’expression prend toutes les formes possibles. mehr lesen / lire plus

RIDLEY SCOTT: Schöpfung und Horror

Ridley Scott liefert mit Prometheus ein atemberaubendes und gleichzeitig furchterregendes Alien-Prequel, das gleichzeitig einige philosophische Fragen aufwirft.

Androïde, Effekte und Philosophie: Der Stoff aus dem gute Science-Fiction gemacht wird.

Die Archäologen Elisabeth Shaw und Charlie Holloway können ihren Augen nicht glauben als sie vor einer Höhlenmalerei in Schottland stehen. Nicht die Malerei selbst erstaunt die beiden, sondern die Darstellung einer Planetenkonstellation. Denn diese kennen Shaw und Holloway von anderen archäologischen Funden, die von verschiedenen vorzeitlichen Zivilisationen stammen. Bei der Planetenkarte muss es sich um eine Art Einladung von den Vorboten der Menschheit handelt, denken die Beiden. Auch Peter Weyland, der alternde Gründer der Weyland Corporation, interessiert sich für die Entdeckung und finanziert nicht nur das Raumschiff Prometheus, sondern auch die Forschungsreise zu dem von der Planetenkarte bestimmten Mond LV-223. mehr lesen / lire plus

ALTERNATIVE ROCK: Mach’s noch einmal, Dulli!

Nach ihrer Trennung Ende der 1990er Jahre hat die Alternative-Rock-Band The Afghan Whigs unvermittelt wieder zusammengefunden und kommt am 11. Juni nach Luxemburg.

Schütteln die
Perücken wieder mal durch:
The Afghan Whigs.

Offiziell neu im Gepäck ist bisher lediglich ein Cover-Song, Marie „Queenie“ Lyons „See and Don’t See“. Doch der hätte nicht besser gewählt werden können, vereint er doch so vieles, was die Afghan Whigs während ihren besten Jahren ausmachte. Es ist eine Ode an Sänger Greg Dullis Liebe zu Soul und R’n’B und behandelt gleichzeitig ein klassisches Afghan Whigs-Thema, das Dulli oftmals selber Inspiration war und die für ihn typische Leidenschaft mit in die Songs und auf die Bühne brachte: gescheiterte Liebesbeziehungen. mehr lesen / lire plus

Findel : compétitif, social et silencieux ?

L’arrivée d’une compagnie low-cost a relancé le débat sur le modèle de développement de l’aéroport. Pour le gouvernement, vu la sous-utilisation du Findel, et malgré les déclarations officielles, toute compagnie prête à y opérer est bonne à prendre. Les syndicats sont bien entendu inquiets devant la perspective de dumping social. Le LCGB a ainsi demandé la tenue d’une tripartite, et souhaite qu’on envisage aussi la levée de l’interdiction – déjà fort relative – des vols de nuit. Un point sur lequel l’OGBL se montre plus réticent – son président est connu pour son souci de ne pas jouer le social contre l’écologie. mehr lesen / lire plus

DROITS D’AUTEUR: Dont acte

Ce samedi, les rues de notre capitale et celles de bien d’autres dans le monde se rempliront à nouveau de manifestants qui contestent le traité Acta. Entre-temps, la confusion totale semble régner au grand-duché.

Le Kulturkampf autour des droits d’auteurs ira dans son prochain round ce samedi, avec de nouvelles démonstrations contre le traité Acta dans le monde entier. Le problème est toujours le même : le traité Acta a été négocié en secret entre les gouvernements et les géants de l’industrie culturelle. Il n’a donc pas vraiment une vocation démocratique. Et puis, il ouvre les portes encore plus largement à l’espionnage du citoyen avec l’argument d’une meilleure protection des droits d’auteur. mehr lesen / lire plus

AFFAERE LIWINGEN: Halsdorf als Bauernopfer?

Trotz eines heftigen Dementis seitens des Premierministers bleiben die Chefs der zwei größten Oppositionsparteien dabei: Sie hätten Kenntnis von Zeugenaussagen, wonach von Regierungsseite Druck auf die Unternehmergruppe Rollinger ausgeübt wurde, um das Projekt Wickringen teilweise aufzugeben. Außerdem hätten sich der frühere Wirtschafts- und der amtierende Innenminister persönlich um eine womöglich vergünstigte Kreditvergabe an die Rollingergruppe bei der Sparkasse bemüht, damit der ursprüngliche Partner des Wickringenprojekts, die ING Real Estate, ausgezahlt werden konnte. Mittlerweile spricht sich die DP, wie schon vorher Déi Gréng, für eine parlamentarische Enquetekommission aus, um die genaueren Umstände des von Juncker, Krecké und Halsdorf eingefädelten Deals aus dem Frühjahr 2009 zu beleuchten. mehr lesen / lire plus

Lakshmi n’a pas que des amis

Petit à petit, la grogne envers la politique industrielle du géant de l’acier Arcelormittal gagne les hautes sphères de la politique. Si le grand-duc s’est montré contrarié face au comportement de la firme à Dudelange où elle ne veut pas céder les bons terrains et essaie d’esquiver la décontamination des autres (voir article Thema de cette édition), c’est en France que le nouveau gouvernement autour du président François Hollande a pris les choses en main. Une réunion a eu lieu cette semaine avec l’intersyndicale du site de Florange partiellement à l’arrêt, et dont l’avenir reste suspendu à la bonne grâce de la direction d’Arcelormittal. mehr lesen / lire plus

MUSIXX 12 – SUPPLÉMENT WOXX 1166: Sing mit mir!

Liebe Leserschaft, in dieser Ausgabe der musixx, der ersten für dieses Jahr, dreht sich alles um das Thema „Singen“. Nicht, dass uns irgendwie danach wäre, in unseren Redaktionsräumen von morgens bis abends Arien zu schmettern, aber der Gesang ist in der Öffentlichkeit omnipräsent geworden, obwohl er es irgendwie schon immer war. Trotzdem braucht man heutzutage nur den Fernseher einzuschalten und durch die privaten Kanäle zu zappen, um zu sehen: Singen ist ja so was von „in“. Kaum noch wahrnehmbar ist der Unterschied zwischen all den Casting-, Talent- und Superstar-Shows, in denen weniger talentierte Sängerinnen und Sänger dem Publikum zum Fraß vorgeworfen werden, während die Talentierteren in den Genuss des Privilegs kommen, anschließend von einer geldgeilen Produktionsklitsche verheizt zu werden, um später noch einmal als C-Prominenz in obskuren Dschungelcamps aufzutauchen
oder sich von der Boulevardpresse auf den letzten Seiten eine herzerwärmende Hartz-4-Story andichten zu lassen. mehr lesen / lire plus