AUSSTELLUNG: Erfrischend ungehobelt

In der Galerie Nosbaum & Reding stellen derzeit zwei Künstler aus, bei denen der Schaffensprozess wichtiger scheint als das Endresultat: Stephan Balkenhol und Julius Grünewald.

Stephan Balkenhol ist wohl einer der bekanntesten und zurzeit kontroversesten deutschen Bildhauer. Seine Skulptur „Balanceakt“ vor dem Berliner Axel-Springer-Hochhaus wurde Anfang März mit Farbe übergossen und die Leiterin der documenta 13 fühlt sich bedroht von einer Skulptur, die er auf einem Kirchturm direkt gegenüber des documenta-Geländes installiert hat. Die zwei Meter große Skulptur stellt einen Mann mit ausgestreckten Armen dar, der dermaßen lebensecht wirkt, dass die Feuerwehr bereits wegen eines vermeintlichen Suizidversuches anrücken musste. Die Werke, die derzeit in der Galerie Nosbaum & Reding zu sehen sind, sind jedoch ganz und gar unbedrohlich. mehr lesen / lire plus

GUSTAVE KERVERN ET BENOÎT DELÉPINE: Ne travaillez jamais!

Dans « Le grand soir », Gustave Kervern et Benoît Delépine dirigent une belle flopée d’acteurs dans un film qui – comparé au reste qui se trimballe sur nos écrans – fait figure de brise fraîche.

En route pour la révolution !

Not, de son vrai nom Ben, est le plus vieux punk à chien d’Europe. En plus il est le contraire de son frère Jean-Pierre, qui lui est un vendeur de matelas « totalement aux normes ». Jusqu’au jour où ce dernier, lassé par sa femme qui n’a de cesse de le contrarier, par son boulot où règne une atmosphère de concurrence empoisonnée – d’autres diront « compétitive » – et ses parents légèrement autistes qui tiennent une « Pataterie » dans la même zone commerciale, il est pris d’un pétage de plombs plus que spectaculaire. mehr lesen / lire plus

Alternd aber Unabhängig

Nach siebenjähriger Pause haben Garbage, die in den 1990er Jahren mit Hits wie „Stupid Girl“ und „I Think I`m Paranoid“ bekannt wurden, ein neues Album veröffentlicht. Ein großer Schritt für eine Band, die sich in ihrer Blütezeit schon alt fühlte.

Ein sich treu gebliebenes Relikt aus den fernen 1990ern: Garbage.

Garbage, 1994 in Madison, Wisconsin gegründet, sind neben ihren Hits vor allem für ihre Frontfrau Shirley Manson bekannt. Die Wurzeln der Band liegen zwar im Grunge, von diesem Stil aber wollte man sich von Anfang an abheben. Ziel war es, Pop zu schaffen und ihm eine eigene Note zu geben, durch das Zusammenführen von Stilelemente aus verschiedensten Genres. mehr lesen / lire plus

GRIECHENLAND: Der Sieg des Pyrrhus

Das Linksbündnis Syriza hat die Wahlen in Griechenland knapp verloren. Nicht wenige in der griechischen Linken sind erleichtert. In der Opposition wird die Partei mehr gegen die Sparpolitik tun können.

Der richtige Ort für die Linke ist die Opposition: Militante von Syriza, nicht auf dem Marsch durch die Institutionen.

„Wir sind tote Menschen“, sagt Giorgos F. Der 60-Jährige sitzt erschöpft auf einer Bank im Stadtteil Pangrati und hält in seinen Händen die Stromrechnungen der letzten vier Monate. Giorgos hat am Sonntag für das Linksbündnis Syriza gestimmt, das mit 26,89 Prozent der Wählerstimmen zur zweitstärksten Kraft wurde. Giorgos‘ fünfköpfige Familie hat seit mehr als einem Monat keinen Strom, weil er die Rechnung nicht bezahlen konnte: „Ich muss unbedingt 400 Euro auftreiben, damit wieder Licht in die Wohnung kommt“, sagt er resigniert. mehr lesen / lire plus

VERLUSTGEFÜHLE: Identität, verzweifelt gesucht

Salvatore Scibona hat einen beeindruckenden Debütroman vorgelegt. Er beschreibt darin nicht nur die innere Zerrissenheit der italienischen Einwanderer in die USA und ihrer Nachfahren. Scibonas Figuren sind Individuen, denen in einer brüchig gewordenen Moderne die Identitätsbildung problematisch geworden ist.

Rocco La Grassa kam am Tag des Luciafestes auf Sizilien zur Welt. Aber er lebt nicht mehr nach dem katholischen Heiligenkalender, ist schon lange ein patriotischer Bewohner Ohios. Als er 1953 am Vortag von Mariä Himmelfahrt vom Tod seines Sohnes in einem nordkoreanischen Gefangenenlager erfährt, weigert er sich, die Nachricht der Marineoffiziere zu glauben. Der Tote ist nicht Mimmo. Die Identifikationsmarke könnte falsch sein. mehr lesen / lire plus

MOBILITE DOUCE: Fahrradkulturrevolution

Rund um die diesjährige „Fête du Vélo“ am vergangenen Wochenende ist so etwas wie eine neue Fahrradeuphorie entstanden. Kommt jetzt der Wandel, den die immer noch kleine, aber ständig wachsende Minderheit der RadfahrerInnen seit langem erhofft?

Kaum eröffnet, schon genutzt. Ein konsequenter Ausbau des städtischen Radwegenetzes kostet zwar Parkplätze, schafft aber mehr Sicherheit. Was in Kopenhagen mit Erfolg betrieben wurde, geschieht jetzt auch ansastzweise in Luxemburg.

Spätestens, seit der Minister für nachhaltige Entwicklung vor einigen Wochen sein neues Verkehrskonzept für Luxemburg vorgestellt hat, herrscht in manchen Kreisen eine Art Aufbruchstimmung. Die Abkürzung „MoDu“ in dem von Claude Wiseler (CSV) vorgelegten Dokument klingt nicht nur wie „mobilité douce“; das durch sie repräsentierte Konzept setzt tatsächlich in sehr starkem Maße auf die sanften VerkehrsteilnehmerInnen, nicht zuletzt auf das Fahrrad. mehr lesen / lire plus

NEUE EU-DIREKTIVE: Effizienz, made in Luxembourg

Europa gibt sich erstmals verbindliche Ziele fürs Energiesparen. Sie sind weniger hoch als ursprünglich von Brüssel anvisiert. Für eine Light-Version mit Extra-Regelungen kämpften einige Länder. Die luxemburgische Idee eines Effizienz-Handels wurde nicht zurückbehalten.

„He is my friend.“
Claude Turmes führte im Namen des Europaparlaments die Verhandlungen mit den EU-Regierungen und freute sich über die Unterstützung vom dänischen Umweltminister
Martin Lidegaard.

„Deutschland war der härteste Brocken.“ Dem Verhandlungsführer des europäischen Parlaments war die Anspannung der vergangenen vier Monate nicht anzusehen. Strahlend präsentierte am Freitag der grüne Abgeordnete Claude Turmes zusammen mit einem überaus zufriedenen dänischen Umweltminister Martin Lidegaard die Leitlinien der neuen Europäischen Energie-Effizienz-Direktive. mehr lesen / lire plus

KREBSMEDIZIN: Lebenszeit verrechnet

Auf einem Symposium zur Krebsbehandlung und Gesundheitsökonomie sollte auch die personalisierte Medizin propagiert werden. Obwohl der Nutzen der neuen Techniken nicht definitiv erwiesen ist.

Zielgerichtete Medizin oder doch nur Medikamentenkarussell?

Nexavar ist ein relativ neues Medikament zur Behandlung von Leber und fortgeschrittenem Nierenkrebs, das angewendet wird, nachdem der Tumor zuerst operativ entfernt wurde und dann erneut auftritt. Das Medikament bewirkt keine Wunder, soll aber das Leben der Patienten um durchschnittlich drei Monate verlängern, Nebenwirkungen inklusive. Diese drei Monate Lebenszeit kosten rund 32.000 Euro.

Krebs ist eine komplizierte Krankheit und zugleich ein Milliardengeschäft. Der Krebs beschäftigt zehntausende Ärzte und Forscher. Die Onkologie hat sich zum umsatzstärksten Bereich der gesamten Pharmabranche entwickelt. mehr lesen / lire plus

ÉTUDES SUPÉRIEURES: Questions d’interprétation

La condamnation des Pays-Bas par la Cour de justice de l’Union européenne est-elle une victoire ou une défaite pour le Luxembourg ?

Les interprétations diffèrent sur l’arrêt de la CJUE qui condamne les Pays-Bas pour « discrimination indirecte des travailleurs migrants » dans sa politique de financement d’études à l’étranger. Alors que les syndicats considèrent que « les jeux sont faits » et estiment que le Luxembourg se dirige, lui aussi, « de plus en plus vers une condamnation pour discrimination », François Biltgen, ministre de l’Enseignement supérieur et juriste de formation, voit sa position « renforcée » par ce verdict.

En effet, La Cour a jugé que la clause néerlandaise « des trois ans sur six », qui requiert de chaque étudiant d’avoir vécu au moins trois ans aux Pays-Bas avant de pouvoir bénéficier d’une bourse pour des études à l’étranger, était trop exclusive et contraire à la réglementation européenne. mehr lesen / lire plus

City Breakfast: Velos, Kirchen, Häuser

Beim City Breakfast am vergangenen Mittwoch zogen Xavier Bettel und François Bausch eine positive Bilanz der „Fête du Vélo“. Die verschiedenen Stände erfreuten sichgroßer Beliebtheit, so Bausch. Er habe auch bereits positives Feedback von der dänischen Botschaft erhalten. „Wir hoffen dass dieses Fest sich zur Tradition entwickeln kann. Deshalb werden wir auch an diesem Termin, dem dritten Sonntag im Juni, festhalten“, so der erste Schöffe. Weitere Themen waren der kontroverse Verkauf eines Grundstücks der Kirchenfabrik Cents sowie die Frage, ob die Defizite der Kirchenfabriken überhaupt noch geduldet werden können. „Legal besteht keine Möglichkeit, die Schulden einzufordern“, so Bettel. Es scheint jedoch, als ob der Gemeinderat einen defizitären Haushalt in absehbarer Zeit nicht mehr akzeptieren wird: am Montag stimmten nur elf Gemeinderäte dafür, bei sieben Gegenstimmen und vier Enthaltungen. mehr lesen / lire plus

Der Einfluss der Wirte

Im Interview von letzter Woche mit der Forscherin Heike Mauer, das den Titel „Schlecht beleumdet und abgeschoben“ trug, und in dem es um die Prostitution um 1900 ging, ist die politische Stellung der Wirte zur damaligen Zeit anders zu bewerten als angegeben. Zwar waren die Wirte im Wirteverband organisiert, der etwa Petitionen gegen die allzu starke Besteuerung der Schenken einreichte. So dass sie als wichtige Steuerzahler und Wählergruppe auf kommunaler Ebene wahrgenommen wurden. Jedoch war ihr politischer Einfluß zum Teil begrenzt: Wirte konnten zwar in den Stadtrat gewählt werden, jedoch seit dem Wahlgesetz vom 5. März 1884 war es ihnen nicht möglich, sich als Bürgermeister oder in das Schöffenkollegium wählen zu lassen. mehr lesen / lire plus

Goerens : Plus d’aide financière pour les pays émergents

« La politique de coopération au développement doit changer car le monde entier a changé ». Voilà l’analyse de Charles Goerens, rapporteur du programme pour le changement de la politique de développement de l’UE. Le député européen libéral a présenté mercredi lors d’une conférence de presse plusieurs propositions pour rendre plus efficace la politique européenne de l’aide au développement. Une de ces mesures serait de réduire progressivement les aides financières aux pays émergents comme le Brésil, la Chine et l’Inde, puisque « leur problème n’est plus celui de la création de richesses, mais plutôt celui de leur répartition ». D’après Goerens, ces pays émergents bénéficieraient plus d’une assistance technique ou de l’expertise européenne en ce qui concerne la construction d’un système de sécurité sociale. mehr lesen / lire plus

L’EUROPE ET LES ÉLECTIONS: La vie en rose

Paris en rose, Athènes en bleu, une bonne nouvelle pour l’Europe ? La gauche contestataire reste sur la touche, ce qui ouvre la voie pour des arrangements au niveau européen – et pour une continuation des politiques d’austérité.

Deux scrutins très attendus se sont déroulés le week-end dernier. Les résultats, aussi bien en France qu’en Grèce, semblent convenir à ceux qui voudraient poursuivre les politiques de « consolidation budgétaire », quitte à les atténuer un peu et à les compléter par un « pacte de croissance ». Mais l’accalmie pourrait n’être que de courte durée.

En France, la majorité absolue du PS à l’Assemblée ouvre de larges possibilités au nouveau président et à son parti. mehr lesen / lire plus

LAÏCITE: Te Deum Non Gaudeamus

Que le Te Deum fasse partie de la tradition luxembourgeoise ou non, l’alliance des athées, humanistes et agnostiques (AHA) veut une fête nationale sans caractère religieux.

Chaque année, c’est le même spectacle dans la cathédrale Notre-Dame de Luxembourg. Pour le Te Deum, les bancs de l’église sont remplis à ras bord de fonctionnaires, de ministres, de députés, de notables locaux et, bien évidemment, de sang bleu. Une sorte de grande communion entre le Tiers Etat, l’aristocratie et la notabilité religieuse, destinée à symboliser l’unité de la nation autour de la sacrosainte trinité : Etat, église et politique? bon, avant tout bien sûr le CSV. mehr lesen / lire plus

Unter den Talaren – gefährliche Strahlen!

Als „skandalös“ bezeichnet Greenpeace das Urteil der Cour administrative zur Sotel-Leitung. Die Firma Sotel hatte gegen die Gemeinde Sanem geklagt, die 2010 die Baugenehmigung für die so genannte Cattenom-Leitung verweigert hatte, doch das Tribunal administratif hatte im vergangenen November dem Bürgermeister recht gegeben. Dieser hatte sich seinerzeit auf den Bebauungsplan (PAG) berufen, der – wegen der Strahlungsbelastung – eine Mindestdistanz von 50 Metern zwischen Hochspannungsleitungen und Wohnhäusern vorsieht – die Sotel-Trasse reicht viel näher heran. Doch die Cour administrative – in einer sehr breiten Auslegung ihres Interpretationsspielraums – befand, die PAG-Regelung beruhe auf einer ministeriellen Vorgabe. Diese aber beziehe sich nur auf Freileitungen und nicht auf die von Sotel vorgesehene unterirdische Verlegung. mehr lesen / lire plus

L’(avant-)dernier clou

Pour une fois, de bonnes nouvelles nous parviennent de Bruxelles : la très puissante commission parlementaire du commerce international vient de rejeter le traité anti-contrefaçon Acta. C’était la cinquième et la plus importante des commissions à avoir analysé et refusé ce texte. Donc, Acta est techniquement près de se faire euthanasier définitivement le 4 juillet – ironiquement le jour de l’indépendance américaine – lors du vote au parlement européen de Strasbourg. Et n’a presque pas de chance de revoir le jour sans avoir été renégocié de façon transparente et démocratique cette fois. mehr lesen / lire plus

Schlecker reste dans le flou

Alors qu’en Allemagne, la désignation « Schlecker-Frauen » – pour les licenciées de la chaîne de discount en banqueroute – est en train de devenir un lieu commun, le sort de leurs consoeurs et confrères grand-ducaux reste en suspens. Et cela parce que les filiales luxembourgeoises dépendent de Schlecker-Autriche en difficultés aussi et sont livrées par une autre firme que celle qui approvisionnait les magasins allemands. D’ailleurs, comme viennent de le communiquer syndicats et chambre du commerce, les bilans de Schlecker Luxembourg restent positifs. Ce qui laisse espérer une fin heureuse à ce drame social. A moins qu’il ne s’agisse d’une tactique de salami du patronat. mehr lesen / lire plus