INSTALLATION: Ceci est mon gore

La nouvelle installation dans le kiosque de l’Aica, place de Bruxelles, rompt agréablement avec les précédentes souvent trop abstraites pour être vraiment comprises du public. Car quiconque s’attarde maintenant devant la petite bâtisse risque d’y faire une macabre découverte. Au beau milieu de la vitrine, c’est un crâne noirci qui regarde le passant droit dans les yeux. Protégé par une cloche en verre et muni d’un symbole obscur, il peut faire froid dans le dos – ce qui, vu les températures actuelles, n’est pas vraiment un bienfait.

Pourtant, l’installation baptisée « The Shrine » par son créateur Mik Muhlen se veut bien plus qu’une simple oeuvre d’art qui choque le spectateur. mehr lesen / lire plus

ANG LEE: Gottsuche mit Tiger

Ein beliebter, doch recht trivialer Roman diente als Vorlage für „Life of Pi“. Dank monumentaler Bildersprache gelingt es dem Regisseur Ang Lee jedoch, den Stoff in ein außergewöhnliches Kinoabenteuer zu verwandeln.

In der Not frisst der Teufel Fliegen, der Tiger Richard Parker wird sich mit (fliegenden) Fischen zufrieden geben.

Beeindruckende 9.000.000 Mal verkauft: Mit seinem 2001 erschienen Roman „Life of Pi“ hat der kanadische Autor Yann Martel einen Bestseller geschrieben, für den er aber auch den renommierten Man Booker Price gewann. Obwohl das Buch von der Kritik zwiespältig aufgenommen wurde, konnte das breite Publikum sich für das surreale Abenteuer des Piscine Molitor Patel begeistern. mehr lesen / lire plus

THEATER: Alle habt ihr Dreck am Stecken!

Mit dem „Revisor“ hatte Gogol eine Satire auf das russische Provinzbeamtentum im Sinn. In seinem Stück zeichnet er das Bild einer korrupten Kleinstadt, beherrscht von der Furcht vor der Staatsmacht. Frank Hoffmann bringt das Stück nun im TNL auf die Bühne.

Provinzposse oder unsterbliches Meisterwerk?
„Der Revisor“ spielt mit den menschlischen Abgründen.

Korruption als zeitloses Sujet. Denn bestechlich sind sie alle! Im Russland von heute ebenso wie in Luxemburg ? gerade in Zeiten, in denen Staatsaffären, die längst begraben schienen, wieder an die Oberfläche kommen, ein jeder die Schuld von sich weist, sich hinter Dritten versteckt, und wo niemand es gewesen sein will. mehr lesen / lire plus

SPANIEN: Marktbedarf vs. Bedürfnis

Nicht nur, wer keinen Job mehr hat, ist in Spanien von einer Zwangsräumung bedroht. Seit Beginn der Krise stiegen die Immobilienkredite vieler Schuldner um mehr als hundert Prozent. Die Krisendynamik stürzt auch in Spanien zahllose Menschen in den Abgrund.

Kampf gegen die Ohnmacht: Aktion der Initiative gegen Zwangsräumungen (PAH) vor der Zentrale der Bank Santander im katalanischen Lleida.

Es war ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk für Josefa, Francisco und ihre sechs Kinder im Alter von ein bis zehn Jahren – sie durften die Feiertage zu Hause verbringen. Eigentlich hätte die Familie ihre Wohnung in der katalanischen Provinzhauptstadt Lleida am 21. Dezember 2012 verlassen müssen. mehr lesen / lire plus

POLITIQUE CULTURELLE: Miser sur les plus-values

Nommé récemment à la tête du Fonds culturel national (Focuna), Jo Kox, le directeur administratif du Casino – Forum d’art contemporain, veut adapter les besoins du Fonds aux défis du futur.

Rendre les subventions plus durables, c’est une des prérogatives de Jo Kox, à la tête de la Focuna, directeur administratif du Casino – Forum d’art contemporain et coordinateur des « Stater Museen ».

woxx : Quel est le rôle du Focuna à côté des autres institutions qui donnent des subventions aux artistes ?

Jo Kox : Le Focuna est un organe indispensable à la survie d’une multitude d’organisateurs, d’orchestres, de groupes de théâtre et d’artistes individuels. mehr lesen / lire plus

RECHT AUF DIGITALES VERGESSEN: Das Netz hat ein gutes Gedächtnis

Nutzer sollten sich genau überlegen, was sie im Internet veröffentlichen. Es ist schwierig, unangenehme Inhalte zu löschen. Daher wird über ein Recht auf digitales Vergessen gesprochen.

Gestern online gesetzt, heute gelöscht, morgen vergessen? Doch in den Maschen des Internet bleibt vieles hängen. Und wie in der realen Welt ist es manchmal auch ganz gut, dass man Dokumente wieder aus dem Papierkorb herausfischen kann.

Das Internet vergisst nicht. So sagt man. Gemeint ist damit, dass Nutzer zum Beispiel von peinlichen Fotos, die sie irgendwann dummerweise ins Netz gestellt haben, noch nach vielen Jahren heimgesucht werden. Diese Jugendsünden können nicht einfach so gelöscht werden. mehr lesen / lire plus

FESTUNG EUROPA: Geister, die keiner sehen will

Wer von Afrika nach Europa flüchtet, wird zwar nicht freundlich begrüßt, dafür aber mit Klischees beladen. Der neuseeländische Autor Lloyd Jones versucht mit seinem neuen Roman, gängige Bilder zu irritieren.

Objekt des europäischen Blicks: Flüchtlinge auf Lampedusa.

Die Madonna im blauen Mantel schmückt in Süditalien nicht nur Kirchenportale, sie ziert unzählige Hauseingänge, Fensternischen und Mauervorsprünge. Der Mutter des Gottessohnes gelten Fürbitte- und Dankgebete. Ob als verwitterte Holzfigur, kunstvoll bemalte Keramikstatue oder neonbeleuchtetes Plastikmodell, Maria wird als göttliche Jungfrau und mehr noch als Schutzheilige verehrt.

„Die Frau im blauen Mantel“, von der der neuseeländische Autor Lloyd Jones in seinem im Herbst im Rowohlt-Verlag erschienenen Roman erzählt, ist dagegen keine Heilige. mehr lesen / lire plus

WOHNEN: Objekt der Begierde

Dass Menschen mit niedrigem Einkommen auf dem Wohnungsmarkt diskriminiert werden, wird einfach hingenommen. Allzu halbherzig sind die Maßnahmen zur Dämpfung der Preise und zur Erhöhung des Wohnungsangebots. Die Macht der Immobilienagenturen und Wohnungseigentümer ist ungebrochen.

Die fetten Jahre sind vorbei.

„Je tiens tout d`abord à vous remercier pour le vif intérêt que vous portez à notre logement qui saura sans doute vous convenir une fois que vous l`aurez visité? Pour que le rendez-vous soit effectif, une dernière formalité reste à remplir pour nous garantir que vous êtes réellement intéressé à louer notre appartement. Dès l`instant votre dossier de location doit être au complet, et ce qui est du dépôt de garantie (?) pour des raisons de sécurité et également pour nous rassurer de la disponibilité des fonds, on voudrait que (…) vous irez faire le dépôt de deux mois de caution ce qui fait 1.100? mehr lesen / lire plus

INTERVENTION AU MALI: En aveugle

Une nouvelle fois, la France prétend se mettre au service de l’ordre international. On peut ne pas être d’accord.

En décembre dernier, lors de son voyage en Algérie, François Hollande a évoqué la guerre qui y a pris fin en 1962, et les violences commises. Quelques semaines après cette commémoration, le président français vient de lancer une offensive militaire au Mali. Rapprochement fortuit – et hasardeux. Le Mali de 2012 n’est pas l’Algérie des années 1950. Et pourtant, on assiste aux mêmes simplifications et mensonges dans les discours publics et à la même arrogance aveugle dans la manière d’agir des responsables politiques. mehr lesen / lire plus

PRESSE: La dégringolade continue

Si 2012 a vu deux titres de presse disparaître, l’année 2013 risque d’être celle de la suppression de postes, du moins dans les deux plus grandes maisons d’édition du pays.

© LCGB

« On vit au jour le jour et on ne sait pas qui va y passer ensuite ». Des témoignages comme celui-ci n’étaient pas une rareté en provenance de collègues travaillant pour les éditions Saint-Paul. Le plan social était annoncé depuis des mois et des mois, des chiffres circulaient et avec eux, la peur de perdre son travail. Un climat de terreur savamment entretenu par la direction qui savait très bien que des employés qui s’inquiètent pour l’avenir de leur emploi avalent plus facilement des couleuvres. mehr lesen / lire plus

La haine en justice

C’est une première au grand-duché : cette semaine, quatre personnes ont dû se rendre au tribunal pour avoir incité à la haine sur le réseau social Facebook. Les faits datent d’il y a plusieurs mois, quand la commune de Kehlen avait prévu d’ouvrir une maison pour demandeurs d’asile. Ce qui semble avoir fortement déplu à certaines personnes : dans les commentaires – postés d’ailleurs sur la page Facebook de RTL – il était question de brûler cette maison, comme toutes les autres dans lesquelles ces « déchets » (« Wouscht ») logeraient. D’autres personnes citées débitaient le même charabia populiste que l’on connaît déjà : on obligerait les Luxembourgeois à devenir racistes en donnant plus aux demandeurs d’asile qu’aux pauvres autochtones et que ces gens ne viendraient ici dans le seul but de les voler et de parasiter le système social. mehr lesen / lire plus

Monumentales Monstrum

„Ich finde die Idee großartig“, frohlockte Tourisministerin Francoise Hetto-Gaasch über den geplanten „Leuchtturm“ einer Aktiengesellschaft. Ein Denkmal der Architektur soll der geplante und zurzeit viel diskutiete, 45 Meter hohe Hotelleuchtturm in den Weinbergen der Luxemburger Moselgegend werden. Der Turm mit seiner Stahl-Holz-Konstrukton um eine Betonsäule, der eher an die Wachtürme in Schrassig erinnert, birgt gleich mehrere Probleme: Hier will eine Aktiengesellschaft Namens „RoomOne Concepts“ ihr Geld gewinnbringend ohne Rücksicht auf Ensembleschutz anlegen und dazu am Liebsten noch gleich den „Europamythos“ Schengen – natürlich ganz selbstlos – ausschlachten. Ein Leuchtturm für Europa, in Schengen stehend – vielleicht sogar mit europäischer Unterstützung errichtet – ist dennoch so ziemlich das Letzte, was das Dorf braucht. mehr lesen / lire plus

JUGENDARBEITSLOSIGKEIT: Weg in die Prekarität

CSJ und JSL mahnen zu verstärkten Anstrengungen bei der Bekämpfung der steigenden Jugendarbeitslosigkeit.

Im September 2012 wurde eine Arbeitslosenrate von 18,6 Prozent bei den Jugendlichen errechnet. Im November zählte der Statec exakt 3.999 Personen unter 30 Jahren, die arbeitslos gemeldet waren. Das sind zwar Werte, die weit unter dem liegen, was etwa in Südeuropa gemessen wird, wo mittlerweile zwei von drei jugendlichen Jobsuchenden leer ausgehen. Doch auch die Situation in Luxemburg ist besorgniserregend, da sie eine stark steigende Tendenz aufweist. Am Ende des Vorkrisenjahres 2007 hatten die Statistiker noch rund 2.600 jugendliche Arbeitslose verbucht.

Ausgehend von dieser Bestandsaufnahme begrüßen die Jugendorganisationen der beiden Regierungsparteien „die Konsolidierung der Staatsfinanzen im Zeichen der Jugend“, verlangen aber eben auch, darüber den „Kampf gegen die Arbeits- und Perspektivlosigkeit“ derselben Jugend nicht zu vergessen. mehr lesen / lire plus

SREL: Un brouillard après l’autre

L’audition de l’ancien chef des services secrets nous a permis d’en savoir un peu plus tout en nous laissant sur notre faim. Reste à savoir si certaines de ces déclarations feront office de bombes à retardement.

Ceux qui le connaissent ou ont eu affaire à lui sont unanimes : Marco Mille, l’ancien directeur du Srel, est un homme intègre. Consciencieux dans son travail, il serait sincèrement imprégné du sens de l’Etat de droit et rétif aux barbouzeries qui devaient être monnaie courante dans la « maison » – alors dominée par des militaires en manque de communistes à dégommer. On comprend la mine déconfite de Mille lors de son audition par la commission d’enquête. mehr lesen / lire plus