LAGE DER NATION: Ohnmachtsgefühle

Die diesjährige Debatte zur Lage der Nation wird, mehr noch als früher, durch Faktoren bestimmt, die außerhalb des Einflusses des kleinen Luxemburg liegen.

Wenn der Blick in die Zukunft getrübt ist, greifen Politiker gerne in die Kiste der historischen Vergleiche. Jean-Claude Juncker glaubte vor kurzem, Merkmale des Jahres 1913 wiederzuerkennen, und der liberale Europaabgeordnete Charles Goerens verglich diese Woche die aktuelle Stimmung in Europa mit jener der 1930er Jahre. Beide Vergleichsmomente sind nicht geeignet, Optimismus zu inspirieren, folgten auf sie doch unmittelbar zwei zerstörerische Weltkriege.

Wenn zwei überzeugte Europäer fast schon so etwas wie Defätismus betreiben, dann muss die Lage tatsächlich ernst sein. mehr lesen / lire plus

CHÔMAGE: Don Quichotte contre Don Juan

La réforme de l’Adem traîne des pieds tandis que le chômage ne cesse de croître. Reste à savoir si cette réforme constitue l’alpha et l’oméga dans la lutte pour l’emploi.

Les années de la Grande Dépression et ses files interminables de chômeurs. Une perspective actuelle ?

Pour l’instant, la nouvelle directrice désignée de l’Adem (Agence pour le développement de l’emploi), ne désire pas s’exprimer publiquement. Elle préfère attendre la mi-avril, date à laquelle elle prendra officiellement ses fonctions, pour indiquer les grandes lignes de sa politique. On comprend que l’Adem se montre particulièrement prudente. Car elle n’a pas bonne presse, c’est le moins que l’on puisse dire. mehr lesen / lire plus

STERBEHILFE: Freier Wille?

Vier Jahre ist es her, seitdem Luxemburg Sterbehilfe unter Auflagen legalisiert hat. Ein „Sterbetourismus“, wie ihn manche Kritiker befürchteten, blieb indes aus. Die nationale Kontrollkommission berichtet in ihrem zweiten Bericht über 14 Fälle und stellt keinerlei Unregelmäßigkeiten fest.

Nicht immer ist der Fall so klar, wie in Hanekes preisgekrönter Verfilmung „L’amour“.

Die Debatte um Sterbehilfe oder „Euthanasie“ – in Deutschland aufgrund der gezielten Tötung von „geistesgestörten“ Menschen während des Nationalsozialismus ein heikler Begriff, der sich hierzulande jedoch etabliert hat ? dürfte noch vielen lebhaft in Erinnerung sein, erhitzte sie doch weithin die Gemüter und löste eine Verfassungskrise aus. Großherzog Henri verweigerte seinerzeit dem neuen Gesetz seine Unterschrift, und erst eine Verfassungsänderung brachte es in trockene Tücher. mehr lesen / lire plus

AUSSTELLUNG: Vorbild Documenta

Verhaftungen von Bloggern und Dissidenten, Behinderung der Arbeit von NGOs, schwere Einschränkungen der Meinungs-freiheit ? liest man aktuelle Berichte von Nichtregierungsorganisationen zur Situation in den Vereinigten Arabischen Emiraten, kommt man nicht gerade auf den Gedanken, dass die Situation für Gegenwartskunst dort besonders günstig ist. In Sharah findet in diesem Jahr bereits zum 11. Mal eine Kunst-Biennale statt. Die woxx sprach mit Danijel Benjamin Cubelic über Zensur und moderne Kunst im arabischen Raum.

Ernesto Neto: While Culture Moves Us Apart, Nature Brings Us Together, 2013

woxx: In Sharjah, einem der sieben Emirate der V.A.E., findet bereits zum 11. Mal die größte und ehrgeizigste Kunstausstellung der Arabischen Welt statt. mehr lesen / lire plus

MEXIKO: Die Beute neu verteilt

Der neue mexikanische Präsident schickt sich an, Modernisierungsschranken zu beseitigen und die nationalen Monopole aufzubrechen. Mit Demokratisierung haben seine Reformprojekte wenig zu tun.

Zupackender als von vielen erwartet: Mexikos neuer
Präsident Enrique Peña Nieto.

Für viele war er nicht mehr als der smarte Mann an der Seite des Seifenoper-Sternchens Angélica Rivera. Neuen Schwung hatte jedenfalls niemand von Mexikos neuem Präsidenten Enrique Peña Nieto erwartet. Schließlich galt er als Marionette der autoritären Hardliner seiner Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI), die das Land bis 2000 bereits 71 Jahre lang regiert hatte. Kaum vier Monate ist es her, dass der 46-Jährige den Regierungssitz Los Pinos bezogen hat, doch schon jetzt hat er Bastionen angegriffen, die bislang als heilig galten. mehr lesen / lire plus

HIPHOP: They did it again

Après près de deux années de silence discographique, De Läb reviennent sur scène avec leur nouvel opus « Sex, Drugs an e Prêt » qu’ils présenteront à la Rockhal ce vendredi 5 avril.

Ils n’ont rien fait d’autre que d’inventer le hip-hop luxembourgeois : De Läb récidivent avec « Sex, Drugs an e Prêt ».

Formé par Corbi, David et Dj Lomki en 2006, De Läb évoluent dans une sphère musicale hip-hop loin des clichés américains des années 1990. Ils produisent une musique à la fois légère et funky qui lorgne musicalement plus du côté des pionniers américains du genre comme A Tribe Called Quest que d’un Snoop Dog ou d’un Eminem. mehr lesen / lire plus

PEDRO ALMODOVAR: Über den Wolken

Schrill und sexuell ungehemmt geht es in Pedro Almodóvar’s „Los Amantes Pasajeros“ zu. Ein Statement zur Krise?

Einfach eingeschläfert: Während die Business-Class auf Meskalin einen echten Höhenflug genießt, wird die Economy-Class mit Schlaftabletten ruhiggestellt.

„Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein …“ heißt es schon im Klassiker des deutschen Liedermachers Reinhard Mey. Der neue Film von Pedro Almodóvar, „Los Amantes Pasajeros“, interpretiert dies auf seine Weise. Der Film erscheint als Gangnam-Style am Firmament.

Und das nicht nur wegen der für Almodóvar typischen knalligen Farbgestaltung, bei der Frauenlippen blutrot und Hemden schreiend bunt sind und ein Flugzeuginneres hellblau gehalten ist. mehr lesen / lire plus

EXPOSITION DE GROUPE: Décadence

L’exposition des peintures de Martina Fischer et des sculptures d’Edouard Hervé démontre que parfois, mélanger les styles et les artistes n’est pas la meilleure idée.

Ce n’est certainement pas une grande, mais tout de même une petite déception que cette nouvelle exposition à la galerie Covart. Une galerie qui avait habitué ses visiteurs à des découvertes hors du commun, comme celle de l’artiste graffiti Kool Koor par exemple. Mais la nouvelle exposition ne fonctionne pas vraiment. D’abord les peintures de l’artiste allemande, originaire du lac de Constance, Martina Fischer. Ses toiles froides et géométriques n’ont pas assez de force pour convaincre. mehr lesen / lire plus

ERINNERUNGSKULTUR: Steine gegen das Vergessen

Mit seinen „Stolpersteinen“ will Gunter Demnig ein Signal setzen und die Erinnerung an die Verfolgung und Vernichtung von Juden und anderen Minderheiten in Europa während des Nationalsozialismus wach halten. Über die bronzenen Plaketten stolpert man. Wer die Angaben über die deportierte Person lesen will, verbeugt sich vor dem Stein. Nun sollen bald auch in Esch Stolpersteine verlegt werden. Die woxx sprach mit dem Direktor des Resistenzmuseums, Frank Schröder.

woxx: Wie sind Sie auf das „Stolpersteine-Projekt“ von Gunter Demnig aufmerksam geworden?

Frank Schröder: Ich denke, die meisten Leute haben irgendwo schon mal Stolpersteine im Ausland gesehen. Es gibt ja viele. Wenn ich mich richtig erinnere, hat Demnig rund 40.000 verlegt. mehr lesen / lire plus

No quarter for bankers

C’est vrai qu’ils n’ont pas la cote ces jours-ci, les employé-e-s de banque et d’autres institutions du monde financier. Mais, même si en ce moment une tempête sans précédent s’abat sur le secteur, il ne faut pas oublier que les banquiers aussi peuvent être victimes des pratiques qu’ils encouragent officiellement. Ainsi, le député conservateur Marc Spautz a interrogé le  ministre du Travail et de l’Emploi, Nicolas Schmit, sur l’état de la place financière – puisque la plupart des données sont incomplètes, pas comme dans d’autres secteurs comme la restauration – et sur sa position concernant certaines pratiques de licenciement. Notamment celles, relayées souvent par la presse quotidienne, qui consistent à éviter des plans sociaux en licenciant au compte-gouttes. mehr lesen / lire plus

Begrenzte Kapazität der Freilligendienste

Im Rahmen einer
parlamentarischen Antwort machte die Familienministerin Marie-Josée
Jacobs kürzlich Angaben zu den Freiwilligendiensten für junge Menschen.
In Luxemburg haben Minderjährige die Möglichkeit, sich beim „Service
volontaire d’orientation“ (SVO), dem „Service volontaire européen“
(SVE), dem „Service volontaire de coopération“ (SVC) oder dem „Service
volontaire civique“ (SVCi) zu engagieren, die mit verschiedenen
Organisationen zusammenarbeiten. Die Projekte des Freiwilligendienstes
erstrecken sich auf soziale Arbeit, Kultur, Tourismus, Sport,
Naturschutz und Entwicklungshilfeprojekte. Erfahrungsberichte von
TeilnehmerInnen finden sich auf: www.volontaires.lu. Laut der Ministerin
haben sich seit 2007 insgesamt rund 2.830 KandidatInnen auf Plätze bei
den vier Diensten – die z. T. erst nach 2007 gegründet wurden –
beworben; doch nur rund 930 von ihnen besetzten diese dann auch
tatsächlich. mehr lesen / lire plus

Le dictateur et les sanctions

Dictature
stalinienne régie par une dynastie de leaders d’opérette, qui à
intervalles réguliers, menace la moitié de la planète de destruction
nucléaire, la Corée du Nord est de nouveau en train de jouer des coudes.
Et tout cela, heureusement, bien loin de notre paisible grand-duché.
Pourtant, depuis octobre 2012, le Luxembourg fait partie du conseil de
sécurité de l’Onu et préside le comité des sanctions contre la Corée du
Nord. Alors pourquoi le silence radio observé par notre diplomatie?
Joint par le woxx, Jean Asselborn, le ministre des affaires étrangères
explique : « C’est un malentendu fréquent que de croire que le comité
des sanctions décide des sanctions à l’égard de la Corée du Nord – en
fait ces décisions sont prises par le conseil de sécurité. mehr lesen / lire plus

COUR SUPRÊME INDIENNE: Novartis débouté

La décision rendue préserve l’accès à des médicaments abordables et empêche que des médicaments soient brevetés de manière abusive.

La Cour suprême de l’Inde basée à New Delhi a confirmé l’interprétation de la loi indienne sur les brevets malgré sept ans de contestation par la compagnie pharmaceutique suisse Novartis. Cette décision historique est une victoire majeure pour l`accès des patients à des médicaments abordables dans les pays en développement, déclare l’organisation médicale d’urgence Médecins sans frontières (MSF) dans un communiqué de presse.
« C`est un énorme soulagement pour les millions de patients et de médecins dans les pays en développement qui dépendent des médicaments à coûts abordables provenant de l`Inde, et pour les fournisseurs de soins comme MSF », a déclaré le Dr Unni Karunakara, président international de MSF. mehr lesen / lire plus

Forum 328: Finanzplatz in der Diskussion

Die forum-Redaktion lebt gefährlich: Während Berlin aus allen Rohren gegen das Luxemburger „Geschäftsmodell“ feuert, kratzt die Monatszeitung in ihrer aktuellen Ausgabe von innen an den recht tönernen und hohlen Füßen der „Steuerlandschaft Luxemburg“. Auch wenn das Wort „Steuerparadies“ nur zwei- oder dreimal in forum-„Dossier“ explizit gebraucht wird, machen sich die Autoren doch durchaus bewusst der Nestbeschmutzung schuldig. Die schlichte Erkenntnis, dass ein Großteil des Steueraufkommens in Luxemburg von Nicht-Einwohnern getragen wird, wird nämlich dem Publikum nur all zu gerne verschwiegen. Der wohl entlarvendste Beitrag stammt allerdings von einem, der kaum als Feind der Banken und der Fondsindustrie gelten kann: In einen Interview gibt Finanzminister Luc Frieden unverhohlen zu, dass für ihn das Luxemburger Geschäftsmodell „alternativlos“ ist. mehr lesen / lire plus

Ausschreibung für Nachhaltigkeitsprojekte

„Seed your idea, Responsible creativity“, so heißt das Projekt, das diese Woche von Vertretern des „Conseil supérieur du développement durable“ (CSDD) in Zusammenarbeit mit der Vereinigung IUEOA vorgestellt wurde. Der CSDD, der mit dem Gesetz vom 25. Juni 2004 „relative à la coordination de la politique nationale de développement durable” gegründet wurde, hat die Aufgabe, eine Diskussionsplattform zur nachhaltigen Entwicklung zur Verfügung zu stellen und Untersuchungen zum Thema zugänglich zu machen. Des Weiteren soll er Stellungnahmen zu nationalen oder internationalen Maßnahmen abgeben und möglichst viele öffentliche und private Organisationen und BürgerInnen in die Gestaltung der Nachhaltigkeitsziele einbeziehen. Diesen Grundsätzen entspricht auch die Ausschreibung „Seed your idea“, die sich an BürgerInnen zwischen 16 und 40 Jahren richtet. mehr lesen / lire plus