INSTALLATION: Hang on in there

« Actus Tragicus », l’installation de l’artiste néerlandais Folkert de Jong dans le hall du Mudam est une mise en contexte réussie de questions métaphysiques que l’humanité n’a jamais arrêté de se poser.

Avec Folkert de Jong, le Carnaval fait son entrée au Mudam.

La première impression que laisse « Actus Tragicus » peut être trompeuse. Car non, il ne s’agit nullement d’un rassemblement de pendus, même si les figures surdimensionnées et vivement coloriées pendent du plafond en verre du Grand Hall du Mudam. Si on regarde bien, on remarque qu’ils ne sont pas attachés par la nuque, mais un peu plus bas, ce qui laisse plutôt penser à des pantins géants, sortis d’un théâtre de marionnettes appartenant à un autre âge. mehr lesen / lire plus

ANAÏS BARBEAU-LAVETTE: Au-delà du pardon

« Inch’Allah » est un film auquel on pourrait aisément reprocher un parti pris – mais cela reviendrait à admettre ne pas être neutre soi-même. Car le film est une exploration des préjugés communs et montre la réalité nue des deux côtés du conflit israélo-palestinien.

Prise dans les troubles d’une guerre qui n’est pas la sienne, Chloé va aller au-delà de ses limites.

Idéaliste, jeune et courageuse, la jeune Québécoise Chloé semble avoir tous les attributs nécessaires pour travailler dans une des zones les plus sensibles du monde : entre Israël et la Palestine. Dans le premier pays, elle vit dans un petit appartement, partage une profonde amitié avec Ava, sa voisine de palier, qui est en train de faire son service militaire, tandis que dans le deuxième, elle travaille comme sage-femme dans un hôpital géré par une ONG. mehr lesen / lire plus

THEATER: Mehr Schein als Sein

Pol Cruchten lässt in seiner Inszenierung „Das Interview“ im Kasenmattentheater zwei Menschen einen Machtkampf um Wahrheit und Lüge im Medienzeitalter ausfechten.

Lechzen nach Anerkennung: Pierre und Katja.

Ist ein Interview nicht erst dann richtig spannend, wenn die Beteiligten auf Augenhöhe miteinander diskutieren? „Ein gutes Interview ist seinem Wesen nach ein Gefecht“ erklärt Pierre in Pol Cruchtens Zwei-Personen-Stück. Es ist nichts anderes als ein Kräftemessen.

Er, ein nach Anerkennung gierender Polit-Journalist mittleren Alters. Sie, ein gefragtes TV-Sternchen. Er hofft, dass ihn sein Beruf zu einem besseren Menschen macht. Ihr ist es wichtig, schön zu sein. Soweit die Fassade. Dahinter verbergen sich zwei vom Leben gezeichnete Menschen, die gelernt haben, sich in der Medienwelt souverän zu behaupten, und die im stillen Kämmerlein ihre Wunden lecken. mehr lesen / lire plus

DEUTSCHLAND: Justitia ist blind

Kommende Woche wird in München der Prozess gegen die rechtsradikale Terrorgruppe NSU beginnen. Doch schon vor dem Verlesen der Anklageschrift zeichnet sich ab: Das Gerichtsverfahren knüpft an die skandalöse Praxis der Ermittlungsbehörden angesichts der politischen Dimension der Taten nahtlos an.

Wer schützt vor dem Verfassungsschutz? Antifaschistische Demonstration anlässlich der rassistischen Morde der rechten Terrorgruppe NSU im Dezember 2011 in Fürth.

„Ich bin die, die Sie suchen“, sagte Beate Zschäpe am 8. November 2011 in der Polizeidirektion im thüringischen Jena. Seitdem hat Zschäpe, mutmaßliches Mitglied des rechtsradikalen terroristischen Netzwerks „Nationalsozialistischer Untergrund“, (NSU) in der Untersuchungshaft kein Wort zu den Vorwürfen gegen sie verloren. mehr lesen / lire plus

BONNES FEUILLES (4/6): La question juive au grand-duché

Dans la quatrième partie des bonnes feuilles du mémoire de thèse de Vincent Artuso, nous évoquons le sort des juifs luxembourgeois et étrangers, ainsi que les agissements des commissions et de la population à leur égard, avant et après l’invasion allemande.

La synagogue de la ville de Luxembourg, photographiée avant sa destruction. (©photothèque de la ville de luxembourg, auteur inconnu)

Selon le rapport récent sur la spoliation des biens « juifs » au Luxembourg, 3.907 personnes se déclarant de confession israélite vivaient au Grand-Duché à la veille de l’invasion. 1.005 étaient de nationalité luxembourgeoise, 2.902 étaient étrangers, soit près des trois quarts. mehr lesen / lire plus

PUNKROCK: Ton, Steine, Schleim

Die Biographie der Polit- Punkband Slime konnte nicht anders heißen als „Deutschland muss sterben“. Nuancen und Humor schließt das nicht aus. Jetzt gehen Autor und Band zusammen auf Lesereise.

Die Nachfolger der Ton Steine Scherben im deutschen Politrock: Slime.

Vielleicht liegt es daran, dass Daniel Ryser früher Slam Poet war. Man merkt das an der Art, wie er auf der Bühne steht: Er ist ein Darsteller, kein Fan, und erst recht kein Vorbeter eines Politpunk-Kults, dessen Protagonisten gleich ihre x-te Wiederauferstehung feiern werden. Ryser, 33, Journalist beim Schweizer „Magazin“, erzählt und performt Geschichten, er jongliert mit Episoden und zelebriert die Pointen. mehr lesen / lire plus

LYDIE SCHMIT (1939-1988): Mehr Sozialismus

Eine politische Biographie, verfasst von der woxx-Mitarbeiterin Renée Wagener, in der auch eine spannende Epoche der jüngeren Luxemburger Geschichte geschildert wird.

Hoher Besuch 1983: Der Jesuit und nicaraguanische Erziehungsminister Fernando Cardenal – vorne, mit Lederjacke – sowie Luxemburger Dritte-Welt-AktivistInnen werden von einer Parteidelegation unter Führung von u.a. Lydie Schmit (rechts) und Willy Dondelinger (links) empfangen.

Es klingt wie eine Ironie der Geschichte, dass der Todestag der ehemaligen LSAP-Präsidentin Lydie Schmit, der sich am 7. April zum 25. Mal jährte, fast genau mit dem Margaret Thatchers, der am 8. April verstorbenen ehemaligen englischen Premierministerin, zusammenfällt. Denn politisch dürften die beiden Frauen, deren aktive Phase die 70er und 80er Jahre umfasste, rein gar nichts gemein gehabt haben – außer vielleicht der Tatsache, dass beide beispielhaft für den in dieser Zeit sich anbahnenden Emanzipierungsprozess der Frauen in der Politik und ihrem Griff nach den „Hebeln der Macht“ stehen. mehr lesen / lire plus

Vollmundiges Bekenntnis zur Frauenquote

(avt) – In ihrer gemeinsamen parlamentarischen Anfrage wollten die Abgeordneten Claudia Dall’Agnol und Marc Angel (LSAP) wissen, wie es in Luxemburg um die Frauenquote bestellt ist. Zugrundegelegt wurde die von Viviane Reding auf EU-Ebene lancierte Regelung, wonach 40 Prozent Frauen in den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen sitzen sollen. Die Abgeordneten fragten danach, ob die Regierung diese Quote unterstütze und ob es Probleme bei deren Umsetzung gäbe. In ihrem Antwortschreiben stellt sich die Gleichstellungsministerin nun voll und ganz hinter diese Quote. Gäbe es bis Ende 2013 keine sichtbare Verbesserung der Frauenförderung, so würde sie nicht zögern, für Luxemburg einen eigenen Gesetzesentwurf auf den Weg zu bringen. mehr lesen / lire plus

Sainte Irmine, priez pour eux!

(lc) – Cette semaine, l’église catholique luxembourgeoise a annoncé la naissance d’une nouvelle fondation sous son égide. Pieusement baptisée « Fondation Sainte Irmine », du nom de la gente dame qui, en 697, donna ses terres près d’Echternach à Saint Willibrord pour qu’il puisse y ériger son monastère. La fondation sera consacrée à plusieurs projets : le « Centre for Child Protection » de l’université papale Gregoriana – alors qu’on devrait plutôt protéger les gosses de l’église -, elle permettra aussi des jeunes croyants d’aller voir le nouveau « pape des pauvres » à Rio en été et un projet appelé « Energy Church », destiné à fixer des panneaux solaires sur des églises, histoire de leur redonner un peu de sens. mehr lesen / lire plus

MOBILFUNKANLAGEN: Diktatur der Anbieter

Werden Transparenz, Bürger-beteiligung und Gesundheitsschutz bei der Installation von Mobil-funkanlagen wirklich berücksichtigt? Themen einer von Mouvement und Akut organisierten Konferenz.

„Ich kann nicht schlussfolgern, dass wir unserem Minister vorschlagen sollen, das Vorsorgeprinzip von 3 Volt/Meter zu verändern. Ich sehe keinen Handlungsbedarf“, so Claude Geimer, beigeordneter Direktor des Umweltministeriums auf einer von Mouvement und Akut organisierten Konferenz, bei der es um Belastungen durch Mobilfunkanlagen und die Rolle kommunaler Standortkonzepte ging. Geimer, der die rechtlichen Grundlagen und die Genehmigungsprozeduren für Mobilfunkantennen erläuterte, fand es außerdem unangebracht, dass Organisationen wie der Mouvement eine Auflistung der Standorte aller Antennen verlangen. „Das ist zu umständlich. Die Anfrage muss genauer formuliert sein“, so der Beamte. mehr lesen / lire plus

ÉTAT DE LA NATION: Non-déclaration

Le discours du Premier ministre de mercredi dernier a déçu. Au lieu d’expliquer pourquoi nous sommes si mal en point, il a dressé un inventaire des promesses d’hier non tenues, qu’il envisage d’honorer après les élections de 2014.

S’il y a une chose au Luxembourg qui semble résister à tous les aléas, c’est le talent rhétorique de Jean-Claude Juncker. Face au gouffre de la prétendue crise d’Etat, avec la véritable caverne d’Ali Baba constituée par le Service de renseignement et l’affaire « Bommeleeër » – dans laquelle la responsabilité dudit service devient de plus en plus évidente -, Juncker se positionne lui-même ainsi que son gouvernement comme victimes au même titre que les autres citoyens. mehr lesen / lire plus

Schieflage, die Siebte

(rg) – Im letzten Jahr des Überflusses, 2007, veröffentlichte Caritas Luxemburg das erste Mal seinen Sozialalmanach. Pünktlich zur Erklärung zur Lage der Nation forderte die katholische Sozialorganisation damals mehr „soziale Gerechtigkeit“, die mehr und mehr in Frage gestellt schien, weil die Schere zwischen reich und arm immer weiter auseinanderklaffte. Dieses Jahr sind die „Services sociaux d’intérêt général“ das Hauptthema. Hinter dieser trockenen Terminologie verbirgt sich ein für die Träger der sozialen Hilfsdienste immer komplexeres Problem, weil die EU immer mehr vorschreibt, welche Dienste von staatlichen und europäischen Subventionen profitieren können und welche nicht. Doch dürfte, wie jedes Jahr, das eigentliche Politikum des Almanachs in der Darstellung der sozialen Lage der Nation bestehen: Hier warnt die Caritas vor einer Lösung der Staatsverschuldung, allein auf dem Buckel der Sozialschwachen. mehr lesen / lire plus