ATOMKRAFT: EU auf Pro-Atomkurs?

Brüssel setzt sich für den Ausbau von Atomkraft ein und benachteiligt erneuerbare Energien. Ein Entwurf zur Neuregelung staatlicher Beihilfen lässt diesen Schluss zu. Stimmt aber nicht, versichert die Kommission. Doch die Zweifel bleiben.

Wacht in Europa über das Wettbewerbsrecht: Joaquin Almunia. Er ist der Autor
einer neuen Richtlinie, die staatliche Beihilfen für Umwelt und Energie festgelegt.

„Es ist an den Mitgliedstaaten, ihren eigenen Energiemix festzulegen“, bemühte sich vergangene Woche der Sprecher des Wettbewerbskommissars Joaquin Almunia, die Rolle Brüssels in dieser Frage herunterzuspielen. „Die EU möchte in keiner Form die Subventionen für Kernkraft ermuntern“. Er reagierte damit auf Medienberichte, denen zufolge Brüssel sich künftig eher für den Ausbau statt für den Ausstieg aus dem risikoreichen Geschäft mit Nuklearenergie einsetzen will. mehr lesen / lire plus

HÄUSLICHE GEWALT: Hinter der Fassade

Noch vor der Sommerpause wurde die Gesetzesänderung zur häuslichen Gewalt verabschiedet. Gewährleistet die Verschärfung den Betroffenen hinreichenden Schutz? Und woher rührt eigentlich das Phänomen der häuslichen Gewalt?

Ist Gewalt am Ende nicht doch ein sozio-kulturelles Phänomen?

Es ist kein Wunder, dass kaum jemand die Abstimmung über eine Verschärfung des Gesetzes zur häuslichen Gewalt (Projet du Loi 6181) wahrgenommen hat, fand sie doch im Schatten der alles überlagernden Parlamentsdebatte vom 10. Juli statt – dem lang ersehnten vermeintlichen Schicksalstag, an dem die Rede des Premiers und ihre Konsequenzen das Land in Atem hielten.

Offenbar besteht in Luxemburg zum Thema „häusliche Gewalt“ jedoch ein weitgehender Konsens. mehr lesen / lire plus

POLITIK: „Heielei, d’CSV ass net méi derbäi!“

Ist eine Regierung ohne die CSV möglich? Ja, es hat sogar schon einmal eine gegeben. Ein historischer Blick zurück auf die Entstehung der sozialliberalen Koalition in den Siebzigerjahren.

Willy Brandt zu Besuch in Luxemburg, im Gespräch mit Premierminister Gaston Thorn (DP). Links daneben Vize-Premier Raymond Vouel (LSAP), Thorns Berater Mario Hirsch und die sozialistische Parteipräsidentin Lydie Schmit. Anlux, FD-141-86.

„Le gouvernement se retire.“ Der Ausspruch Pierre Werners, des ehemaligen CSV-Premiers, während der Diskussion um den Militärdienst, die 1966 zur Staatskrise führte, wird seit einigen Wochen viel zitiert. Genauso werden die vorgezogenen Neuwahlen von 1968, bis dato die letzten ihrer Art, zum Vergleich mit der heutigen politischen Lage herangezogen. mehr lesen / lire plus

AUFBRUCH DER ERINNERUNG: Francos langer Atem

In Spanien herrschte über die Folgen des Bürgerkriegs und über die Verbrechen der Diktatur lange Zeit ein „Pakt des Schweigens“. Der Österreicher Georg Pichler hat ein eindrucksvolles Buch darüber geschrieben, wie es dazu kam und wie das Schweigen gebrochen wurde.

Die nicht aufgearbeitete Vergangenheit des Franco-Regimes prägt die Gegenwart der spanischen Gesellschaft zutiefst: Spanische Franquisten bei der Offiziersausbildung in Avila, wo auch Nazi-Offiziere der „Legion Condor“ unterrichteten.

Das Dorf Joarilla de las Matas in der Provinz León kennt kaum jemand. Es liegt abseits der Haupt- und Nebenstraßen. In das kastilische Nest mit nicht einmal 400 Einwohnern sind die Freiwilligen der „Associación para la recuperación de la memoria histórica“ (ARMH) gekommen, der Vereinigung für die Wiedererlangung der historischen Erinnerung, um nach Leichen zu graben. mehr lesen / lire plus

PUNK/HARDCORE: Ce qui reste de l’été

Et oui, la saison creuse approche à grands pas. Et tandis que les politiciens se demandent comment entuber le plus de gens possible en octobre, la Soulkitchen donne aux intéressé-e-s une belle occasion de crier et de fêter la résistance au système lors de la deuxième édition du Skate-Punk Fest.

Sûrement une des personnes les plus attendues au Skate Punk Fest : Stza, le chanteur de Leftöver Crack.

C’est un vrai feu d’artifice punk, ska et hardcore qui va éclairer la rue de Hollerich le week-end prochain. A commencer par Leftöver Crack, qui, pour les amateurs et amatrices de punk dans le monde entier, sont une sorte de référence et la preuve que l’on peut vivre de sa musique sans (trop) se vendre au système. mehr lesen / lire plus

COLIN TREVORROW: A la recherche du temps perdu

« Safety not Guaranteed » est un petit film bizarre, mais attachant. Le réalisateur joue sur l’intérêt du spectateur pour les voyages dans le temps, pour finalement raconter une toute autre histoire.

Un coup d’oeil sur la montre de temps en temps peut être crucial quand on voyage dans le temps.

Darius s’ennuie. Avec sa vie, avec son stage dans un magazine people à Seattle, avec les gens en général. « Quand j’étais enfant, j’étais encore optimiste. Maintenant, j’essaie de ne pas trop espérer de la vie », dit-elle au début du film. Il est vrai que le meurtre de sa mère quand elle n’avait que 14 ans, et pour lequel elle se sent coupable, n’a pas vraiment arrangé les choses. mehr lesen / lire plus

FOTOGRAFIE: Visuelles Tagebuch

Im Zentrum der Ville Haute laden das Cercle Cité und die Photothèque de la Ville de Luxembourg Touristen und Einheimische zu einer nostalgischen Zeitreise durch die Hauptstadt des Großherzogtums ein.

Nostalgie pur: Batty Fischers Fotos sind zwar keine Meisterwerke, jedoch vermitteln sie den feinen Sinn für Humor des Fotografen. (©photothèque de la ville de Luxembourg)

Die im Ratskeller gezeigte Ausstellung von Fotografien Batty Fischers erweist sich als regelrechtes Stadtporträt. Nahezu 70 Jahre lang bildete die Stadt Luxemburg für den Hobbyfotografen das Hauptmotiv oder diente als Hintergrundkulisse für all die Alltagsgeschehnisse, die er der Dokumentierung für wert hielt.   

Batty Fischer erblickte das Licht der Welt im Juli 1877 in der Rue du Marché-aux-Herbes. mehr lesen / lire plus

ESPIONNAGE TOUS AZIMUTS: Who’s the boss ?

Le triste spectacle que les gouvernements européens offrent face à l’espionnage nord-américain ne fait que révéler à quel point le Vieux continent est sous tutelle.

Qui espionne le plus ? Suite à l’affaire Prism, les médias britanniques s’en donnent à coeur joie pour dénoncer l’hypocrisie française. La France serait en effet le numéro deux mondial question espionnage industriel. Faux rétorquent d’autres spécialistes, les maîtres en la matière seraient les Nord-Américains et leurs affidés britanniques. Nous ne trancherons pas la question dans ces lignes. D’ailleurs, la réponse est sans importance. Ce qui est plus choquant, c’est la naïveté (feinte ou réelle) de certaines bonnes âmes qui semblent ne pas en revenir que des « démocraties » occidentales puissent recourir à la surveillance de masse. mehr lesen / lire plus

POLITIQUE CULTURELLE: Cadavre exquis

Le bilan de Forum Culture(s) de cette législature est plutôt maigrichon. Pourtant, certaines revendications ont aussi bien fait de ne pas être entendues.

Après le Mécoscope de la semaine dernière, place à la culture. Forum Culture(s), une structure qui s’est mise en place lors des élections de 2009 pour faire signer un « pacte culturel » aux partis, vient donc de dresser son bilan sur les 56 points annoncés en 2009 dans le programme gouvernemental. Premier constat : si dans 28 cas les membres de Forum(s) Cultures ont constaté que le gouvernement n’a pas rempli ses promesses, l’indécision (15 cas) prévaut toujours sur le constat positif (13 cas) – ce qui en dit déjà long sur l’ambiance. mehr lesen / lire plus

Rétroactivité législative

(dv) – Au ministère de l’Enseignement supérieur, l’innovation n’est pas un vain mot. Ainsi, la nouvelle ministre Martine Hansen vient d’inventer la rétroactivité des lois. Suite au jugement européen qui avait annulé la décision de son prédécesseur de lier l’octroi des bourses étudiantes à une clause de résidence, Hansen avait, comme on le sait, rapidement fait passer une nouvelle loi avec de nouveaux critères discriminants. Cette fois-ci, les ménages frontaliers doivent avoir travaillé depuis au moins cinq ans et sans interruption au Luxembourg. Hansen veut désormais appliquer cette règle aux familles qui ont porté plainte contre les dispositions de la loi de 2010. mehr lesen / lire plus

Neue Einspeisetarife für nachhaltige Energien

(rg) – Zumindest für
die Betreiber von nachhaltigen Energieanlagen scheint die derzeitige
„Regierungskrise“ von Vorteil zu sein: Während früher die Anpassung der
Einspeisetarife zur Förderung von nachhaltigen Energieformen manchmal
„verpennt“ wurde, hat die eigentlich zerstrittene Regierung am
vergangenen Freitag rechtzeitig die von Wirtschaftsminister Etienne
Schneider verantwortete Neuregelung der Tarife abgesegnet. Sie sollen ab
dem 1. Januar 2014 gelten und können somit schon zeitig vorgestellt und
der EU-Kommission zur Genehmigung unterbreitet werden. Um im Jahre 2020
tatsächlich den angestrebten Anteil von 11 Prozent erneuerbarer
Energien zu erreichen, steigt der Umfang der Förderung an – außer für
die Photovoltaik. Es bleibt bis 2020 eine lange Strecke, bei der vor
allem die Windenergie, Biomasse und Biogas in die Höhe schnellen sollen. mehr lesen / lire plus

Wachwechsel

Seit 2006 war sie in der woxx vor allem für Sozialdossiers zuständig und hinterließ auch in der Kulturredaktion ihre Spuren. Jetzt strebt Christiane Walerich zu anderen Ufern. Nein, nicht, wie so manche KollegInnen der gesprochenen Medien in diesen Vorwahlwochen, in die aktive Politik. Doch apolitisch ist ihr Wirken seit dem 1. Juli auch so nicht, stellt sie doch ihre professionellen Talente in den Dienst  der Umweltgewerkschaft Méco. Die bevorstehende Oekofoire und der vorverlegte Wahlkampf werden für sie in den nächsten Wochen einen starken Kontrast zu dem bei JournalistInnen so verhassten Sommerloch bilden. Die woxx verliert eine emsige Schreiberin, die sich vor allem mit ihren ausführlichen Interviews einen Namen gemacht und auch an echte Tabus heranwagt hat, wie zum Beispiel bei ihrer preisgekrönten Reportage über Sexualität von Menschen mit Behinderung. mehr lesen / lire plus

Keine woxx am Freitag – Pas de woxx ce vendredi!

Wegen einer technischen Panne unserer Druckerei wird die woxx-Ausgabe vom 26. Juli leider nur mit erheblicher Verspätung ausgeliefert. Die Ausgabe kann den AbonnentInnen erst am Montag, den 29. Juli zugestellt werden. An den Kiosken wird die woxx erst ab Samstag ausliegen.
Wir bitten unsere LeserInnen um Verständnis und verweisen auf unsere Internetseite, auf der die wichtigen Artikel ab Freitag online zu lesen sind. Der Inhalt der Kalenderseiten kann unter agenda eingesehen werden.

L’équipe du woxx tient à s’excuser de la non-parution du woxx ce vendredi pour des raisons techniques qui échappent à son contrôle. Les tentatives de finaliser l’impression de l’édition du 26 juillet dans les délais nécessaires pour garantir ce vendredi une distribution par les canaux ordinaires (poste, kiosques) ont malheureusement échoué. mehr lesen / lire plus