INTELLEKTUELLE SYMBIOSE: Schmerz und Blindheit

Der Komponist Claus-Steffen Mahnkopf hat seiner frühver-storbenen Frau ein Gedenkbuch gewidmet. Doch was als Dialog der Seelenverwandten gedacht ist, gerät zum Monolog, der mit tastend-suchender Annäherung nichts zu schaffen hat.

Claus-Steffen Mahnkopf

Auch ich in Arkadien! Wer das Künstlerstipendium der Deutschen Akademie in Rom bekommt, darf in der Tradition von Goethes Italienischer Reise ein Jahr in der Ewigen Stadt verbringen und im Süden auf neue Inspiration für sein Schaffen hoffen. Als der Komponist Claus-Steffen Mahnkopf im Frühjahr 1998 in die Villa Massimo einzieht, ist er entschlossen, zudem Italienisch zu lernen. Prompt erfüllt sich die romantischste Italiensehnsucht: Er verliebt sich in seine Sprachlehrerin. mehr lesen / lire plus

RUSSLAND: Vom Regen in die Traufe

Edward Snowdon hat sich auf der Flucht vor den amerikanischen Strafverfolgungsbehörden unter die Fittiche des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB begeben. Auch in Russland bedienen sich die Geheimdienste oft nahezu unkontrolliert verschiedenster Überwachungspraktiken.

Wurde umfassend überwacht: Maxim Petlin ist nicht nur Abgeordneter der Stadtduma von Jekaterinburg, sondern unterstützt auch die oppositionelle Bewegung „Solidarnost“, die unter anderem die Ausweitung der Überwachungsvollmachten der Sicherheitsdienste kritisiert

Seit über einem Monat sitzt der amerikanische Whistleblower Edward Snowden nun schon im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo fest. Trotz oder gerade wegen seiner Enthüllungen über Geheimdienstpraktiken des Westens weiß in Russland kaum einer so richtig etwas mit ihm anzufangen, am allerwenigsten die russische Opposition. mehr lesen / lire plus

FESTIVAL: Saison Off

Comme chaque année au mois d’août, l’Exit07 propose son affiche estivale lors de ses Congés Annulés. De la pop à l’électro en passant par l’indie-rock ou la musique expérimentale, il y en aura pour tous les goûts lors de cette édition 2013.

Deux lunatiques qui s’assument : Moon Duo fascinera les fans de rock psychédélique ce samedi.

Au niveau des températures, le feeling estival a déjà fait ses preuves. Et l’appel de la plage – ou du bureau si on est en train de se préparer aux élections anticipées d’octobre – s’est déjà fait ressentir. Pourtant, l’équipe de l’Exit07, comme à son habitude en a décidé autrement avec ses quasi-légendaires Congés Annulés qui débutent ce vendredi 2 août avec leur lot de découvertes musicales et leur éclectisme forcené. mehr lesen / lire plus

GUILLERMO DEL TORO: Le divan et les monstres

Dans « Pacific Rim », des mégarobots combattent des monstres géants. Cela vous dit certainement quelque chose. Et pourtant, ce blockbuster est surprenant.

Ne vous fiez pas aux apparences : cette frêle jeune femme terrasse des monstres de 2.500 tonnes.

On partait un peu à l’aveuglette. Bon, il est vrai que question science-fiction ou fantastique, nous sommes assez bon client. A fortiori si la réalisation est signée Guillermo del Toro. Mais quand même, on se demande ce qu’on pourra bien dire dans un article à 4.000 caractères à propos de « Pacific Rim ». C’est épique et il y aura de la casse, comme seule Hollywood sait le faire. mehr lesen / lire plus

INSTALLATION ARTISTIQUE: Gentil détroussage

Susanne Kudielka et Kaspar Wimberley, les deux artistes en résidence ce printemps au Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain, ont imaginé une performance simple mais efficace – et surtout au contenu politique.

La magie du geste.

Une salle d’attente tenue dans un rose-chair des plus dégoûtants, des chaises lambda, des clichés de la capitale et un distributeur d’eau : voilà ce que le collectif Treacle (composé de Susanne Kudielka et de Kaspar Wimberley) a imaginé pour « The Changing of the Guard » qui peut être visité dans l’aquarium du Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain. Mais, halte, il y a encore quelque chose en plus. mehr lesen / lire plus

MAILDIENSTE: Mitlesen unerwünscht!

Maildienste verwerten die per-sönliche Daten ihrer Nutzer. Es geht aber auch ohne Bespitzelung.

Obamas wahres Gesicht:
Der gute demokratische
US-Präsident entpuppt sich
als Daten-Krake.

Prism und Tempora – die US-Spähprogramme sind in aller Munde. Der Militärnachrichtendienst NSA hat direkten Zugriff auf die Server von Google, Facebook, Microsoft, Apple und anderen. Was bedeutet, dass über Gmail oder Outlook laufende digitale Kommunikation abgefangen und ausgewertet werden kann.

Die Bespitzelung ist nicht das einzige Ärgernis. Die Firmen, deren Server angezapft werden, scheren sich selbst wenig um die Privatsphäre ihrer Kunden. Google etwa erstellt mit Hilfe von Gmail detaillierte Nutzerprofile und verhökert sie an die Werbe-industrie. mehr lesen / lire plus

GOOGLE GLASSES: Datenbrillen müssen draußen bleiben!

Google hat die ersten Testexemplare seiner Cyberbrille ausgeliefert – für 1.500 US-Dollar das Stück. Allerdings stößt das Gestell auf viel Skepsis …

Ein Konsument darf mit einem gekauften Produkt machen, was er will? Bei elektronischen Geräten gelten andere Regeln. Ihre Funktionen können zunehmend von außen gesteuert werden. Der Hersteller nimmt sich das Recht der Fernwartung heraus und kann an dem Gerät jederzeit etwas verändern oder sperren. Der Konsument, an der langen Leine gehalten, hat genau genommen nur eine Nutzungslizenz, nicht das Gerät als Ganzes gekauft.

Dass es nur eingeschränkt möglich ist, elektronische Waren wirklich zu besitzen – diese Entwicklung treibt Google auf eine vorläufige Spitze. mehr lesen / lire plus

PROTECTION DES DONNÉES: Un luxe ?

Alors que le monde entier commence à se faire à l’idée qu’il faudra mieux protéger ses données, le Luxembourg ne semble pas trop se soucier des nouveaux enjeux. Un retard qui risque de coûter très cher.

La prochaine fois que vous croisez un flyer comme celui-ci, pensez à y aller. Car l’internet, c’est comme le sexe : mieux vaut avoir des rapports protégés.

Depuis ce jeudi matin, les terminologies « Prism » ou « Tempora » sont devenues un peu plus obsolètes. Car il y a bien pire. Comme vient de le révéler le « whistleblower » – toujours bloqué à l’aéroport de Moscou – Edward Snowden, l’arme ultime de la NSA s’appelle « XKeyscore ». mehr lesen / lire plus

FRAUENQUOTE: Mittel zum Zweck

Die Parteien rufen ab dem 13. August zum „fairen Wahlkampf“. Doch Frauen finden sich auf den meisten Listen noch immer wenige. Schon gar nicht Spitzenkandidatinnen. Kann die Quote helfen?

Politik ist in Luxemburg noch immer Männergeschäft. Kann die Quote es richten?

Um im Wahlkampf Erfolg zu haben, muss, so scheint es, unbedingt ein möglichst lässiger Wahlslogan her. Die sozialistische Partei verkündete ihren am Montag bei Austern und Champagner: „Loscht op muer!“ Das Gerangel um Listenplätze beherrscht in den letzten Wochen nicht nur bei der LSAP die Diskussionen. Doch schaut man sich die Spitzenkandidaten der Parteien an, so sind meist noch immer allein Männer die Aushängeschilder. mehr lesen / lire plus

ÉLECTIONS ANTICIPÉES: Po(p)litique

La personnalisation de la politique n’est pas un phénomène nouveau au Luxembourg. Pourtant, d’après ce que nous avons vu jusqu’ici de la bataille électorale à venir, elle devrait jouer un rôle encore plus prépondérant – au détriment des contenus politiques.

Parmi les candidat-e-s aux élections anticipées du 20 octobre, il y en a juste un auquel personne ne reprochera son bonus personnel obtenu hors de l’arène politique grande-ducale : la rockstar européenne Jean-Claude Juncker en personne. Le problème, c’est que son parti ne semble miser que sur ce statut de reconnaissance internationale pour aller à la pêche aux voix. Et pourtant, le CSV a toujours été un pionnier quand il s’agissait de mettre en avant des candidat-e-s dont le mérite était d’être connu-e-s pour d’autres raisons que leurs exploits politiques. mehr lesen / lire plus

WAHLKAMPFKOSTEN: Amerika lässt grüßen

Ein kurzer Wahlkampf ist nicht unbedingt billiger: Die versprochene finanzielle Zurückhaltung der Parteien hat ihre Grenzen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Luxemburger Parteien sich im Vorfeld eines Wahlgangs darauf verständigen, die Wahlkampfkosten möglichst niedrig zu halten. Dass es diesmal etwas hektischer zuging, bevor die Vertreter der im Parlament vertretenen Parteien – mit Ausnahme von Déi Lénk – ihre Unterschrift unter das auf Initiative der LSAP erstellte Abkommen setzten, hatte nicht nur mit der Vorverlegung des Wahltermins zu tun.

Das Gerangel entstand wohl vor allem deshalb, weil die Wahlstrategen der an den Verhandlungen beteiligten Parteien erst dabei waren, die für sie relevanten Wahlkampfmittel genauer auszuloten, noch während die Verhandlungen zum Abkommen liefen. mehr lesen / lire plus

Kasperletheater im CCR

(avt) – Die Auswahl-Prozedur zur  Besetzung des Direktorpostens der Abtei Neumünster (CCRN) erweist sich zäher, als erwartet. Der Kulturklüngel tut sich mit der Entscheidung schwer und man fragt sich, was eigentlich hinter den Kulissen abläuft. Diese Frage stellte DP-Abgeordnete Anne Brasseur, diese Woche auch an die Kulturministerin. Von den nach der ersten Ausschreibung im März zurückbehaltenen 16 Kandidaturen, waren zwar drei in die engere Auswahl gekommen – die hätten jedoch laut dem Präsidenten des Verwaltungsrats Guy Dockendorf die Anforderungen nicht erfüllt, das CCRN doch sei „keine gewöhnliche Kultureinrichtung“. So wurde schließlich eine Agentur eingeschaltet um die Kandidaten psychologischen Tests zu unterziehen. mehr lesen / lire plus

L’envie d’Etienne

(lc) – « Loscht op muer », le slogan avec lequel le
LSAP veut convaincre les électeurs valait-il vraiment tout le champagne
et les huîtres que les socialistes ont fait servir lors de sa
présentation ? Deux faits pourraient en faire douter. Car, traduit en
français, on se rapproche dangereusement des « Désirs d’avenir » qui
n’ont pas porté chance à leur camarade Ségolène Royal, lors des
présidentielles de 2007. Et puis, « Loscht op muer » n’est pas vraiment
original non plus, puisque le Mouvement écologique l’a encore utilisé
cette année dans sa brochure présentant ses activités du printemps 2013.
Ce qui n’a pas empêché le candidat et tête de liste Etienne Schneider
de se montrer combatif et de distribuer des coups à droite et à gauche,
comme avec cette petite phrase assassine : « Quand en Russie un Poutine
contourne la constitution pour rester au pouvoir, ou quand au Venezuela
un Chávez la fait changer pour faire de même, tout le monde crie au
scandale – tandis qu’un Juncker au pouvoir depuis 18 ans et qui brigue
encore un mandat, ça ne fait pas de vagues ». mehr lesen / lire plus

Das zweite Mal

Vieles kann bei der Produktion einer Zeitung schief gehen. Fertig redigierte Texte haben kurz vor Redaktionsschluss auf einmal nur mehr „Null KB“ Inhalt, mühsam erstellte Layouts weisen bloß noch eine gähnend weiße Fläche auf. Doch diese Pannen lassen sich, für die LeserInnen unbemerkt, beheben. Wenn dann am späten Donnerstagnachmittag die letzte Datei abgeschickt wurde, heißt es aufatmen. Klingelt dann aber irgendwann am Abend das Handy mit der Kennung der Druckerei, dann verheißt das meist nichts Gutes: Es gibt möglicherweise eine Panne und die Ausgabe wird nicht fristgerecht fertig. Das passierte am Donnerstag vergangener Woche – zum zweiten Mal in den mehr als zwei Jahrzehnten, seit unsere Zeitung existiert. mehr lesen / lire plus