BÜRGERHAUSHALT: Transparenz ohne Partizipation?

Die Stadt Luxemburg stellte am Dienstag das „Budget participatif“ vor. Der Schöffenrat verspricht sich dadurch mehr Transparenz, jedoch mangelt es an wahrer Bürgerbeteiligung.

Die Gemeinde Luxemburg präsentierte am Dienstagmorgen ihr eigenes Modell des partizipativen Haushalts. Ab dieser Woche können alle Bürger der Stadt Luxemburg ihre Zugangsdaten zu dem eigens eingerichteten Diskussionsforum beantragen. Einen ganzen Monat lang ist den angemeldeten Usern gestattet, in elf verschiedenen Themenfeldern konstruktive Vorschläge zum Haushaltsentwurf zu machen. Eine benutzerfreundliche Version des Entwurfs, in welchem alle geplanten Projekte vorgestellt werden, wird eigens angefertigt; sie soll als Diskussionsgrundlage dienen.

Bausch und Bettel verkündeten nicht ohne Stolz, dass sie sich bei der Umsetzung von dem bekannten Freiburger Model inspirieren ließen und sogar Freiburger Kommunalpolitiker zu Rate zogen, um mögliche Fehler in Luxemburg zu vermeiden. mehr lesen / lire plus

Déi Gréng – Ein Kompass für eine bessere Gesellschaft

(rg) – Das grüne Programm, das – zwar weniger intensiv als in der Vergangenheit – von einem Parteikongress in aller Öffentlichkeit diskutiert und amendiert wurde, stellt sich als Spagat zwischen Regierungsfähigkeit und grünem Selbstverständnis dar. Keine der Optionen, die sich nach dem 20. Oktober ergeben werden, sind verbaut. Programmatische Knackpunkte gibt es trotzdem, sei es etwa die pauschale Aufrechterhaltung des Index-Prinzips, das so weder mit der CSV noch der DP gangbar wäre – und sogar die LSAP links überholen dürfte. Die Rolle des Finanzplatzes wird kritisch beäugt, aber nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Statt Steuernischen zu suchen, wird auf einen „grünen“ Umbau der europäischen Ökonomie gesetzt, dem der Luxemburger Finanzplatz als „Baustein“ dienen kann. mehr lesen / lire plus

Déi Lénk : Osent-ils trop ?

(lc) – Une chose est sûre : s’il y a bien un programme qui s’est fait dans la démocratie, la transparence et de façon participative c’est bien celui de déi Lénk. Pendant plusieurs semaines, tout citoyen – voire étranger – pouvait donner son avis et proposer des changements à la première mouture du programme en le commentant sur Internet. Mais il se pourrait que le parti fasse les frais de cette opération, car certaines de ses revendications – comme celle d’en finir directement avec la monarchie – même si elles sont louables semblent irréalistes, du moins pour l’électeur pragmatique. Une autre idée qui provoque l’incompréhension de certains est celle de vouloir passer aux 35 heures – une mesure depuis longtemps appliquée en France et qui ne semble pas l’avoir sortie de la crise. mehr lesen / lire plus

ADR : Indécis ou déchirés ?

(lc) – Après la publication du programme du CSV la semaine dernière, l’ADR est le seul parti à ne pas encore avoir publié ses intentions définitives. Ce retard peut avoir deux raisons plausibles : il pourrait s’agir d’une tactique, d’attendre ce que les autres partis – et surtout le CSV, sa concurrence à droite – proposent aux citoyens, pour mieux se positionner par après. Ce qui, avec l’intention du CSV de laisser tomber l’éducation religieuse dans le secondaire, pourrait même leur rapporter les voix des catholiques déçus. L’autre possibilité serait que l’hémorragie interne – voire la décomposition – de l’ADR ne serait toujours pas jugulée et que les membres s’entre-déchirent sur les directions à prendre. mehr lesen / lire plus

CSV: Widerstand aus den eigenen Reihen

(rg) -„Fair a stabil“ plakatiert die CSV landauf, landab pünktlich seit dem 15. September. Doch wie fair und stabil ihr Programm ausfallen würde, das erfuhren die BürgerInnen erst am letzten Wochenende, als die CSV – als letzte der Parteien – ihre Inhalte in den Wahlkampf einbrachte. Der späte Zeitpunkt hatte nichts mit basisdemokratischen Komplikationen zu tun – gemäß den CSV-Statuten nahm der Parteikongress am vergangenen Samstag das Programm lediglich „zur Kenntnis“. Und der lauschte dem Premier, der mit rhetorischer Ausdauer eines Fidel Castro anderthalb Stunden zum druckfrischen Wahlprogramm referierte und erklärte, weshalb nur die CSV für stabile und faire Verhältnisse in Luxemburg sorgen könne. mehr lesen / lire plus

Wahlprogramm der DP: Kosten- und Nutzenlogik

(avt) – Auf 132 Seiten kündigt die DP in allen Bereichen „eine wissenschaftliche Problemanalyse“ an, um zu „innovativen “ Lösungen zu gelangen. Sie verspricht, dem „steuerpolitischen Blindflug“ ein Ende zu setzen: „Wer die DP wählt, tritt für eine allgemeine Steuerreform ein, mit dem Ziel, neue Wirtschaftsimpulse entstehen zu lassen, Arbeitsplätze zu sichern bzw. zu schaffen und eine angemessene Antwort auf die modernen familienpolitischen, sozialen und ökologischen Herausforderungen zu geben.“ Um Kosten zu sparen, will sie öffentliche Gelder künftig „effizient, zielgenau und gerecht einsetzen“. Die DP will im Bildungsbereich allen Kindern die gleichen Startchancen bieten und „den sozialen Lift“ wieder zum Funktionieren bringen. mehr lesen / lire plus

LSAP: Nicht nur progressiver Klartext

(lm) – Acht Mal steht im LSAP-Wahlprogramm das Wörtchen „progressiv“. Es wird nicht im Sinne von fortschrittlich gebraucht, sondern im Sinne von schrittweise. Das Konfliktpotenzial von Vorschlägen wie dem Ausländerwahlrecht, der Quotenregelung und der Reform der Familienpolitk soll wohl durch eine „progressive“ Umsetzung entschärft werden. Die Positionen zur Steuerpolitik und zur Budgetsanierung sind ziemlich vage formuliert, die zum Index dagegen genau austariert und, dank der Parteilinken, beinahe auf OGBL-Linie. Klartext redet die LSAP bei der Verfassungsreform, mit Einschränkungen beim „Ämterkumul“ und einer über die Ja-Nein-Frage hinausgehenden Verfassungs-Volksbefragung. Manche Details sind eher rückschrittlich: AusländerInnen sollen zwar wählen, sich aber nicht zur Wahl stellen dürfen, freie Stellen müssten verstärkt von einheimischen ArbeitnehmerInnen besetzt werden und der „illegalen Einwanderung“ soll ein Riegel vorgeschoben werden. mehr lesen / lire plus

DROIT À L’INFORMATION: Fuite en avant

Le petit scandale autour de « Police TV » révèle plus que le malaise existant et connu entre la police et la presse : il est le symptôme d’une culture d’Etat malsaine et secrète.

Admettons : cela fait un peu Corée du Nord, le fait que la police luxembourgeoise commence à produire ses propres émissions pour informer le public de ses activités. Et la première émission de « Police TV » a de quoi faire froid dans le dos, pour tout observateur critique : justement parce qu’il manque une chose, la critique – voire l’autocritique. Et que le porte-parole officiel de la police se soit laissé aller à prétendre que cette opération de communication répondait à une nécessité, « parce que les journalistes ne font plus ce travail correctement », est d’un côté outrageant, de l’autre typique de la situation au Luxembourg, et pas uniquement pour les journalistes qui tentent d’obtenir des informations des autorités policières, mais pour tout citoyen. mehr lesen / lire plus

REFORMSTAU: Nachhaltige Post

Der Nachhaltigkeitsrat beklagt einen Widerspruch zwischen dem Wunsch der BürgerInnen auf Veränderung und ihrem Mangel an Bereitschaft, selbst etwas für die nachhaltige Entwicklung zu tun.

Stell dir vor, es sind Wahlen … und du bekommst einen Brief! Ein Schreiben vom Conseil supérieur du développement durable (CSDD), in dem dieser seine Besorgnis darüber kundtut, dass den wählenden und nicht-wählenden LuxemburgerInnen zwar durchaus bewusst ist, dass „etwas passieren muss“ um den gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht zu werden, dass sie aber kaum bereit sind, daraus auch für sich selbst Konsequenzen zu ziehen.

Zu diesem Schluss kommt der CSDD nach der Auswertung einer im späten Frühjahr dieses Jahres durchgeführten Befragung. mehr lesen / lire plus