DIFFERDINGEN: Ende des Gemeischels

Die Abstimmung über einen neuen Bürgermeister und zwei Schöffen in der drittgrößten Gemeinde des Landes am Mittwoch wurde zum Fiasko. Der DP-Familienbetrieb in Differdingen scheint keinen Rückhalt mehr zu haben. Eine Quittung für Machtpolitik und Vetternwirtschaft …

Fehlstart hinter verschlossenen Türen.

Von Richard Grad und Anina Valle Thiele

Es brodelt schon seit geraumer Zeit im Kessel. „Nach dem Wechsel von Claude Meisch in die Regierung herrscht in der Differdinger DP-Sektion das blanke Chaos“, heißt es in einer Presseerklärung der LSAP Differdingen. „Intrigen und Misstrauen scheinen nach dem Rückzug von Claude Meisch die Arbeit der Demokratischen Partei zu bestimmen.“ Die Stimmabgabe im Differdinger Gemeinderat am vergangenen Mittwoch legte offen, dass die blau-grüne Koalition so gut wie am Ende ist. mehr lesen / lire plus

FOTOGRAFIE: Kontraste

Steve McCurry – Fotojournalist und Afghanistanspezialist – lädt ein zum vorurteilsfreien Entdecken fremder Welten.

Markt in Afghanistan (©Steve McCurry)

Wer kennt es nicht, das Bild des afghanischen Mädchens mit den stechend grünen Augen und dem durchdringenden Blick, das 1985 um die Welt ging und zu den bekanntesten Fotos überhaupt zählt?

Selber nicht so bekannt wie sein Bild und doch einer der Besten auf seinem Gebiet ist Steve McCurry, Jahrgang 1950, ein Meister des Fotojournalismus, ein Virtuose im Umgang mit Kontrasten. Im Mittelpunkt seines Werks steht seit nunmehr über dreißig Jahren der Mensch und vor allem die Schönheit des Menschen in ihren vielfältigen und durchaus differenten Erscheinungsformen. mehr lesen / lire plus

LARS VON TRIER: She’s a Maniac !

Film à scandale même avant son passage à l’écran, « Nymphomaniac » de Lars von Trier choque beaucoup moins qu’attendu. Ce qui n’enlève rien à son arrière-goût de soufre.

Un petit rôle pour une grande actrice : Uma Thurman dans « Nymphomaniac ».

Joe est nymphomane. Point à la ligne. C’est le constat de base du nouvel opus de l’« enfant terrible » danois Lars von Trier, et si on veut connaître le pourquoi de cette addiction au sexe et à l’auto-humiliation permanente, mieux vaut se référer à la psychologie qu’à von Trier. Car, dans les deux volumes de « Nymphomaniac », le metteur en scène ne se concentre que sur les conséquences directes du comportement « déviant » de Joe, dès sa prime enfance. mehr lesen / lire plus

ZEITGENÖSSISCHER TANZ: Aufbruch in die Moderne

100 Jahre nach der Pariser Uraufführung bringt Sasha Waltz Igor Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ als kraftvolle choreografische Komposition auf die Bühne des Grand Théâtre.

(© Bernd Uhli)

Die Uraufführung von Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ am 29. Mai 1913 in Paris wurde zu einem der größten Skandale der Musikgeschichte. Die provokative Inszenierung um einen Ritualmord wie auch die dissonante Musik, die das brutale Geschehen nur noch unterstrich, wurden allgemein als Zumutung empfunden und lösten tagelange Proteste aus.

Mit der Darstellung eines Frühlingsritus im vorchristlichen Russland holte Strawinsky einen Gewaltakt auf die Bühne. Musik und Inszenierung arteten zur regelrechten Rhythmusorgie aus. mehr lesen / lire plus

KAMBODSCHA: Gegen die Ohnmacht

Kambodscha erlebt die massivsten Proteste gegen die unmenschlichen Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie seit Jahren. Für die Interessen der internationalen Bekleidungsunternehmen schreckt die Regierung indes vor brachialer Gewalt nicht zurück.

Profitieren und kritisieren: Karl-Johan Persson, CEO des Bekleidungsunternehmens Hennes und Mauritz, versucht die kambodschanische Regierung als hauptverantwortlich für die katastrophalen Arbeitsbedingungen in dem südostasiatischen Land erscheinen zu lassen.

Kambodscha erlebt eine Protestwelle, die in dem autoritär geführten Land lange Zeit undenkbar schien. Zehntausende Textilarbeiterinnen und -arbeiter begehren seit Wochen auf und demonstrieren gegen Hungerlöhne. Sie wehren sich gegen den Preisdruck der internationalen Bekleidungsindustrie und die Ausbeutung durch die lokalen Subunternehmen. Und sie demonstrieren im Bündnis mit der politischen Opposition. mehr lesen / lire plus

ESSAY KIRCHE UND STAAT: Weder noch

Beim geplanten Werteunterricht geht es vor allem um die Frage, wer ein Recht darauf hat, Ethik zu unterrichten – die katholische Kirche kann das bestimmt nicht sein.

Jesus und sein Kreuz haben in der Schule nichts verloren.(Foto: © Flickr/Hillary H)

„Billige Religionskritiker, die nicht wissen, was Katechismus ist“, „Wenn der Staat die Wertevermittlung übernehmen soll, kommen wir zurück in die Sowjetunion“ – was Erzbischof Jean-Claude Hollerich am 27. Dezember im RTL-Journal abließ, klang fast wie von der neuen Regierung bestellt. Als ob er sich absichtlich in die Nesseln setzen wollte, zeigte sich der lokale Kirchenfürst so überheblich und weltfremd, dass sein Auftritt für seine Kritiker zum gefundenen Fressen wurde. mehr lesen / lire plus

DIFFERDINGEN: Ende des Gemeischels

Die Abstimmung über einen neuen Bürgermeister und zwei Schöffen in der drittgrößten Gemeinde des Landes am Mittwoch wurde zum Fiasko. Der DP-Familienbetrieb in Differdingen scheint keinen Rückhalt mehr zu haben. Eine Quittung für Machtpolitik und Vetternwirtschaft …

Fehlstart hinter verschlossenen Türen.

Von Richard Grad und Anina Valle Thiele

Es brodelt schon seit geraumer Zeit im Kessel. „Nach dem Wechsel von Claude Meisch in die Regierung herrscht in der Differdinger DP-Sektion das blanke Chaos“, heißt es in einer Presseerklärung der LSAP Differdingen. „Intrigen und Misstrauen scheinen nach dem Rückzug von Claude Meisch die Arbeit der Demokratischen Partei zu bestimmen.“ Die Stimmabgabe im Differdinger Gemeinderat am vergangenen Mittwoch legte offen, dass die blau-grüne Koalition so gut wie am Ende ist. mehr lesen / lire plus

LUXEMBOURG BASHING: A qui la faute ?

Du « meilleur élève européen » au paradis offshore à évincer de l’Union européenne, gouverné de surcroît pendant 18 ans par un ivrogne notoire. Le baromètre du Luxembourg n’est plus au beau fixe – mais au lieu de jouer les indignés, on ferait mieux de se demander si certaines critiques ne sont pas justifiées.

Quel scoop ! Le nouveau Monsieur Euro, Jeroen Dijsselbloem, a donc découvert le penchant pour la boisson de son prédecesseur, notre Jean-Claude Juncker national. Il faut vraiment le féliciter pour son courage. Et se réjouir qu’au moins désormais notre monnaie commune ne dépende plus d’un ivrogne, mais soit fermement tenue entre ses jeunes mains calvinistes – on respire enfin. mehr lesen / lire plus

DIENSTWAGEN FÜR ALLE?: Wer’s braucht

In einem Land, wo Jenny und Menni den Dienstwagen privat nutzt, sollen Regierungsmitglieder das nicht mehr dürfen? Für dieses Privileg spricht die Arbeitsintensität ihres Jobs, dagegen sprechen die strengeren Regelungen in zahlreichen Ländern.

Was bleibt von der Schlammschlacht um den Winterurlaub von Francine Closener? Die Staatssekretärin wurde vom Verdacht, ihren Dienstwagen illegalerweise privat genutzt zu haben, reingewaschen und entschuldigte sich obendrein für die Behauptung, sie sei im Recht gewesen. Nun steht die Regierung vor der Aufgabe, den brandneuen Deontologie-Kodex ein weiteres Mal zu überarbeiten.

Wozu brauchen MinisterInnen und StaatssekretärInnen eigentlich außerhalb ihrer Arbeitszeit einen Dienstwagen? Im Jeudi dieser Woche erinnert Danièle Fonck daran, dass die Regierungsmitglieder jederzeit erreichbar und „rückführbar“ sein müssen, es also keineswegs unsinnig sei, mit dem Dienstwagen in den Auslandsurlaub zu fahren. mehr lesen / lire plus

Alle lieben Xavier Bettel

(rg) – Er sei froh, nicht vor einem leeren Saal reden zu müssen, bekannte Premier Xavier Bettel beim Neujahrsempfang, den er, in der Tradition seiner Vorgänger, am Dienstag im Staatlichen Geschichtsmuseum für die Presse gab. Der kleine Seitenhieb auf den CSV-Parteipräsidenten und dessen problematisches Verhältnis zur Luxemburger Presse war aber auch ungefähr das einzige rhetorische Highlight, das Bettel zu bieten hatte. Wohlwissend, dass der politische Umbruch, der sich im letzten Jahr vollzogen hat, nicht zuletzt auch das Ergebnis einer spürbar „emanzipierten“ Presse gewesen ist, sparte er nicht mit Lob für die Luxemburger Medienschaffenden. Er ging aber auch auf die zu Beginn der Veranstaltung vorgetragenen Forderungen des Vorsitzenden des Presserats, Fernand Weides, ein und sagte eine Nachbesserung des noch von der Vorgängerregierung deponierten Informationszugangs-Gesetzes zu. mehr lesen / lire plus

La France s’ouvre au cannabis médical

(da) – Le ministère de la Santé français a annoncé ce jeudi l‘autorisation de mise sur le marché du Sativex, premier médicament à base de cannabis à être commercialisé en France. L‘utilisation de ce spray buccal restera cependant restreinte : il servira uniquement au traitement des spasticités (contractions musculaires) liées à la sclérose en plaques. La prescription initiale sera réservée aux neurologues et médecins rééducateurs hospitaliers. Le Sativex est un mélange de deux composants actifs de la plante, le tétrahydrocannabinol (THC) et le cannabidiol (CBD), le second annulant les effets psychotropes du premier. L’Agence nationale de sécurité des médicaments (ANSM) française estime autour de 20.000 le nombre de patients potentiels en France. mehr lesen / lire plus

RENTRÉE LÉGISLATIVE: Chambre 2.0

Un parlement plus efficace et plus visible. La liste des voeux après une année parlementaire très mouvementée est longue et imprégnée d’une atmosphère de renouveau.

Pour le secrétaire général de la Chambre des députés, Claude Frieseisen, c’est une tradition qu’il connaît depuis près de deux décennies – ce qui explique peut-être pourquoi son discours a duré quelques instants de plus que celui de son « chef » hiérarchique, le président Mars Di Bartolomeo. L’inventaire des travaux achevés – particulièrement lourd à cause des élections anticipées – mais surtout la liste des changements envisagés occupaient une bonne part de la réception, qui en dehors d’un certain nombre de député-e-s, de leurs attaché-e-s, du personnel de la chambre (dont le nombre actuel dépasse, avec 64 personnes, celui des député-e-s et ne comprend pas moins de 44 femmes, à l’inverse donc de la composition de la Chambre) comptait aussi la présence de la presse parlementaire. mehr lesen / lire plus

En France la concentration médiatique continue

(lc) – C’est une de ces nouvelles qui ont tendance à rester inaperçues, alors qu’elle est le signe qu’une évolution dangereuse dans le paysage de la presse française est toujours en train de se propager : la concentration des principaux médias dans les mains de quelques personnes. Cette fois, ce sont les actionnaires du groupe « Le Monde » qui seraient en négociation avec Claude Perdriel – propriétaire du groupe du même nom et dont « Le Nouvel Observateur » figure au portfolio. Poussées avant tout par Xavier Niel, un homme d’affaires issu de la Sarkozye ayant fait fortune avec le « Minitel Rose », et puis en fondant l’opérateur internet « Free » et Mathieu Pigasse, le directeur général de la banque Lazard et proprio des « Inrockuptibles » et du « Huffington Post », elles tourneraient autour du rachat de 65% des actions du groupe, donc 13,4 millions d’euros. mehr lesen / lire plus

Konkurse hoch

(da) – Die Zahl der Firmenpleiten in Luxemburg bleibt fast unverändert hoch. Die Bezirksgerichte in Diekirch und Luxemburg hatten im Jahr 2013 insgesamt 1047 Konkurse zu verzeichnen, eine leichte Steigerung um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit ist die Pleitenquote 2013 auf dem höchsten Stand seit 1928. Vor allem die Entwicklungen im Bausektor, der eine Steigerung der Konkurse um über 43 Prozent aufweist, sind bedenklich. Insgesamt 99 Konkurse im Bausektor gegenüber 69 im Vorjahr führt die Unternehmensgruppe Creditreform in ihrer aktuellen Analyse über Konkurszahlen in Luxemburg auf. Auffallend ist vor allem, dass es sich bei den Pleiten in dieser Branche überwiegend um kleinere Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern handelt. mehr lesen / lire plus

Forum spielt sich jung

(lm) – Ist die Zeitschrift Forum eine alte linkskatholische Tante? Selbst wenn dem so wäre, junge Geeks finden jedenfalls den Weg zu ihren Kaffekränzchen. Das belegt die jüngste Ausgabe mit dem Titel „Gaming – Kultur und Industrie“ und einem Cover, das wie ein Screenshot aus einem Weltraum-Computerspiel aussieht. Das Dossier in der Nummer 336 soll dazu beitragen, den Videospielen den Stellenwert zu verleihen, der ihnen gebührt, schreiben Sven Wohl und Jerry Weyer in einem einführenden Artikel. Sie verweisen auf den Launch von „GTA V“ – für den durchschnittlichen Forum-Leser hätten sie es wohl besser „Great Theft Auto V“ ausgeschrieben. Die Entwicklung habe so viel gekostet wie die Produktion der gesamten Herr-der-Ringe-Trilogie, binnen 24 Stunden seien 11 Millionen Exemplare verkauft worden und der Umsatz habe nach drei Tagen eine Milliarde Dollar erreicht. mehr lesen / lire plus