EUROBAROMETER: Unsaubere Forschung

Diese Woche wurden die ersten Resultate der Eurobarometer-Umfrage vorgestellt. Überraschend sind die Resultate nicht. Die Methoden der europäischen Kommission sind es schon eher.

Im „Joseph Bech“-Saal im „Europahaus“ fand sie statt, die Vorstellung der ersten Resultate aus der aktuellen Eurobarometer-Umfrage. Wie wohl der Namensgeber des Saals, ein „großer Europäer“ mit fragwürdigem Demokratieverständnis ? erinnert sei an sein gescheitertes „Maulkorbgesetz“ -, die aktuelle wirtschaftliche Lage in Luxemburg und Europa einschätzen würde? Das wird selbst das Umfrage-Institut TNS-Ilres nicht mehr herausfinden können.

Doch erst einmal zu den Resultaten der Erhebung, für die 508 Personen in Luxemburg befragt wurden. Georges Bingen, Ökonom und Chef-Vertreter der europäischen Kommission in Luxemburg, interpretierte sie folgendermaßen: „Die Luxemburger sind zufrieden mit der Situation, aber pessimistisch für die Zukunft.“ Für den Chefsoziologen und Meinungsforscher Charles Margue von TNS-Ilres, der den anwesenden JournalistInnen während der fast einstündigen Pressekonferenz seine eigenen Interpretationen geradezu aufdrängte, „steckt die Interpretation nicht in den Resultaten“. mehr lesen / lire plus

Juncker chancenlos?

(rg) – Glaubt man den jüngsten Erhebungen von „PollWatch 2014“, einem vom EU-Parlament finanzierten Projekt, das den Verlauf der EU-Wahlen vom 22.-25. Mai genauer beleuchten will, so wird Jean-Claude Junckers Vorhaben, EU-Kommissionspräsident zu werden, scheitern. Nicht etwa, weil seine „liebe Angela“ ihn fallen ließe oder die Regierung Bettel-Schneider darauf bestünde, einen der ihren in die Kommission zu beordern. Der Grund ist ein anderer: PollWatch rechnet derzeit mit 217 Sitzen für die AnhängerInnen von Martin Schulz (2009: 194), derzeit EU-Parlamentsvorsitzender und Kandidat der Sozialdemokraten für den Kommissionsvorsitz, der somit, entsprechend einer ungeschriebenen Regel, gute Chancen hat, José Manuel Barroso abzulösen. Die CSV-Mutterpartei EVP käme mit 200 Sitzen (2009: 274) nur noch auf Platz zwei. mehr lesen / lire plus

Fabrique d’asphalte : Gira ne convainc pas

(lc) – Jeudi dernier, le secrétaire d’Etat au Développement durable et aux Infrastructures, le Vert Camille Gira, s’était donc déplacé à Esch. Cela afin d’expliquer aux habitant-e-s en colère pourquoi il avait fait volte-face en donnant le feu vert à une fabrique d’asphalte, qu’il avait combattue encore quelques mois plus tôt, quand il n’était que député. Les « Minettsdäpp » n’étant pas dupes, ils ont fait sentir à Gira leur colère et leur déception à force d’interruptions pendant tout son discours. Il faut ajouter que le secrétaire d’Etat n’avait probablement pas saisi la dimension de l’ire populaire – comment expliquer autrement certains propos plutôt arrogants, comme « Je n’avais nullement besoin de venir ici » ? mehr lesen / lire plus

Neutralité du net – enterrée le 24 février ?

(lc) – Lundi prochain pourrait être un jour funeste pour les libertés sur Internet. En effet, la commission de l’industrie du Parlement européen s’apprête à voter un rapport émanant de l’eurodéputée conservatrice espagnole Pilar del Castillo Vera, jugé désastreux par les ONG et associations de défense comme « La quadrature du net ». Le rapport en question donnerait la possibilité aux opérateurs de réduire les flux d’informations pour certains services, comme le P2P, jugé nuisible par l’industrie, et d’en favoriser d’autres comme YouTube ou Netflix. En d’autres mots, sous couvert de la guerre contre le piratage, la neutralité du net est bafouée. mehr lesen / lire plus

OPER: Rosenkavalier vom Meister der Ironie

Nach seiner vielumjubelten Inszenierung des „Rosenkavaliers“ in Antwerpen bringt Hollywood-Star Christoph Waltz die Oper nun auf die Bühne des Grand Théâtre. Hartgesottene Opernfans erwartet eine fast vierstündige Vorstellung mit Waltz’schem Augenzwinkern.

Der Rosenkavalier ist ein Opern-Evergreen. Auch wenn Richard Strauss‘ Rolle im Nationalsozialismus umstritten sein mag (von 1933 bis 1935 war er Präsident der Reichsmusikammer) – der Rosenkavalier gilt als das Meisterwerk des Komponisten und seines kongenialen Librettisten Hugo von Hofmannsthal. Wiener Charme, Melancholie und Farce werden zu einem grandiosen Klangbild verwoben. Ein opulenter, fast vierstündiger Klassiker, den jedes Opernhaus, das auf sich hält, musikalisch anspruchsvoll auf die Bühne zu bringen sucht. mehr lesen / lire plus