GEORGE CLOONEY: Flügelaltars

Trotz eines klingenden Staraufgebots kann George Clooney mit seiner neuesten Regiearbeit nicht überzeugen. Statt sich auf die packende Story der „Monuments Men“ zu verlassen, hat er den Film mit pathetischen Momenten überladen.

Greift einmal tief in die Klischeekiste. What else, Mr. Clooney?

Das Genre trägt den bezeichnenden Namen „Men-on-a-Mission-Movies“: Eine Gruppe handverlesener wagemutiger Männer wird ausgeschickt, um eine wahnwitzige Mission zu erfüllen. Die Protagonisten sollten möglichst stereotypisch sein, der Erfolg am Ende – trotz diverser Peripetien und Verluste – muss zuverlässig eintreten. Die Filmgeschichte kennt namhafte Beispiele, von Robert Aldrichs Klassiker „The Dirty Dozen“ bis zu Quentin Tarantinos „Inglorious Basterds“. Von diesem Genre hat sich George Clooney inspirieren lassen, um die Geschichte der „Monuments Men“ zu erzählen. mehr lesen / lire plus

FOTOGRAFIEN VON AUSCHWITZ: Erinnern, um zu verstören?

Die Aufnahmen der Wanderausstellung „Auschwitz! … Was danach?“ des jungen Fotografen Paul Klensch, ab Mittwoch am Lycée Technique in Ettelbrück zu sehen, dokumentieren seinen eigenen Blick auf das ehemalige Vernichtungslager und wirken mal harmonisch, mal geisterhaft.

Foto: Paul Klensch

Jeder Künstler, der die Judenvernichtung während der NS-Zeit zum Gegenstand seiner Auseinandersetzung macht, steht vor der Herausforderung, dem Grauen „ästhetisch“ gerecht zu werden, und läuft Gefahr, den organisierten Massenmord an Juden, die Shoa, zu verharmlosen. Historiker und Philosophen streiten vor allem in Deutschland, ob bzw. (in)wie(fern) Kunst nach Auschwitz überhaupt eine Berechtigung hat. In den Jahrzehnten nach dem Holocaust vermochten einige wenige künstlerische Auseinandersetzungen die lang beschwiegene Massenvernichtung der Nationalsozialisten angemessen zu behandeln, indem sie sich dem Grauen zunächst „dokumentarisch“ annäherten. mehr lesen / lire plus

OUT OF THE CROWD-FESTIVAL: Win-win für den Indie

Mit 14 luxemburgischen und europäischen Rock-, Pop- und Elektro-Acts sowie einer Ausstellung zum Thema Klangkunst bietet das Out oft the Crowd-Festival (OOTC-Festival)die Gelegenheit, in der Kulturfabrik neue Bands zu entdecken, bekannten Klängen zu lauschen und sich bei audiovisuellen interaktiven Installationen Gedanken über seine eigene Rolle als Musikkonsument und Fan zu machen.

Worum es beim OOTC-Festival geht, sagt schon der Name: Um Indie-Bands, die nicht der Massenströmung folgen, sondern – musikalisch wie produktionspolitisch – ihren eigenen Weg gehen wollen. Das ist zwar eine löbliche Devise, jedoch schwer umzusetzen, entsagt man doch als eingefleischter Indie jeglicher Unterstützung durch große Musikkonzerne. Hilfe in den Bereichen Budget, Produktion, Marketing und Management sind nur einige Dinge, die eine junge Band braucht, um sich einen Namen zu machen. mehr lesen / lire plus

UKRAINE: Zündelnde Regionalzaren

Während die Öffentlichkeit die Entwicklungen um die Ukraine vorwiegend als Neuauflage des Ost-West-Konflikts interpretiert, wird auch auf regionaler Ebene gepokert: Örtliche Oligarchen nutzen die Chance, um den nach Janukowitschs Sturz drohenden Verlust ihrer Pfründe abzuwenden.

Er dreht am Rad der Macht: Der „Oligarch“ Rinat Achmetow (links), hier mit seinem Schützling Janukowitsch, den er einst aufbaute und schließlich zum Absturz brachte. Sein Einfluss auf die prorussischen Demonstranten in der ostukrainischen Industriestadt Donezk ist so groß, dass nicht wenige ihn als Urheber des Aufruhrs in der Region vermuten. (Foto: INTERNET)

Im Osten der Ukraine hält ein politisches Vokabular in den Sprachgebrauch Einzug, das unlängst noch einer anderen historischen Epoche anzugehören schien. mehr lesen / lire plus

Letzte Ausfahrt Europa

Muss man lieben, was man für vernünftig hält? Ein Kongress der Berliner Tageszeitung „taz“ versuchte auszuloten, welche Perspektiven des Politischen die Europäische Union umfasst.

Immer ran an die Bewegung! „taz“-Chefredakteurin Ines Pohl post mit Aktivisten gegen das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP). (Foto: Mehr Demokratie / Flickr)

Er liebe keine Staaten, er liebe seine Frau, meinte vor langer Zeit der deutsche Präsident Gustav Heinemann. Damit war zu diesem Thema eigentlich alles gesagt. Bis die in Berlin erscheinende Tageszeitung taz jetzt einen von ihr veranstalteten Kongress „I love EU – Solidarität ist machbar“ nannte. Muss man die EU wirklich lieben? mehr lesen / lire plus

ÉLECTIONS EUROPÉENNES: « Plutôt libéraux »

Andy Maar est – à côté du duo Clement et Weyer – probablement le pirate le plus rompu à la politique. Il a raconté au woxx pourquoi il a choisi de changer de l’ADR aux pirates et comment est né son engagement dans la politique.

Âgé de 29 ans, Andy Maar habite le Nord du pays. Il travaille comme informaticien pour le ministère de la Justice. Depuis 2009, il milite au sein de « Rosa Lëtzebuerg » pour les droits de la communauté LGTB.

woxx : Avant de rejoindre le parti des pirates, vous étiez membre de l’ADR. Quand et surtout pourquoi avez-vous changé de formation? mehr lesen / lire plus

L’EUROPE ET LE LUXEMBOURG: Couper le nombril ?

Exclure le Luxembourg, voilà ce qui fait des vagues aux bords de l’Alzette. Derrière la proposition douteuse d’une Europe à six se profile la question de la nature du projet européen.

Une Europe sans le drapeau luxembourgeois ?
Comment choisir les 21 autres indésirables ? Et au nom de quoi le seraient-ils ? (PHOTO: DE EUSESON/WIKIMEDIA/GFDL)

L’Europe est trop grande, ses pays membres sont trop différents entre eux. Il faut donc revenir à une structure plus compacte. Le Luxembourg n’est plus un véritable pays, il ne doit donc pas en faire partie. Voilà, en bref, le raisonnement de Laurent Wauquiez, homme politique français, qui a fait couler tant d’encre et de pixels. mehr lesen / lire plus

DÉI LÉNK: Preguntando caminamos

15 Jahre ihres Bestehens feiert déi Lénk in diesem Jahr, wobei es genau genommen nur zehn sind. Entstanden zu einer Zeit, in der es angeblich keine Alternative zur freien Marktwirtschaft mehr gab, hat die Partei heute ihre Nische in der Parteienlandschaft gefunden. Sollte sie sich damit zufrieden geben?

Auf, auf zum Kampf sieht anders aus: Déi Lénk bei einer Pressekonferenz (Foto : Déi Lénk)

Nach dem Zusammenbruch des realexistierenden Sozialismus fragte sich so mancher, ob bzw. wie die linke Bewegung noch weiter existieren könnte. Die Sozialdemokratie befand sich in einer Umstrukturierungsphase, ein Teil der europäischen kommunistischen Parteien vollzog spätestens jetzt den Wandel zum sozialdemokratisch angehauchten Eurokommunismus, während die anderen völlig die Orientierung verloren hatten. mehr lesen / lire plus

COURS UNIQUE: Un seul Dieu ?

Face au projet d’abolition du cours confessionnel, côté catholique, on pique une colère et on campe sur ses positions, tandis que certains musulmans s’accommodent mieux de la laïcité.

« L’unité se crée dans la diversité et non à travers l’uniformisation du cours unique prévu. » C’est la raison donnée par les organisateurs de la marche « Fir de Choix » qui aura lieu samedi 26 avril. Malgré l’appellation paradoxale de l’initiative – ressemblant à « Pro choice », le mouvement américain en faveur du droit à l’avortement – et le graphisme dynamique de son logo, il s’agit d’une démarche réactionnaire.

Le projet d’un cours unique, dans lequel les valeurs religieuses auraient leur place, n’a rien de radical. mehr lesen / lire plus

CINÉMA DU SUD: Qui va nourrir le monde de demain ?

Sécurité alimentaire, biodiversité agricole, emploi, climat, environnement : le festival « Cinéma du Sud » sera consacré à l’agriculture familiale et les défis de l’avenir que celle-ci doit relever.

(PHOTO : SOS-FAIM)

L’agriculture familiale se caractérise par des exploitations qui font essentiellement appel aux membres de la famille pour leur gestion et main-d’oeuvre. Depuis toujours, elle occupe une place privilégiée parmi les activités humaines. Avec plus de 500 millions de fermes familiales dans le monde, elle demeure la forme dominante d’agriculture dans les pays développés comme en développement, d’où son importance dans la réduction de la faim et de la pauvreté rurale. mehr lesen / lire plus

STUDIENBEIHILFEN: Der Druck der Straße

Der Protest gegen die geplanten Einsparungen bei den Studienbeihilfen geht in die nächste Runde. „Die Möglichkeiten des Dialogs sind ausgeschöpft“, sagt die Unel und bereitet eine Großdemonstration vor.

„Streik!“ schallt es von den Dächern in diesen Tagen. Ein Bündnis von Jugendorganisationen hat für Freitag, den 25. April, zu einem eintägigen SchülerInnen- und StudentInnenstreik aufgerufen. Der Protest richtet sich gegen die Sparpläne der Regierung bei den Studienbeihilfen. Zur Erinnerung: Hochschulminister Claude Meischs Gesetzesprojekt 6670 sieht drastische Einsparungen bei der Vergabe von Studienbeihilfen vor. Statt der bisherigen 6500 Euro „Bourse“ im Jahr, soll es jetzt nur noch einen Basisbetrag von 2000 Euro geben, zusätzlich dazu eine an soziale Kriterien gekoppelte „Sozial-Bourse“ und eine entsprechende, an den Wohnsitz gebundene, „Mobilitäts-Bourse“. mehr lesen / lire plus

HIV-Infektionsrate stagnierend

(avt) – Bei der Bekämpfung von HIV/Aids gibt es weltweit einen positiven Trend, doch spiegelt dieser sich nicht in Luxemburg wider. Mit 82 Infektionen 2013 – gerade einmal einer Infektion weniger als 2012 – stagniert die Zahl der Neuinfektionen. Aufklärung und Prävention sind noch immer vonnöten. So ruft das Luxemburger Aids-Überwachungskomitee dazu auf, sich im Zweifel einem HIV-Test zu unterziehen. Denn bis zu 400 Personen leben nach Schätzungen des Komitees in Luxemburg unwissentlich mit einer HIV-Infektion. Die Aids-Beratungsstelle, die 2013 ihren Namen in „HIV-Berodung“ änderte, will in Zukunft verstärkt auch die Bekämpfung anderer Infektionen und sexueller Krankheiten wie Hepatitis C ins Auge fassen. mehr lesen / lire plus

Piraten entern Schengen

(da) – Die Piratenpartei lädt zu ihrem Europakongress ein – nach Schengen. Bei dem Kongress soll über das definitive Wahlprogramm für die Europawahlen abgestimmt werden. In vier Versammlungen, „Ideastorms“ im Piraten-Jargon, wurden Ideen gesammelt, die, zu einem Programmentwurf zusammengefasst, in Schengen diskutiert werden sollen. Der Entwurf ist im Internet einsehbar, Änderungsvorschläge sind willkommen. Schengen ist für die Piraten „ein Schlüsselort unseres modernen Europas“. Für andere dürfte das Winzerdorf an der Mosel eher Schlüsselort des gleichnamigen Abkommens sein. Dieser Grundpfeiler des „Raumes der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts“ in der Europäischen Union, wird regelmäßig von Bürger- und Menschenrechtsorganisationen für eine repressive und menschenunwürdige europäische Flüchtlingspolitik verantwortlich gemacht. mehr lesen / lire plus

Agrargifte im Bienenpollen 

(avt) – Über zwei Drittel des Pollens in den Bienenstöcken europäischer Länder sind mit bis zu 17 verschiedenen giftigen Pestiziden belastet, so das Ergebnis einer Greenpeace-Studie. Bei den Chemikalien, die in den gesammelten Pollen nachgewiesen wurden, handelt es sich um eine Vielzahl von Insektiziden, Akariziden, Fungiziden und Herbiziden, die von Agrochemieunternehmen wie Bayer hergestellt werden. Die Studie, auf die sich Greenpeace stützt, ist die größte Untersuchung ihrer Art in Europa. Im Rahmen der Studie wurden mehr als 100 Proben aus zwölf Ländern analysiert, insgesamt wurden 53 verschiedene Chemikalien nachgewiesen. Die Studie zeigt eine unverantwortliche Belastung von Bienen und anderen wichtigen Bestäuberinsekten auf. mehr lesen / lire plus

BUDGET 2014: Kein Kommentar

Der finanzpolitische Fahrplan der Regierung wird auch nach den Haus-haltsdebatten kaum deutlicher sein.

Außer dem Berichterstatter Eugène Berger (DP) scheint niemand sich so richtig für den „Zwischen“-Haushalt 2014 zu begeistern. Der Finanzminister, dessen Erstlingsrede zum Budget im März als „technokratisch“, „trocken“ und „unspektakulär“ bezeichnet wurde, aber auch die CSV-Opposition, die ja bei dem 2014er Haushalt in weiten Teilen noch federführend war, wollen wohl nicht zu viel Energie und Zeit in die in der kommenden Woche in der Chamber stattfindenden Haushaltsdebatten investieren.

Obwohl die Arbeiten unter komplizierten Bedingungen und auch noch verspätet in Angriff genommen wurden, gab Berger noch weit vor den Osterfeiertagen seinen Bericht ab. mehr lesen / lire plus

Die Rückkehr der Cegedel

(lm) – Verstaatlichen! Mit dem Vorschlag, die öffentliche Hand solle die Stromnetze übernehmen, sorgte der grüne Europaabgeordnete Claude Turmes 2005 für Erstaunen. Immerhin befand sich die Welt, Europa und die luxemburgische Politsphäre noch immer im Liberalisierungswahn. Noch erstaunlicher war, dass Energieminister Jeannot Krecké zwei Jahre später Turmes’ Idee aufgriff. Bei der Schaffung der neuen Firma Enovos wurde dieses Ziel fast, aber nicht ganz umgesetzt.
Etienne Schneider, Kreckés Nachfolger, ließ eine weitere Gelegenheit aus, als 2012 Arcelormittal seine Anteile an Enovos verkaufte. Als „inakzeptabel“ bezeichneten es damals Déi Lénk, dass die Regierung der Fondsgesellschaft Axa den Vortritt ließ. Doch diesmal ist alles anders: Als vor ein paar Tagen bekannt wurde, dass auch das Energieunternehmen RWE seine Anteile an Enovos loswerden will, schlug der LSAP-Abgeordnete Fränk Arndt vor, von dem Vorkaufsrecht Gebrauch zu machen. mehr lesen / lire plus

Travailleurs détachés : compromis ou pis-aller ?

(lm) – Un petit pas contre le dumping social, c’est ce qu’a sans doute fait le parlement européen lors de sa dernière séance. En effet, il a adopté à peu près tel quel le compromis négocié au niveau des Etats membres pour une adaptation de la directive « détachement » (woxx 1245). Rappelons que celle-ci règle les droits sociaux des travailleurs temporairement détachés dans un autre pays. Le texte adopté mercredi a été considéré comme satisfaisant aussi bien par les leaders du Parti populaire européen que par ceux du Parti socialiste européen. Interrogée par le woxx, la députée socialiste française Isabelle Thomas s’est montré plus réservée. mehr lesen / lire plus

De la pertinence de l’escargot

(da) – Dans le cadre des – qui aurait pu le deviner ? – élections européennes, « Europe Écologie Les Verts », Déi Gréng et le parti pirate français invitent à une conférence de Bernard Legros sur le sujet de la décroissance. Le porte-parole du Mouvement politique des objecteurs de croissance, militant d’Attac et auteur de « La pertinence de l’escargot. En route vers la décroissance ! » sera au local « Am Garage » (70, route d’Esch) à Luxembourg, le jeudi, 24 avril. La conférence débutera à 19h30 et l’entrée sera gratuite. mehr lesen / lire plus

Earth Day 2014: Grüne Städte

(lm) – Am 22. April findet der internationale Earth Day statt. 1970 erstmalig in den USA eingeführt, hat das Event seit den 1990er Jahren weltweite Bedeutung. Dieses Jahr steht der Earth Day unter dem Motto „Green Cities“. „Über die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten“, liest man auf www.earthday.org (nur englisch!). Angesichts des Klimawandels müssten sich die Städte in Bereichen wie energieeffiziente Bauweisen, öffentlicher Nahverkehr und sanfte Verkehrsmittel verändern. Die damit einhergehende Kampagne beschränkt sich bisher leider auf die USA und auf … US-Botschaften weltweit. mehr lesen / lire plus