SENEGAL: Wo Projekte Früchte tragen …

Frères des Hommes baut in Senegal auf eine Zukunft mit ökologischen Höfen.

Der Besitzer eines ökologischen Hofs bei Guelma holt Rat von Ousmane Sow, Landwirtschaftsberater der UIAPR, ein.

Abseits der touristischen Pfade, in einer heißen und trockenen Region Senegals haben drei einheimische Familien um den Aufbau und Erhalt ihres Dorfes gekämpft. Seit 2009 steht Frères des Hommes Luxembourg ihnen zur Seite. Das Ziel: Die einheimischen Bevölkerungsgruppen, die Wolof und die Fulbe, durch die Eröffnung ökonomischer Perspektiven mit ökologischer Zielsetzung in ihrem Überlebenskampf zu unterstützen. Dies auch, weil klar ist, dass Aminata Touré, die als erste Frau im September 2013 das Amt des Staatschefs in dem gebeutelten Land übernommen hat, die wirtschaftliche Lage nicht binnen Kurzem wird ändern können. mehr lesen / lire plus

INKLUSION: Baustelle Behinderung

An diesem 5. Mai wird es kaum Proteste der Behinderten-Verbände geben. Stattdessen gibt es Sensibilisierungstage als städtisches Angebot. Auf Regierungsebene müssen nun Taten folgen.

„Ist der Arbeitsmarkt prekär, fallen gerade Menschen mit einer Behinderung unter den Tisch – sie bedürfen unserer Solidarität“ – mit diesen Worten eröffnete Arbeitsminister Nicolas Schmit im alt-bewährten Sozi-Diskurs einen Sensibilisierungstag zu Arbeit und Behinderung. Ernst gemeinte Absicht oder doch nur die x-te Alibi-Veranstaltung zum europäischen Aktionstag für Gleichstellung? „Schönreden eines Politikers“, konkret sehe man aber, dass auf dem Terrain leider nicht viel passiere, kommentiert Joël Delvaux vom OGBL die Worte des Ministers. Patrick Hurst, Präsident der Behindertenvertretung „Nëmme mat eis!“, beklagte noch vor wenigen Tagen das gänzliche Fehlen einer politischen Agenda wie auch das eines Behindertenbeauftragten. mehr lesen / lire plus

GEMEINWOHL-ÖKONOMIE: Pragmatisch aber radikal

Das Wirtschaftssystem umkrempeln, ohne dogmatisch vorzugehen, dafür steht Christian Felber. Der Autor von Büchern zu Gemeinwohl und Geldordnung kommt demnächst nach Luxemburg.

Bei aller Lust am Theorisieren legt Christian Felber großen Wert auf die demokratische Umsetzung: Seine Ideen sollen nicht von einer politischen Elite übernommen und umgesetzt werden, sondern durch Konvente, in denen die BürgerInnen über eine neue Wirtschaftsordnung befinden.

Christian Felber, ein Kommunist? Das behaupten manche seiner Gegner. Es stimmt, der österreichische Autor ist seit langem ein scharfer Kritiker des kapitalistischen Systems, entwickelt seit Jahren die Idee einer Gemeinwohl-Ökonomie, würde am liebsten Geld zu einem öffentlichen Gut machen und dabei die Zinsen abschaffen. mehr lesen / lire plus

EUROPÉENNES: Les 12,2 pour cent

Même s’il est en augmentation constante, le taux d’inscription des étrangers aux élections européennes n’est toujours pas à la hauteur des ambitions politiques – et relance le débat sur la participation démocratique.

Les chiffres viennent donc de tomber : depuis 1994, première année où des ressortissants étrangers pouvaient s’inscrire pour participer aux élections européennes, le taux d’inscription a connu une hausse de 213 pour cent (de 6.907 inscrits il y a vingt ans à 21.650 inscrits aujourd’hui). Pourtant, la ministre Corinne Cahen n’a pas voulu revendiquer une grande victoire de la participation démocratique. Et pour cause : avec un taux d’inscription de 12,2 pour cent, cela fait toujours 87,8 pour cent d’étrangers qui ne veulent pas voter au Luxembourg – soit parce que la politique ne les intéresse pas, soit parce qu’ils préfèrent voter dans leurs pays d’origine. mehr lesen / lire plus

All we are is bad kids

(da) – 10.000 laut Polizei, 17.000 laut Streikkomitee: So oder so war die Studentendemo von vergangener Woche ein Erfolg auf ganzer Linie. SchülerInnen und Studierende aus dem ganzen Land hatten sich schon am Morgen auf den Weg nach Luxemburg-Stadt gemacht, um dort ihren Unmut über Hochschulminister Meischs Sparpläne bei den Studienbeihilfen kundzutun. Sämtliche Züge nach Luxemburg waren überfüllt, aus Esch mussten gar Sonderzüge fahren, um die riesige Menge an DemonstrantInnen zum Auftaktort zu befördern. Um 10h30 zogen dann drei Demonstrationszüge von Limpertsberg, Geesseknäppchen und vom Bahnhof zur Place Clairefontaine. Und die platzte aus allen Nähten. „Bad kids, all we are is bad kids“ schallte es aus der Lautsprecheranlage und „Weem seng Bildung? mehr lesen / lire plus

Abwasser: Nichts ist geklärt

(lm) – Was kostet rund eine Viertelmillion Euro im Monat und bringt rein gar nichts? Nein, es ist nicht die Mammerent, sondern die Strafe, die Luxemburg derzeit zahlen muss, weil seine Kläranlagen nicht konform zur entsprechenden Direktive sind. Um herauszufinden, wer schuld daran ist, hat die Cour des Comptes einen Sonderbericht verfasst. Sicher ist, dass die politische Verantwortung für den Schlamassel bei Innenminister Jean-Marie Halsdorf und seinen Vorgängern liegt. Die zuständige Verwaltung trifft aber auch ein Teil der Schuld. Sie versucht, in einer an den Sonderbericht angehängten Antwort, sich herauszureden, doch die aufgeführten Argumente und Entschuldigungen können kaum überzeugen. Wer sich durch das Beamtenkauderwelsch hindurchkämpft, erfährt unter anderem, dass „nur“ 2 von 12 Kläranlagen noch immer nicht konform sind und dass die Bonneweger Anlage ein Jahr früher fertig wird als vorgesehen – der Staat also dafür „nur“ bis Mitte 2015 zahlen muss. mehr lesen / lire plus

LIONEL BAIER: Une folle nuit

« Les grandes ondes (à l’ouest) », comédie sociopolitique du réalisateur suisse Lionel Baier, parvient à faire ressentir le souffle révolutionnaire qui balaya le Portugal, le 25 avril 1974, sans tomber dans le pathétique.

En route vers la révolution…Valérie Donzelli, Francisco Belard, Michel Vuillermoz et Patrick Lapp

Avril 1974. Le directeur d’une radio de Suisse romande se fait sommer par un conseiller fédéral épris de patriotisme de ne plus diffuser que des reportages complaisants et optimistes. Les auditeurs, lui assène-t-on, attendent qu’on leur parle d’autre chose que de crises monétaires ou de risques nucléaires. Le patron décide donc d’envoyer trois journalistes faire un reportage sur l’aide de la riche nation helvète au sous-développé Portugal de Salazar. mehr lesen / lire plus

ART ABSTRAIT: Haters gonna hate

L’exposition monographique d’Heimo Zobernig que le Mudam vient de présenter au public a tout pour (dé)plaire à ses détracteurs. Son questionnement radical de l’abstraction peut aussi bien agacer qu’émerveiller.

Pas grand-chose
à voir :
un monochrome « sans titre » d’Heimo Zobernig.

Il fallait le faire. Une salle entière dédiée à des peintures monographiques au premier étage du Mudam, et toutes portent le même nom, « Untitled ». Pour celles et ceux qui disent que l’art contemporain ne sert strictement à rien, cette partie de l’exposition est sûrement du pain bénit. Mais comme toujours, on se doit de questionner les références et les raisons qui ont poussé l’artiste à exposer de telles toiles – presque toutes blanches d’ailleurs, avec quelques-unes en noir ou en rouge. mehr lesen / lire plus

THEATER: Eine Welt außerhalb der Zeit

„Von der Liebe Augenblick“ im TNL entführt den Zuschauer in eine fremde Welt, in der nur die Gesetze der Natur gelten. An der Grenze zwischen Wildnis und Zivilisation prallen mit dem Auftauchen eines Reporters die zwei Welten aufeinander.

Wenn er nicht verwundert in die Welt blickt, steht dem Reporter (Pitt Simon) der Wahnsinn ins Gesicht geschrieben.

Ein Mann und eine Frau, die seit vielen Jahren abseits jeder Zivilisation in der Wildnis leben und schon fast zu Naturwesen geworden sind, treffen in ihrer quasi zeitlosen Welt auf einen Fremden – oder vielmehr trifft der Fremde, ein Reporter, an dem geheimnisvollen Ort auf sie. mehr lesen / lire plus

LIBYE: Les Toubous se sentent oubliés

Les Toubous, ethnie nomade, s’inquiètent de leur perte d’influence en Libye depuis la fin de la révolution. En conflit larvé avec une tribu voisine et se sentant oubliés, certains envisagent l’autonomie.

Ramadan a cessé de travailler ses champs à cause du manque d’eau.

« Au début du 20e siècle, les Toubous vivaient sur plus de 65 pour cent du territoire libyen », affirme Adam Kerki, président de l’Assemblée nationale des Toubous, en pointant du doigt les zones en question sur une carte. Le représentant de cette ethnie nomade qui vit traditionnellement à cheval sur la Libye, le Tchad et le Niger s’inquiète d’une « arabisation » de son pays : « Le gouvernement ne veut voir la Libye que d’une seule couleur. »

Le dernier bastion

Son index s’arrête sur Al-Uwaynat, à l’extrême sud-est de la Libye, près de la frontière égyptienne : « Avant, il y avait des Toubous qui vivaient ici. mehr lesen / lire plus

TRAUMA HOLOCAUST: Der Schmerz der Generationen

Wie die Shoah auf mehreren Generationen einer Einwandererfamilie lastet, beschreibt der Brasilianer Michel Laub in seinem eindrucksvollen Roman „Tagebuch eines Sturzes“.

Hat einen Roman mit autobiographischen Zügen geschrieben: Der brasilianische Journalist und Schriftsteller Michel Laub.

João passt nicht dazu. Das bekommt er von Anfang an zu spüren. Seine Mitschüler an der jüdischen Schule von Porto Alegre quälen ihn. Sie werfen sein Pausenbrot auf den Boden oder spucken darauf. Oder sie graben ihn im Sandkasten ein. Doch am schlimmsten ist das, was an seinem 13. Geburtstag passiert. In guter alter Bar-Mizwa-Tradition werfen sie João 13 Mal in die Luft. Zwölf Mal fangen sie ihn auf, beim 13. mehr lesen / lire plus

DÉCROISSANCE: Inévitable mais méconnue

L’essayiste et militant de la décroissance liégeois Bernard Legros a donné le 24 avril dernier une conférence sur ce gros mot que le mainstream politique ignore au mieux et raille au pire. Loin d’un simple discours catastrophiste, la décroissance propose pourtant une réflexion intéressante de « décolonisation de notre imaginaire », pour reprendre les mots de Serge Latouche, le plus connu de ses théoriciens actuels.

Bernard Legros, 50 ans, a découvert la décroissance après les années 1980 (il parle volontiers d’« années fric »), pendant lesquelles il a travaillé dans le milieu du jazz. D’abord actif contre l’envahissement de l’espace public par la publicité et contre la marchandisation de l’enseignement, il a entamé par la suite une carrière d’essayiste pour propager les idées de la décroissance.

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EUROPAWAHLEN: „Für eine soziale Troika!“

Die junge LSAP-Politikerin Cátia Gonçalves ist begeisterte Europäerin. Die Verbundenheit mit ihrer zweiten Heimat Portugal begründet ihre differenzierte Sicht auf die europäische Wirtschaftspolitik.

Cátia Gonçalves (29) kandidiert fürs Europaparlament, denn „Europawahlen sind eigentlich wichtiger als nationale Wahlen“. Die studierte Politologin zögert nicht, die Schwächen der EU-Politik zu kritisieren, wünscht sich aber eigentlich mehr Europa und mehr Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten.

woxx: Wie sind Sie dazu gekommen, sich politisch zu engagieren?

Cátia Gonçalves: Die ersten politischen Erfahrungen habe ich im Jugendparlament gesammelt, dessen Vizepräsidentin ich wurde – damals noch ohne Parteikarte. Ich habe mich dann entschieden, in die LSAP einzutreten. Schon vorher hatte ich mich für Politik interessiert, vor allem im Zusammenhang mit meiner Magisterarbeit über die beiden Abtreibungs-Referenden in Portugal. mehr lesen / lire plus

NELSON MANDELA: Courage, intégrité, espoir

A Esch, l’expo sur la vie et la lutte de Nelson Mandela vient d’ouvrir ses portes. L’occasion de revenir sur ce personnage aux multiples facettes.

Nelson Mandela sous toutes ses formes… au Musée de la Résistance

« Nelson Mandela était un des grands résistants du 20e siècle. C’est pourquoi nous avons décidé, en juillet 2013, de dédier une expo à ce personnage important et à ses messages, valables universellement. » Frank Schroeder, directeur du Musée national de la Résistance, a présenté, lors d’une conférence de presse dédiée à l’expo « Nelson Mandela – From Prisoner to President », les raisons du nouveau « hype » autour de Nelson Mandela à Esch. mehr lesen / lire plus