OLIVIER DAHAN: Graziös-kapriziöse Legende

„Grace of Monaco“, ein pompöses Biopic um die berühmte Fürstin Gracia Patricia, lief beim Wettbewerb in Cannes zum Glück außer Konkurrenz, denn außer bekannten Hollywoodstars hat der Film nicht viel zu bieten.

Prunkvolle Kostüme, reduzierte Handlung. Grace von Monaco (Nicole Kidman) und ihr Gatte Fürst Rainer III. (Tim Roth).

Es muss wie im Märchen gewesen sein: 1955, bei den Filmfestspielen in Cannes, lernt Fürst Rainer III. von Monaco die US-amerikanische Schauspielerin Grace Kelly kennen. Nur ein Jahr später folgt die Traumhochzeit zwischen dem Hollywood-Star und dem verschrobenen Fürsten – aus Grace Kelly wird Fürstin Gracia Patricia von Monaco. Kein Wunder also, dass für die Eröffnung der Filmfestspiele an der Cote d’Azur – der 67. mehr lesen / lire plus

AUDIO-KUNST: Sounds of our Society

Kunst durch Hören zu erfahren, darum geht es in der akustischen Werkschau im Casino Forum d’art contemporain. Ein sinnliches Experimentierfeld, das unsere Hörgewohnheiten hinterfragt und zeigt, wie stark sie von unserer soziokulturellen Wahrnehmung bestimmt werden.

Sullivan and Flint:
„The Thing Is“ – Performance in
der Motorcade/Flash Parade in Bristol.

„It’s All In the Mind“ lautet der Titel einer Ausstellung, die momentan in der Frankfurter Schirn nicht zu sehen, sondern vielmehr zu erfahren ist. Der Künstler Daniele Buetti stellt eine Soundinstallation in den Mittelpunkt seiner Schau, die BesucherInnen mit einer Meditationshypnose lockt und damit ermöglicht, dass die Ausstellung sich über Geräusche im Kopf entfaltet. mehr lesen / lire plus

INDIE/POP: Girls in Hawaii – Reise ohne Ende

Das Reisen wurde der belgischen Indie-Pop-Band Girls in Hawaii mit dem Namen in die Wiege gelegt. Dabei geht es aber weniger um Fahrten in reale Länder, als darum, sich auf der menschlichen Ebene fortzubewegen und dort unbekannte Territorien zu erforschen.

Zur allgemeinen Überraschung keine Frauen-Band : Girls in Hawaii.

Schon als Teenager fingen die Freunde Lionel Vancauwenberge und Antoine Wielemans in ihrem Heimatort Braine-L’Alleud südlich von Brüssel an, zusammen Musik zu schreiben und zu spielen. Sie schufen sich eine Welt, die schöner war als die reale, in der sie lebten, die spannender und vor allem grenzenlos war. Zur Verstärkung heuerten sie ihre Brüder und zwei Freunde von der Uni in Brüssel an. mehr lesen / lire plus

SPANIEN: Alltag der Gewalt

Auf die zunehmende Migration reagiert die EU an den europäischen Außengrenzen weiterhin mit Abschottung und Repression. In der spanischen Debatte über die Sicherung der Südgrenze wird die Brutalität des Grenzregimes anschaulich.

Von Verzweiflung getrieben: Afrikanische Flüchtlinge werden beim Versuch, auf das Territorium der spanischen Exklave Mellila vorzudringen, von Grenzschutzbeamten abgewehrt.

Hört oder liest man die gleiche Nachricht immer wieder, wird sie irgendwann zur Normalität. Sie verliert ihren Schrecken, ehrliches Entsetzen weicht routinierter Beileidsbekundung. Genau dies lässt sich seit langem an dem Massensterben an den europäischen Außengrenzen beobachten. Ein unvollständiger Nachrichtenüberblick der vergangenen Wochen: „Rund 800 Flüchtlinge haben versucht, den Grenzzaun der spanischen Nordafrika-Exklave zu überwinden“ („Taz.de“, 1. mehr lesen / lire plus

LITERATUR: Logische Folgen

Tom Hillenbrands neuer Roman „Drohnenland“ ist kein Koch-Krimi, sondern ein knallharter Science-Fiction-Thriller, der sich kritisch mit der globalen Überwachung auseinandersetzt.

Tom Hillenbrand ist im Großherzogtum vor allem wegen seiner Krimi-Reihe über den Koch und Hobby-Detektiv Xavier Kieffer bekannt. In „Drohnenland“ schlägt er nun ganz andere und düstere Töne an: Dieser Antizipations-Roman kombiniert Technikwissen und spannende Story zu einem Page-Turner, der nebenbei auch noch ein bisschen schlauer macht.

woxx: Vom Koch-Krimi zum Science-Fiction-Thriller: Wann haben Sie sich entschieden, das Genre zu wechseln?

Tom Hillenbrand: Die Leute aus meinem engeren Bekanntenkreis haben mich immer schon gefragt, warum zum Teufel ich diese kulinarischen Krimis schreibe – und wieso keine Science-Fiction, Fantasy oder Weird Fiction, Genres, die ich im Privaten sehr gerne lese. mehr lesen / lire plus

ÉLECTIONS EUROPÉENNES: Qui sème la misère…

… récolte la colère. Face à une situation économique stagnante et au discrédit de la classe politique, une grande partie des Français a choisi l’abstention et le vote Front national. Tentative d’explication.

Allons enfants de la patrie…Près d’un tiers des votants de moins de 35 ans
a déclaré avoir voté
Front national.

« Tremblement de terre », « choc », « vague bleu marine », voilà les mots qui ont été employés pour décrire les résultats du scrutin européen en France. Le Front national arrive en tête avec 25 %. L’UMP, fragilisée par les nombreuses affaires au sein du parti, figure en deuxième place avec 20,3 %. mehr lesen / lire plus

EUROPÉENNES AU LUXEMBOURG: Marée noire

Faciles à interpréter, les européennes au Luxembourg ? Victoire du CSV, défaite de Gambia. Eh non ! car il faut détailler les scores obtenus, puis procéder à une analyse des causes et des conséquences.

Oui, en dépassant son score historique de 2004, le CSV est le grand vainqueur. D’autant plus que, il y a six mois, le parti conservateur subissait une défaite aux législatives et qu’il a présenté une liste assez terne. Mais parmi les candidats figuraient trois « Européens sortants », deux parlementaires et une commissaire. Ces trois mousquetaires ont pu rassembler derrière eux la plupart des citoyen-ne-s pour lesquels les institutions européennes doivent avant tout continuer à profiter au Luxembourg. mehr lesen / lire plus

PETITION 333: „Nicht per se gegen die Tram“

Das neue Instrument der Internetpetition erweist sich als ein Schlag ins Kontor seiner Mit-Erfinder. Besonders den Grünen wurde am Dienstag vorgehalten, das „Volk“ nicht direkt an einer Jahrhundert-Entscheidung zu beteiligen.

Noch mit Oberleitungen: So sollte laut Luxtram einmal die „Nei Avenue“ aussehen.
Jetzt wird in Erwägung gezogen, auf diesem Teil der Strecke ohne Caténaires auszukommen und zwischenzeitlich auf Batteriestrom umzustellen.

Mathias Foehr muss schlechte Erfahrungen mit Trambahnen gemacht haben. Als einer der Zeichner der Petition 333 warnte er bei seiner Intervention am vergangenen Dienstag vor der Gefahr, die von Trambahnen ausgehe, da diese „sehr lange Bremswege“ aufwiesen und schwere Unfälle verursachten. mehr lesen / lire plus

Rapport européen sur les drogues : Breaking Bad

(lc) – Comme chaque année, l’Observatoire européen des drogues et des toxicomanies a publié son rapport annuel. Et comme chaque année, les tendances se ressemblent : l’invasion de drogues chimiques en remplacement des substances plus traditionnelles se poursuit – en grande partie grâce à la politique de répression toujours aussi aveugle que coûteuse. Ces « legal highs » qu’on peut se procurer par internet et qui ne sont interdits qu’au fur et à mesure de leur découverte sont la preuve que le marché a toujours une longueur d’avance sur les régulateurs. Pourtant, le cannabis reste de loin la drogue la plus consommée en Europe, avec une nouvelle tendance : sa production devient de plus en plus locale. mehr lesen / lire plus

Hacker ohne Obdach

(da) – Der Verein syn2cat, der seit 2009 einen „Hackerspace“ im ehemaligen Pavillon der Strassener Schule betreibt, muss seine Koffer packen. Anfang Mai wurde das Kollektiv von Technik- und Computerbegeisterten davon in Kenntnis gesetzt, dass die Gemeinde Strassen die Räumlichkeiten selbst benötigt und die Hacker sie deshalb räumen müssen. Und das, obwohl sich syn2cat, eigenen Angaben zufolge, von Anfang an in der Gemeinde Strassen eingebracht und unter anderem Workshops für Jugendliche angeboten hat. Vor allem im Hinblick auf die vom 31. Juli bis zum 3. August in Düdelingen stattfindende Outdoor-Konferenz „Haxogreen“, zu der sich Informatikbegeisterte aus ganz Europa einfinden werden, um sich über neue Technologien auszutauschen, erfolgt der Rausschmiss zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. mehr lesen / lire plus

EU-PERSONENKARUSSELL: Powerplay Round One

Europa hat gewählt, nun sind die Staats- und Regierungschefs dran. In Brüssel dreht sich nach der Wahl vieles um Köpfe, wenig um Inhalte.

So entspannt trat der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP) während der Wahlkampagne selten auf. „Ich gehe vom Prinzip aus, dass ich damit beauftragt werde, die nächste Kommission zusammenzustellen“, sagte Jean-Claude Juncker am Wahlabend, als er zu später Stunde im Brüsseler Parlamentsgebäude erschien und ein Bad in der dort versammelten Journalistenmenge nahm. Im Interview im kleineren Kreis stellte er hernach fest, es könne arithmetisch keine Mehrheit ohne die EVP geben. „Auch nicht ohne die Sozialisten“, fügte er bereits zu diesem Zeitpunkt hinzu. mehr lesen / lire plus

La CNPD demande des crocs

(lc) – Fini les temps où la Commission nationale pour la protection des données (CNPD) n’était qu’un petit bureau pépère servant à autoriser des caméras de vidéosurveillance. Au fur et à mesure que les questions de la vie privée sur internet (et offline) deviennent plus pressantes, la charge de travail de la CNPD augmente – raison pour laquelle une des revendications formulées dans le cadre de son rapport annuel est un accroissement de ses effectifs. Ainsi, les demandes d’autorisation, mais aussi les plaintes, sont en nette hausse depuis des années. Outre les problèmes d’effacement des données sur internet que la Cour de justice européenne vient de clarifier (woxx 1267), ce sont aussi des questions de licéité de certaines pratiques commerciales ou administratives, le refus d’accès à des données (tiens, on ne nous avait pas promis une loi là-dessus ?), la transmission déloyale de données à des tiers, des litiges sur la vidéosurveillance et des oppositions à la prospection que la CNPD doit traiter. mehr lesen / lire plus