JONATHAN GLAZER: Interstellare Zeitarbeiterin

In „Under the Skin“ muss eine Außerirdische sich auf der Erde abmühen, Menschenfleisch zu beschaffen. Auch wenn in Jonathan Glazers Verfilmung von der Ironie der Roman-Vorlage nichts mehr zu bemerken ist, bleibt sie doch ein ästhetisches Glanzstück.

Auf der Jagd: Gleich lässt Alien Laura die Falle zuschnappen

Nennen wir sie Laura – zumindest sah das Drehbuch diesen Namen vor. Benannt wird sie im Film nicht und viel reden tut sie nun wirklich nicht, diese etwas roboter- und tölpelhafte junge Frau, die scheinbar ziellos an Bord ihres weißen Lieferwagens kreuz und quer durch Schottland fährt. Aber nur scheinbar ziellos, denn Laura hat eine Mission: Junge Männer zu verführen – am besten ohne familiäre Bindungen und ohne Freundin. mehr lesen / lire plus

EXPO COLLECTIVE: Pièces uniques

« Summer Show », exposition collective à la Galerie 14, essaie de faire le lien entre design et art contemporain. Pourtant ce lien n’est pas forcément rendu visible.

Tracer un lien entre design et art contemporain, voilà ce que veut l’expo « Summer Show ».

Un tabouret en bois. Il est constitué de quatre parties, qui forment autant l’assise que le pied. Les lignes horizontales de l’assise se prolongent en lignes verticales du pied, et inversement. En apparence fragile et léger, le tabouret s’avère relativement stable et lourd au premier contact.

Un bureau? ou est-ce un piano ? Non, c’est un bureau. mehr lesen / lire plus

KONZERT: Mr. E’s Beautiful Blues

Großes Kino im Grand Théâtre: Bei der amerikanischen Gruppe Eels weiß man nie so genau, was man kriegt. Nur eines ist klar: langweilig wird es bestimmt nicht.

Mark Oliver Everett, genannt „E“ – der Buchstabe steht nicht immer für pure Ekstase.

Elf Alben und unzählige Welttourneen haben die Eels in mittlerweile fast zwanzig Jahren Bandgeschichte zu verzeichnen. Doch hinter dem Namen Eels steht eigentlich nur eine Einzelperson : Mark Oliver Everett, genannt „E“. Dieser produziert Songs wie am laufenden Band und tourt mit wechselnder Begleitung durch die Welt, denn er hat viel zu erzählen.

In der Tat hat Everett in seinem Leben schon fast alle Höhen und Tiefen erlebt. mehr lesen / lire plus

INDONESIEN: Rückkehr zur „Neuen Ordnung“?

Bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Indonesien wird auch über die Demokratie im Land entschieden.

Hat gute Chancen, Präsident und „Führer“ Indonesiens zu werden: Prabowo Subianto strebt eine autoritäre Herrschaft an.

In Indonesien wird am 9. Juli der siebte Präsident des Landes direkt gewählt. Die 190 Millionen Wahlberechtigten müssen sich zwischen dem als moderat geltenden Joko Widodo (genannt Jokowi) und dem ehemaligen General Prabowo Subianto entscheiden. Der Ausgang der Wahl wird Indonesiens Werdegang als neue Demokratie in den nächsten fünf Jahren maßgeblich prägen. Obwohl es im Vergleich zu seinen Nachbarländern wie ein Musterbeispiel der Demokratisierung erscheint, derweil in Thailand erneut das Militär putschte und sowohl Malaysia als auch Singapur Demokratie eher halbherzig praktizieren, ist die Gefahr einer Entwicklung hin zu mehr Autokratie und Zentralismus im Inselstaat mit der weltweit größten muslimischen Bevölkerung nicht zu unterschätzen. mehr lesen / lire plus

JÜDISCHE EMANZIPATION (2/6): „Man kann aber Antisemit und doch ein guter Katholik sein“

Der „Fall Dreyfus“ in Frankreich, ein Spionage-Prozess um einen jüdischen Armee-Hauptmann, bewegte um die Jahrhundertwende ganz Europa. Auch in Luxemburg verhandelte die Presse an diesem Beispiel den gesellschaftlichen Status von Juden und Jüdinnen.

Robert Brasseur, Berichterstatter der „Luxemburger Zeitung“ zum Dreyfus-Prozess in Rennes, mit anderen Journalisten (mittlere Reihe, dritter von links). (Quelle: Biographie nationale, vol. 10, fasc. 19, S. 104.)

Der Prozess um den jüdischen Hauptmann Alfred Dreyfus war eines der ersten Exempel moderner Medienberichterstattung, eine Presse-Affäre, die nicht nur Frankreich, sondern Europa und die gesamte sogenannte zivilisierte Welt in Atem hielt. Luxemburg machte keine Ausnahme. „Wir haben uns während des Dreyfusprozesses bemüht, allen billigen Forderungen, die in dieser Hinsicht an ein gut unterrichtetes Blatt gestellt werden können, nach Kräften gerecht zu werden,“ warb die „Luxemburger Zeitung“ 1899 um Leserschaft. mehr lesen / lire plus

PORTRAIT: Le « Rain Man » de la sidérurgie

Ce weekend se termine le Festival de la culture industrielle et de l’innovation avec une grande fête à Belval. L’occasion pour revenir sur un des grands experts de l’histoire de la sidérurgie, qui a largement contribué au succès du festival : Luciano Pagliarini.

Dans l’antre de l’historien…

En empruntant le train qui circule chaque demi-heure entre les gares d’Esch-sur-Alzette et d’Audun-le-Tiche, on se rend compte que les frontières existent toujours en quelque sorte en Europe. Pas des frontières matérielles, mais des frontières plutôt temporelles. Pour le dire autrement : Audun-le-Tiche ressemble un peu à la ville d’Esch-sur-Alzette, ou celle de Belvaux, il y a une trentaine d’années encore. mehr lesen / lire plus

REPAIR CAFÉ: N’en jetez plus !

Les objets abîmés sont de plus en plus facilement remplacés par des objets nouveaux. Cela coûte de l’argent, mais aussi des ressources. Voici l’antidote, convivial de surcroît.

A l’entrée, les visiteurs sont dispatchés vers une des tables du Repair Café. Les distinctions sont moins strictes que la liste ne le suggère.

Il est 14h10 et l’on se bouscule presque à l’entrée du vieux bâtiment au Dernier Sol à Bonnevoie. Le Repair Café vient d’ouvrir et, pour sa troisième séance, il a changé d’adresse. Mais ce samedi après-midi, de nombreux adeptes l’ont trouvé, caché au fond d’une impasse, et sont arrivés tôt, car la règle dit : premier arrivé, premier réparé. mehr lesen / lire plus

AGRICULTURE BIO: On retrousse les manches !

Dans le cadre de la finalisation du plan de développement rural 2014-2020 et peu avant la foire agricole d’Ettelbruck ce week-end, trois organisations oeuvrant en faveur de l’agriculture biologique ont appelé lundi dernier les producteurs luxembourgeois à relever le défi du bio. Leur mot d’ordre : « Mir wëlle biologesch viru kommen ».

Un « optimisme réservé » : les associations bio espèrent un sursaut de la filière après quelques avancées réglementaires.

Avec environ 160 euros par consommateur et par an, le Luxembourg se situe dans le peloton de tête des achats de produits bio au niveau mondial. Pourtant, avec 121 exploitations seulement, représentant moins de quatre pour cent de la surface agricole utile, le grand-duché est à la traîne en ce qui concerne la production. mehr lesen / lire plus

BOMMELEEËR: Neues Casting

Die Prozessunterbrechung ist Bestandteil der Strategie der Staatsanwaltschaft, nicht nur die Mitläufer zur Verantwortung zu ziehen.

„Man sollte den Prozess nicht mit einer Fernseh-Soap vergleichen. Dafür ist die Sache doch wirklich zu ernst.“ Der Wort-Leitartikler liegt sicher richtig mit seiner Analyse, dass es ein großer Fehler war, den „Bommeleeër“ und den Umgang mit der Affäre zu unterschätzen. Das hat zumindest die CSV, die ja die 30 Jahre Nicht-Aufklärung politisch (mit-) zu verantworten hatte, zu spüren bekommen. Und am Anfang und am bisher provisorischen Ende des Prozesses hat es an der Spitze der Sicherheitskräfte zwei Aufräumaktionen gegeben. Ein Novum für Luxemburg.

Doch kann auch eine Soap ernsten Charakters sein und trotzdem beim Publikum Erfolg haben. mehr lesen / lire plus

STUDIENBEIHILFEN: Wenn zwei sich streiten …

… freut sich der Minister. Claude Meisch will das Gesetz zu den Studienbeihilfen am nächsten Donnerstag verabschieden lassen. Der Zoff in und zwischen den Studentenorganisationen könnte ihm dabei zu Hilfe kommen.

„Wir konnten mit unserer Studie absolut klarstellen, dass dieses Gesetz ein schlechtes Gesetz ist“, erklärte Joël Adami vom Aktionskomitee 6670 nach der Auswertung der Studie zu den realen Lebenshaltungskosten Studierender aus Luxemburg. Nachdem während der gesamten Debatte um die Studienbeihilfen immer wieder auf fehlende Daten zur Lebens- und Studiensituation von Luxemburger StudentInnen verwiesen worden war, hatte das Aktionskomitee die Initiative ergriffen.

1.614 Fragebögen zu Einkünften, Studienort oder Ausgaben für Miete, Lehrmaterial und Lebenshaltungskosten waren ausgefüllt und zurückbehalten worden. mehr lesen / lire plus

forum Nr. 342: Selbstoptimierung

(rg) – Pünktlich zur Sommerpause erscheint eine forum-Nummer, die den Eindruck erwecken könnte, als sei jetzt auch die auf gesamtgesellschaftliche Analysen ausgerichtete Monatsschrift dem Trend zur fortschreitenden Individualisierung erlegen. Reicht es nicht, wenn Brigitte, Health, Fitness und wie sie sonst noch alle heißen, uns besonders vor den fettentlarvenden Ferienmonaten vom Zeitungsständer ins Gewissen reden, endlich etwas für einen gesunden Körper (vom gesunden Geist ist meist weniger die Rede) zu tun? Das trifft jedoch auf das neue forum-Heft nur ansatzweise zu, geht es in ihm doch mehr um das Weshalb des „Optimierungsimperativs“ als um das Wie. Zudem bietet das Dossier am Ende einen Lichtblick für alle, die sich dem nicht mehr ganz so neuen Gebot verweigern, wonach ein glückliches Leben unbedingt einen gestählten Körper zur Voraussetzung haben muss. mehr lesen / lire plus

Beki : la béquille boîteuse

(lm) – Après la crise de l’euro, voici la crise du Beki. Pas de panique, à moins que vous n’ayez caché des liasses de billets de 50 sous votre matelas, vos économies ne sont pas en danger. Le risque de crise de la dette souveraine est également limité, puisque même la très alternative commune de Beckerich n’a pas libellée sa dette en Beki. Mais l’avenir du projet semble menacé, du moins au niveau cantonal, lisait-on dans le Wort du 30 juin. Le journal rapporte que le conseil communal d’un des partenaires, la commune de Redange, vient de décider de se retirer du projet. mehr lesen / lire plus

Thein réagit à Miranda

(lc) – L’article « Déconstruction avancée » (woxx 1272), dans lequel l’ex-secrétaire générale de l’ADR Liliana Miranda racontait les raisons de son départ et donnait quelques aperçus sur la vie interne de son parti, n’a pas laissé de marbre le conseiller municipal de Pétange Joe Thein. Miranda a entre autres affirmé que Thein n’aurait pas été exclu du parti pour extrêmisme de droite, en même temps que Timon Müllenheim et Dany Sobral, seulement à cause de son mandat. Dans sa réaction au woxx , Thein affirme : « L’ancienne journaliste anti-adr n’a pas eu connaissance de mon élection au conseil communal, car en 2011, elle n’était pas encore membre du parti. mehr lesen / lire plus

Immobilienhaie zu Fischstäbchen

(da) – Die Wohnungspreise in Luxemburg sind exorbitant hoch, das dürfte keine Neuigkeit sein. Dass das zumindest teilweise an der Spekulation mit leer stehenden Immobilien liegt, auch nicht. Auf politischer Ebene gab es bereits erste, zaghafte Versuche, gegen diese Art der Spekulation vorzugehen, indem die Gemeinden dazu angeregt wurden, eine Steuer auf leer stehende Häuser zu erheben. Die Resonanz hielt sich in Grenzen – nur vier Gemeinden im Land haben eine solche Leerstandsabgabe eingeführt. Nun regt sich aber auch die Zivilgesellschaft – zwei Projekte machen das deutlich. Zum einen soll am Samstag 12. Juli im neuen Oekozenter in Pfaffenthal eine Wohnungsbaugenossenschaft gegründet werden. mehr lesen / lire plus

L’Atelier est allé trop loin

(lc) – Après les fleurs qu’on leur avait jetées dans le dernier dossier « Culture » du magazine Paperjam, voilà une publicité dont les patrons de l’Atelier se seraient bien passés. En effet, une confrère du quotidien « Journal » a osé se plaindre en quelques lignes des différences de traitement réservées aux membres de la presse – selon que leur média est partenaire ou non – lors du festival Rock-a-Field le weekend dernier. Ce qui lui a valu le retrait d’une accréditation pour un concert, organisé par l’Atelier également, dans la semaine. Dans une rare unité, les trois syndicats de journalistes (ALJ, SJ-L et UJL) ont condamné ces « pratiques punitives ». mehr lesen / lire plus

Intégration: Le CES se désole

(lc) – En 2011, le gouvernement de l’époque avait demandé au conseil économique et social (CES) de préparer un avis sur la politique d’intégration au Luxembourg. Un avis présenté cette semaine au cours d’une conférence de presse, où le conseil a évoqué les maintes difficultés qu’il a rencontré pour mener à bien sa mission. D’abord, le manque de chiffres concrets dans beaucoup de domaines – typique pour le grand-duché – l’a poussé entre autres à demander l’aide de l’Université du Luxembourg. L’université a fourni deux questionnaires présentés aux différents ministères réunis dans le groupe interministériel pour l’intégration géré par l’Olai. mehr lesen / lire plus