INSTALLATION: Menschenwerk

Wie ein Ufo wirkt das „Bernsteinzimmer“ des Installationskünstlers István Csákány, eine aus Holz gefertigte Heimwerkstatt, die eindrucksvoll den menschlichen Schaffensprozess widerspiegelt.

Back to the wood! Csákánys begehbare Heimwerkstatt aus Holz will nicht blenden, sondern aufs Wesentliche verweisen.

In fast allen Arbeiten Csákánys steht der Mensch im Mittelpunkt eines ein Werk erzeugenden Prozesses und ist dennoch meist abwesend. Dass der-ungarisch-rumänische Installationskünstler auch mit seinem „Bernsteinzimmer“ auf die Bedeutung des sich im Kollektiv vollziehenden handwerklichen Kunstprozesses abstellt, wird allerdings erst deutlich, wenn man sein Bernsteinzimmer im Kontext anderer von ihm geschaffener Installationen betrachtet. Seine ebenfalls ganz aus Holz geschnitzte Näherei „The Sewing Room“, die er vor zwei Jahren im Kulturbahnhof in Kassel im Rahmen der 13. mehr lesen / lire plus

RICHARD AYOADE: Jungle d’allusions

Avec « The Double », Richard Ayoade tente de s’approprier le sujet du « doppelgänger » et échoue plus ou moins.

Le combat d’un homme contre son surmoi – le brillant Jesse Eisenberg dans « The Double »

Insignifiant, voilà ce qu’est Simon James. Tellement insignifiant que, sur son lieu de travail, personne ne le connaît. Le vigile, qu’il croise pourtant tous les matins, lui demande son nom à chaque fois. L’employé timide et sans aucune confiance en soi travaille pour une grande entreprise dont le chef se fait appeler « Colonel ». Simon James habite un petit studio, plus qu’ordinaire, pas loin de l’entreprise. mehr lesen / lire plus

INDIE-FOLK: Auf Luxemburgs Spielwiese

Einfallsreichtum, Experimentierfreude und Energie machen seine Auftritte zu einem unvergesslichen Erlebnis. Am 23. August wird Noiserv das Exit07 in eine Spielwiese seiner klanglichen Kreativität verwandeln.

Trifft mit seinen experimentellen Geräuschen garantiert den Nerv. „Noiserv“, alias David Santos.

Noiserv alias David Santos sieht die Welt mit Kinderaugen. Seine verspielte Kreativität, sein fast naiver Optimimus und die schier unendliche Energie, mit der er ständig neue Klänge erforscht und alltägliche Objekte in Instrumente verwandelt, haben ihn zu einem der erfolgreichsten portugiesischen Indie-Acts dieses Jahrhunderts gemacht.

Nachdem Santos jahrelang Songs geschrieben und Unmengen von Geräuschen aufgenommen und zu Melodien kombiniert hatte, wurde 2005 seine erste EP über das portugiesische Internet-Label Merzbau veröffentlicht, von dem aus seine Kompositionen gratis heruntergeladen werden konnten. mehr lesen / lire plus

USA: Missouri Burning

Seit ein Polizist in Ferguson in den USA einen unbewaffneten schwarzen Teenager erschossen hat, wird dort protestiert. Es gibt eine neue Debatte über Rassismus und Polizeigewalt.

Wie zu Zeiten der Bürgerrechtsbewegung: Tausende marschieren in Richtung Ferguson – hier am 15. August – um gegen rassistische Übergriffe der Polizei zu protestieren.
(Foto: Loavesofbread)

Ein weißer Polizist erschießt einen schwarzen Teenager. Die Polizei rechtfertigt ihr Vorgehen, Demonstrierende fordern „Gerechtigkeit“. Nach Vorfällen dieser Art verstärkt sich die ständig schwelende Rassismusdebatte in den USA. Doch die Ereignisse in Ferguson im Bundesstaat Missouri zeigen auch, dass die Bereitschaft zu vehementem und militantem Protest zunimmt.

„Auf den Bürgersteig, sofort! mehr lesen / lire plus

COURS DE LUXEMBOURGEOIS: Un été intensif

Chaque année, les cours intensifs de langue luxembourgeoise proposés en été par l’association Moien sont plébiscités par un public de plus en plus nombreux. Pour explorer les raisons de ce succès, le woxx s’est plongé dans leur atmosphère studieuse.

Les cours intensifs d’été de langue luxembourgeoise proposés par l’association Moien rencontrent un franc succès chaque année.

« Mir fänke mat engem Exercice un. » Le ton est donné : tous sont ici pour travailler, et l’enseignante, Danielle Laschet, 56 ans, a bien l’intention d’en profiter pour transmettre son savoir. Il est neuf heures précises en ce mardi de juillet, dans cette salle du centre culturel de Dippach où une quinzaine de personnes ont pris place. mehr lesen / lire plus

GAZA-KONFLIKT: Darum Israel

Die Luxemburger Linke protestiert einträchtig gegen Israel. Verhältnismäßigkeit und kritische Reflexion bleiben dabei auf der Strecke.

Gebeutelter Süden Israels (Sderot). Über 3000 Raketen feuerte die Hamas seit Beginn des Jahres auf Israel ab
(Foto: Wikipedia)

Außenminister Asselborn spricht den Linken, so scheint es, aus der Seele: „Gaza wird zu einem großen Friedhof“, „die Palästinenser müssten auch eine Chance bekommen, zu existieren, nicht nur zu vegetieren“. Ganz so, als führe die israelische Armee Flächenbombardements durch und als hätte die Hamas nicht trotz angeblicher Totalblockade des Gaza-Streifens geschätzte 7.000 Raketen erhalten und zusammengebaut. „Einen hörbaren Schrei aus Europa“, fordert er, brüllen tun er und die Linke aber schon lange und ohne Unterlass. mehr lesen / lire plus

GAZA: Darum Palästina

Wieder einmal blickt die Welt nach Gaza, wieder gibt es Tote, Verletzte, Trümmer und Ruinen. Nahezu 2.000 Tote in zwei Wochen, die meisten von ihnen Unschuldige, eine Infrastruktur, die am Boden liegt, eine humanitäre Katastrophe.

Alles Terroristen? Gaza am 27. Juli.
(Foto: Oxfam International
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Kein Staat der Welt würde zulassen, dass seine Bürger in ständiger Angst vor Raketenangriffen und Terrorattacken leben müssen, argumentieren die VerteidigerInnen Israels. Und sie haben Recht: Israel kann nicht tatenlos zusehen, wie es Raketen auf sein Territorium hagelt. Auch das so oft erwähnte Tunnelsystem der Hamas stellt eine ernsthafte Bedrohung für unschuldige BürgerInnen Israels dar. Es gibt im Völkerrecht so etwas wie ein Selbstverteidigungsrecht – „das naturgegebene Recht zur individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung“. 

Von der israelischen Regierung zwar oft bemüht, ist die Argumentation mit diesem Recht im Falle des Nahostkonflikts doch nicht so ohne Weiteres anwendbar: Wer nämlich ein Gebiet völkerrechtswidrig besetzt hält, kann sich nicht auf das Selbstverteidigungsrecht berufen, wenn der Besetzte Widerstand leistet. mehr lesen / lire plus

IRAK: « Combattre les barbares »

Alors que, en Irak, les yézidis et autres minorités sont massacrés par l’Etat islamique, les yézidis exilés de la Grande Région placent tous leurs espoirs dans la guérilla kurde.

Retirer le PKK de la liste des organisations terroristes afin de soutenir la résistance aux djihadistes – Manif kurde à Berlin.
(Photo: Montecruz Foto)

« Biji Berxwedana Sengale ! », entend-on sur la place de la République à Metz, « Vive la résistance à Sinjar ! » en français. Environ deux cents manifestants se sont retrouvés pour dénoncer les massacres perpétrés contre des minorités par l’Etat islamique en Irak. Le cortège est discipliné et ordonné, les manifestants avancent par rangs de cinq. mehr lesen / lire plus

INDEX: Der falsche Streit

Seit einigen Tagen erhält die Regierung Post von verschiedenen Luxemburger Unternehmen, die die Abschaffung des automatischen Lohnindexsystems verlangen.

Von den rund 300 Mitgliedsbetrieben der Fedil erhielten rund ein Drittel eine Aufforderung, einen vorgefertigten Formbrief an den Premier und seinen Vize zu senden, um auf die Gefahren hinzuweisen, die ein automatischer Lohnausgleich vor allem exportlastigen Betrieben angeblich verursacht.

Weshalb die Fedil diese Kampagne mitten im Sommerloch veranstaltet, ist eigentlich nicht zu verstehen. Die politische Entscheidung, am Index nicht zu rütteln, wurde vor Wochen von der Regierung unmissverständlich klargemacht.

Dass die Regierung sich den „Luxus“ einer Klammer im leidigen Index-Thema leisten kann, hat vor allem damit zu tun, dass die Inflation in nächster Zeit so niedrig ausfallen soll, dass nie mehr als eine Tranche im Jahr erfällt. mehr lesen / lire plus

ÄRZTEMANGEL: Schleichender Trend?

Drei Abgeordnete haben sich mit parlamentarischen Anfragen an die Gesundheitsministerin gewandt. Sie befürchten einen Ärztemangel …

In der EU werden bis 2020 mehr als 200.000 Ärzte fehlen, vermelden europäische Medien alarmiert. Und auch in Luxemburg suche man im Osten des Landes händeringend Ärzte, in den Bereitschaftsdiensten der Kliniken fehlt es an Augenärzten und anderen Spezialisten, heißt es. Panikmache oder ein realer Trend, der sich zuspitzt?

Gleich zwei parlamentarische Anfragen – von Gast Gibéryen (ADR) und den CSV-Abgeordneten Nancy Arendt und Léon Gloden -, die einen drohenden Ärztemangel in Luxemburg ausmachen wollen, sind bei Gesundheitsministerin Lydia Mutsch eingegangen. Die gibt sich gelassen, die Befürchtungen der Deputierten teilt sie nicht. mehr lesen / lire plus

Des incidents, toujours des incidents…

(da) – Pas un mois sans incident à la centrale nucléaire de Cattenom : selon EDF, le 8 août, des contrôles auraient permis de détecter un « défaut de serrage de vis sur le circuit de graissage de pompes » de deux unités. Des pompes qui servent, « en phase accidentelle », à injecter de l’acide borique, une substance ajoutée au liquide réfrigérant du circuit primaire, circuit fermé qui traverse le réacteur des centrales nucléaires, afin d’absorber les neutrons excédentaires et d’éviter tout emballement de la réaction. Pour pouvoir contrôler un réacteur, il est indispensable de maîtriser le taux d’acide borique dans l’eau. EDF assure que « le graissage de ces pompes de sauvegarde a toujours été assuré » et que les vis mal serrées ont été resserrées immédiatement après « la détection de cet écart ». mehr lesen / lire plus

Plurimedia wieder mit woxx

(rg) – Als im vergangenen Sommer die Ilres-Umfrage nach der Reichweite der Luxemburger Medien publiziert wurde, war die Enttäuschung in der woxx-Redaktion groß, da aus administrativen Gründen die woxx LeserInnenschaft nicht erfasst worden war. Diesmal sind wir wieder mit von der Partie, allerdings mit einem Ergebnis, das nicht richtig zufriedenstellen kann. Zwar fehlt der Vergleich mit dem Vorjahr und hinsichtlich 2012/11 konnten wir uns von 1,1 auf 1,9 Prozent Reichweite verbessern, doch gab es auch Jahre, in denen wir die Zwei-Prozent-Hürde deutlich überschreiten konnten. Optimistisch formuliert, können wir behaupten, jede Woche würden 8.500 Personen in Luxemburg die woxx lesen. Das klingt durchaus nach etwas, und damit liegt die woxx bei einer prozentualen Reichweite, die alternative Medien in unseren Nachbarländern kaum erreichen – nur eben über ein sehr viel größeres Gebiet verteilt. mehr lesen / lire plus