WIM WENDERS / JULIANO RIBEIRO SALGADO: Salé sucré

Réalisateur souvent inspiré et documentariste fréquemment sagace, Wim Wenders nous surprend dans « Le sel de la terre » avec une nouvelle facette de son talent… en se faisant hagiographe.

Une complicité évidente :
Wim Wenders et Sebastião Salgado. (Photo : Cinéart distribution)

Même sans avoir retenu le nom de Sebastião Salgado, difficile de ne pas connaître quelques-uns de ses clichés, tant la puissance évocatrice qu’ils contiennent a contribué à rendre palpables les pires souffrances humaines, des mines d’or du Brésil aux génocides africains. Par hasard, Wenders découvre dans une exposition un tirage qui le bouleverse, en déniche un autre dans les tiroirs du galeriste et les acquiert aussitôt. mehr lesen / lire plus

ITALIEN: Vor den Toren Roms

In Randvierteln Roms gehen rassistische „Bürgerausschüsse“ gegen Flüchtlinge vor. Die rechtsextreme Partei Lega Nord feiert derweil einen großen Erfolg bei den Regionalwahlen in Mittelitalien.

Randale ist sein Metier:
Mario Borghezio (Bildmitte), Europaabgeordneter der Lega Nord, tummelt sich beim rassistischen Mob der italienischen „Bürgerproteste“ ebenso wie bei Tumulten im europäischen Parlament, wenn es etwa, wie unser Bild von Anfang Februar zeigt, gegen den Euro geht. (Foto: Flickr)

„Hier können sie nicht bleiben! Wir wollen keine Flüchtlinge aus Tor Sapienza!“ Eine Woche, nachdem sie in ihrer Unterkunft angegriffen wurden und unter Polizeischutz verlegt werden mussten, geht in Rom die Hetzjagd auf 25 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge weiter. mehr lesen / lire plus

MIGRATION: Im Land der geplatzten Träume

„Bitter Oranges“ beschäftigt sich mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen afrikanischer Flüchtlinge, die als Tagelöhner auf kalabrischen Obstplantagen arbeiten.

Wer in einem solchen Zelt unterkommt, hat Glück gehabt. (Foto: Carole Reckinger)

„Wer erst mal in Rosarno gelandet ist, hat keine Hoffnung mehr.“ Mit diesem Satz resümiert Carole Reckinger die Situation der afrikanischen Flüchtlinge, die, oft nach monatelangem Martyrium, in Kalabrien landen. „Sind die Flüchtlinge in Lampedusa, wo sie meistens ankommen, noch voller Lebensmut und Vorfreude auf das angeblich schöne Leben in Europa, so haben sie in Kalabrien meist schon begriffen, dass das nicht das Land ihrer Träume ist“ erklärt Reckinger, Entwicklungshelferin und Fotografin. mehr lesen / lire plus

INDIEROCK: Der Magier

J. Mascis Name ist wahrscheinlich den wenigsten ein fester Begriff – trotzdem würde die Pop-Musik ohne ihn heute wohl sehr anders klingen. Die Rockhal hat einen der letzten Indie-Magier eingeladen.

Indie-Rockfans sollten sich schon mal warm anziehen für J. Mascis.

Es scheint wohl so, als gingen der Rockhal so allmählich die Stars der 1960er, 1970er und 1980er für ihre Planungen aus. Wie sonst ist es zu erklären, dass knapp einen Monat, nachdem Ex-Sonic Youth Mitglied Thurston Moore das Publikum begeisterte, nun eine weitere Ikone der 1990er die Bühne besteigen wird? Es ist zwar nicht das erste Mal, dass J. Mascis im großherzoglichen Rockinstitut gastiert, aber im Vergleich mit seinem letzten Auftritt – unter dem Banner seiner legendären Band Dinosaur Jr – kann das Publikum sich diesmal auf eine viel intimere Show des melancholischen Indie-Guitar-Heros freuen. mehr lesen / lire plus

INKLUSION: Wertlos auf dem Arbeitsmarkt

Seinen Lebensunterhalt durch eine frei gewählte oder frei angenommene Arbeit verdienen zu können, fordert die Behindertenrechtskonvention. In Luxemburg ist man von diesem Grundsatz noch weit entfernt …

Ohne seine Behinderung wäre er vielleicht Förster geworden … Der Syndikatssekretär beim „Département des travailleurs handicapés“, Joël Delvaux hat es täglich mit Klagen von Menschen mit Behinderung über Diskriminierung bei der Arbeitssuche oder am Arbeitsplatz zu tun. (Foto: Joël Delvaux – privat)

Christophe Muller hat es geschafft, so scheint es. Trotz Hörschädigung arbeitet er seit 2006 im Werk von Goodyear in Colmar-Berg in der Produktion. „Ich find den Job okay“, meint Muller. Nach einer oralen Schulausbildung absolvierte er in Winnenden bei Stuttgart eine Ausbildung zum Elektrotechniker und schiebt heute Schichten in der Produktion der Autoreifen-Firma. mehr lesen / lire plus

GEMEINWOHL-BILANZ BEI OIKOPOLIS: Mehr als nur Bio

Klingt gut, diese Gemeinwohl-Theorie, aber ist sie mehr als nur ein Wunschtraum? Um das herauszufinden, lassen sich Unternehmen wie Oikopolis an den Maßstäben des Modells messen.

Kurswechsel, aber wie?
Im Mai dieses Jahres diskutierte Christian Felber diese Frage mit interessiertem Publikum im Rahmen der Vortrags- und Seminarreihe „OIKOPOLIS am Dialog“. (Foto: OIKOPOLIS)

Bio ist gut, oder? Gemeint ist nicht, dass Bio besser – oder einfach nur anders – schmeckt. Bioprodukte tun der Umwelt und den Menschen auf vielerlei Weise gut. Reicht das, um die Welt zu verändern? Im Angesicht der Systemkrise, von der die Finanzkrise nur ein Teil ist, machen viele politische Denker umfassendere Vorschläge. mehr lesen / lire plus

COMMISSION EUROPÉENNE: Le système Juncker

Mis en cause par les Luxleaks, confronté par un vote de défiance tout en proposant un plan risqué pour sauver l’Europe, Juncker reste en selle malgré la crise – et peut-être même grâce à celle-ci.

(Photo : © flickr_EPP)

« Si vous voulez que je parte, dites-le ! » Cette réponse de Jean-Claude Juncker à ses détracteurs de l’extrême droite et des populistes, dont Marine Le Pen, devant le Parlement européen ce lundi n’est pas sans rappeler quelques souvenirs. En effet, les fins connaisseurs de Juncker – la population entière du grand-duché donc, même si parfois un peu malgré elle – penseront peut-être au chantage de 2005, lorsque le premier ministre avait menacé de démissionner si le pays votait « non » au référendum sur la Constitution européenne. mehr lesen / lire plus

SYNDICATS: Pourvu que ça dure !

Dialogue ou mobilisation – les syndicats unissent leurs forces et font bloc face à la politique budgétaire du gouvernement. Ils sont pourtant moins unis qu’on ne pourrait le penser.

Tremblez, capitalistes ! La voici, l’avant-garde de la classe ouvrière ! (Photo : LCGB)

« Discutez avec nous ou on se retrouvera dans la rue ! », lançait Jean-Claude Reding au gouvernement, à l’issue de la conférence intersyndicale de jeudi dernier. A deux semaines de la fin de son mandat, le président de l’OGBL était visiblement dans son rôle : celui du leader syndical combatif, décidé à faire reculer gouvernement et patronat par tous les moyens nécessaires. mehr lesen / lire plus

RÉFORME ADMINISTRATIVE: Verschlimmbesserung

„Nein zu Verschlechterungen für BürgerInnen – ja zu weitreichenderen Reformen!“ meint der Meco zum „Omnibus-Gesetz“.

Mit dem „Omnibus-Gesetz“ sollen Prozeduren unterschiedlicher Gesetze vereinfacht werden, dies vor allem im Umwelt- und kommunalen Planungsbereich. Hinter dieser Reform verstecken sich Vorstellungen darüber, welche Rechte BürgerInnen zuerkannt werden, welche gesellschaftlichen Prioritäten gesetzt werden sollen und wie schlussendlich eine gute „gouvernance“ im Interesse aller erfolgen kann.

Der Méco ist der Überzeugung, dass Prozeduren vereinfacht werden sollen. Aber: Knapp ein Dutzend der Neuerungen würden direkte negative Konsequenzen für die BürgerInnen oder die Gestaltung der Gemeinden haben, sowie problematische Präzedenzfälle im Interesse der Betriebe darstellen. Diese Unausgewogenheit ist wohl u.a. mehr lesen / lire plus

Chasse aux sans-papiers

(da) – Arriver à l’école à huit heures du matin… et se faire arrêter par des policiers en civil à l’entrée, puis se faire placer au Centre de rétention pour être expulsé : c’est le sort que réserve le ministère de l’Immigration aux enfants de demandeurs d’asile déboutés. Ainsi, mardi et mercredi matin, deux élèves du Lycée technique du centre (LTC) ont été interceptés par des policiers devant leur école. Deux jours avant, la direction du lycée avait été informée que cinq de ses élèves faisaient l’objet d’une « mesure de reconduction ». Le directeur avait tenu à rappeler aux professeurs de l’établissement qu’il n’était pas question de livrer ces jeunes aux autorités pendant les heures de cours. mehr lesen / lire plus

DÉI LÉNK ET LA CONSTITUTION: Ni Henri, ni Xavier

« Une autre constitution est possible ! », c’est le message que Déi Lénk a souhaité transmettre dans le contexte de la préparation du quadruple référendum. Il s’agit de redresser des déséquilibres entre pouvoirs, et bien d’autres choses encore.

Pas de maximalisme ! Déi Lénk appellera à voter oui aux quatre questions soumises au référendum de juin prochain. Certes, le parti aurait souhaité aller plus loin, en accordant par exemple le droit de vote passif dès 16 ans et en rendant possible le vote des étrangers dès qu’ils ont résidé au Luxembourg pendant cinq ans, mais les avancées plus modestes prévues semblent bonnes à prendre. mehr lesen / lire plus

Luxleaks: #nichtinmeinemnamen

(lc) – Nach dem Bashing, nun die Moral. Es hat sicherlich gedauert, aber nun werden auch in Luxemburg so langsam Stimmen laut, die von der äußerst schizophrenen Regierungskommunikation abweichen und so dem Gelaber von „Es ist doch legal“ widersprechen. Vorreiter in dieser Sache waren der Historiker Benoît Majerus und der Diplomat Luc Dockendorf, die in einem gemeinsamen Blogeintrag klare Worte finden: „Wir brauchen einen Paradigmenwechsel hin zu einer verantwortlichen Ökonomie, einer kohärenten Politik und einer inklusiven und offenen Gesellschaft“. Ähnliche Töne konnte man auch in dem „Fraie Mikro“ des Historikers Michel Pauly diese Woche auf 100,7 hören. Es scheint also, als ob zumindest ein Teil der intellektuellen Elite des Marienländchens sich endlich dazu durchgerungen hat, dem patriotischen Schulterschluss den Rücken zu kehren. mehr lesen / lire plus

Doch kein Examensboykott?

(da) – „Die Attacken der Regierung auf eine bestimmte Berufsgruppe sind an Niederträchtigkeit kaum zu überbieten.“ Klare Worte von Apess-Präsident Daniel Reding gab es am Dienstag. Ohne jegliche Rücksprache mit den Gewerkschaften und ohne Vorwarnung habe die Regierung angekündigt, im Sekundarschulbereich nur noch die tatsächlich geleisteten Stunden bezahlen zu wollen (woxx 1294). Dadurch würden die Lehrer abgestraft werden, die sich durch ihr Engagement auszeichnen würden – die Lehrer von Abschlussklassen, so Reding. „Man glaubt es kaum – diese Regierung ist noch schlimmer als die der CSV“ polterte er. Als Reaktion auf die angekündigte Maßnahme hatten mehrere Lehrerkomitees entschieden, zu einem Boykott der Abschlussexamen 2015 aufzurufen. mehr lesen / lire plus

Vergewaltigung als Kriegswaffe

(avt) – Manchmal sind selbst renommierte Preise eine gute Sache, indem sie Themen an die Öffentlichkeit bringen, die ansonsten kein Schwein interessieren würden. Wie im Falle der Auszeichnung des kongolesischen Frauenarztes Denis Mukwege, dem am Mittwoch vom Europäischen Parlament der Sacharow-Preis verliehen wurde. Seit Jahren setzt sich Mukwege für Frauen ein, die während des Bürgerkriegs im Kongo Opfer von Massenvergewaltigungen wurden. Der Körper der Frau sei im Kongo „ein regelrechtes Schlachtfeld“ geworden, meint Mukwege, der in den letzten Jahren die Genitalverstümmelungen Hunderter von Frauen behandelt hat und dafür plädiert, Massenvergewaltigungen als „Kriegswaffe“ einzustufen. Die Bedrohung und Vergewaltigung von Frauen wird im Kongo mehr und mehr zur militärischen Strategie. mehr lesen / lire plus

Caméras sans surveillance

(lc) – Il semble que ni la Commission nationale de la protection des données (CNPD), ni le gouvernement en général n’aient pris au sérieux les graves dysfonctionnements déjà révélés par les « Medico-Leaks ». Comme les collègues du Tageblatt l’ont fait savoir lundi, les images de 16 caméras de surveillance luxembourgeoises – privées a priori – pouvaient être visionnées sur un site russe. Avant de crier au « hacker criminel », on devrait prendre en compte le fait que l’homme derrière ces « leaks » n’a presque rien fait de plus que le pirate Clement quand il a copié le mot de passe de la banque de données médico-sportive. mehr lesen / lire plus