Westsahara: Minurso-Mandat verlängern

Im Kontext des seit Jahrzehnten schwelenden Konflikts in der Westsahara fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ein Durchgreifen der UN.

Angesichts schwerer Menschenrechtsverletzungen in der Westsahara hat die GfbV eine Erweiterung des Mandats der dortigen UN-Mission Minurso gefordert. „Die Minurso muss auch damit beauftragt werden, Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren. Als neutrale Instanz ist nur sie zeitnah dazu in der Lage“, erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen. „40 Jahre nach dem „Grünen Marsch“, mit dem Marokko die völkerrechtswidrige Besetzung der Westsahara einleitete, muss nun endlich ein Zeichen für die Beendigung des längsten Entkolonialisierungs-Konflikts in Afrika gesetzt werden.“ Der Weltsicherheitsrat berät diese Woche über eine Verlängerung des Mandats der Minurso. mehr lesen / lire plus

Référendum: Parlons-en !

À moins d’un mois et demi du référendum, les discussions autour des trois questions entrent dans une phase décisive. L’occasion de faire le point.

Il a enfin commencé, le grand débat autour du référendum du 7 juin. Plus un jour sans table ronde, prise de position ou communiqué de presse. Une des questions en particulier suscite des émotions : celle qui concerne le droit de vote des étrangers résidents. Si les partisans du oui, dont la majorité s’est regroupée dans la plate-forme « Migration et intégration » (Minté), ont beaucoup recours aux moyens les plus traditionnels du débat sociétal – conférences de presse, communiqués, prises de parole dans les médias -, les opposants à l’élargissement du droit de vote, regroupés autour d’un site internet, sont eux très actifs sur la Toile et les réseaux sociaux. mehr lesen / lire plus

Europaschule: Heimspiel in Blau

Eine Schule für Differdingen – das ist die Vision des Bildungsministers, der auf einer öffentlichen Veranstaltung der DP-Sektion Differdingen, über die Köpfe des Schöffenrats hinweg? ’sein Projekt‘ promotete.

In eigener Sache …

Die Präsentation der neuen Europaschule in Differdingen am vergangenen Dienstag im Alten Stadthaus entpuppte sich dank des auf sein altes Feld zurückgekehrten Bildungsministers Claude Meisch, ehemaliger Bürgermeister der Südgemeinde, als eine Werbeveranstaltung der DP. „Wir brauchen ein Lyzeum, das für die Differdinger gut ist“ pries er unverhohlen das Projekt einer staatlich agreierten Europaschule gegenüber den Mitgliedern der lokalen DP-Fraktion an. Neun solcher Schulen gebe es bereits im Ausland. „Die Schule müsse näher bei den Leuten sein“, die neuen Pläne brächten auch „ein Stück Dezentralisierung vom schulischen Angebot“ mit sich, so der Minister. mehr lesen / lire plus

Divestment-Kampagne: Nicht wir, nicht jetzt

Auf parlamentarischer Ebene wird über eine Neuausrichtung der Investitionspolitik des Reservefonds diskutiert. Die NGOs vom Votum Klima werden ungeduldig.

„Divestment“ ist das Gegenteil von „investment“. Folgt man der liberalen Lehre über die Finanzmärkte, so führt die Summe der individuellen Investitionsentscheidungen zu einem wirtschaftlichen Optimum. Klimaschützer müssen mit Bedauern feststellen, dass die wirtschaftlich rentablen Investitionen in fossile Energieträger nicht zu einem ökologischen Optimum führen, ganz im Gegenteil. Daher ihr Vorschlag: Weltweit sollen möglichst viele Akteure ihr Kapital aus diesen Anlagen herauszuziehen, um die in diesen Bereichen tätigen Konzerne zum Umdenken zu zwingen.

Diese von der NGO „350.org“ lancierte Kampagne hat Schützenhilfe von der UN-Klimaschutzbehörde UNFCCC bekommen: Der größte Teil der Reserven an fossilen Brennstoffen, den die Konzerne kontrollieren, dürfe überhaupt nicht genutzt werden, wenn man den Temperaturanstieg begrenzen will. mehr lesen / lire plus

Luxleaks : la justice s’attaque à la presse

(lc) – Même si Antoine Deltour avait affirmé lors de son passage au Luxembourg vendredi dernier qu’il se sentait trahi par Édouard Perrin, le journaliste de la chaîne France 2 à l’origine de l’émission « Cash investigation » qui avait levé le voile sur Luxleaks, la nouvelle que ce dernier va être poursuivi par la justice luxembourgeoise peut surprendre. Qu’on s’en prenne à des lanceurs d’alerte, passe encore, vu qu’ils ne sont toujours pas protégés par la loi. Mais qu’un juge d’instruction s’attaque à un journaliste, cela démontre une fois pour toutes que, ici, les intérêts de la place financière priment sur toute autre considération. mehr lesen / lire plus

Graureiher: Das Grauen aus der Tiefe

(lm) – „Inakzeptabel Bamfäll-Aktioun an Zerstéirung vun Horsten“, so der Titel einer am Donnerstag vom Mouvement écologique verschickten E-Mail. Eine Graureiher-Kolonie bei Ettelbruck war zwei Tage zuvor teilweise Opfer einer Holzfirma geworden, so erfuhr man aus dem Text der Nachricht. Dabei waren Fichten gefällt worden, auf denen sich zahlreiche Nester mit Eiern und Jungvögeln befanden. Die Aktion, die durch die Intervention von Naturschützern gestoppt wurde, werfe grundsätzliche Fragen auf, so der Mouvement. Falls die Holzfirma sich an die Fällgenehmigung gehalten habe, sei unverständlich, dass diese inmitten der Brut- und Aufzuchtzeit erteilt wurde. Außerdem habe dem zuständigen Förster die Existenz der Kolonie doch wohl bekannt sein müssen. mehr lesen / lire plus

Nach dem Audit ist vor dem Audit

(avt) – Die Empfehlungen des PWC-Audits (Kosten: 56.000 Euro), in dem der Fonds du logement hinsichtlich seiner Funktions- und Organisationsstruktur überprüft werden sollte, präsentierte anstelle der Wohnungsbauministerin der neue Staatssekretär Marc Hansen vergangenen Dienstag. Bescheidenes Ergebnis der Beratertätigkeit: Es fehlt dem Fonds an einer Strategie und das bestehende Organigramm gibt nicht seine Struktur wieder. Hansen monierte, dass es keinen richtigen Prozess gebe, um herauszufinden, wer diejenigen sind, die besonderen Bedarf nach einer Wohnung hätten; es fehle an einer Priorisierung. Das Punktesystem sei möglicherweise nicht mehr zeitgemäß. Zudem müsse klarer festgelegt werden, wer ein Stück Land kaufe und wer es bebaue. „Vielleicht kommen wir zu dem Schluss, dass es eine syndikale Struktur nicht mehr braucht“, äußerte sich Hansen vage zur Zukunft des Fonds. mehr lesen / lire plus

Réfugiés : le gouvernement lance un appel

(da) – « Il faut que nous soyons prêts pour la vague de demandeurs d’asile qui viendra », a expliqué Xavier Bettel lors de son briefing hebdomadaire. « Il faut que le Luxembourg prenne ses responsabilités et se prépare dès maintenant. » C’est pourquoi il a lancé un appel aux communes, afin qu’elles coopèrent avec le gouvernement pour garantir un accueil adéquat le moment venu. Un appel que la ministre de la Famille Corinne Cahen avait déjà lancé deux jours plus tôt, sur Twitter : « Après mon tour avec le Syvicol, seule une commune m’a contactée », y a-t-elle déclaré. Et de renvoyer vers un autre tweet, publié par François Bausch cette fois-ci : « Lorsque des centaines de gens meurent en Méditerranée, la consternation est grande. mehr lesen / lire plus

SAUL DIBB: Das Lied vom guten Nazi

Die Verfilmung von Irène Némirovskys Romanfragment „Suite française“ ist kein großer Wurf – trotz der literarisch wertvollen Vorlage und der starken Darstellung eines untypischen Nazi-Offiziers durch Matthias Schoenaerts.

„Vom Winde verweht“ reloaded? Soll französisch wirken,
ist aber nicht mehr als gnadenloser Kitsch …

Kaum ist der Hype um Irène Némirovsky, von der in den vergangenen Jahren immer neue Bücher hervorgezaubert wurden – die ähnlich wie ihr nur zu zwei Dritteln vollendeter Roman nach 60 Jahren in einem Koffer versteckt – von ihrer Tochter wiederentdeckt wurden, vorbei, da beginnt der Hype um die Romanverfilmung von „Suite française“. Allerdings dürfte er schnell wieder abklingen. mehr lesen / lire plus

Fotografie: Ode an die Archive

Mit seinen zwei Ausstellungen „Mémoires en transitions“ im Neumënster und „La projection du passé“ im Natioalarchiv würdigt der Fotograf Andrés Lejona die historischen Archive auf je eigene und beeindruckende Art und Weise.

„La projection du passé“ (Foto: Andrés Lejona, photo inspirée du document ANLUX, Arbed PV-0131)

„La projection du passé“ im Nationalarchiv (AnLux) besteht aus nur sieben, mit großem Aufwand hergestellten, Fotografien. Seiner Arbeit an dem Projekt (im Rahmen des „Mois européen de la photographie“) hat Andrés Lejona Dokumente der Nationalarchive zugrundegelegt und diese in den Räumlichkeiten der Archive so abgelichtet, dass in den Aufnahmen Spiegelungen entstanden. Durch das Arrangement der Objekte und die Technik der Videoprojektion sind die abgelichteten Objekte schnell zu Protagonisten geworden, die eine (vermeintlich) neue Realität widerspiegeln. mehr lesen / lire plus

Festival Out of The Crowd : À la recherche d’indépendance

C’est un événement un peu hors norme qui aura lieu ce samedi 25 avril à la Kulturfabrik d’Esch. « Out of the Crowd » est un des festivals de référence pour la musique indie au Luxembourg et dans la Grande Région, et fête cette année son douzième anniversaire.

La musique indie est un style qui se veut indépendant des courants musicaux actuels. Il s’agit de faire son propre truc et de s’écarter du mainstream en retravaillant le sound existant pour se le réapproprier. Il n’existe donc pas vraiment de définition pour tout ce qui peut être musicalement qualifié d’« indépendant ».

Indéfinissable serait aussi un bon terme pour décrire le festival. mehr lesen / lire plus

Libye : Benghazi : la guerre oubliée

La seconde ville libyenne est en guerre depuis bientôt un an. Malgré les violences, la population tente de vivre normalement.

Khadija Mabrouk avec un de ses petits-enfants. La vieille dame vit dans une école depuis plusieurs semaines.

« Quand on a commencé la révolution en 2011, il y avait beaucoup de journalistes, ici, à Benghazi. Le monde entier nous regardait. Aujourd’hui, personne ne s’intéresse à nous » : le constat d’Ahmed Ali illustre la pensée de nombreux Benghaziotes. Depuis onze mois, leur ville est en guerre. Des combats qui ont fait plus de 1.600 morts, mais aussi des milliers de déplacés.

Le 16 mai 2014, le général à la retraite Khalifa Haftar a lancé l’opération « Karama » (Dignité) pour « nettoyer » la seconde ville du pays des « terroristes » – comprendre : islamistes. mehr lesen / lire plus

Was will Beethoven uns sagen?: Sing es!

Die „Neunte“, mit Chor und Überlänge, ist ohne Zweifel die Krönung von Beethovens sinfonischem Werk. Wie sie sich zu den acht Vorgängerinnen verhält und was das Ganze soll, damit konnte man sich vergangene Woche live in der Philharmonie beschäftigen.

Am Donnerstagabend vor einer Woche, nach der Aufführung der Achten und der Neunten, endlich ein Gläschen Rotwein in der großen Halle der Philharmonie trinken. Geschafft von den vier Abenden war ich schon, aber zufrieden mit dem Erlebten. Und überzeugt, dass sich der Versuch, mein Verständnis von Ludwig van Beethovens neun Sinfonien zu vertiefen, gelohnt hatte. Neun solcher Werke so zeitnah nacheinander zu hören, mag nach Durchhaltevermögen klingen – die verschiedenen Konzerte waren von vorneherein verschiedenen Abonnements zugeordnet, und nur ein kleiner Teil des Publikums hatte alle vier gebucht. mehr lesen / lire plus

Food for Your Senses : Manque de finesse

L’annulation du festival Food for Your Senses est non seulement triste, mais révèle aussi une carence de sensibilité de la part du gouvernement et de l’administration envers le secteur culturel alternatif.

No Food this Year – mais l’année 2016 sera celle de la revanche. (Photo : Andy Strauss)

L’annonce la semaine dernière de l’annulation pure et simple de l’édition 2015 du festival Food for Your Senses a fait l’effet d’une bombe. Pour la première fois, ce festival qui, pendant une bonne décennie, n’a fait que croître et a fini par s’établir comme un des événements incontournables des étés luxembourgeois tombe à l’eau – faute de site. mehr lesen / lire plus

L’Europe face aux drames : Le bal des hypocrites

Face aux tragédies qui se produisent en Méditerranée, l’Europe peine à trouver une réponse appropriée. Pourtant ce ne sont pas les solutions qui manquent : c’est le courage politique.

Die-in lors d’un cercle silencieux en mémoire des migrants morts en Méditerranée, auquel près de 400 personnes ont participé.

Alors que les ministres des Affaires étrangères et de l’Intérieur débattaient à l’intérieur du centre de conférences du Kirchberg, des appels d’urgence étaient lancés par deux bateaux se trouvant en difficulté en pleine Méditerranée. Un canot gonflable transportant jusqu’à 150 personnes et une autre embarcation, plus grande, transportant près de 300 personnes.

« L’Europe peut, si elle veut », lance Jean Asselborn aux journalistes, à l’issue de la réunion d’urgence convoquée lundi dernier au Luxembourg. mehr lesen / lire plus