Migrations : La loi, c’est la loi

Ce vendredi matin, un citoyen sénégalais parfaitement intégré au Luxembourg sera probablement expulsé vers son pays d’origine.

Abdou Sané, citoyen sénégalais, est venu au Luxembourg en 2011 pour faire ses études. Engagé auprès d’Amnesty International jusqu’en 2013, il est depuis enseignant au centre de formation Lucien Huss. Il est décrit par ses collègues et les gens qui le connaissent comme une personne engagée, sympathique et parfaitement intégrée. Sa demande d’obtention d’un permis de séjour a pourtant été refusée à plusieurs reprises. Depuis la semaine passée, il est incarcéré au centre de rétention du Findel. Il aurait dû être expulsé vers le Sénégal la semaine passée, mais l’expulsion a été reportée d’une semaine. mehr lesen / lire plus

Évasion fiscale et développement : Le droit de savoir

Des ONG du monde entier se mobilisent pour le journaliste Édouard Perrin et le lanceur d’alerte Antoine Deltour.

Ci-dessus et en couverture: Des exemples des pancartes utilisées lors de la manifestation à Copenhague ce jeudi après-midi.

Réunis du 5 au 7 mai à l’occasion d’une conférence internationale sur le financement du développement à Copenhague, des ONG du développement du monde entier se sont réunies le jeudi après-midi devant l’ambassade du Luxembourg au Danemark pour demander plus de transparence fiscale et afficher leur soutien au journaliste Édouard Perrin et au lanceur d’alerte Antoine Deltour, les deux principaux protagonistes du scandale Luxleaks.

La conférence, organisée par le réseau international Eurodad avec l’appui de l’organisation danoise de solidarité et d’éducation au développement IBIS, se tient tous les deux ans et réunit quelques centaines de responsables et de militant-e-s de la société civile venant de tous les coins du monde pour faire le point sur les questions du financement du dévelopement, de la dette, de la justice fiscale, du rôle des finances privées et des institutions monétaires internationales. mehr lesen / lire plus

Politische Bildung: Abrechnung mit Juncker

„Zäit fir ee Bilan“ heißt eine Neuerscheinung, die einer Mythenbildung um die Juncker-Ära entgegenwirken will.

In mehrfacher Hinsicht bemerkenswert ist die von dem Luxemburger FAZ-Korrespondenten Jochen Zenthöfer herausgegebene Bilanz über 18 Jahre Juncker. Zum einen wegen ihres Umfangs: Die knappen 124-Seiten sind schnell durchgearbeitet. Zum anderen wegen ihrer Form. Denn wo sonst langatmige analytische Texte den LeserInnen das Weiterkommen erschweren, gibt es hier jeweils auf der linken Seite meist recht schnell erfassbare grafische Umsetzungen von statistischen Indikatoren. Auf der rechten Seite folgen dann knappe Erläuterungen und kommentierende Einwürfe von „Sophie“ und „Charel“, zwei fiktiven Luxemburger SchülerInnen, deren Schicksal es ist, in ihrem künftigen Leben das Erbe der Ära Juncker abzuarbeiten. mehr lesen / lire plus

Logement: Tropfen auf den heißen Stein

Mietbeihilfen für sozial Schwache stellte Xavier Bettel in seiner Rede in Aussicht. Eine soziale Maßnahme? Déi Lénk prescht derzeit in der Hauptstadt mit einer Motion vor und will strukturell etwas verändern.

(© Wiki Commons)

Bislang hat die Regierung in Sachen Wohnungspolitik nicht viel vorzuweisen. In seiner Rede zur Lage der Nation unternahm Xavier Bettel den Versuch, bei diesem Thema aus der Defensive herauszukommen. Dabei ging er ganz nach Politik-Drehbuch vor: ein positives Beispiel hervorheben und eine zukünftige Maßnahme ankündigen. Demonstrativ verwies der Premier auf zwei Wohnprojekte auf Kirchberg, die jeweils zu einem Drittel von privaten Promotoren realisiert werden, die die Wohnungen zu einem maximalen Quadratmeterpreis von 4.200 Euro – also deutlich über dem Marktpreis – anbieten wollen. mehr lesen / lire plus

Andrew Niccol: Playstation War

Der Antikriegsfilm „Good Kill“ veranschaulicht die Folgen technisch hochmoderner Verfahren im Krieg gegen den Terror und stellt unmissverständlich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit.

Sehnsuchtsobjekt Flugzeug. Tom Egans Job besteht in der Steuerung von Kampfdrohnen aus einem klimatisierten Container.

US-Airforce-Offizier Tom Egan (Ethan Hawke) bekämpft die Taliban nicht auf konventionelle Art und Weise aus einem Flugzeug in der Luft, sondern aus einem klimatisierten Container in der Wüste von Nevada. Wie an einer Playstation spielend, grillt er per Knopfdruck seine „Ziele“ in Afghanistan, Pakistan oder im Jemen, und wenn der Schuss von der Drohne ein Treffer war, gibt er als Erfolgsmeldung ein tonloses „good kill“ von sich. mehr lesen / lire plus

Fotografie: Sanders Werk neu belichtet

In „Absence of Subject“ in der Villa Vauban trifft Porträtfotografie von August Sander auf Fotoarbeit von Michael Somoroff, aus der das Subjekt entfernt ist. Eine Hommage an Sanders Werk?

(© Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn 2015.)

(© Michael Somoroff)

Sanders Fotoserie „Menschen des 20. Jahrhunderts“, eine monumentale Dokumentation der Weimarer Republik, zählt zu den Sternstunden der Dokumentarfotografie. Denn es gelang ihm damit, Abbilder seiner Zeit zu schaffen. Mit seinen nach Status und Ethnie katalogisierten Serien und mehr als 600 Aufnahmen von Menschen aller Schichten zeigte er einen Querschnitt der damaligen Gesellschaft. Gerade weil er dafür eben auch einfache, arbeitende Menschen ablichtete – darunter auch fahrendes Volk, Zirkusakrobaten, Obdachlose und Kriegsversehrte – wurden seine Fotografien von den Nationalsozialisten nicht goutiert. mehr lesen / lire plus

Philharmonie saison 2015-2016 : De Gustavo et Gustav à Mariza

Une nouvelle brochure de la Philharmonie est une sorte de Saint-Nicolas pour les mélomanes. Cette année, le programme met à l’honneur Mahler côté symphonie et Beethoven côté quatuor. Sans délaisser pour autant d’autres musiques.

(Photo : Johann Sebastian Hanel)

« Bienvenue, Gustavo ! », c’est ainsi que le récent directeur général Stephan Gehmacher salue le tout nouveau directeur musical Gustavo Gimeno dans la préface de la brochure de la saison à venir. Rappelons que le chef d’orchestre d’origine espagnole avait donné toute la mesure de son talent lors d’un concert intitulé « Spain » en septembre dernier. L’interview incluse dans la brochure n’est hélas pas plus enchanteresse que celle publiée il y a sept mois. mehr lesen / lire plus

Serbien: Nah am Wasser gebaut

Serbien befindet sich in einer schwierigen Transformationsphase. Während das Establishment um eine neue geostrategische Ausrichtung des Landes ringt, träumt die Regierung von einer Zukunft Belgrads als internationaler Finanzmetropole. Doch seit dem Sturz Slobodan Milosevics hat sich das Land kaum verändert.

„Beograd na vodi” (Belgrad am Wasser): Auf einem 180 Hektar großen Gelände am rechten Ufer der Sava, soll ein neuer Stadtteil entstehen. Die Belgrader Bevölkerung, die das Ganze bislang nur im Modell bewundern kann, hat wohl andere Bedürfnisse als Glaspaläste und endlose Shoppingmalls.

Es sieht aus wie ein Dubai auf dem Balkan, was da im vergangenen Jahr unter dem Namen „Beograd na vodi“ (Belgrad am Wasser) für die serbische Hauptstadt am Reißbrett entworfen wurde. mehr lesen / lire plus

Rotondes : Ça y est, carrément

Dernière ligne droite pour les Rotondes : à six semaines de l’ouverture officielle, une visite de chantier a permis à un public choisi d’entrevoir le futur centre culturel de la capitale.

Du moins la Rotonde 1 n’a pas été la victime d’économies budgétaires. (Photo : Sven Becker)

Si les grandes entreprises culturelles luxembourgeoises ont une chose en commun, c’est celle d’être nées dans la douleur. Pas un projet de ces dernières décennies qui ne se soit déroulé sans scandales, retards ou problèmes de budget. Et l’exemple des Rotondes pourrait entrer dans l’histoire comme exemple type des gaffes et bévues qui accompagnent la création de lieux culturels au grand-duché. mehr lesen / lire plus

Intégration politique : Pourquoi voter « nee » ?

Répondre à la question sur le droit de vote des résidents étrangers est moins évident qu’il n’y paraît. À la timidité et à l’aveuglement des défenseurs du oui, ne faudrait-il pas opposer un non revendicatif et protestataire ?

Queue devant un bureau de vote dans le quartier multiculturel de Brooklyn. Accorder le droit de vote à de nouveaux groupes de personnes ne suffit pas pour que celles-ci participent réellement aux suffrages. (© APRIL SIKORSKI / CC-BY-SA 2.0)

Le oui au droit de vote pour résidents étrangers donne lieu à un large consensus au sein du mainstream politique et médiatique… et bien au-delà. mehr lesen / lire plus

Bildungspolitik: Fast geschafft

Nach dem monatelangen Konflikt zwischen Regierung und Lehrpersonen um Sparmaßnahmen im Sekundarschulbereich sieht es so aus, als ob nun endlich eine Einigung erzielt werden könnte.

Ende gut, alles gut? Vorläufig sieht es so aus, als ob im Konflikt zwischen Meisch und den Sekundarschullehrern
eine Lösung gefunden worden sei.(FOTO: ALAMOR BASENET/FLICKR)

Am Montag dieser Woche kam der Durchbruch: Man habe sich einigen können, gab Claude Meisch nach vierstündigen Verhandlungen mit den drei Lehrergewerkschaften SEW, Apess und Féduse zu Protokoll. Ein Kompromiss sei erzielt worden – und werde jetzt der Basis präsentiert, die darüber entscheiden müsse, hieß es von den Gewerkschaften. Im Mittelpunkt sollten, anders als bisher, nicht Einsparungen, sondern Verbesserungen der Schulqualität stehen. mehr lesen / lire plus

Lage der Nation: Der neue alte Weg

Aufregend war sie nicht, die Rede des Premiers. Doch die neuen Schwerpunkte und die aufschlussreichen Weglassungen kündigen eine politisch-taktische Wende an.

Staatsmännisch, modern, patriotisch. Xavier Bettel besichtigt das Militärmuseum
in Diekirch. (SIP / CHARLES CARATINI)

Wird Xavier Bettel uns jedes Jahr mit einem Luxemburg-ist-Tweet versorgen? „Luxemburg ist ein kleines Land mit einer großen Zukunft“, hatte es in der Rede zur Lage der Nation 2014 geheißen. Diesmal lautet der Leitsatz: „Luxemburg ist ein Land, wie kein anderes auf der Welt.“ Können solche, durchaus auf psychologische Wirkung abzielenden Aussagen im Zeitalter von Twitter und Facebook wirklich die rhetorische Kunst eines Jean-Claude Juncker vergessen machen? mehr lesen / lire plus

TAFTA/TTIP/TISA : haro sur les services financiers !

Etika, ATTAC Luxembourg et le collectif STOP TAFTA Luxembourg invitent à une conférence-déjeuner, le 19 mai à 12h15 à la salle Rheinsheim (Altrimenti asbl)  – 5 avenue Marie-Thérèse, Luxembourg.
Bien que secrètes, les négociations en cours sur le TTIP (pour Transatlantic Trade and Investment Partnership) ou encore le Tafta (pour Transatlantic Free Trade Agreement) entre l’UE et les États-Unis ont attiré l’attention sur elles et ontété à l’origine d’une levée de boucliers de nombreux syndicats et organisations de la société civile pour dénoncer le risque de nivellement par le bas des normes sociales et environnementales en vigueur dans l’UE.
Aline Fares, du réseau Finance Watch basé à Bruxelles, fera une introduction sur les négociations en cours, en analysant les prétendues retombées positives et les risques posées par les mécanismes des tribunaux d’arbitrage privés. mehr lesen / lire plus

Wem gehört der „Öffentliche Raum“?

(avt) – Das Thema des neuen Forum-Hefts mag trocken klingen, sollte jedoch gerade Linke interessieren. Denn Luxemburgs Hauptstadt ist das Paradebeispiel einer unwirtlichen Stadt: Auf der einen Seite die protzige Place d’Armes, auf der anderen der gespenstische Kirchberg. Der öffentliche Raum dient in Luxemburg zum Konsum, wird mit Konsumtempeln zugepflastert. Symptomatisch ist hier die Entwicklung des Centre Hamilius, der, einst ein Treffpunkt für Jugendliche und Künstler, nun einer Shopping-Mall weichen muss. Leider sucht man in dem Heft vergeblich nach einem Beitrag darüber. Dahingegen erzählt Milena Steinmetzer in ihrem lesenswerten Beitrag „Am Ende entscheidet die Straße“ von den Hürden bei der Organisation der Schülerproteste und geht am Rande auch auf Aspekte der Gentrifizierung der Luxemburger Oberstadt ein. mehr lesen / lire plus

Le réquisitoire anti-TTIP de Carole Dieschbourg

(rg) – Selon un communiqué du ministère de l’Environnement, la ministre Carole Dieschbourg aurait « demandé des précisions à la commissaire européenne Malmström » concernant le TTIP. À vrai dire, le courrier qu’elle a envoyé fin avril, dont le principe semble bien avoir obtenu l’aval du conseil des ministres, ressemble plutôt à une critique radicale de cet accord qu’à une timide demande de compléments d’information. Cette lettre fait suite à une proposition formulée par la commissaire européenne elle-même lors de sa visite au Luxembourg le 26 février : Cecilia Malmström avait suggéré de lui soumettre par écrit les réflexions relatives au projet de traité transatlantique dont avait fait état la ministre verte. mehr lesen / lire plus