Eritrea: Zwangsarbeit für 
die Nation

Die Vereinten Nationen beschuldigen das Regime in Eritrea systematischer Menschenrechtsverletzungen. Auch der bewaffnete Konflikt mit Äthiopien droht wieder aufzuflammen. Doch die EU zählt auf das Land, um Flüchtlinge fernzuhalten.

„Eritrea ist ein autoritärer Staat“: Zu diesem Schluss kommt ein aktueller Bericht der Vereinten Nationen. Zugleich jedoch beherbergt das Land auch 700.000 Flüchtlinge aus verschiedenen afrikanischen Ländern. Damit sie bleiben, wo sie sind, plant die EU eine „Migrationspartnerschaft“ mit dem autoritären Regime. (Foto: ©EU/ECHO/Anouk Delafortrie)

„Eritrea ist ein autoritärer Staat“: Zu diesem Schluss kommt ein aktueller Bericht der Vereinten Nationen. Zugleich jedoch beherbergt das Land auch 700.000 Flüchtlinge aus verschiedenen afrikanischen Ländern. Damit sie bleiben, wo sie sind, plant die EU eine „Migrationspartnerschaft“ mit dem autoritären Regime. (Foto: ©EU/ECHO/Anouk Delafortrie)

In der Europäischen Union beantragten im vergangenen Jahr 47.000 Personen aus Eritrea Asyl; weltweit befanden sich 360.000 eritreische Flüchtlinge außer Landes. Im benachbarten Deutschland stellten sie im vergangenen Jahr gar die größte Gruppe von Flüchtlingen und Asylbewerbern aus einem afrikanischen Land. mehr lesen / lire plus

Poésie
 : Marqueterie lyrique


Carla Lucarelli vient de publier aux éditions Phi « Dekagonon », un recueil de prose poétique bilingue en français et en allemand. Rencontre avec une prosatrice dans l’âme qui ne dédaigne pourtant pas de se laisser transformer en poétesse.

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Carla Lucarelli lors de la lecture marathon « Impossible Readings 7 », le 2 juillet dernier au Mudam. (Photo : Bohumil Kostohryz)

« Je me considère comme une écrivaine de prose. La poésie, c’est quelque chose qui me vient de quelque part et qui passe par moi. Quelque chose que j’ai besoin de coucher sur le papier. Ce sont des flashs, des impulsions en quelque sorte, plutôt que de l’inspiration. mehr lesen / lire plus

EU-Migrationspartnerschaften: „Die EU zerstört Menschenrechte“

Nach dem Vorbild des Türkei-Abkommens will die EU die Flüchtlingszuwanderung eindämmen. Ein neuer Plan sieht vor, insbesondere afrikanische Länder mit allen nötigen Mitteln in solche „Partnerschaften“ zu zwingen. Luxemburger NGOs finden deutliche Worte.

Aufrüstung auch auf hoher See: Flüchtlinge werden bald von der neuen Europäischen Grenz- und Küstenwache abgewehrt. (Foto: MSF)

Aufrüstung auch auf hoher See: Flüchtlinge werden bald von der neuen Europäischen Grenz- und Küstenwache abgewehrt. (Foto: MSF)

Es ist ein Wunder, dass sie es überhaupt herausgeschafft haben. Aus dem vom Islamischen Staat kontrollierten Territorium der Provinz Aleppo sollen Obaid al-Abo und seine Familie gekommen sein, aus Dscharabulus oder aus der 40 Kilometer weiter im Landesinneren gelegenen IS-Hochburg Manbidsch. Die ist mittlerweile völlig von der syrischen Opposition eingekesselt. mehr lesen / lire plus

Reform der Gemeindefinanzen: Keiner soll verlieren

Nach mehrfachen CSV-Fehlversuchen soll die Finanzierung der Gemeinden zum 1. Januar 2017 reformiert werden.

1379NEWScommunesDiddeleng_GemengDie Debatte über die Unausgewogenheit der Gemeinde-Finanzierung hält seit Jahrzehnten an. 2015 erhielt das Schlusslicht Beaufort nur 1.839 Euro pro EinwohnerIn aus den nationalen Dotierungsfonds, während es für Weiswampach 3.272 Euro waren. Nur Luxemburg-Stadt lag mit 3.550 Euro noch höher.

Besonders im (hohen) Norden des Landes profitieren einige Gemeinden, weil der bestehende Verteilungsmechanismus ausgedehnte Landgemeinden mit relativ wenig Bevölkerung favorisiert. Die Idee dabei ist auf den ersten Blick nicht unbedingt falsch: Klassische kommunale Aufgaben, wie Müllabfuhr, Wasserversorgung oder Schultransport, sind pro Kopf umso teurer, je größer die zu überbrückenden Entfernungen sind. mehr lesen / lire plus

Luxleaks : déjà des doutes

Ce n’est pas uniquement une tempête d’indignation internationale qui s’est abattue sur le Luxembourg la semaine dernière – même si notre presse nationale ne s’en est guère faite l’écho -, mais de sérieux doutes ont aussi été émis face au bon sens du jugement. Ainsi, la députée européenne Julia Reda (Pirates) et ses camarades Jean-Marie Cavada, Sergio Cofferati, Laura Ferrara et Constance Le Grip se plaignent dans un blog que le jugement contredirait les intentions du législateur luxembourgeois et qu’il citerait mal la directive européenne sur le secret des affaires, sur laquelle les juges se basent. De plus, un blogueur du site très « anticapitaliste » Mediapart, Michel Crinetz, fait les mêmes reproches aux juges du tribunal d’arrondissement de Luxembourg. mehr lesen / lire plus

Éducation nationale : Bricoles

La Chambre a adopté, avec les voix de la majorité, une réforme de la procédure d’orientation de l’enseignement fondamental vers le secondaire. Une « réformette » qui pourrait entraîner des différences de traitement.

(© Pink Floyd)

(© Pink Floyd)

Ce sont des semaines chargées pour Claude Meisch. Alors que le nouveau cours « Vie et société » (voir Thema) doit débuter à la rentrée, le ministre de l’Éducation nationale veut présenter son projet de réforme de l’enseignement secondaire avant l’été. Afin d’atténuer les tensions au sein du corps enseignant, apparues au cours du conflit autour d’une série de mesures d’économies, l’ancien maire de Differdange est « on tour ». mehr lesen / lire plus

CO2: Große Zertifikate-Verbrennung

Do it yourself! Das scheint angesichts der steckengebliebenen Reform des Europäischen Emissionshandelssystems ETS die beste Option zu sein. Nach Informationen des Deutschen Naturschutzrings plant Schweden, Millionen von CO2-Zertifikaten aufzukaufen, um sie dann zu entwerten. Derzeit sind aufgrund des Überangebots die Preise so niedrig, dass das ETS keinen Anreiz zum Energiesparen bietet. Oslo hat vorgesehen, über 30 Millionen Euro jährlich auszugeben, was etwa sieben Millionen Zertifikaten entspricht. Auch andere Mitgliedstaaten denken über diese „Lösung“ nach. Luxemburg dagegen könnte mit ein bisschen Glück demnächst einen ähnlichen Beitrag leisten, ohne das Scheckheft zu zücken. Seit Dienstag liegt die Stellungnahme der Generalanwaltschaft des EU-Gerichtshofs im Rechtstreit zwischen Luxemburg und Arcelormittal vor. mehr lesen / lire plus

CETA: Und sie bestimmen doch!

Die nationalen Parlamente werden nun doch über das CETA-Abkommen mit Kanada abstimmen. Die EU-Kommission hat sich zu diesem Verfahren durchgerungen, nach dem sie noch vor einer Woche das Abkommen als reine EU-Sache eingestuft hatte (woxx 1378). Diese Ankündigung hatte einen europaweiten Sturm der Entrüstung ausgelöst – sogar der eigentlich Freihandels-freundliche Premier Xavier Bettel hatte gegen die Absicht protestiert, die nationalen Parlamente zu übergehen. Nun triumphiert seine Partie, die DP, in einer „Juncker gibt endlich nach!“ überschriebenen Pressemitteilung. Auch die Grünen begrüßen die Kehrwende der Kommission, bedauern aber die „provisorische Anwendung der reinen EU-Teile“ von CETA. Das Kommuniqué von „Stop TTIP“ gibt sich kritischer: Das Abkommen vorzeitig in Kraft treten zu lassen, sei „zutiefst undemokratisch“. mehr lesen / lire plus

Stufenmodell, aber nicht zum Sparen

Nicht nur bei der Reform der Gemeindefinanzierung kommt die konjunkturelle Lage der Politik zugute: Während die Reform der Pflegeversicherung der blau-rot-grünen Regierung als Sparmaßnahme Einzug in deren „Zukunftspak“ gefunden hatte, ist von Kostenreduktion nicht mehr unbedingt die Rede. Zwar soll eine Verschlankung des administrativen Aufwands auch dabei helfen, Kosten einzusparen, doch soll an den Grundparametern nicht gerüttelt werden. Die Dotierung seitens des Staates bleibt bei 40 Prozent und auch der Beitragssatz bleibt bei 1,4 Prozent der Einkommen – weiterhin ohne Beteiligung der Arbeitgeber. Die gefürchtete Kostenexplosion soll ausbleiben, weil die Zahl der Pflegefälle nicht mehr so stark anwächst wie noch vor einigen Jahren. mehr lesen / lire plus

Vigilnat : protégez-vous !

Ce que le plan « Vigipirate » est aux Français, le plan « Vigilnat » l’est aux habitants du Luxembourg : surtout des mesures qui servent à accroître le célèbre « sentiment de sécurité » du public, sans que pourtant leur efficacité réelle ne soit vraiment prouvée. Ainsi, depuis les derniers attentats, on peut voir foisonner dans les gares de Luxembourg-ville et ailleurs des douaniers lourdement armés de fusils automatiques et portant des gilets pare-balles. Eh bien, il semble qu’ils en aient vraiment besoin de ces gilets, puisque – comme le premier ministre Xavier Bettel l’a confirmé sur demande du député CSV Aly Kaes – par trois fois ces derniers mois des coups sont partis des armes de service de ces douaniers censés intervenir en cas d’attaque terroriste. mehr lesen / lire plus

Bio-Agrar-Präis : Biog et le Lycée agricole à l’honneur

Le Lycée technique agricole d’Ettelbrück et la laiterie biologique « Biog-Molkerei » sont les lauréats du huitième « Bio-Agrar-Präis », décerné par le ministère de l’Agriculture. Créé en 2009, le prix a pour vocation de récompenser les efforts dans le domaine de l’agriculture biologique. Il est divisé en deux catégories : « agriculteurs biologiques » et « transformateurs, distributeurs et organisations actifs dans le secteur de l’agriculture biologique ». Si le Lycée technique agricole reçoit le prix « agriculteurs biologiques », c’est surtout pour son engagement visant à intégrer des méthodes de production biologiques et axées sur le développement durable dans ses programmes. mehr lesen / lire plus

Einheitsfach „Vie et société“
: Mit tausend Zungen lehren

Die Einführung von „Vie et société“ an den Sekundarschulen ist schlecht vorbereitet, klagen die Lehrer. Der Grund dafür liegt weniger beim Minister als bei der Art und Weise, wie über die Lerninhalte diskutiert wurde

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Laizität und Schule: So klar strukturiert wie in Frankreich ist die „Trennung“ in Luxemburg nicht. Wirklich schade? (Foto: Raymond Klein)

„Der Lehrer spielt eine Vermittlerrolle, setzt einen Rahmen für die Diskussionen – um die Wissensvermittlung an sich geht es nicht.“ So versuchte die Lehrerin Tammy Muller am 7. Juli eine Unterrichtsstunde des neuen Fachs „Vie et société“ zu beschreiben. Die Pressekonferenz des Bildungsministeriums (siehe Kasten) fand zum spätestmöglichen Zeitpunkt statt, wenige Stunden, bevor in der Chamber über das entsprechende Gesetz abgestimmt wurde. mehr lesen / lire plus

Développement durable : Encore un effort !

En examinant les résultats à mi-parcours du gouvernement, le Mouvement écologique alterne compliments et critiques. Alors, ce Mecoskop, trop gentil ou trop sévère ?

(www.mecoskop.lu / montage : RK)

(www.mecoskop.lu / montage : RK)

Vous pensez que le gouvernement précédent a fait du bon travail ? Alors, réjouissez-vous ! La coalition actuelle fait encore mieux, si l’on en croit le bilan à mi-parcours dressé par le Mouvement écologique. « Ça bouge plus [par rapport à 2011] », a constaté l’ONG le 4 juillet, et, mis à part le domaine de l’agriculture, « la réalisation de toute une série de promesses gouvernementales a été entamée ». Ainsi, sur 114 mesures décortiquées sur le site bilingue mecoskop.lu, seules 23 n’ont pas du tout été abordées, 68 se trouvent en cours de préparation, tandis que 23 sont arrivées à un stade avancé ou ont été transposées. mehr lesen / lire plus

Libertés démocratiques
 : Il est urgent de réfléchir

Proportionnés ou non ? Les projets de loi de lutte antiterroriste soulèvent l’indignation autant que la polémique. Une conférence donnée par la Commission consultative des droits de l’homme (CCDH) a tenté d’y voir plus clair.

(Photo : ©flickr_thierryehrmann)

(Photo : ©flickr_thierryehrmann)

On aurait pu croire que cette table ronde mettrait tout le monde d’accord sur les risques des nouvelles lois antiterroristes et sur l’état d’urgence que prévoit le gouvernement. Avec comme intervenants Claude Weber, le président de la Ligue des droits de l’homme, Robert Biever, l’ancien procureur général, l’historien Denis Scuto, le président de la CCDH Gilbert Pregno et enfin le doyen de la faculté de droit Stefan Braum – qui est connu pour ne pas mâcher ses mots -, le public ne s’attendait pas vraiment à la controverse. mehr lesen / lire plus

Multimédia
 : La guerre en chantant

Jacques Tardi, dessinateur de bédé célèbre pour sa série « Adèle Blanc-Sec », sera au Luxembourg pour… un spectacle de chant consacré à la Grande Guerre. C’est Dominique Grange qui chantera, avec des dessins projetés en arrière-plan.

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(© Tardi / Casterman)

Du bout des lèvres, vous murmurez un « Quelle connerie, la guerre ». Non. Vous ne vous en sortirez pas à si bon compte. La « Grande Guerre », dessinée par Jacques Tardi, l’appeler « connerie », ça ne le fait pas. Suivez la fière marche au front, entrez dans l’ouragan de feu des armes automatiques, voyez les hommes tomber tout autour. mehr lesen / lire plus