Problemfall Pflege
: Zwischen den Stufen


Muss man die Neuerungen in der Luxemburger Pflegeversicherung fürchten? Der Blick über die Grenze zeigt jedenfalls, dass sie nicht der Weisheit letzter Schluss sind.

Esel, Samariter und Bedürftiger. 
Ein gutes Pflegesystem ermöglicht es dem Helfer, seine Arbeit korrekt 
zu machen. (Skulptur: Han Wezelaar / Foto: Gouwenaar / PD)

Esel, Samariter und Bedürftiger. 
Ein gutes Pflegesystem ermöglicht es dem Helfer, seine Arbeit korrekt 
zu machen. (Skulptur: Han Wezelaar / Foto: Gouwenaar / PD)

Das Wichtigste zuerst: Es soll nicht billiger werden. Aber auch nicht wesentlich teurer. Das Finanzierungsmodell der luxemburgischen Pflegeversicherung wird beibehalten, der Beitragssatz verändert sich nicht. Die Ausgaben werden zum Teil umgeschichtet, anders strukturiert. „Die Reform der Pflegeversicherung dient nicht dazu, die Ausgaben zu senken“, unterstrich Sozialminister Romain Schneider bei der Vorstellung des Projet de loi vor einer Woche. mehr lesen / lire plus

Italien
: Rettungsfond für Renzi


Das Beben, das der Entscheid zum Brexit ausgelöst hat, erfasst Italien besonders heftig. Es droht nicht nur die weitere Stärkung der Rechten, auch die italienische Bankenkrise hat sich im Auf und Ab der europäischen Aktienkurse verschärft.

Wo geht’s hier zum Renzit? 
Italiens Premierminister steht innenpolitisch unter Druck. Damit der nicht noch größer wird, muss Matteo Renzi sich auch gegen die Europapolitik der deutschen Kanzlerin Angela Merkel behaupten. (Foto: Palazzo Chigi)

Wo geht’s hier zum Renzit? 
Italiens Premierminister steht innenpolitisch unter Druck. Damit der nicht noch größer wird, muss Matteo Renzi sich auch gegen die Europapolitik der deutschen Kanzlerin Angela Merkel behaupten. (Foto: Palazzo Chigi)

In Bologna musste die Universitätsleitung aufgeregte Studierende beruhigen, die nach dem britischen Nein zur Europäischen Union um ihr Erasmus-Stipendium fürchteten. Die pragmatische Antwort lautete, die laufenden Programme seien nicht in Gefahr, schließlich würden sich die Austrittsverhandlungen über Jahre hinziehen. mehr lesen / lire plus

PAG Luxembourg-ville : Croissance malsaine

Le PAG ne serait pas un instrument pour définir la croissance, mais un outil pour l’encadrer, nous dit-on. Reste la question : le cadre n’est-il pas devenu un peu trop large ?

Jusqu’au mercredi 20 juillet, les citoyen-ne-s pourront faire (par écrit !) leurs remarques concernant le PAG. D’ici là, les équipes de la ville se tiennent prêtes à expliquer le moindre détail. (Photo : woxx)

Jusqu’au mercredi 20 juillet, les citoyen-ne-s pourront faire (par écrit !) leurs remarques concernant le PAG. D’ici là, les équipes de la ville se tiennent prêtes à expliquer le moindre détail. (Photo : woxx)

La majorité tout comme l’opposition du conseil communal de la Ville de Luxembourg se félicitent de l’énorme travail qui a été fourni pour adapter le plan d’aménagement général (PAG) de la ville à la nouvelle législation en vigueur depuis 2011. mehr lesen / lire plus

Umgehung von Bascharage: Grüner Lackmustest

Straßen lösen keine Verkehrs- probleme. Der Mouvement kritisiert das umweltzerstörerische Projekt in Bascharage und schlägt Alternativen vor.

(Karte: MDDI)

(Karte: MDDI)

„Unvorstellbar“ ist es für den Mouvement écologique, dass die Umgehungsstraße von Bascharage ge- nehmigt wird. Am 11. Juli stellte die Regionale Süden der NGO ihre Position zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) vor (www.meco.lu). Weil eine Null-Plus-Variante wahrscheinlich ausreiche, um die Schadstoffwerte innerhalb der Ortschaft unter den Grenzwert zu senken, könne keine „raison impérative d’intérêt public majeur angewendet werden, um die Zerstörung großer, wertvoller Naturflächen zu erlauben“.

Der Mouvement kritisiert insbesondere den geplanten Bau einer Auffahrt im Gebiet der Naturzone Dreckwiss und die Lärmbelastung in den Naherholungsgebieten Bobësch und Zaemerbësch. mehr lesen / lire plus

Statistiques réfugiés : effets grecs et turcs

Les chiffres du mois de juin sur les demandeurs de protection internationale au Luxembourg viennent d’être publiés par la Direction de l’immigration. Et leur emmêlement en dit long sur la complexité et les absurdités des politiques européennes en la matière. Ainsi, la Direction explique qu’au mois de juin, pas moins de 39 personnes (en majorité syriennes et irakiennes) ont été transférées depuis la Grèce « conformément aux décisions prises au niveau européen ». Ces personnes sont incluses dans les statistiques. Pas comme les 27 autres personnes syriennes installées au Luxembourg en vertu du « deal » entre l’UE et la République turque. mehr lesen / lire plus

Pestizidplan: Weniger Gift, mehr Transparenz!

„Wann ist endlich Schluss mit Pestiziden in Umwelt und Lebensmitteln?“ Das fragen „natur & ëmwelt“ und Greenpeace in einem Pressekommuniqué zur Vorstellung ihres Gutachtens zum Nationalen Aktionsplan Pestizide am Donnerstag. Die beiden NGOs bezeichnen die Belastung von Gewässern und Lebensmitteln mit Pestiziden sowie den Rückgang der Artenvielfalt als besorgniserregend. Ihre 2014 bei der Vorstellung des ersten Entwurfs des Aktionsplans eingereichten Forderungen blieben aber in dieser zweiten – „quasi identischen“ – Fassung unberücksichtigt. Ähnlich wie der Mouvement écologique vor ein paar Wochen, verlangen „natur & ëmwelt“ und Greenpeace konkretere Ziele und Maßnahmen und brechen eine Lanze für den biologischen Landbau. Die vom Mouvement ins Spiel gebrachte Pestizidsteuer wird von den beiden anderen NGOs nicht aufgegriffen, dafür setzen sie sich für mehr Transparenz ein: „Als erster Schritt muss Klarheit darüber geschaffen werden, welche Pestizide in welchen Mengen eingesetzt werden.“ mehr lesen / lire plus

Forum 364: Happy Birthday!

Forum feiert Geburtstag. 40 Jahre alt wird die Zeitschrift „für Politik, Gesellschaft und Kultur“. Doch von Midlife-Crisis keine Spur – stattdessen gönnt man sich ein stattliches Jubiläumsheft. Mitsamt großem Geburtstagsdossier. Darin erklärt Michel Pauly warum forum ein „Kind des Kalten Krieges“ ist und wie das kleine, ursprünglich linkskatholisch geprägte Blatt es in den 1970ern mit dem „konservativen Block“ von Kirche, CSV und Luxemburger Wort aufnahm. Léon Zeches, ehemaliger Chefredakteur des „Wort“, wagt dann auch einen Rückblick auf „einen unnachgiebigen Kampf zwischen christlichen Publikationen“. Neben der Geschichte wird aber auch das Innenleben des Projekts im Lauf der Jahrzehnte kritisch beleuchtet und sogar die sprachliche Strukturierung der Zeitschrift analysiert. mehr lesen / lire plus

René Clesse (1954-2016): Ach!

Am Montag erreichte uns die traurige Nachricht, dass unser langjähriger Freund und Begleiter René Clesse verstorben ist. Ein Nachruf als Versuch, einen komischen Kauz mit Worten einzufangen.

1380renclesse„Ach, noch in der letzten Stunde werde ich verbindlich sein. Klopft der Tod an meine Türe, rufe ich geschwind: Herein! Woran soll es gehn? Ans Sterben? Hab ich zwar noch nie gemacht, doch wir werd’n das Kind schon schaukeln – na, das wäre ja gelacht! Interessant so eine Sanduhr! Ja, die halt ich gern mal fest. Ach – und das ist Ihre Sense? Und die gibt mir dann den Rest? Wohin soll ich mich jetzt wenden? mehr lesen / lire plus

Enseignement secondaire
 : Le libre jeu des acteurs


Le ministre de l’Éducation a présenté, cette semaine, son ébauche d’une réforme de l’enseignement secondaire. Il mise beaucoup sur l’autonomie scolaire et la spécialisation – et peu sur la formation générale.

L’école a beaucoup évolué au cours des dernières décennies. À travers son projet de réforme, Claude Meisch entend « oser le saut dans le 21e siècle ». (Photo : Pixabay)

L’école a beaucoup évolué au cours des dernières décennies. À travers son projet de réforme, Claude Meisch entend « oser le saut dans le 21e siècle ». (Photo : Pixabay)

Il n’y a pas de doute : une réforme de l’enseignement secondaire s’impose. Non seulement le système actuel date d’une autre époque – la base légale du cycle supérieur de l’enseignement secondaire classique date de…1968 -, mais l’école publique ne remplit pas la fonction d’« ascenseur social » qui lui est conférée. mehr lesen / lire plus

Entwicklungshilfe: Prävention statt Perspektiven

Die EU-Kommission schlägt die Stärkung von Militärs in Krisenregionen als entwicklungs-
politische Maßnahme vor. Luxemburg hat sich für diese Maßnahme eingesetzt. Anders als die Rechtsabteilungen von EU-Rat und Kommission sieht der zuständige Minister Romain Schneider in den Plänen keinen elementaren Widerspruch.

Thorsten Fuchshuber und Danièle Weber
1380regardsBILDEntwicklung

Brothers in Arms: Ausbildung malischer Soldaten durch Streitkräfte der EU-Staaten. Die Mission wird nicht über den EU-Haushalt, sondern über eine gesonderte gemeinsame Finanzierung der Mitgliedsstaaten (außer Dänemark) über den Mechanismus „Athena“ finanziert. (Fotos: Wikimedia)

Dass Entwicklungshilfe auch Schaden anrichten kann, ist ein alter Hut. Ein besonders schlimmes Beispiel lieferte Ruanda: Dort bereitete die Hutu-Regierung 1994 den Genozid an den Tutsi über den Radiosender RTLM mit vor. mehr lesen / lire plus

Twinerg, climat, politique : Le marché l’emportera !

L’électricité produite à partir du gaz est plus chère que celle provenant du charbon ou du nucléaire. La logique du marché oblige à fermer la Twinerg. Et alors ?

1380edito

(Photo : Wikimedia Mananshah1008 CC-BY-SA 3.0)

Parfois, je rencontre des personnes optimistes en ce qui concerne le réchauffement climatique. Elles m’expliquent que malgré les insuffisances des politiques menées, la baisse du coût des énergies renouvelables mettra fin à la folie fossile. Il n’y a qu’à établir le bon cadre réglementaire, et le marché nous sauvera. Et d’ailleurs, renchérissent-elles, les doutes sur l’avenir des énergies fossiles conduiront les investisseurs à délaisser ce secteur, ce qui accélérera encore le mouvement. mehr lesen / lire plus

Festival
: Wasserspiele


Das Water-Art Festival ist aus der Versenkung aufgetaucht. In Insenborn geben sich dieses Jahr renommierte Musiker die Klinke in die Hand und auch ein Rekordversuch steht an.

Eine Ausnahmeband aus Mali: Tinariwen.

Eine Ausnahmeband aus Mali: Tinariwen.

Seit seiner Erstausgabe im Jahre 2012 warteten die Fans des Water-Art Festivals auf eine Neuausgabe. Vier Jahre später ist es endlich so weit: Am Wochenende des 22. Juli steht die Staugemeinde drei Tage lang voll im Zeichen der Musik und der Kunst.

Am Freitag erwartet die Zuschauer auf dem „Fuussefeld“ dann auch ein erster Höhepunkt: Tinariwen aus Mali. Die legendäre Touareg-Blues-Band die nicht nur in Insiderkreisen Weltruhm genießt, gibt sich die Ehre in dieser ungewöhnlichen Location zu spielen. mehr lesen / lire plus

Installations
 : L’ami grand-ducal

Cadeau d’anniversaire ou énième essai de populariser le musée mal-aimé des Luxembourgeois ? En tout cas, l’exposition monographique que le Mudam consacre à Wim Delvoye fait tout, vraiment tout, pour plaire.

1380expo_015Delvoye, c’est plus qu’un artiste. C’est carrément devenu une marque. À la simple évocation de son nom, le public appréhende déjà la prochaine provocation. C’est qu’entre « Cloacas » et cochons tatoués, il ne reste plus grand place pour la finesse d’un côté, et de l’autre il est aussi vrai que Wim Delvoye n’est pas connu pour faire dans la dentelle. Bon, sauf si c’est pour faire de l’art avec, comme le prouve la broderie « Royal Paris 2118 », de 1989, montrée au début de l’exposition. mehr lesen / lire plus

Michael Dudok de Wit
 : Animation animiste


« The Red Turtle » est une magnifique plongée dans l’océan des rapports entre homme et nature. Une fable écologique sans paroles et épurée qui flirte avec l’universel et qui séduira autant les enfants que les cinéphiles exigeants.

Une tortue, un destin…

Une tortue, un destin…

Les vagues déchaînées envahissent l’écran, immergeant le spectateur dans la fureur de l’océan. Puis apparaît cette minuscule figure humaine qui surnage à peine, épuisée par l’effort, à moitié noyée déjà. Le tableau est dressé : dans « The Red Turtle », la nature est une force indomptable qui prend autant qu’elle donne.

Lorsque les flots recrachent l’improbable naufragé, on découvre l’île qui servira de décor au reste du film. mehr lesen / lire plus

Ali Abbas Zafar : Sultan

1380tipp2Un Aïd sans film de Salman Khan, en Inde, c’est désormais impossible. Cette année, l’opus est bien moins assommant que d’habitude, malgré son thème : la rédemption d’un ex-médaillé olympique de lutte. En prime, un vrai rôle de femme où excelle Anushka Sharma. Les fans de Bollywood apprécieront.

L’évaluation du woxx : XX
Tous les horaires sur le site. mehr lesen / lire plus

David Yates : The Legend of Tarzan

1380tipp1Après l’Inde du « Jungle Book », les animaux sauvages en 3D prennent la direction de l’Afrique. Ils ne sont pas le plus grand intérêt de ce film, pas plus que le transparent Alexander Skarsgård. Mais si l’on a été bercé par des récits d’aventures, le film est un honnête divertissement où percent quelques piques contre la colonisation européenne.

L’évaluation du woxx : X
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