Irmela Mensah-Schramm: Mit dem Schrubber gegen Hassparolen

Sie bezeichnet sich selbst als „Polit-Putze“: Seit dreißig Jahren durchstreift die Menschenrechtsaktivistin Irmela Mensah-Schramm ihre Heimatstadt Berlin und andere Städte, um Nazi-Schmierereien zu beseitigen.

Irmela Mensah-Schramm 2013 bei einem Graffiti-Workshop in Suvilahti, Helsinki. (Foto: Ppntori)

Irmela Mensah-Schramm 2013 bei einem Graffiti-Workshop in Suvilahti, Helsinki. (Foto: Ppntori)

„1992, kurz nach dem verheerenden Brandanschlag in Mölln, hatte ich am S-Bahnsteig in Berlin-Schöneberg Hass-Graffitis übelster Art auf einer Plakatwand entdeckt und durchgestrichen -Türken vergasen, alle aufhängen, ‘Kamelficker’”, erinnert sich Irmela Mensah-Schramm. Im Gespräch mit der woxx erzählt sie, wie sie daraufhin vom Wachschutz angegriffen und verletzt wurde: „Anschließend kassierte ich noch gleich zwei Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung. Zu einem Zeitpunkt, als in Mölln mehrere Menschen gestorben waren – und das Graffito forderte zu weiteren Morden auf.“

Dies ist nur eines von vielen Erlebnissen von Irmela Mensah-Schramm, die unermüdlich unterwegs ist, um, mit Schaber, Bürste, Farbe und Azeton, Sticker und Graffiti rassistischen und aggressiven Inhalts an Mauern, Stromkästen, U-Bahnsitzen … zu übermalen, zu übertünchen, wegzukratzen. mehr lesen / lire plus

Comprendre la guerre, construire la paix : SIPRI Yearbook 2016

L’annuaire de l’institut de Stockholm est une référence en matière de conflits internationaux. Le résumé du contenu vient d’être traduit par le Groupe de recherche et d’information sur la paix et la sécurité de Bruxelles.

1394cit-sipri-coverCe rapport est le résumé en français du SIPRI Yearbook 2016 (892 pages), un annuaire prisé dans le monde entier par les politiciens, les diplomates, les journalistes, les académiques, les étudiants et les citoyens, comme une source fiable et indépendante de données et d’analyses sur l’armement, le désarmement et la sécurité internationale.

Il propose un aperçu des évolutions dans les domaines de la sécurité internationale, des armes et de la technologie, des dépenses militaires, du commerce et de la production des armes, des conflits armés et des inititiatives de contrôle des armes classiques, nucléaires, chimiques et biologiques. mehr lesen / lire plus

Syndicalisme : Centenaire, pas grabataire

Une petite trêve dans la lutte – la cérémonie des cent ans des « Fräi Gewerkschaften » a été un spectacle de fractures et d’ouvertures.

1394news_ogblDisons le d’emblée : le prix de l’intervention la plus nulle de la soirée revient sans aucun doute au premier ministre Xavier Bettel. Certes, un libéral à une soirée dédiée aux luttes syndicales, c’est un peu l’éléphant dans la boutique de porcelaine, mais quand même, évoquer l’imagerie dantesque du dialogue social où les syndicats feraient figure d’extincteurs des feux de l’enfer, il fallait oser. Ou, comme l’a remarqué un député plus tard lors de la réception : « Si Juncker avait été l’invité, toute l’audience en serait sortie convaincue que c’est lui qui a fondé l’OGBL.  mehr lesen / lire plus

Juli Zeh – Unterleuten

1394zeh_junterleuten_164196Einen „Gesellschaftsroman“ nannte die Autorin Juli Zeh ihr neuestes Werk in einem TV-Interview. Und auch wenn „Unterleuten“ sich als eine Dorfchronik lesen lässt, so passt diese Bezeichnung doch vortrefflich. Denn das Spannungsfeld, in das Zeh den Leser bannt, geht weit über den Dorfrand von „Unterleuten“ hinaus. Das gleichnamige Dorf, irgendwo in der brandenburgischen Idylle gelegen, hat schwer mit den Geistern seiner Vergangenheit, mit seiner Gegenwart und sogar mit seiner Zukunft zu kämpfen. Die offenen Rechnungen aus DDR-Zeiten spiegeln sich in der Art, wie die Einwohner mit den Neuankömmlingen aus den Städten umgehen und wie sie sich zu dem Projekt eines großen Windparks auf ihrer Dorfmark stellen. mehr lesen / lire plus

Abschiebungen nach Afghanistan: Alles sicher

Sechs statt wie bisher angenommen 20 Personen sollen von Luxemburg aus nach Afghanistan abgeschoben werden. An der Tatsache, dass Afghanistan kein sicheres Land ist, ändert das nichts.

(Foto: Wikimedia)

(Foto: Wikimedia)

Mit keinem einzigen Wort wird in einer Antwort des Außenministeriums auf eine dringliche parlamentarische Anfrage David Wagners die Sicherheitslage in Afghanistan erwähnt. Der linke Abgeordnete hatte wissen wollen, ob an der von Radio 100,7 verbreiteten Information, dass sich 20 afghanische AsylbewerberInnen kurz vor der Abschiebung befinden, etwas dran sei.

Es handele sich bei den Betroffenen nicht um 20, sondern lediglich um sechs Personen, heißt es in der Antwort. Was „andere afghanische Asylbewerber“ betreffe, so befinde sich ein Teil von ihnen noch im Prüfverfahren, während die übrigen bereits als Asylberechtigte anerkannt worden seien. mehr lesen / lire plus

woxx@home: Unbriefed

(gouvernement.lu)

(gouvernement.lu)

„Ass e Briefing?“ Meistens erreicht diese Frage den Koordinator am ohnehin stressigen Redaktionsschluss-Donnerstag. Mit dem Briefing ist jene Pressekonferenz gemeint, die jeweils nach dem – in der Regel – freitäglichen Regierungsrat abgehalten wird. Am Ende der Ära Juncker gab es solche Pressetermine kaum noch. Begründet wurde das oft mit der Abwesenheit des damaligen Premiers, der in Sachen Europa unterwegs sei. Xavier Bettel hielt anfangs nicht nur wieder fleißig Briefings ab, er führte auch die Neuerung ein, dass RegierungskollegInnen dabei sein durften, um besonders wichtige Vorhaben aus ihren Ressorts vorzustellen. Doch inzwischen scheint auch hier der Drang zur Kommunikation etwas abgenommen zu haben. mehr lesen / lire plus

Financement de la culture : l’ADR s’en mêle

Maudits sont les artistes luxembourgeois ! Ils doivent être en bien mauvaise posture si même un Fernand Kartheiser s’intéresse à leur sort. Dans une question parlementaire posée cette semaine au ministre de la Culture Xavier Bettel, le député ADR part du constat que beaucoup de créatifs du cru ne se sentiraient pas assez soutenus par leur ministère et veut notamment savoir qui décide des subventions de soutien aux artistes. C’est clair, Kartheiser tente de rebondir sur l’« affaire Schram vs Lunghi » qui a embrasé les feuilletons ces dernières semaines et dont les cendres sont encore chaudes. Pourtant, quelques recherches dans le budget 2017 présenté la semaine dernière auraient pu lui épargner pas mal de boulot – et au fonctionnaire du ministère qui doit répondre aussi. mehr lesen / lire plus

Calais : démantèlement imminent

Dans quelques jours, la « jungle » pourrait appartenir à l’histoire. En effet, le ministre de l’Intérieur français Bernard Cazeneuve a confirmé jeudi que le démantèlement du plus grand campement sauvage de migrants en Europe est désormais « imminent ». Mardi, le tribunal administratif de Lille avait validé ce démantèlement. Au moins 5.000 personnes se trouveraient encore dans la « jungle » selon les autorités françaises, dont jusqu’à 1.300 mineurs isolés (non accompagnés) – dont le sort n’est pas du tout clair. Selon les déclarations officielles, les habitants du bidonville devraient tous pouvoir être relogés dans des structures d’accueil. Le jour du démantèlement, 2.000 personnes, majoritairement des familles, devront être relogées immédiatement. mehr lesen / lire plus

Abzocke über Luxemburg

Die auch in Luxemburg bekannte Computerzeitschrift c’t berichtet von einem deutscher User, der von einer Kontaktplattform die in Luxemburg angemeldet ist, über’s Ohr gehauen wurde. C-Date, die Dating-Platform von Interdate S.A., will „sinnliche Begegnungen, die glücklich  machen“ vermitteln. Um Kontaktangebote des anderen Geschlechts einsehen zu können, wird ein Zugangsabo per Kreditkarte fällig, z.B. zum Preis von 59,90 Euro pro Monat, kündbar 14 Tage vor Ablauf der Monatsfrist. Der c’t Leser hatte schnell herausgefunden, dass er nicht fündig würde und wollte fristgerecht kündigen, was ihm aber wegen einer nicht funktionierenden Kündigungs-Faxnummer und dem online nur verspätet zugänglichen Kündigungsformular nicht gelang. Die formlose Kündigung per Mail akzeptierte Interdate nicht. mehr lesen / lire plus

Luxleaks : le cas Halet pourrait rebondir

Son nom était inconnu des médias avant le début du procès Luxleaks cette année. Édouard Perrin, le journaliste accusé dans le même procès, ainsi que ses avocats pensaient même que Raphaël Halet était une taupe de PWC, mandatée pour découvrir la source des premières révélations. Or il n’en était rien. Si Raphaël Halet s’est muré dans le silence, c’est que son ancien employeur le tenait entre ses mains. Par le biais d’un « accord transitionnel » que PWC avait forcé lui et son épouse à signer sous la pression, la multinationale les menaçait de poursuites pouvant aller jusqu’à 10 millions d’euros au cas où ils parleraient aux médias. mehr lesen / lire plus

Sparmaßnahmen im Secondaire: Nichts ist vorbei

Der Konflikt um die Sparmaßnahmen im Sekundarschulbereich nimmt kein Ende. In einem Urteil vom 12. Oktober erklärt das Verwaltungsgericht ein „Règlement grand-ducal“ vom 25. August 2015 für nichtig. Dieses war ein Resultat des zwischen Bildungsminister Meisch und den Gewerkschaften im Juli 2015 erzielten Kompromisses um die Sparmaßnahmen. Damals hatte das Bildungsministerium, unter Berufung auf die Dringlichkeit der Sache das „Règlement“ nicht dem Staatsrat vorgelegt. Die Dringlichkeit wurde aber vom Verwaltungsgericht nicht anerkannt. In der Zwischenzeit aber, so heißt es aus dem Ministerium, habe man ein neues „Règlement grand-ducal“ in Kraft treten lassen – diesmal mit Gutachten des Staatsrats. Das Urteil hätte damit de facto so gut wie keine Wirkung. mehr lesen / lire plus

Christian Kracht – Die Toten

1394kracht_totenWenn das „enfant terrible“ der deutschsprachigen Literatur einen neuen Roman vorlegt, kocht bekanntlich das Feuilleton über. Bei „Die Toten“ war das natürlich nicht anders, auch wenn beispielsweise „Imperium“ bei weitem skandalträchtiger ist als das neue Werk. In dieser feinziselierten Chronik entführt der Schweizer Autor den Leser in die Welt kurz vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs. In einer quasi kinematografischen Montage werden zwei Filmliebhaber vorgestellt, der Schweizer Regisseur Emil Nägeli und der japanische Ministerialbeamte Masahiko Amakasu – die beide im zweiten Teil des Buchs im Rahmen eines regelrecht faustischen Pakts auf der Berlin-Tokio-Achse aufeinandertreffen werden. Umringt von historischen Personen wie Charlie Chaplin, Siegfried Kracauer, Lotte Eisner, Heinz Rühmann und vielen weiteren entwickelt sich „Die Toten“ zu einer Art Tanz auf dem Vulkan, einem Totentanz, in dem so mancher Schachtelsatz von einem Entsetzen ins nächste führen kann. mehr lesen / lire plus

Olai: „Wir fühlen 
uns alleingelassen“

David Angel und Thorsten Fuchshuber

Lange Wartezeiten, baufällige Strukturen und Unterbringungs-
engpässe: das Office luxembourgeois de l’accueil et de l’intégration (Olai) steht immer mal wieder in der Kritik. Im woxx-Interview reagiert nun Yves Piron, Direktor der Behörde.

Yves Piron, Jahrgang 1963, ist Politikwissenschaftler und seit Anfang der 1990er Jahre im Verwaltungsrat von Médecins sans Frontières (MSF). Von 2008 bis 2014 war er Direktor des hauptstädtischen Geschäftsverbands, bevor Corinne Cahen ihn ins Olai holte. Wert legt er auf die Tatsache, dass er „aus der Privatwirtschaft kommt“. (Fotos: woxx)

Yves Piron, Jahrgang 1963, ist Politikwissenschaftler und seit Anfang der 1990er Jahre im Verwaltungsrat von Médecins sans Frontières (MSF). Von 2008 bis 2014 war er Direktor des hauptstädtischen Geschäftsverbands, bevor Corinne Cahen ihn ins Olai holte. Wert legt er auf die Tatsache, dass er „aus der Privatwirtschaft kommt“. (Fotos: woxx)

Das Olai stand in den letzten Wochen teilweise massiv in der Kritik, Asylbewerber haben sich öffentlich über ihre Lebensumstände beklagt. mehr lesen / lire plus

Avant le sommet européen : Le grand désamour

Si elle pouvait parler, que dirait l’Europe de la nouvelle crise dans laquelle l’a plongée le CETA ? Un cri du cœur.

(Photo : Raymond Klein)

(Photo : Raymond Klein)

Ah, qu’il est loin, le temps où tout le monde m’aimait. Abolition des droits de douane, liberté de circulation, monnaie commune – les nations européennes avaient le sentiment de progresser et de se rapprocher grâce à moi. Puis est venu le temps du doute, la contestation de l’euro, la bagarre autour de la constitution, la crise grecque. Et voici que le poker autour du CETA finit par dresser contre moi aussi bien les adversaires que les défenseurs du libre-échange. mehr lesen / lire plus

Europe et CETA : Suspense pour un non

La Wallonie cédera-t-elle ? Alors que la société civile mobilise contre le CETA, en haut de la pyramide politique européenne, il n’y a plus que la région belge qui bloque ouvertement son adoption.

Piquet devant le Centre de conférences où avait lieu le Conseil des ministres 
du 18 octobre. (Photo : Raymond Klein)

Piquet devant le Centre de conférences où avait lieu le Conseil des ministres 
du 18 octobre. (Photo : Raymond Klein)

Attendre. C’est l’apanage des journalistes spécialisés en affaires européennes. Attendre la conférence de presse reculée de quart d’heure en quart d’heure, attendre la fin des huis clos qui souvent ne décident rien, attendre l’info ou le tweet qui signale l’aboutissement des négociations… ou leur échec. Tout en restant méfiant. mehr lesen / lire plus