Sprachen: Kommunikation statt Ausgrenzung

Die Sprachensituation in Luxemburg, das war das Thema eines Rundtischgesprächs, zu dem déi Lénk am vergangenen Mittwoch eingeladen hatten. Neben Sprache als Machtinstrument, wurde vor allem über Anforderungen an die Schule diskutiert. Die Pädagogin Melanie Noesen betonte, dass zurzeit eine zu große Lücke zwischen der Schul- und Alltagssprache herrsche. Eine stärkere Identifikation mit dem Lerninhalt könne nur dann gewährleistet werden, wenn Sprache als Kommunikations- und Teilhabemittel in den Vordergrund gestellt würde. Dem Anliegen des Sprachwissenschaftlers Fernand Fehlen, Luxemburgisch als Alphabetisierungssprache einzuführen, da es sich um eine alle SchülerInnen verbindende Sprache handele, pflichteten zwar alle Teilnehmenden bei, uneins war man sich jedoch über die Rolle des Deutschen. mehr lesen / lire plus

Die Zukunft des Elektroautos: Teslas für alle?

Große Hoffnungen werden an die Elektromobilität geknüpft, doch die Veränderungen, die sie mit sich bringt, sind schwer einzuschätzen. Eine von Claude Turmes organiserte Veranstaltung verschaffte neue Einblicke.

Clean and lean. Der Elektromotor des Tesla Model S. (Wikipedia / Windell Oskay / CC BY 2.0)

„Die Autos von heute haben keine Zukunft“, so die Feststellung von Claude Turmes bei der Eröffnung der Podiumsdiskussion „Sauber aufgeladen in die Zukunft“ am vergangenen Montag. In den Augen des grünen Europaabgeordneten ist ein Übergang zur Elektromobilität unabdingbar, um Luftqualität und Klimaschutz zu gewährleisten. „Für die Luft sind die Elektroautos in jedem Fall besser, aber wenn der Strom nicht aus erneuerbaren Quellen kommt, dann stimmt die Klimabilanz nicht“, stellte Turmes klar. mehr lesen / lire plus

forum 370: Gespaltenes Land

Die in dieser Woche erscheinende forum-Ausgabe dürfte nicht nur wegen des spannenden Themas vielen nachhaltig in Erinnerung bleiben. Es ist auch das letzte von Kim Nommesch koordinierte Heft; die junge Politologin wechselt ins Zentrum für politische Bildung, wo sie im März ihre Arbeit aufnehmen wird. Spätestens seit dem Referendum des Jahres 2015 gibt es den Begriff der „80-20-Prozent-Gesellschaft“, der im Hauptteil des neuen Heftes unter zahlreichen Gesichtspunkten untersucht wird. Populismus, Integrationsprobleme, Generationenkonflikte, Religionsstreit, Wachstumsfragen, Frauenrechte, Digital Divide … diese Themen, die auch weltweit auf der Agenda stehen, werden im forum-Dossier für die Gegebenheiten in Luxemburg durchdekliniert. Michel Cames (siehe auch woxx 1408) macht sich stark für das von unserer Politik so gern strapazierte „level playing field“ – allerdings für den Bereich der in Luxemburg konkurrenzlos niedrigen Erdölbesteuerung. mehr lesen / lire plus

Bedeutendes Sicherheitsrisiko

VertreterInnen der Gruppe sehbehinderter Menschen beklagen in einem Presseschreiben, dass die Tram immer noch nicht den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung entspricht. Bereits zuvor hatte die Organisation auf das Sicherheitsrisiko hingewiesen, das von den Haltestangen in Y-Form ausgeht. Für Menschen, die sich mithilfe eines taktilen Langstocks in ihrer Umgebung zurechtfinden müssen, berge diese Form die Gefahr, sich den Kopf zu stoßen. Verantwortliche hatten auf das Anliegen zwar durch eine Umgestaltung der Haltestangen reagiert, jedoch in einer Weise, die das Gefahrenpotenzial nicht wesentlich vermindert. Die Behinderten-Organisation betont zurecht, dass das Transportmittel in seiner momentanen Bauweise nicht als „ihre“ Tram bezeichnet werden könne. mehr lesen / lire plus

Politique d’asile : Aux limites des capacités ?

Les structures d’accueil existantes arrivent à leurs limites, mais le gouvernement ne répond que par des changements cosmétiques.

(Photo : Wikimedia)

C’est un des résultats de la polémique déclenchée par Nicolas Schmit et Corinne Cahen il y a deux semaines (woxx 1408) : la structure d’accueil Luxexpo au Kirchberg ne sera plus destinée à l’accueil des primo-arrivants. C’est ce qu’a décidé le conseil de gouvernement de vendredi passé, selon des informations de la radio 100,7. Le hall 6, qui accueille jusqu’à 300 demandeurs d’asile et qui est géré pour l’instant par la Croix-Rouge, deviendra une sorte de centre de rétention bis. mehr lesen / lire plus

Weltbiller: Antisemitismus – 
e Stéck Lëtzebuerg?

An de virtuelle Reseauen, mee och op der Strooss, gëtt een ewell nees mat antisemitesche Spréch konfrontéiert. Dëse Beitrag analyséiert d’Weltanschauung, déi sech dohanner verstoppt, a geet op déi historesch Entwécklung vum Antisemitismus “made in Luxembourg” an.

Theorien iwwert eng jiddesch Weltverschwörung kommen an antisemiteschen Äusserungen ëmmer nees op. Besonnesch bekannt goufen déi sougenannt „Protokolle der Weisen von Zion“, eng Fälschung vum Ufank vum 20. Joerhonnert, déi aus Russland koum. Si gouf an der ganzer Welt verbreet an zirkuléiert och haut nach. Hei eng amerikanesch Versioun vun 1934.
 (Quell: Wiki-Commons)

D’Attentater, déi mer an de leschte Joren iwwert d’Medie materlieft hunn, haten zum Deel och ganz geziilt jiddesch Institutiounen oder Geschäfter am Viséier, wéi de jiddesche Musée zu Bréissel oder de Supermarché Hyper Cacher zu Paräis. mehr lesen / lire plus

Après la primaire : Recomposition à gauche ?


La primaire de la gauche française a vu le frondeur Benoît Hamon propulsé candidat du PS. Déjà, certains envisagent une alliance avec les écolos et Mélenchon.

Benoît Hamon affrontera-t-il l’« establishment » de son propre parti ? (Photo : Parti socialiste)

Qui l’eût cru ? Benoît Hamon, frondeur, représentant de l’aile gauche du Parti socialiste, fera la course à la présidentielle au nom de son parti. Gagnant de la primaire de gauche (woxx 1407) avec un score respectable de 58 pour cent face au candidat « naturel » de son camp, l’ancien premier ministre Manuel Valls. Élu sur une proposition phare, celle d’un revenu de base universel, et sur un programme radical : abrogation de la loi Travail introduite par un gouvernement socialiste, planification énergétique, démocratie participative et Sixième République. mehr lesen / lire plus

Umwelt-DNA und Naturschutz
: Artenvielfalt im Wasserkanister


Statt Lebewesen aufzuspüren und zu zählen, wird man künftig einfach eine Wasserprobe nehmen. Mit deren Hilfe kann man sozusagen vom Teil aufs Ganze schließen. Für den Umweltschutz bietet die neue Technik viele Möglichkeiten.

Das Wasser, das die DNA von vielen Tieren enthält, wird mit einem 1-Liter-Kanister aus dem Fluss Glatt geschöpft. (Foto: Eawag)

Das Monitoring von Meereslebewesen ist eine umständliche und teure Angelegenheit. Denn was da unten lebt, entzieht sich dem Blick; ab 200 Metern Tiefe ist alles stockdunkel. Um die im Wasser lebenden Arten aufzuspüren, braucht man Schleppnetze, die den Meeresgrund abgrasen. Mit dem Fang lassen sich dann Vorkommen und Häufigkeit ungefähr bestimmen. mehr lesen / lire plus

Großbritannien
: Isolationisten, vereint Euch!

Gemeinsam mit Donald Trump versucht Theresa May die Folgen des EU-Austrittes zu meistern. Wirtschaftlich wollen die beiden Länder künftig wieder enger zusammenarbeiten und ein Gegengewicht zum mächtigen Deutschland bilden.

Bussi unter Populisten: Ein Plakat warnte vor der Brexit-Abstimmung, der Ausstieg aus der EU 
führe Großbritannien 
am Ende in eine Allianz 
mit dem möglichen 
US-Präsidenten Trump. (Foto: sgoldswo/flickr)

Es sind historische Zeiten, die Großbritannien derzeit durchlebt, und nach Meinung vieler Befürworter des EU-Austritts steht der Insel nun eine goldene Ära bevor. Sie sehen sich in ihrer Prognose bislang voll bestätigt. Im Gegensatz zu den teils apokalyptischen Prophezeiungen ihrer Gegner, die eine schwere Rezession im Falle eines EU-Austritts befürchtet hatten, floriert die britische Wirtschaft. mehr lesen / lire plus

Pas d’asile pour les soutiens des terroristes

Une demande d’asile peut être rejetée si le demandeur a participé aux activités d’un groupe terroriste. C’est la conclusion que tire la Cour de justice de l’Union européenne (CJUE) d’une affaire qu’elle a eu à traiter récemment. Un citoyen marocain condamné en Belgique pour avoir fourni un soutien logistique à un groupe terroriste avait déposé une demande d’asile dans le même pays au motif qu’il risquait de subir des persécutions dans son pays d’origine. Sa demande d’asile a été rejetée, mais, saisi d’un recours, le Conseil du contentieux des étrangers belge en a décidé autrement : en effet, la personne en question aurait bien été condamnée pour appartenance à un groupe terroriste, mais pas pour un acte terroriste en soi. mehr lesen / lire plus

RTL : la nouvelle fabrique d’église

Non, la burqa n’est pas le seul sujet sur lequel la coalition a dansé des pirouettes cette semaine. C’est aussi le cas du financement futur de RTL. En ce moment, des négociations sont menées entre l’État et le groupe médiatique pour renouveler le contrat de concession qui les lie. Si jusqu’ici RTL remplissait un cahier de charges de service public en échange de la mise à disposition gratuite de ses fréquences, le premier ministre a confirmé cette semaine que RTL voudra aussi une contribution monétaire pour assurer ses services à l’avenir. Et ce après un démenti par Xavier Bettel des informations en ce sens que la présidente de la commission parlementaire chargée des médias, Simone Beissel, avait livrées à la radio 100,7. mehr lesen / lire plus

Arbeitszeitverkürzung
: Klassenkampf in Gambia


Man solle über Arbeitszeitverkürzung nachdenken, schlug Wirtschaftsminister Schneider kürzlich vor. Auf keinen Fall! lautete die klare Antwort des Staatsministers. Alles nur Wahl
kampfshow oder die Rückkehr eines zentralen sozialen Konflikts in die Regierung?

Ein Pyrrhussieg? In Frankreich ist nach Erkämpfung der 35-Stunden-Woche dennoch eine Wochenarbeitszeit von – je nach Statistik – 37 bis 40 Stunden die Regel. (Foto: Internet)

Wirtschaftsminister Etienne Schneider möchte künftigen Produktivitätszuwachs nicht nur als Profit in die Hände der Unternehmer wandern sehen. Das sagte er beim Neujahrsempfang der LSAP Anfang Januar, wo er auch über die Folgen der Digitalisierung sprach. Entweder müsse den Werktätigen mehr Lohn ausbezahlt werden, oder die Arbeitszeit gehöre verkürzt. mehr lesen / lire plus

États-Unis : Révolution orange

La présidence de Donald Trump est une continuation de son parcours électoral. S’il faut s’y opposer par tous les moyens, l’Europe ferait mieux cependant de s’assurer de sa propre crédibilité.

(© SZ)

Stupeur et tremblements : c’est la stratégie de la présidence de Donald Trump depuis les deux semaines qu’il est en charge des États-Unis. Désaveu de l’Obamacare, construction du mur avec le Mexique, feu vert aux pollueurs, légalisation de la discrimination anti-LGBTQ et bannissement des musulmans – ces mesures radicales ont envoyé des ondes de choc à toute la planète et en passant ravissent les extrêmes droites. Quelle meilleure légitimation de leurs idéologies que de pouvoir se dire sur la même ligne que le président américain ? mehr lesen / lire plus

Inklusion: Auf dem Weg zu einer Schule für alle

Nachdem Luxemburg im Jahr 2011 die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung unterzeichnet hatte, bemüht sich die Regierung nun um ein stärker inklusives Bildungssystem.

Es sei eine Reform auf der ganzen Linie, so Bildungsminister Claude Meisch auf einer Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch. Um der Bandbreite des Förderbedarfs gerecht zu werden, bedürfe es eines flexiblen, aber kohärenten Modells. Zu diesem Zweck seien Maßnahmen auf drei Niveaus geplant:

Auf nationaler Ebene wird eine Kooperation zwischen den fünf bestehenden Kompetenzzentren angestrebt, die jeweils auf schulische Integration, Seh- und körperliche Behinderung, Autismus, Sprachentwicklungsstörungen sowie schulische Integration spezialisiert sind. Diese sollen nun durch drei weitere Kompetenzzentren für die Bereiche „Lernschwierigkeiten“, „Verhaltensstörungen“ und „Hochbegabung“ ergänzt werden. mehr lesen / lire plus

Festival: Digital Rotondes


Les Rotondes se lancent dans l’ère du numérique avec le festival Multiplica – une programmation ambitieuse et hétéroclite qui aura lieu sur toutes les scènes de l’établissement.

Deux paysans ukrainiens au centre d’un spectacle numérique : « Zvizdal – Chernobyl – So far, so close » de la compagnie anversoise Berlin.

« Après deux années passées à réinvestir les lieux, nous avons atteint notre vitesse de croisière », constatait avec une satisfaction visible le nouveau maître des lieux Steph Meyers lors de la conférence de presse de mardi dernier. « C’est un festival plus conséquent que le dernier où nous étions partenaires avec l’institut Pierre Werner (IPW). mehr lesen / lire plus