Die Brücke unter der Brücke

(Fotos: woxx)

Am Sonntag, dem 17. September darf das gemeine Volk zum ersten Mal die unter dem Pont Adolphe angebrachte Hängebrücke für Langsamverkehr in Anspruch nehmen. Die freischwebende Plattform darf dann von RadfahrerInnen und von FußgängerInnen gleichermaßen genutzt werden. Pünktlich zum „Dag ouni Auto“, der im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche stattfinden wird, sollen einige Hauptachsen und Nebenstraßen in der Stadt „autofrei“ erklärt werden und die Oberstadt erstmals seit dem Beginn der Renovierungsarbeiten am Pont Adolphe wieder mit einer für die Fahrräder reservierten Piste an den Plateau Bourbon angebunden werden. Das 6,2-Millionen-Projekt hängt unbemerkt bereits seit gut einem Jahr an Ort und Stelle und ist eigentlich eher dem Umstand zu verdanken, dass die Kosten der Renovierung des Pont Adolphe noch etwas „Sputt“ ließen. mehr lesen / lire plus

Linke Parteien in der Krise (1/4)
: Grüne Fülle

Erste Station der Presse-Gelage zum Abschluss der politischen Saison: Déi Gréng im Syriously. Was ein Buffet über Macronisierung, Partei-Identität und Pragmatismus aussagt.

Bäume schützen vor Sonne und Austrocknen, aber nicht vor Regen und Flutwellen. (Foto: RK)

Die Sozialdemokraten sind out, die Grünen sind in. Wirklich? Zumindest sind die Grünen anders. Die Partei, die in den 1980ern angetreten war, um das Großherzogtum – zum Besseren – auf den Kopf zu stellen, hebt sich immer noch ein bisschen vom Volksparteien-Einheitsbrei ab. Zum Beispiel bei der alljährlichen Bilanzpressekonferenz vor den Parlamentsferien mit anschließendem Essen. Anders als bei den anderen Parteien sind, gemäß einem 2014 eingeführten Brauch, die Regierungsmitglieder hier mit von der Partie. mehr lesen / lire plus

Italien
: Wellen nach rechts

In Italien nähert sich die vom Partito Democratico geführte Regierung in der Migrations- und Flüchtlingspolitik der rechten Konkurrenz an. Auf der EU-Innenministerkonferenz in Tallin wurde ein „Verhaltenskodex“ verabschiedet, der NGOs die Seenotrettung von Flüchtlingen erschweren soll.

Rettungsschiffe von NGOs sollen Flüchtlingen vor der libyschen Küste künftig nur noch ausnahmsweise zur Hilfe kommen können: Diese Geflüchteten wurden Anfang Juli von einem Schiff der schwedischen Küstenwache an Bord genommen und nach Catania in Italien gebracht; neun der insgesamt 650 aufgefundenen Personen waren da schon tot. (Foto: EPA/Orietta Scardino)

Unter Berufung auf den „gesunden Menschenverstand“ postete Matteo Renzi am Freitag vergangener Woche in den sozialen Medien des Partito Democratico (PD) die neue Parteilinie in der Migrationspolitik: „Ich möchte, dass wir uns von einer Art Schuldgefühl befreien. mehr lesen / lire plus

Justice fiscale
 : Entre le marteau et l’enclume

L’étau se resserre petit à petit autour des systèmes mis en place entre multinationales et gouvernements consentants au manège fiscal, avec le programme Accis de l’Union européenne et des avancées significatives dans le dossier Panama Papers.

Jusqu’ici cacher son argent dans les paradis fiscaux a été un jeu d’enfant. (Photo : ©flickr)

En matière d’effet d’annonce suivi de rétractations élusives, le ministre des Finances luxembourgeois Pierre Gramegna n’est pas le seul spécialiste. Il se trouve même en excellente compagnie, comme s’en plaint Lisa Paus, la porte-parole des Verts allemands en matière de politique fiscale. Dans un communiqué récent, le quatrième parti du parlement allemand pointe du doigt les actions de son ministre des Finances, le très puissant et redouté Wolfgang Schäuble. mehr lesen / lire plus

Serie 1917 (5): Gemeinsam 
gegen den Krieg?


Eigentlich wollte die internationale sozialistische Bewegung zusammenhalten und sich für den Frieden einsetzen. Doch bei Beginn des Ersten Weltkriegs gerieten viele westeuropäische Arbeiterparteien in eine tiefe Krise. Um die Beziehung zwischen Sozialismus, Russischer Revolution und Pazifismus geht es im folgenden Gespräch mit Charel Roemer und Raymond Klein.

Der woxx-Journalist Raymond Klein, seit 35 Jahren von der Geschichte der 
Russischen Revolution fasziniert. (Fotos: Radio 100,7)

War der Frieden zwischen den Nationen vor dem Ersten Weltkrieg bereits ein gesellschaftliches Thema?


Charel Roemer: Das Thema war stark präsent, wenn auch vielleicht nicht so wie nach dem Ersten Weltkrieg. Der Pazifismus war jedoch eher in bürgerlichen Kreisen zu finden, wo man sich vor allem mit dem Völkerrecht als schiedsrichterlichem Instrument zur Konfliktregelung auseinandersetzte. mehr lesen / lire plus

Fünf Fragen an: Sandra Laborier

Im Vorfeld der Gemeindewahlen interviewt die woxx jede Woche eine Kandidatin oder einen Kandidaten. Dieses Mal haben wir mit Sandra Laborier gesprochen, die für déi Lénk in Esch/Alzette antritt.

(Foto: Émile Hengen)

woxx : Wie wurden Sie politisiert?

Ich habe eigentlich keinen klassischen Prozess durchlaufen. Bei mir in der Familie ist zum Beispiel niemand parteipolitisch engagiert. Nachdem ich mein Studium im Ausland abgebrochen hatte und wieder nach Luxemburg gezogen war, kam ich zum ersten Mal mit Menschen in Kontakt, die ein soziales Interesse und eine gesellschaftskritische Haltung an den Tag legten. Auch bei Radio Ara, wo ich kurz darauf eine Stelle antrat, war ich von politisch interessierten Menschen umgeben. mehr lesen / lire plus

Loi sur le space mining : Objectif thune

Sans éclat, mais aussi sans enthousiasme, la Chambre a adopté le texte qui doit faire du Luxembourg un des hauts lieux de l’exploitation économique de l’espace.

Apanage de l’humanité entière. La sonde spatiale européenne Rosetta en action. (Source: ESA–C. Carreau / ATG medialab)

« Que la force soit avec nous ! » Étienne Schneider ne l’a pas dit, mais cela aurait bien résumé le débat sur le projet de loi autorisant le space mining à la Chambre. En effet, ce jeudi, le ministre a obtenu le soutien d’une écrasante majorité pour sa démarche encore controversée il y a quelques mois. Franz Fayot, rapporteur du projet de loi, ne s’était pas privé d’évoquer « Star Wars », en affirmant qu’une partie du CSV était du « côté obscur » – celui des critiques du programme spatial. mehr lesen / lire plus

Planning Familial zieht Bilanz

In einem jüngst publizierten Bericht blickt das Planning Familial auf seine Aktivitäten im Jahr 2016 zurück. Zählte das Planning 1967 noch lediglich 23 Kundinnen, so waren es im vergangenen Jahr fast 4.000 aus dutzenden verschiedenen Ländern. Das Team beantwortete im Berichtsjahr 33.005 Anfragen. Von Fortbildungs- und Informationsangeboten in den Bereichen der sexuellen und affektiven Bildung, konnten 5.053 Personen profitieren. Besonders geprägt war das Jahr von den Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag der Organisation, die von zahlreichen Aktivitäten, Konferenzen und Seminaren umrahmt wurden. So zum Beispiel im Juli von dem, als Teil einer Kampagne zur Forderung eines gesetzlichen Verbots der Prostitution, aufgeführten Spektakel „Drive-in“. mehr lesen / lire plus

forum 375: Stadtentwicklung, Populismus, Europa …

„Die offene Stadt?“ titelt forum und liefert die Antwort als Illustration gleich mit: eine Glasglocke über der grünen Hauptstadt, ihrerseits von einer unwirtlichen bräunlich eingefärbten Peripherie umgeben. Das Ideal einer Stadt, deren Luft frei macht, funktioniert längst nicht mehr. Im Inneren drängt die Gentrifizierung die Alteingesessenen hinaus. Und die gute Luft ist auch dahin, die Glocke als Schutz reines Wunschbild. Die kommunalen Wahlprogramme sind zwar schon gedruckt, doch kommt das forum-Dossier, das sich fundamentalen Fragen widmet, die von politischer Partizipation über Biodiversität bis zu neuen (erschwinglichen) Wohnformen reichen, rechtzeitig, um den KandidatInnen auf den Zahn zu fühlen. Ob allerdings die Einschätzung der forum-Redaktion, das Thema Populismus sei nicht mehr ganz so brenzlig, nicht doch etwas zu optimistisch ist? mehr lesen / lire plus

Lycée Michel Lucius : anglicisation forcée ?

Trop d’anglais tue l’anglais. C’est du moins le point de vue que défend le SEW dans un communiqué de presse publié mercredi. Une délégation du syndicat a rencontré des représentants du ministère de l’Éducation il y a plus d’une semaine et attend toujours une réponse. En cause : la situation au lycée Michel Lucius (LML), intenable aux yeux du SEW. En 2011, des classes anglophones ont été introduites dans ce lycée et y ont rencontré un tel succès qu’à l’heure actuelle, elles représentent près d’un tiers des classes. Sauf qu’il n’en va pas de même pour les enseignants : certains profs du LML auraient donc été obligés à dispenser des cours en anglais, alors même qu’ils n’ont jamais été formés pour cela. mehr lesen / lire plus

BIL : la légende continue

La rumeur courait déjà avant les dramatiques changements géopolitiques dans le Golfe – et surtout l’isolation du Qatar sur instigation de l’Arabie saoudite, qui domine le Conseil de coopération du Golfe unissant les pays de la région, en fait une sorte d’UE composée de théocraties oligarchiques. Mais depuis quelques jours, on connaît le potentiel acheteur des quelque 90 % de parts de la BIL (le reste étant toujours dans les mains de l’État luxembourgeois) que le fonds Precision Capital (directement lié à la monarchie qatarie) avait rachetées en 2011 – lorsque l’ancien groupe Dexia-BIL tanguait sur les vagues de la crise financière mondiale. mehr lesen / lire plus

Tesla : pile-poil pour les énergies renouvelables

Remplacer entièrement l’électricité à base d’énergies fossiles par de l’énergie renouvelable ? Impossible, a longtemps été la réponse des experts. Elon Musk est sur le point d’apporter un démenti cinglant à ce gros mensonge, explique l’environnementaliste Tim Hollo dans le « Guardian ». Il compte sur le fondateur de Tesla pour assurer le bon fonctionnement du réseau de l’état fédéral d’Australie-Méridionale, critiqué par le lobby fossile pour sa dépendance aux énergies renouvelables. La difficulté est que même si le vent et la lumière du soleil suffisent amplement pour couvrir en quantité la consommation annuelle, cette électricité n’est pas forcément produite au moment où l’on en a besoin. mehr lesen / lire plus

Une autre politique communale est possible (2/3) : Le droit à la ville


À qui appartient la ville ? C’est la question, de plus en plus centrale, que posent des mouvements sociaux à travers le globe. D’où vient le concept du « droit à la ville » et qu’en est-il au Luxembourg ? Deuxième partie de notre série estivale sur une « autre » politique communale.

Les communes, moteurs du changement ?
 (Photo : Wikimédia)

« Eng Stad fir ons all ». Une ville pour nous tous. Non, ce n’est pas le nom d’un nouveau mouvement politique ni le titre d’un livre sociologique. C’est le slogan du LSAP-Stad pour les élections communales à venir. mehr lesen / lire plus

Universität Luxemburg: „Wir stehen an 
einem Scheideweg“

Auch nach dem Rücktritt des Rektors hat eine Diskussion um die Zukunft der Universität Luxemburg kaum stattgefunden. Die woxx unterhielt sich mit Georges Steffgen, Professor für Sozial- und Arbeitspsychologie, der den Aufbau der Uni von Anfang an begleitet hat und sich als einer der Wenigen öffentlich zu Wort meldet.

woxx: Der Stadtforscher Markus Hesse fragt im forum, ob es am Ende „tatsächlich ein Missverständnis“ gewesen sei, die Hochschule in Luxemburg Universität zu nennen, weil ihr Charakter im Grunde ein rein instrumenteller sei. Wie sehen Sie das?


(Fotos: woxx)

Georges Steffgen: Wir befinden uns derzeit in einem Entscheidungsprozess über die zukünftige Gestaltung der Universität Luxemburg. mehr lesen / lire plus

Eindrücke von einer Reise nach Hamburg: G20 – Eskalation der Gewalt

Ich liebe Hamburg und komme nicht nur hierher, um gegen die G20 zu demonstrieren. Doch bei dieser Gelegenheit freute ich mich besonders auf die Vielfalt, die Begegnungen in Parks und bei Veranstaltungen. Doch es war anders, keine Ode an die Freude; die „Tochter aus Elysium“ war hinter Stacheldraht gefangen, beschützt von 20.000 Polizisten. Auflehnung und Gewalt schafften eine bleierne Atmosphäre, deren Eindrücke nun zu verarbeiten mir viel Kraft abverlangt. Dabei will ich mich im Folgenden auf das Wesentliche konzentrieren.

Die Eskalation der Gewalt produzierte die Bilder, die man haben wollte, sowohl bei der Polizei als auch bei verschiedenen Gruppen der Autonomen.

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