Mobilität: Busverkehr live und in Farbe

Die neue Leitstelle des Verkéiersverbonds soll den Busverkehr vernetzen und für die Fahrgäste komfortabler machen.

Die Leitstelle des Verkéiersverbonds soll den Überblick über sämtliche RGTR-Busse des Landes behalten. (Foto: woxx/ja)

„Hinter der Anzeige an der Bus- haltestelle versteckt sich viel mehr, als man auf den ersten Blick denkt“, erklärte Nachhaltigkeitsminister François Bausch bei der Vorstellung der neuen Leitstelle des Verkéiersverbonds in Luxemburg-Kirchberg am vergangenen Mittwoch, dem 14. März. In dem unscheinbaren Gebäude mitten im Bankenviertel laufen künftig alle Informationen zusammen, die das RGTR-Busnetz betreffen. Während die Busnetze der Stadt Luxemburg (AVL) und des Kanton Eschs (Tice) schon eigene Leitstellen haben, fehlte bisher eine solche für das landesweite Busnetz. mehr lesen / lire plus

Steinwollefabrik in Suessem: Wachsen, aber wie?

Die Rifkin-Studie gilt als Anleitung für eine nachhaltige Wirtschaftspolitik. Doch zwei Questions parlementaires lassen erkennen, dass sich Wirtschafts- und Umweltministerium über die Auslegung nicht einig sind.

(Foto: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e. V.)

„Es gibt keine legalen Kriterien in direktem Zusammenhang mit der Rifkin-Studie.“ Das steht in der gemeinsamen Antwort von Wirtschafts- und Umweltministerium auf eine von Laurent Mosar und Claude Wiseler eingebrachte Question parlementaire. Die beiden CSV-Abgeordneten wollten unter anderem wissen, was Carole Dieschbourg gemeint habe, als sie davon sprach, dass künftig bei der Ansiedlung von Firmen in Luxemburg eine „Rifkin-Konformität“ gelten werde.

Dass es prinzipiell über diesen Punkt einen Konsens in der Regierung gibt, bestätigt die Antwort der grünen Umweltministerin und ihres sozialistischen Kollegen Étienne Schneider: „Es ist klar, dass die Rifkin-Studie (…) im Rahmen der Politik der industriellen Entwicklung und Diversifizierung berücksichtigt wird.“ Dieschbourgs Aussage stand am Ende eines mehrwöchigen öffentlichen Schlagabtauschs zwischen Déi Gréng und LSAP, bei dem es um die Wachstumsfrage allgemein, aber auch um die geplante Steinwollefabrik in Suessem ging. mehr lesen / lire plus

Russland
: Putins kalkulierte Konkurrenz


Kommenden Sonntag wird in der Russischen Föderation der neue Präsident gewählt. Gewinnen wird der derzeitige Amtsinhaber, der seine erneute Kür weder dem Zufall noch demokratischen Prozeduren überlässt.

And the winner is…: Der russische Präsident Wladimir Putin betritt die Arena für eine Wahlkampfveranstaltung im Luzhniki Stadion am 3. März in Moskau. (Foto: EPA-EFE/Mikhail Klimentyev)

Anhebung der Einkommen, Privatisierung staatlicher Konzerne, Nationalisierung des Bankensystems, Aufhebung des Verbots der Berufstätigkeit in bestimmten Sparten für Frauen – die Wahlprogramme der sieben männlichen Kandidaten und einer einzigen weiblichen Kandidatin für den Posten des russischen Präsidenten am 18. März bedienen die Vorlieben eines breiten politischen Spektrums. Nur sieben von ihnen stellen ihr Programm auf der offiziellen Webseite vor und debattieren miteinander in Radio und Fernsehen. mehr lesen / lire plus

Don DeLillo
: Literarische Tiefkühlkost

Der Roman „Null K“ von Don DeLillo handelt von dem Wunsch des Menschen nach Unsterblichkeit. Unter anderem inszeniert der Autor darin den ersten Monolog einer Tiefgefrorenen in der Literaturgeschichte.

Der Tod und das Sterben ziehen sich wie ein roter Faden durch sein Werk: der US-amerikanische Autor Don DeLillo. (Foto: © Joyce Ravid)

Ebenso wie ein Kind erst lernen muss, dass jeder Mensch einmal stirbt, musste auch die frühe Menschheit erst einmal den Tod entdecken. Andererseits hat sich die Menschheit seit jeher mit der Unsterblichkeit befasst. Nicht nur der erste chinesische Kaiser glaubte an die Möglichkeit, ewig zu leben. Auf unterschiedliche Art und Weise gehört die Unsterblichkeit in nahezu allen Religionen zum festen Glaubensbestand. mehr lesen / lire plus

Plan d’action pluriannuel d’intégration : L’intégration – on est tous concernés !

Ce jeudi, la Chambre des député-e-s a mené un débat de consultation sur les grandes orientations du futur plan d’action pluriannuel d’intégration. Un jour avant, l’Asti a fait part de ses réflexions et propositions à ce sujet.

(Photo : Asti)

En se basant sur la définition qu’en a donnée en 2014 le Conseil économique et social, à savoir que « l’intégration, c’est vivre, travailler et décider ensemble dans un esprit de respect mutuel, de solidarité et de cohésion sociale », l’Asti conclut qu’élaborer un plan d’action national intégration (PAN), c’est « indiquer dans un instrument foncièrement politique les grandes lignes de conduite pour activer et faciliter le vivre-ensemble entre les Luxembourgeois et les non-Luxembourgeois au Luxembourg, sans oublier les frontaliers ».
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Chamberleaks : Digital Luxembourg ?

Bienvenue en province : ici, même à l’heure où la cybersécurité est un enjeu démocratique global, le parlement laisse ses portes digitales grandes ouvertes et poursuit les journalistes qui lui ont signalés ses failles.

(Photo : chd.lu)

Imaginez-vous que vous êtes passionné par le débat démocratique au Luxembourg. Certes, il faut un peu d’imagination vu l’insipidité notoire des discours et discussions à la Chambre des députés, mais quand même. Figurez-vous ensuite que le site de ladite institution est un des moins transparents et plus difficiles à naviguer de toutes les administrations. Puis, en connaisseur amateur en informatique vous utilisez un programme, légal et disponible en quelques clics sur le net, pour télécharger la masse de documents disponibles sur le site imbuvable afin de les ranger dans un ordre qui vous convient. mehr lesen / lire plus

Mobilität
: Barcelona, eine Stadt in Bewegung

Ein Einblick in die Stadt, die ihren Bürger*innen Autos verbieten und öffentlichen Raum zurückgeben will.

Wenn die Pläne des „Virtual mobility labs“ der Stadt Barcelona funktionieren, könnten die Straßen immer so leer sein. (Foto: Tessy Troes)

Auf dem Weg zum Weltfrauentag lasse ich mich von der Afterwork-Menschenmasse die Metrotreppen herunterschieben. Erst als ich das Kapitel in meinem Buch beende, aber immer noch keine Metro in Sicht ist, wird mir bewusst, wieviel Zeit verstrichen ist.

Ein Blick auf die Anzeigetafel verrät mir nicht die verbleibenden Minuten bis zum nächsten Metrowaggon, sondern zeigt die Nachricht an, dass aufgrund des Streikes nur der vom Gesetz festgelegte minimale Service für die 1.300.000 täglichen Passagiere angeboten wird. mehr lesen / lire plus

Sucht
: „Trinken gehört zum 
guten Ton“

Ob in der Werbung, im Freundeskreis oder beim Familienfest: Alkohol ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Bis irgendwann wirklich nichts mehr geht. Die woxx hat mit Michèle Pisani, Präsidentin der asbl „Alcool Médicaments Addiction“ (Ama) über Suchttherapie und den Stellenwert des Alkohols gesprochen.

woxx: Die meisten Menschen suchen Ama auf, weil sie alkoholabhängig sind. Ist Alkoholismus tatsächlich stärker verbreitet oder wird er einfach nur weniger tabuisiert als Medikamentenabhängigkeit?


Michèle Pisani: Ich bin mir nicht sicher, ob es ein kleineres Tabu ist. Da man jedoch Medikamente oft auf Rezept erhält, wird eine Abhängigkeit meist erst später als solche erkannt. Wenn jemand regelmäßig Schlafpillen einnimmt, bekommt das niemand mit. mehr lesen / lire plus

Big Four
 : « Révoltés et dépendants »

Sébastien Stenger a fait des Big Four son sujet de prédilection. Dans son livre « Au cœur des cabinets d’audit et de conseil. De la distinction à la soumission », il dévoile une culture d’entreprise très particulière.

Sébastien Stenger est titulaire d’un doctorat HEC Paris et enseignant-chercheur à l’école de commerce ISG à Paris, ainsi qu’à l’université Paris I Panthéon-Sorbonne. Son livre « Au cœur des cabinets d’audit et de conseil. De la distinction à la soumission » est paru aux éditions PUF. (Photo : etika)

woxx : Pour écrire votre livre, vous avez fait une immersion dans un grand cabinet d’audit. mehr lesen / lire plus

Vols de nuit : les ministres se suivent…

Interpeller le ministre des Infrastructures vert sur les vols de nuit, voilà ce qu’ont fait les députés socialistes Marc Angel et Franz Fayot à travers une question parlementaire. La réplique de François Bausch ressemble à un copier-coller des réponses données il y a dix ans, quand des député-e-s de Déi Gréng interpellaient un ministre socialiste sur ce fléau affectant la capitale. « Des échanges vont s’intensifier » avec les compagnies aériennes afin de « réduire l’augmentation », assure Bausch avec un humour involontaire. Il promet aussi « l’application encore plus stricte des dérogations exceptionnelles », sous-entendant qu’il aurait déjà agi – alors que, comme ses prédécesseurs noirs, rouges et bleus, il a appliqué une politique de laisser-faire. mehr lesen / lire plus

Meisch weiterhin unter Beschuss

SEW-OGBL kritisieren weiterhin die geplanten Maßnahmen zur Rekrutierung von Lehrkräften. Zurzeit liegt ein Gesetzesentwurf vor, der noch in diesem Frühjahr gestimmt werden und im kommenden Herbst in Kraft treten soll. Der Text sieht unter anderem vor, den Lehrer*innenberuf künftig auch für Absolvent*innen anderer Bachelorstudiengänge als denen der Erziehungswissenschaften zu öffnen. Zudem wird es möglich sein, eine Verkürzung des dreijährigen Referendariats um ein Jahr zu beantragen, wenn Praxiserfahrung während des Studiums nachgewiesen werden kann. Zwar ist der SEW damit einverstanden, dass es dringend an Notlösungen bedarf, kritisiert allerdings das Fehlen einer zeitlichen Begrenzung für manche der vorgesehenen Regelungen. Es müsse zum Beispiel „verhindert werden, dass Inhaber aller möglichen Bachelorabschlüsse bis in alle Ewigkeit Lehrer werden können“, so Präsident Patrick Adam. mehr lesen / lire plus

Industriedenkmäler: Let’s Make Destruction Happen!

„Eigentlich sollte man erwarten, dass eine Denkmalschutzbehörde sich den Schutz der Denkmäler vor dem Abrisswahn von Kommunen und Privatpromotoren auf die Fahnen schreibt. In Luxemburg ist dies eher das Gegenteil: Wenn ein Gebäude an die nostalgische Zeit des Agrarlandes erinnert oder die Glorie von Villen der Hüttenbarone ausstrahlt, hat es eine gewisse Chance, in die Liste der schützenswerten oder gar geschützten Denkmäler aufgenommen zu werden. Erinnert eine Halle aus Eisen, Stahl und Glas mehr an Schweiß, Tränen und Staub der Arbeiter, ist ihr Schicksal schon fast besiegelt“. Diese geharnischte Kritik muss der dem Kulturministerium unterstellte „Service des sites et monuments nationaux“ (SSMN) von Seiten der Sektion der Grünen aus Dudelange einstecken. mehr lesen / lire plus

Reporter: Lesen, ohne Papier und unzerfasert

Wer lieber zappt als liest, ist mit einer gedruckten Gratiszeitung besser bedient als mit dem neuen Online-Pay-Produkt „Reporter“. Vielleser*innen dagegen werden das Anfang der Woche ans Netz gegangene Digital-Blatt lieben – mit Artikellängen von mindestens einer bis zwei woxx-Seiten. Zu unserem Redaktionsschluss waren acht Beiträge online, zwei pro Tag und alle auf Deutsch. Die Themen reichen von den Treibstoffsteuern nach dem Dieselgate bis zu Claude Wiselers Schattenkabinett, dreimal geht es auch um deutsche oder europäische Politik. Insgesamt bietet Reporter bisher die angekündigte hohe Qualität; die politische Ausrichtung ist entschieden fortschrittlich. Auch der Look kann mit einem übersichtlichen Artikel-Layout gefallen. mehr lesen / lire plus

EuGH lässt Überprüfung von GMO-Soja zu

Im April 2015 erteilte die Europäische Kommission Zulassungen für zwei Sorten von genetisch modifiziertem Soja. Die Nichtregierungsorganisation Testbiotech forderte daraufhin eine nochmalige Prüfung der Zulassung, da die Effekte der modifizierten Sojasorten auf die menschliche und tierische Gesundheit nicht ausreichend geprüft worden seien. NGOs haben laut der Aarhus-Konvention das Recht, eine solche Prüfung zu beantragen. Die Konvention regelt unter anderem die Öffentlichkeitsbeteiligung an Entscheidungsverfahren in Umweltfragen. Die Kommission argumentierte, dass Gesundheitsbedenken sich nicht auf Umweltrisiken bezögen und verwarf den Antrag von Testbiotech. Die NGO zog daraufhin vor den Europäischen Gerichtshof, um die Entscheidung der Kommission anzufechten. Dort bekam sie am 14. März Recht. mehr lesen / lire plus

Protection internationale : deux retours vers l’Irak

Les chiffres de la Direction de l’immigration concernant la protection internationale pour le mois de février viennent de tomber. En général, ils confirment la baisse de la pression migratoire déjà constatable les mois d’avant. Ainsi, le mois dernier, quelque 121 personnes se sont présentées aux guichets de l’Immigration. En février 2016, elles étaient 236, donc presque le double. Certes, ces chiffres sont à prendre avec précaution, puisqu’ils excluent les personnes qui n’ont pas posé de demande formelle à la Direction de l’immigration, mais qui sont tout de même hébergées dans des structures de l’Olai. Des structures qui, malgré cette baisse, ne désemplissent pas, puisque, comme nous l’avons déjà écrit, même les ressortissants étrangers qui ont obtenu leur statut ne peuvent souvent pas quitter les foyers – faute de logement et d’insertion sur le marché du travail. mehr lesen / lire plus