AFGHANISTAN: Kollaterale Hilfe

Einfach nur ungeschickt oder zynisch berechnend? Die Vermischung von humanitärer Hilfe und militärischem Einsatz in Afghanistan wird übernationale Konfliktlösungsstrategien auf Jahre hinaus diskreditieren.

Als nach den Wahlen von 1999 Luxemburg mit einem „Ministère de la coopération, de l’action humanitaire et de la défense“ ausgestattet wurde, waren zwar einzelne heftige Kritiken zu vernehmen, doch insgesamt schien sich die Öffentlichkeit kaum daran zu stören, dass hier nicht nur personell sondern auch institutionell Zuständigkeitsbereiche gebündelt wurden, die sich im konkreten Fall durchaus widersprechen können. Der Kosovo-Krieg wurde als praktisches Beispiel angeführt, wie die Militärs zunächst mit großem Aufwand ein Land zerstören können, um dann die sich daraus ergebende humanitäre Katastrophe aufzufangen und später auch noch den längerfristigen Wiederaufbau logistisch zu begleiten. mehr lesen / lire plus

SOZIALES: Vertreibung ist keine Lösung

Maßnahmen gegen lästige Obdachlose in Bonneweg, fordern Abgeordnete von CSV und DP. Mehr Angebote für die Wohnungslosen, verlangen hingegen soziale und karitative Einrichtungen.

„Der auch …“ CSV-Saubermann Laurent Mosar will offenbar nach den Prostituierten auch die Wohnungslosen vom Bahnhof vertreiben.
(Foto: Hilde Leubner)

„Die ganze Sache geht entschieden zu weit“, ärgert sich Alexandra Oxacelay. Die Mitarbeiterin von der sozialen Einrichtung „Stëmm vun der Strooss“ spricht vom gegenwärtigen Konflikt um die Wohnungslosen in Bonneweg. Seit vergangener Woche ist der Streit neu entfacht. Grund hierfür sind zwei parlamentarische Anfragen der Abgeordneten Laurent Mosar (CSV) und Theo Stendebach (DP). Darin beschweren sich diese über „schmutziges“ und „unanständiges“ Verhalten (kriminelle Gewaltausbrüche, achtloses Wegwerfen von Spritzen sowie Urinieren in Vorgärten) und über eine steigende Kriminalität bei Wohnungslosen und Drogenabhängigen. mehr lesen / lire plus

Entringer Nadine: „Das Leben bringt mich dazu“

Kein Pardon mit den Männern kennt Nadine Entringer in ihrer Ein-Frau-Show „Liebe Lust Gier“. Frauenthemen ist die Laienschauspielerin auch im „normalen Leben“ gegenüber aufgeschlossen.

Professioneller als manch „echter“ luxemburgischer Theaterstar: Gelegenheits-Schauspielerin Nadine Entringer.
Foto: Christian Mosar

THEATER

„Früher bin ich vor Nervosität oft nicht einmal bis an das Ende der Sätze gelangt“, erinnert sich Nadine Entringer an die Zeit, in der sie als Journalistin Beiträge für verschiedene Radiosendungen verfasste. Sie muss über diese Feststellung selber lachen. Ein ansteckendes, lautes Lachen. Kein Wunder, wer die gebürtige Luxemburgerin, Star der kommende Woche im Escher „Ratelach“ gastierenden Ein-Frau-Show „Liebe Lust Gier“ gesehen hat, wird ihren Worten kaum Glauben schenken können. mehr lesen / lire plus

Levinson Barry: Bandits

C’est une comédie légère avec différents éléments du „road movie“ que nous présente Barry Levinson dans „Bandits“.

Dîner surprise

Ils ont de la classe, les deux brigands Joe (Bruce Willis) et Terry (Billy Bob Thornton). Après leur évasion spectaculaire de la prison fédérale, les complices à tempéraments opposés se frayent un chemin de l’Oregon jusqu’en Californie, tout en remplissant leurs poches de dollars. Objectif: rassembler des fonds pour ouvrir un restaurant au Mexique. Terry, la tête pensante du duo, a imaginé une façon originale pour braquer les banques, un hold-up à la douceur, conversations et conseils psychologiques inclus.

Les deux gentlemen sonnent à la porte d’un banquier, le soir, en privé. mehr lesen / lire plus

Rock: Cohen Leonard

Pas neuf, ni onze

Son dernier album-studio datait de 1992, s’appelait „The Future“ et faisait preuve d’une grandiloquence sur orgue électronique plutôt révoltante. Puis, il a monté un certain mont Baldy pour s’y faire moine zen. Entre-temps, sa collègue, chanteuse et multi-instrumentaliste, Sharon Robinson a composé, joué et produit dix morceaux. Après quoi, Leonard Cohen est redescendu de sa montagne pour enregistrer sa voix grave et chuchotante par-dessus. Le résultat: un Cohen très introspectif, s’adonnant exclusivement à l’art de la ballade pour un album sans grands tops, ni véritables flops. (Parmi les morceaux les plus réussis: „In My Secret Life“, „Alexandra Leaving“, „The Land of Plenty“.) Et en cinq ans de méditation zen, le poète-pop n’a rien trouvé de mieux que de titrer ces dix nouvelles compositions de la manière la plus banale qui soit: Ten New Songs. mehr lesen / lire plus

Rock: Björk

Vespertine

Abendlich

(nicope) – Im zarten Alter von 12 Jahren, das war 1977, veröffentlichte die unkonventionelle Musikerin Björk 1977 ihre erste Platte. Nach dem Rummel um ihre Person entschied sie nie wieder eine Platte aufzunehmen. Sie stieg nach der Teilnahme an einigen Punkprojekten Mitte der 80er Jahren bei den „Sugarcubes“ ein, deren Erfolg auf den britischen Inseln und in der europäischen Indieszene der Sängerin später bei ihrer Solokarriere behilflich sein sollte. Drei Soloplatten (inklusive des Remix-Albums „Telegram“) und ein Film („Dancer in the Dark“) später meldet sich die Ausnahmemusikerin mit Vespertine überraschend introvertiert in der Musikwelt zurück. Diesmal hat Björk fast alle Stücke selber geschrieben und produziert. mehr lesen / lire plus

Hip Hop: Equis Alfonso

Compay Alfonso

(roga) – Vous vous lassez des éternels pépères cubains? Eh bien, l’île de Robinson fait aussi dans la jeunesse. Ce compact real world du jeune chanteur cubain X Alfonso nous est annoncé comme l’avant-garde hip hop de Fidel. Formation musicale classique, les parents protagonistes du groupe „Sintesis“, Equis Alfonso (né en1972) rejoint le groupe en 1990. Son premier disque personnel révèle l’esprit de l’auteur: „Rap and the music of Beny Moré are the same roots to me“, confesse-t-il à la revue „Rhythm“, dont le rédacteur a le même mal à définir ce formidable melting pot d’influences: „bass-bubblin‘ bumpin‘, drummer funk-a-hip-hopping, Ele-and-sistah-sanging-the-soul-outta Yoruba chants (…)“. mehr lesen / lire plus

Luxembourg: L’ARPÈGE

cuisine française

Symphonie de saveurs

(rw 564/00 / thor 614/01) – Le quartier gastronomiquement s’est s’enrichi d’une adresse de restaurant intéressante dans les entourages de la place des Martyrs: sur ce site vis-à-vis de la Clinique Ste Zithe, „L’Arpège“ semble faire la percée avec sa cuisine française raffinée et élégante, sans être maniérée. Après les langoustines poêlées, goûtez donc le magret de canard ou la noisette d’agneau, tous présentés avec soin et décorés avec fantaisie. Millefeuille de tourte (470,-), gâteaux de cailles (620,-), râble de lapereau farci au basilic (620,-), tous les plats sont succulents, bien proportionnés et agréablement présentés. Côté prix, à noter également un menu d’affaires à 850 LUF. mehr lesen / lire plus

Surfen auf tv: Kürzel für Tuvalu

(RK) – Das Suffix „tv“ wird bei Internet-Adressen als Kürzel für Tuvalu, eine unabhängige und unbekannte Inselgruppe im Pazifik, benutzt. Doch „tv“ ist auch das weltweit meistbekannte Zwei-Buchstaben-Kürzel. Behauptet jedenfalls „tv-Corporation“, die Firma, die sich das Nutzungsrecht der interessanten Domain per Vertrag bis ans Ende der Zeiten gesichert hat. Verständlich, dass Fernsehsender zugegriffen haben und cnn.tv oder viva.tv reserviert haben. Doch auch die Adresse drugstore.tv (übersetzt apotheke.tv) wurde für 500.000 Dollar gekauft – und nicht benutzt! Das hochspekulative Internet-Suffix hat sich als ultimative Nische erwiesen für diesen 11.000-Einwohner-Staat, der sich bisher mit dem Verkauf von Motiv-Briefmarken und dem Kassieren von Entwicklungshilfe über Wasser hielt. mehr lesen / lire plus