TERROR: Es ist genug

Die Bombenattentate von Madrid haben ganz Europa erschüttert. Wenn die baskische ETA hinter den Anschlägen steckt, dann hat sie ihr moralisches Todesurteil endgültig unterzeichnet.

Kurz vor acht Uhr hat am Donnerstagmorgen eine Reihe von Bombenexplosionen in drei Bahnhöfen Madrids mindestens 180 Tote und hunderte Verletzte gefordert. Alles deutet darauf hin, dass die ETA hinter den Anschlägen drei Tage vor den Parlamentswahlen steckt. Zumindest haben die spanische Polizei und zahlreiche führende Politiker die baskische Terrororganisation für die brutalen Attentate verantwortlich gemacht.

Doch es gibt auch Zweifel an dieser These: Nicht nur Arnaldo Otegi, Chef der verbotenen Basken-Partei Batasuna, schloss die Möglichkeit „islamistischer Attentate“ nicht aus. mehr lesen / lire plus

SCHULE: Bloß nicht zu kritisch

Die luxemburgischen LehrerInnen sind überwiegend zufrieden mit ihren Schulen.
Das hat zumindest eine Untersuchung des Unterrichtsministeriums ergeben.
Allerdings wurden Teile davon der Öffentlichkeit vorenthalten

Für den Lehrer Martensson ist jeder Tag eine Qual. Seine Schulklasse terrorisiert ihn und lauert nur auf Fehler und Schwächen des Pädagogen. In jeder Unterrichtsstunde sehnt er das Läuten der Pausenglocke herbei. Martensson ist nur eine Figur aus dem 1967 entstandenen Film „Raus bist du“ des schwedischen Regisseurs Jan Troell. Der Streifen zeigt das tragische Scheitern pädagogischer Bemühungen.

Der Berufsalltag der meisten luxemburgischen LehrerInnen hingegen scheint harmonischer zu sein. Bei ihnen herrscht allgemeine Zufriedenheit, das hat zumindest eine Studie des Unterrichtsministeriums ergeben, die am Dienstag vorgestellt wurde. mehr lesen / lire plus

ALLAIN LEPREST: Nu, je continue

Éléments épars d’une passion durable et subjective pour le dénommé Allain Leprest.

„C’est bien simple, je considère
Allain Leprest comme un des plus foudroyants auteurs de chansons que j’aie entendus au ciel de la langue française.“
(Claude Nougaro, 28 novembre 1993)

Peut-on, raisonnablement, ne pas vouloir un jour se retrouver en tête à tête avec celui ou celle dont on a écouté les disques pendant des années en se disant à chaque fois „Quel talent …“? Évidemment que non. Et voilà donc pourquoi ce qui suit aurait tout aussi bien pu vous arriver …

Pourquoi t’as si tôt
Couché les glaïeuls
Ça t’aurait fait beau
Des rides sur la gueule
Rimbaud …

C’est, de mémoire, à ce quatrain là, attrapé au vol durant une émission de radio, que je dois mon premier contact avec Allain Leprest. mehr lesen / lire plus

PETER WEBBER: Auf den Spuren der Schaffenskraft

Peter Webber zeigt in „Girl with a Pearl Earring“, wie ein Kunstwerk entsteht. Die britisch-luxemburgische Koproduktion überzeugt als atmosphärisch dichtes Sittengemälde mit hervorragenden SchauspielerInnen.

Ein Hauch von Berührung. Vermeer weiht die Magd in die Geheimnisse der Camera obscura ein.

Als Griet zum ersten Mal in das Atelier ihres neuen Herrn geführt wird, betritt die junge Frau eine magische Welt voller Geheimnisse. Ihre Eltern hatten sie zur Familie des Malers Jan Vermeer geschickt, um dort zu arbeiten. Während sich Vermeer ganz seiner Malerei widmet, leitet seine Schwiegermutter die finanziellen Geschicke des Hauses. Sie ist es auch, die den reichen Kunstmäzen van Rujven einlädt, um neue Aufträge für den Maler zu ergattern. mehr lesen / lire plus

ROCK: Courtney Love Courtney Love

Sie ist wieder da: Courtney Love hat mit dem selbstironisch betitelten „America’s Sweetheart“ ihr erstes Soloalbum vorgelegt. Das kann sich hören lassen: Schon auf dem Opener „Mono“ röhrt die einstige Punkbraut und heutige Hollywood-Skandalnudel wie zu alten Zeiten. Da heimste Courtney als Sängerin der Punkband Hole erste Rock-Lorbeeren ein. In „Julian, I’m a little bit older than you“ legt sich die Enddreißigerin mal eben mit Julian Casablancas von den Strokes an. Nach dem Motto: Was du kannst, Junge, kann ich schon lange. Dabei helfen ihr zahlreiche hochkarätige MusikerInnen. Etwa Ex-4 Non Blondes Songschreiberin und Pink-Mentorin Linda Perry, die derzeit so etwas wie eine eingebaute Erfolgsgarantie vorweisen kann. mehr lesen / lire plus

www.free-av.de: Zum Gegenangriff blasen

Sie heißen Doom, Sober oder Klez. Zunächst unerkannt hängen sie sich an harmlose E-Mails und düsen quer durch die Cyberwelt. Haben Sie das Schutzsystem eines neuen Opfers überwunden, beißen sie sich am Rechner fest, vermehren sich und warten zum Teil Monate bis sie loslegen. Aber spätestens wenn ein besonders aufmerksamer E-Mail-Freund eine Virusmeldung erhält und anfragt, warum uralte zum Teil hoch private Dateien verschickt werden, man sich aber nicht daran erinnern kann, dies in jüngster Zeit getan zu haben – spätestens dann dürfte klar sein: Der Wurm hat zugeschlagen.

Angesichts der aktuellen Viren-Flut an dieser Stelle, ganz woxx-untypisch, ausnahmsweise ein Servicetipp: Unter www.free-av.de findet sich ein Überblick über aktuell kursierende Viren. mehr lesen / lire plus

EASY RIDER, RAGING BULLS: Porträt einer Filmepoche

Das Ziel aller Träume war die Traumfabrik selbst: Doch die Hollywoodstudios standen gegen Ende der 1960er Jahre am Rande des Bankrotts – finanziell und erst recht künstlerisch. Da begannen ein paar junge Regisseure Filme zu drehen. Sie brachen mit den bestehenden Konventionen der Studios und nahmen das Heft auf ihre Weise in die Hand – und zwar radikal. Peter Bogdanovitch, Francis Ford Coppola, Dennis Hopper, Mike Nichols, Arthur Penn und Martin Scorsese sind nur einige von ihnen. Das New Hollywood Cinema war geboren. Peter Biskind hat die Geschichte dieser neuen Generation aufgeschrieben. In „Easy Riders, Raging Bulls“ erzählt er von dieser Epoche des amerikanischen Kinos vom Anfang bis zu ihrem Ende. mehr lesen / lire plus