EU-VERFASSUNG: So funktioniert Demokratie

In der Chamber gewinnt das Ja mit 98,3 Prozent. Im Referendum waren es „nur“ 56,5 Prozent. Dennoch lassen sich daraus weder eine große Kluft zwischen Parlament und Wählerschaft noch ein übermäßiges Demokratiedefizit ableiten.

„Warum wagt niemand, das zu sagen, was 43,5 Prozent der Luxemburger denken?“ fragt das Info-Hebdo Goosch von Déi Lénk in seiner aktuellen Ausgabe und dichtet den Abgeordneten auf dem Krautmarkt Konformismus, Erpressung und einen unsichtbaren Maulkorb an. Eine erstaunliche Analyse der Parlamentsabstimmung vom Dienstag. Denn als sich 57 von 58 Abgeordneten für die Ratifizierung des Verfassungsvertrags aussprachen, taten sie genau das, was vorher abgemacht worden war: Sie respektierten das Resultat des Referendums über die europäische Verfassung. mehr lesen / lire plus

BUDGET ET SECU: Les économies dangereuses

Le gouvernement souhaite abaisser sa contribution à la sécu, afin d’assainir le budget de l’Etat. Un projet qui comporte de nombreux risques sociaux mais aussi politiques.

„Le système, tel qu’il fonctionne actuellement, ne peut plus être financé.“ Le verdict du ministre du budget Luc Frieden sur les mécanismes de redistribution étatiques est clair. La semaine dernière, en présentant le budget 2006, il a appelé à des réformes en vue du budget suivant.

Dans la ligne de mire se trouve avant tout la participation de l’Etat au financement de la Sécurité sociale. En effet, la part des dépenses courantes affectée à ce financement n’a cessé d’augmenter au cours des dernières années: de 30 % du budget ordinaire en 1970 à 56 % en 2003. mehr lesen / lire plus

ZOMBIE FILM: Mit Bierflaschen gegen Untote

„Zombie Film“ heißt die neueste luxemburgische Filmkreation. Hinter dem Projekt stecken aber keine Profis, sondern begeisterte Amateure. Die woxx traf die Freizeit- Hollywoodianer.

Haben alles fest im Griff: „obskura“-Präsident Patrick Ernzer, Darsteller Steve Thull und Kameramann
Carlo Palucca (von links nach rechts) (Foto: lc)

Oktober 2005 in Luxemburg: unheimliche Plakate, Flyer und Prospekte tauchen in Cafés und Clubs auf: Sie kündigen einen geheimnisvollen „Zombie Film“ an. Und doch hat keiner der wenigen bekannten Regisseure des Landes ein neues Werk produziert, schon gar nicht den „First ever Zombiefilm made in Luxemburg“. Ins Leben gerufen wurde der blutige Streifen von der „obskura a.s.b.l.“ – deren Name bis jetzt ebenso obskur wie unbekannt war. mehr lesen / lire plus

JOACHIM VAN DER VLUGTS/PATRICK MEYERS: Lebendkulturen in der Molkerei

Was machen ein Niederländer und ein Luxemburger in einer alten Molkerei? Kunst was sonst! Denn Milchprodukte werden in der Celula längst nicht mehr hergestellt. Dafür präsentiert die Galerie BC/2 dort derzeit die Gemälde Joachim Van der Vlugts und die Skulpturen Patrick Meyers‘.

„Ich bin kein intellektueller, sondern ein emotionaler Künstler,“ sagt Van der Vlugt. Emotionsgeladen sind besonders einige seiner Porträts, deren Gesichter der Künstler methodisch zersetzt. Sie zerfließen wie Eis und verschwimmen manchmal bis an die Grenze der Unkenntlichkeit. Trotzdem verlieren die Porträts nicht an emotionaler Expressivität, im Gegenteil.

Van der Vlugt kehrt Psyche und Gefühle, Schmerz und innere Verletzlichkeit nach außen und pinselt sie seinen Figuren fast poetisch ins Gesicht. mehr lesen / lire plus

ROMAN POLANSKI: Oliver Twist

L’adaptation du roman de Dickens par le réalisateur confirmé déçoit à plus d’un titre. „Oliver Twist“ est un film dépourvu de profondeur et d’acteurs convaincants.

Cruel, mais sans profondeur ni émotion: „Oliver Twist“, de Roman Polanski.

Trois ans après la Palme d’or pour „Le Pianiste“, Roman Polanski adapte le chef d’´uvre de Charles Dickens „Oliver Twist „. Selon lui, pour que ses enfants puissent enfin voir une de ses ´uvres au cinéma.

Il est vrai que Polanski n’a jamais été très tendre avec la grande toile et l’âge aidant (il a 72 ans), il commence à faire le bilan d’une vie pas toujours exemplaire et plus souvent parsemée de ronces que de roses. mehr lesen / lire plus