IMMIGRATION: So kriminell kann Hilfe sein

Mit einem neuen Gesetz will die Regierung künftig gegen illegale Einwanderung vorgehen. Auch Flüchtlingshilfe kann dadurch strafbar werden. Und fundamentale Einwände der Menschenrechtskommission wurden ignoriert.

Wenn es um die so genannte illegale Einwanderung geht, steht Luxemburg im europäischen Vergleich ganz gut da. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Asylsuchende ins Großherzogtum verirren, ist mittlerweile relativ gering. Nehmen wir das Beispiel eines Sudanesen, der vor der Kriegshölle in Darfur flüchten möchte. Um legal in die EU zu reisen, braucht er ein Visum. Zu bekommen wäre es nur, wenn ein Luxemburger sich bereit erklärt, für ihn zu bürgen und sämtliche Kosten seines Aufenthalts zu übernehmen. mehr lesen / lire plus

HAUSHALT 2007: Marathon Man

Von der Spitze ins Mittelfeld – sind Luxemburgs Staatsfinanzen dem internationalen Kräftemessen nicht mehr gewachsen?

Lucien Thiel, ehemaliger Journalist und dann Funktionär der Bankervereinigung ABBL, hat ein weiteres Treppchen seiner politischen Karriere beschritten: Er durfte den Bericht zum Staatshaushalt 2007 verfassen und dieser Tage in der Abgeordnetenkammer kommentieren. Ein wichtiger Job, denn wer nicht einmal Budgetberichterstatter gewesen ist, gilt in der Junckerpartei nicht viel. Ohne diesen Kotau vor dem allmächtigsten der Finanzminister Europas, braucht man sich keine Hoffnung auf eine wichtige Rolle in der CSV zu machen. Thiel hat seine Aufgabe einigermaßen gut erledigt: Premier und Finanzminister Juncker hat ihm jedenfalls von der Chambertribüne herunter gratuliert und versichert, Thiel so etwas „in der Form nicht zugetraut“ zu haben. mehr lesen / lire plus

ART: Le vague en vogue

Dans le contexte assez flou de l’année culturelle qui nous attend encore, le woxx préfère présenter en détail un projet laissé dans l’incertitude, à renflouer la vague qui entoure le programme officiel présenté cette semaine.

Visages vides à remplir soi-même. „Ni vu ni connu“ mise avant tout sur la participation du „consommateur“ d’art.
Illustration: Marianne Grisse.

„Ni vu ni connu“ – pour une fois qu’un titre traduit à merveille le concept qui se cache derrière le projet, sans pour autant révéler toute la substance de son contenu. „C’est vrai que nous ciblons plutôt un public qui est prêt à se laisser surprendre“, explique Carole Lorang, la responsable artistique du projet. mehr lesen / lire plus

PASCAL BONITZER: Je pense à vous

Les bobos parisiens s’y reconnaîtront. Les autres seront agacés. Décidément, le cinéma français est encore capable de pondre des vaudevilles où s’entremêlent et se déchirent les égocentrismes amoureux de nombrils du monde urbains et névrosés. Malgré celà, Bonitzer excelle dans sa manière de raconter des histoires de cul sans importance et les interprètes se fondent à merveille dans leurs rôles de têtes à claques de Saint-Germain.

A l’Utopia mehr lesen / lire plus

ROLAND SCHAULS: Das Bunte zur Weihnachtszeit

Wer es bunt mag, der ist bei den Gemälden von Roland Schauls genau richtig. Seine mit Acryl, Kohle und Pastellfarben gemalten Bilder sind durch die leuchtenden Farbformen nicht ohne Drastik. Sie sind kollagenartig zusammengestellt und behandeln immer wiederkehrende Sujets: Etwa einen rotbäckigen Jungen sowie Typen, die an die Harlekins von Picasso erinnern oder eine durchkomponierte Interieur-Bildserie mit Sofa, Schuhen, Einkaufstüten und einem Ausblick auf eine altmeisterliche Landschaft. Primär scheint für Schauls dabei die Malerei: „Ich will die Form gegen die Farbe setzen, das Abstrakte gegen das Gegenständliche – um Spannungen herzustellen und um zu wissen, wie weit ich gehen kann.“ Dem Künstler geht es nicht so sehr um die Geschichte, auch wenn seine Bilder anekdotisch erscheinen, wichtig ist ihm, dass durch die Farben eine dichte kompositorische, quasi abstrakte Aussage getroffen wird, die ein Gefühl auf die anwesenden Bildfiguren projiziert. mehr lesen / lire plus

PAUL VERHOEVEN: Apparences trompeuses

Avec Black Book, Paul Verhoeven revisite la fin de la Seconde Guerre mondiale et démontre que les choses n’étaient pas si simples que l’on veut bien le (faire) croire aujourd’hui.

A touché le fond: la jeune Rachel Stein est témoin du dépouillement des cadavres de ses parents par des nazis.

Les films traitant de la Seconde Guerre mondiale présentent en général deux caractéristiques que l’on pourrait aussi qualifier de défauts. Premièrement, ils sont manichéens et se déroulent selon le schéma fixe: bon et héroï que résistant contre méchant et inhumain nazi. Ce qui fait qu’ils évoquent des images morales qui ne sont ni entièrement vraies ni fausses, mais qui ne correspondent pas à la réalité complexe telle qu’elle était. mehr lesen / lire plus