JAGD UND WILD: Ausgrechnet Saumagen!

Eine Studie zeigt, dass Wildschweine massiv von der Jägerschaft gefüttert werden. Munition für die JagdkritikerInnen, die unter anderem ein Fütterverbot fordern.

Er ist das Lieblingsessen des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl und war zwei Jahre lang Studienobjekt der Wildbiologin Sandra Cellina: der Saumagen. Doch während die gastronomische Variante mit Kartoffeln, Schweinefleisch und Gewürzen gefüllt ist, galt das Interesse der Biologin dem Originalinhalt der Mägen von 3.000 erlegten Wildschweinen. Die kulinarischen Vorlieben von Herrn Kohl sind bloß eine Anekdote der politischen Zeitgeschichte. Frau Cellinas Untersuchungsergebnisse aber könnten einen erheblichen Einfluss auf die derzeitige Debatte über eine Reform des Luxemburger Jagdgesetzes haben.

Seit Jahren streiten Jagdverband und JagdkritikerInnen darüber, welche Rolle die Wildfütterung bei dem starken Anwachsen der Bestände spielt. mehr lesen / lire plus

BIOGAS-NUTZUNG: Gülle zu Gold

Der Bauernhof als Energiequelle: Die Gewinnung von Biogas kann auf verschiedene Art einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Welche Nutzung dabei sinnvoller ist, bleibt unklar.

Eine neue Perspektive für die Landwirtschaft, das sei der Anbau von Biomasse und ihre energetische Nutzung, so Emile Steffes, Präsident der Biogasvereinigung. Damit dürfte er den meisten der rund hundert SeminarteilnehmerInnen aus dem Herzen gesprochen haben. Bei der Solartechnik sind die Handwerker, bei den Erdgastankstellen die Netzbetreiber die treibende Kraft, doch am Biogas sind vor allem die jetzigen und künftigen Anlagenbetreiber interessiert, also die Landwirte. Sie waren es, die beim Biogasseminar am vergangenen Mittwoch den Saal füllten. mehr lesen / lire plus

BERLINALE: In den Fußstapfen von Daniel Craig

Jules Werner vertritt Luxemburg als Shooting Star beim diesjährigen Filmfestival in Berlin.Der 29-Jährige ist in einer Nebenrolle des Wettbewerbsbeitrags von Sam Gabarski an der Seite von Marianne Faithfull zu sehen.

woxx: Im Kurzfilm „Derrière la tête“ von Sebastien Tasch stecken Sie in der Rolle des Patienten, in „Irina Palm“ spielen Sie den Arzt der Großmutter, die mit Sexarbeit eine lebensrettende Operation ihres Enkels finanziert. Was erwartet uns als Nächstes?

Jules Werner: Vielleicht ein sadistischer Krankenhausdirektor (lacht). Nein, im Ernst, meine Rollen sind Zufall. In „Nuit d’Arabie“ zum Beispiel, für den wir vor einem Monat die Dreharbeiten abgeschlossen haben, spiele ich einen Lokomotivführer. mehr lesen / lire plus

FERREIRA ET LASZLO: Kiste der Sehnsüchte

Das neue Kleid des Aica-Kiosks sieht, zumindest bei Tageslicht, beschissen aus. Für KunstliebhaberInnen die dran vorbeilaufen ist die Enttäuschung groß: Durch die milchigen Glasflächen des Kiosks sieht man – nichts. Sind wir wieder bei Marcel Duchamp angekommen? Gibt es wieder Künstler, die die nie beantwortete – da nicht zu beantwortende – Frage nach dem immateriellen Wert der Kunst stellen, fast ein Jahrhundert nachdem diese Frage formuliert wurde? Darüber kann man lange nachdenken. Am Besten, man zieht sich dazu warm an und meditiert direkt vor dem Kiosk. Denn sobald das Tageslicht erlischt, erwacht das Häuschen zu neuem Leben: Rosarote Lampen gehen an und aus, die Scheiben aber bleiben undurchsichtig. mehr lesen / lire plus

CINEMA: Madame Bovary goes suburbia

„Little Children“ de Todd Field, est une rencontre entre séries télé à la „Desperate Housewives“ et la grande littérature.

Que la vie en banlieue américaine est ennuyante à mort, que les gens qui y vivent sont plutôt préoccupés par la vie de leurs voisins que par la leur et que tout flotte sur un air de patriotisme xénophobe et chauviniste, est bien connu. Depuis des décennies, les séries-télé véhiculent ces archétypes qui se balladent dans notre imaginaire collectif. C’est dans ce contexte que Todd Field campe son dernier Film „Little Children“. Et ce n’est pas un hasard, car le réalisateur a déjà pas mal de séries télé derrière lui. mehr lesen / lire plus