„Unterschiedliche Schulen für unterschiedliche Schüler“

Die DP stellte am Dienstag den dritten Teil ihres Wahlprogrammes vor. Für die Liberalen gilt: Die Kontinuität und der Ausbau der schon eingeführten Reformen im Bereich Kinder und Zukunftschancen stehen an erster Stelle.

Anlässlich einer Pressekonferenz am Dienstag zur Vorstellung der DP-Wahlprogrammpunkte bezüglich der Bildungspolitik war der Spitzenkandidat der DP im Osten und Bürgermeister von Mondorf, Lex Delles, der von Beruf Grundschullehrer ist, voll des Lobes für die, unter der Leitung seiner Partei, eingeführten Reformen.

Diese seien heute nicht mehr wegzudenken. So wies er darauf hin, dass weder LSAP, noch CSV die Änderungen in ihren jeweiligen Wahlprogrammen in Frage stellen, sie im Gegenteil begrüßen und sogar weiter ausbauen möchten.

Bildungsminister Claude Meisch betonte während der knapp 30-minütigen Pressekonferenz die Wichtigkeit der Weiterentwicklung der schon eingeführten Reformen, um „Kontinuität“ und „Qualität“ zu erlangen. Die Vielfalt des Bildungsangebotes müsse außerdem erweitert werden, damit es „unterschiedliche Schulen für unterschiedliche Schüler gibt“. So soll zum Beispiel eine weitere öffentliche internationale Schule im Bezirk Zentrum aufmachen und eine auf alternative Lernmethoden setzende neue Sekundarschule im Süden des Landes. Die digitalen Kompetenzen der Schüler*innen sollen ebenfalls weiterhin ausgebaut werden.

Die Demokratische Partei möchte sich anhand der Einführung des „Lëtzebuerger Bildungsdësch“ von ihren Mitstreiterinnen hervorheben. Dieser soll die Debatte bezüglich der Bildung versachlichen und zu einem Konsens zwischen allen Akteuren führen, also zwischen Schüler*innen,  Schuldirektor*innen, Lehrer*innen,  Eltern,  Parlament und Vertreter*innen von Wissenschaft und Zivilgesellschaft die durch den „Conseil national des Programmes“ und „Observatoire national de qualité scolaire“ repräsentiert werden.

Der Bildungsminister fokussiert hauptsächlich auf diesen letzten Punkt – die Zusammenarbeit aller Akteure. Konkretere Akzente des DP-Wahlprogrammes finden sich derweil im Pressedossier, die allerdings so gut wie unkommentiert blieben. Die „Maison relais“ sollen zu Familienzentren aufgewertet werden indem sie Aktivitäten für Eltern und ihre Kinder anbieten. In Zusammenarbeit mit den Gemeinden, möchte die DP einen Busservice anbieten, um Grundschulschüler*innen den Transport zwischen Schule, „Maison relais“ und außerschulischen Aktivitäten zu vereinfachen. Schlussendlich, soll das Lernen von Fremdsprachen anhand sogenannter Sprachenkolonien für Sekundarschüler*innen, vereinfacht werden.


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