Juffa refusé, pas le débat

Que s’est-il réellement passé lors de la conférence du nouvel historien israélien Ilan Pappe le jeudi, 13 décembre à l’Abbaye Neumünster ? Jusqu’à présent, la version relayée par certains médias accuse le Comité pour une paix juste au proch-orient (CPJPO), voir Pappe lui-même, d’avoir refusé la confrontation avec Stéphane Juffa, directeur de la Metula News Agency, boîte de résonance du sionisme (voir www.menapress.com). Michel Legrand, président du CPJPO, récuse ces accusations. « Plusieurs mois avant la conférence, nous avions convenu, ensemble avec l’Institut Pierre Werner (IPW) et le Centre culturel de rencontres Neumünster, qu’un intervenant pourrait réagir aux propos de Pappe, mais pas au titre de contre-conférencier. mehr lesen / lire plus

N’ayez pas peur

Un crayon rouge, la mine taillée pointant vers le haut, enserré de crayons noirs, la gomme pointant dans la même direction. C’est la couverture de la 19e édition des « Cahiers socialistes européens », rédigée par l’ancien ministre et actuel eurodéputé Robert Goebbels (LSAP). Vous l’aurez compris : le crayon rouge, c’est Goebbels, les noirs, probablement le reste de la classe politique luxembourgeoise. La brochure intitulée « Politisch unkorrekt » a un mérite : c’est du Goebbels tout craché. Et il n’y va pas de main morte. « La classe politique a arrêté d’être progressiste », peut-on y lire. En gros, Goebbels reproche à ses compatriotes leur peur du progrès et du débat contradictoire. mehr lesen / lire plus

SPITZE FEDERN: Trotzki, der Troubadour

Ein Bildband mit Karikaturen, die führende Bolschewiki voneinander angefertigt haben, verdeutlicht die Stalinisierung der Sowjetunion.

Auch auf dem Papier gab’s mit ihm
wenig zu lachen: Stalin, gezeichnet von Nikolai Bucharin.

Gegenwärtig wird von vielen bürgerlichen Historikern die Geschichte des Kommunismus sehr einseitig und sehr vereinfacht geschrieben. Für die UdSSR stehen die Verbrechen der Stalin-Ära im Vordergrund. Mit dem Kampfbegriff des Totalitarismus werden Kommunismus und Faschismus – die schärfsten Gegensätze des 20. Jahrhunderts – in einem Begriff zusammengefasst. Viele Forscher arbeiten an einem Vergleich der „zwei deutschen Diktaturen“; während die nationalsozialistische Diktatur Leichenberge und Trümmerberge hinterlassen hat, hat die DDR Aktenberge hinterlassen, die einigen Tausend Menschen noch für Jahre oder Jahrzehnte Arbeit und Brot geben. mehr lesen / lire plus

BANDE DESSINÉE: Histoires du blanchiment ordinaire

Le recyclage d’argent sale se déroule tous les jours, sous notre nez. La série « Secrets bancaires » met en scène des gens qui ont mis le leur dedans – pour le pire ou pour le meilleur.

Astérix s’est aventuré jusqu’en Amérique, et Tintin a même marché sur la lune. Mais rares sont les héros de BD à fouler le sol luxembourgeois – mis à part, évidemment, Superjhemp et d’autres produits du terroir, bien entendu. Pourquoi y viendraient-ils, d’ailleurs ? Sans doute pas pour visiter la Petite Suisse ou boire du vin de Moselle… Mais ils pourraient y être attirés par notre place bancaire. mehr lesen / lire plus

Flughafen Frankfurt: Kein Ausbau ohne Nachtflüge

In der Main-Metropole soll eine vierte Start- und Landebahn gebaut werden. Dagegen wird laut Beschluss der hessischen Landesregierung kein Nachtflugverbot verhängt, sondern nur die Anzahl der Nachtflüge begrenzt. Eine diesbezügliche Empfehlung war vom Regionalen Dialogforum (RDF) ausgesprochen worden, an dem zwar die Luftfahrtgesellschaften, nicht aber die Bürgerinitiativen beteiligt sind. Als Kompensation für die betroffenen AnwohnerInnen ist die Finanzierung von Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen – was die konkret bringen werden, ist allerdings nicht bekannt. Das RDF war 2000 als Ergebnis eines Mediationsverfahrens eingesetzt worden: Damals aber wurde die Möglichkeit einer Baugenehmigung an ein striktes Nachtflugverbot geknüpft. Naturschutzverbände und Kommunen haben bereits angekündigt, gegen den „Wortbruch“ juristisch vorzugehen. mehr lesen / lire plus

AUSTRALIEN: Der Mann mit der Maske

Nach dem überraschend deutlichen Sieg der Labour-Party bei den Parlamentswahlen, ist nicht nur in der australischen Linken verhaltene Aufbruchstimmung spürbar.

Nach elf Jahren unter dem konservativen Ministerpräsidenten John Howard war der Unmut in der Bevölkerung größer als allgemein erwartet: Wahlempfehlung der
„Socialist Alliance“auf einer Kaffeetasse. (Foto: Jes Mugley/ Flickr).

Bis heute schlagen die Herzen von Linken schneller, wenn Gough Whitlams Name fällt. Es war Whitlam, der Labor nach 23 Jahren Winterschlaf aus der Opposition führte und sogleich ein ehrgeiziges Reformprogramm umsetzte. Von 1972 bis 1975, in einem Zeitraum von nicht einmal drei Jahren, nahm er Beziehungen zum kommunistischen China auf, die Australiens Wirtschaft einen anhaltenden Aufschwung bescherten, stärkte die Position von Frauen in Beruf und Familie, schaffte Wehrpflicht und Studiengebühren ab und legte die Grundlage zu einer allgemeinen staatlichen Krankenversicherung. mehr lesen / lire plus

SPIELSUCHT: Rien ne va plus

Auf über 4.000 wird hierzulande die Zahl der Menschen geschätzt, die spielsüchtig sind. Das Problem wird dennoch kaum wahrgenommen, Spiel-Junkies haben nur wenig Anlaufstellen. Ein Gespräch mit Betroffenen.

„Faites vos jeux“: Wenn die Kugel in die Rille fällt, geht nichts mehr. Spieler, die in die Suchtspirale geraten, spielen so lange, bis sie verlieren. (Fotos: stoneflower/jasonwell)

„Am Höhepunkt meiner Sucht war ich 300 Tage im Jahr im Casino.“ Rolf (*) blickt zurück. Noch vor anderthalb Jahren drehte sich sein Leben nur um eines: Glückspiel, genauer gesagt Roulette. Das Ambiente am Spieltisch, die Adrenalinstöße beim immer höheren Setzen und die Glücksgefühle beim Gewinnen – all das hatte es ihm angetan. mehr lesen / lire plus

Regroupement familial

Pouvoir traverser des frontières à l’intérieur de l’espace européen sans problème est le quotidien de milliers de frontaliers. Parmis lesquels aussi un woxxie. Mais quelle était la surprise de ce dernier lorsqu’il découvrit cette semaine en quittant son petit village lorrain que les frontières allaient être bloquées jeudi matin. Bloquées carrément ! Mettre en péril l’édition de Noël pour un contournement que l’on se refuse à construire ? Le ras-le-bol français aura-t-il raison de l’honnête labeur du woxxie ? « Jamais », se dit-il et prend la décision courageuse de dormir chez ses parents afin d’être à l’heure au boulot. Il se réveilla donc très étonné de ne pas être dans son lit. mehr lesen / lire plus

BUCH: „Männer sind wie Pfirsiche“

Harald Martenstein muss es wissen. Schließlich lässt er das Vorwort seines jüngst erschienenen Buches „Männer sind wie Pfirsiche“ von Alice Schwarzer schreiben, der Paradefeministin, die demnächst ihren Chefsessel bei der Zeitschrift „Emma“ einer anderen überlässt. Dass Männer in ihrem tiefsten Innern irgendwo dennoch monogam sind, darüber philosophiert Martenstein und ist gleichzeitig davon überzeugt, dass das noch niemand so schön ausgedrückt hat, wie er selbst. Überhaupt dreht sich bei Martenstein alles um ihn selbst. Obwohl – wie er einmal ausplaudert – ihm seine Redaktion verboten hat, seine Kolumnen mit dem Wörtchen „Ich“ zu beginnen, zieht sie dennoch Profit aus dieser Nabelschau: Schließlich hat Martenstein als Kolumnen-Schreiber bei der Wochenzeitung „Die Zeit“ Maßstäbe gesetzt. mehr lesen / lire plus

STUDIE: Arm sein in Luxemburg

Die Anzahl der vom Armutsrisiko Betroffenen steigt: Insbesondere Alleinerziehende, Alleinlebende sowie kinderreiche Familien.

„Die neuen Zahlen bestätigen leider, dass wir in Luxemburg in den letzten Jahren einen kontinuierlichen Anstieg der Armut zu verzeichnen haben“, heißt es in dem Armutsbericht, den die Arbeiterkammer diese Woche zusammen mit Nichtregierungsorganisationen, die im luxemburgischen Ableger des Netzwerks „European Anti Poverty Network“ (EAPN) zusammengeschlossen sind, vorgestellt hat. Obwohl das Einkommen eines Armen in Luxemburg natürlich nicht mit dem eines Bewohners eines Landes der „dritten Welt“ vergleichbar ist, haben Arme in Luxemburg nur wenig Lobby und leben am Rande einer prosperierenden Gesellschaft. Bei rund vierzehn Prozent der Haushalte lag 2006 das verfügbare Äquivalenzeinkommen unter der Armutsschwelle. mehr lesen / lire plus

CONFLIT SOCIAL: Des fonctionnaires comme les autres

Les instituteurs n’en peuvent plus d’attendre leur reclassement de carrière. L’immobilisme du gouvernement en la matière a pour effet un début de mobilisation important.

On se serait cru à la veille du grand soir. Les 1.500 institutrices et instituteurs rassemblés mardi dernier au centre culturel de Bertrange se serraient comme des sardines dans un bâtiment trop exigu pour tous les contenir. Une réunion de 1.500 personnes dans le cadre d’un conflit social, c’est plutôt rare au Luxembourg. Sauf lorsqu’il s’agit des retraites ou des traitements de la fonction publique.

En tout cas, le rassemblement organisé conjointement par les deux syndicats d’enseignant-e-s, le Syndicat national des enseignants (SNE, affilié au syndicat de la fonction publique, la CGFP) et le Syndikat Erzéiung a Wëssenschaft (SEW, affilié à l’OGBL) a été couronné de succès. mehr lesen / lire plus

KLIMAKONFERENZ AUF BALI: Falsche Prioritäten

Fortschritte gibt es bei den Bali-Verhandlungen in der Frage der Finanzierung der Anpassung an die Erderwärmung. Doch für die Verhinderung des Klimakipps fehlen die Mittel – und, bei den meisten Teilnehmern, der Mut.

Zuerst die gute Nachricht: Die internationale Staatengemeinschaft will Geld locker machen, um den vom Klimawandel am stärksten betroffenen Ländern zu helfen. Gewiss, Ziel der Klimaverhandlungen in Bali ist es, den Temperaturanstieg unter zwei Grad zu halten. Dennoch werden der Anstieg des Meeresspiegels oder die Desertifikation manche Regionen hart treffen – in der Regel in den Entwicklungsländern. Es wäre also nur gerecht, wenn die Kosten der Anpassung von den Industrieländern getragen würden – sie haben am meisten zum Klimawandel beigetragen. mehr lesen / lire plus

ANNÉE CULTURELLE: Le gris du conditionnel

2007, une nouvelle année tremplin ? Les derniers brames du cerf bleu laissent plutôt présager un retour aux vieilles habitudes.

On replie les bagages et on vide les lieux: les associations ne sont certainement pas les gagnants de cette année culturelle.

« Zu solch einer Kulturpolitik scheint Lotto wahrlich besser zu passen, als ein `bouillon de toutes les cultures‘ », concluait, dans ces mêmes pages, le coordinateur général Robert Garcia dans son article sur la fin de l’année culturelle 1995. Il y fustigeait la politique culturelle de son pays qui – selon lui – ne s’intéressait qu’à l’événementiel, en négligeant de façon arrogante les indépendants et en ignorant toute notion de développement durable culturel. mehr lesen / lire plus

CD: « L’autre bout du monde »

« On dit qu’il y fait toujours beau, c’est là que migrent les oiseaux … » ainsi commence la première chanson de l’album nommé L’autre bout du monde de la jeune compositrice et interprète française Emily Loizeau. Album sorti en 2005, mais méconnu et qui vaut qu’on le découvre. Emily Loizeau sait charmer avec ses ballades. Elle avait appris le piano à l’âge de cinq ans pour devenir pianiste classique, puis s’était lancée dans le théâtre pour enfin se retrouver sur scène avec ses propres compositions, un mélange unique de chanson française et de folk. Avec le soutien de son bassiste et violoncelliste Olivier Koundouno les ambiances kermesse se mêlent au jazz et au blues, ce qui donne un côté un peu décalé à l’album. mehr lesen / lire plus

Anti social web

Pour celles et ceux qui connaissent et qui détestent le web 2.0, mais qui ne peuvent tout de même pas s’en passer, il existe désormais une solution : créer un profil sur le site www.hatebook.org. C’est tellement simple, mais il fallait y penser. Alors, si vous haïssez quelqu’un ou que vous n’en pouvez plus de la manie de certain-e-s internautes de se la péter outre mesure, dites le haut et fort sur hatebook. Conçu comme le frère ennemi du très populaire www.facebook.org – qui est en train de dépasser son précurseur myspace – ce site offre exactement les mêmes possibilités, seulement les menus sont en négatif. mehr lesen / lire plus

STAATSTHEORIE: „Nation“ als politische Konstruktion

Wie definiert sich ein Staat? Wie und warum verändert sich der Begriff der Nation im Laufe der Zeit? Darüber referierte der Historiker Dieter Gosewinkel auf einem Forum des Institut Pierre Werner.

Zur Person:
Dieter Gosewinkel hat Rechtswissenschaft und Geschichte an den Universitäten Freiburg und Genf studiert. Nachdem er im Fach Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin habilitiert hatte, leitete er eine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt und ist, neben seiner Tätigkeit als Privatdozent an der Freien Universität Berlin und Gastprofessor an diversen Universitäten, seit 2002 Leiter einer Forschungsgruppe am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung in Berlin. Er hat etliche Publikationen zum Thema Staatsbürgerschaft und Nation in Europa veröffentlicht.

mehr lesen / lire plus

Front commun

Au-delà des déclarations de bonne intention récurrentes des partis de gouvernement, les réformes en matière de participation politique des étrangers avancent au rythme d’une deux-chevaux toussoteuse. Au moins, les jeunes militant-e-s sont plus volontaristes. Les jeunes du CSV, du LSAP, du DP, des Verts, de déi Lénk et du Parti communiste ont présenté lundi dernier leur plate-forme « refresh democracy », soutenue par l’Association de soutien aux travailleurs immigrés (Asti). Une fois n’est pas coutume, les six se sont mis d’accord sur un certain nombre de points plus ou moins audacieux. Au niveau des élections communales, par exemple, ils plaident pour une réforme des commissions consultatives, ainsi que pour l’abolition des dérogations du traité de Maastricht qui permettent aux Etats membres de réserver l’accès aux fonctions communales exécutives aux seuls nationaux. mehr lesen / lire plus

Coup de frein pour le wi-fi parisien

Dans le temps, il fallait être câblé, mais désormais c’est l’accès à internet sans fil qui constitue la marque de l’homme – et de la ville – moderne. C’est pour cela que des villes comme Paris et Luxembourg (« hot city ») mettent à disposition du public des bornes en technologie wi-fi appelée encore WLAN : dans un certain rayon alentour, tout ordinateur portable équipé de cette technologie pourra accéder à internet, les données étant transmises par ondes électromagnétiques. Justement, ces ondes ont causé des ennuis à la mairie de Paris : une partie du personnel des bibliothèques équipées d’émetteurs se sont plaints de maux de tête et de malaises. mehr lesen / lire plus

Zeitung geht durch den Magen

Die woxx erscheint jeden Freitag, das ist (fast) so sicher wie das Amen in der Kirche. Seit einigen Wochen scheint es allerdings ein kleiner Virus auf die woxx-Truppe abgesehen zu haben. Der setzt die RedakteurInnen reihum für mehrere Tage außer Gefecht. Wenn dann urlaubsbedingt auch noch andere MitarbeiterInnen abwesend sind, wird es unter Umständen eng – sehr eng -, um die laufende Ausgabe fristgerecht an die Druckerei zu liefern. Aber, allen Widrigkeiten zum Trotz, hat es bislang immer noch geklappt… wir kreuzen die Finger. In zwei Wochen allerdings, das sei hier verkündet, wird keine neue woxx in den Kiosken und den Briefkästen zu finden sein: Dann lassen die woxxies den Virus allein zu Haus und überspringen die Ausgabe „zwischen den Jahren“, die andernfalls am 28. mehr lesen / lire plus

KOSOVO: „Ohne Kompromiss kein Frieden“

Statt eine „Lösung“ für den Kosovo zu erarbeiten, bereitet die internationale Diplomatie den Boden für neue Ethnokonflikte.

Ob der Weg in die Unabhängigkeit auch der Weg aus der Armut ist, darf bezweifelt werden: Knapp 40 Prozent der Menschen im Kosovo leben von weniger als 1,37 Euro pro Tag. (Foto: Andrew Curran/ Flickr)

Ungewissheit auf dem Balkan. Nach dem Scheitern der Direktgespräche zwischen der serbischen Regierung und den Selbstverwaltungsorganen der Kosovo-Albaner über den zukünftigen völkerrechtlichen Status des Kosovo dominieren Durchhalteparolen. In Belgrad erklärt Premierminister Vojislav Kostunica täglich, seine Regierung beharre unter allen Umständen auf der „territorialen Integrität“ Serbiens. In Pristina hält der designierte Regierungschef der Kosovo-Albaner, der frühere UCK-Kommandant Hashim Thaci, dagegen eisern an der Forderung nach Unabhängigkeit fest. mehr lesen / lire plus